Ich habe dieses Buch vom Verlag als Rezensionsexemplar erhalten. Nochmals vielen Dank dafür. Flora leidet unter einer seltenen Form der Amnesie und ihr Kurzzeitgedächtnis wurde dadurch zerstört. Sie kann sich an alles vor ihrem 10. Geburtstag erinnern, aber an nichts, was danach passiert ist. Immer wieder hat sie Blackouts und weiß nicht einmal wer sie ist und dass sie schon 17 Jahre alt ist. Aber auf einmal hat sie eine Erinnerung, nämlich wie sie an einem Abend am Strand von ihrem Schwarm Drake geküsst wird. Es ist die erste Erinnerung seit 7 Jahren, die ihr bleibt und die nicht wieder verschwindet. Aber Drake hat mittlerweile das Land verlassen und ist nach Norwegen gezogen um dort zu studieren. Ermutigt von seinen wunderschönen Worten per Email, macht sich Flora auf den Weg nach Norwegen, um ihn zu finden. Aber letztendlich findet sie noch viel mehr als Drake. Ich bin schnell und gut in die Geschichte herein gekommen. Auch wenn es ein spezielles Thema ist und man sich erst an Flora und ihre Denkweise gewöhnen muss, habe ich sie schon sehr schnell in mein Herz geschlossen. Ihre liebenswerte, tollpatschige und Unschuldige Art hat sie zu einem wundervollen Menschen gemacht, den man gerne beschützen möchte. Der Schreibstil der Autorin hat mir ebenfalls gut gefallen und auch wenn es die eine oder andere Länge gab, habe ich die Geschichte sehr genossen. Was ein weiteres großes Highlight für mich war, war die wunderschöne Kulisse Norwegens. Ich habe großes Fernweh bekommen und mein Bedürfnis, einmal in ein skandinavisches Land zu reisen, ist noch mehr gewachsen. Fazit: eine besondere und mal neue Geschichte, mit einer liebenswerten Protagonistin, wundervollen Schauplätzen und einer wichtigen Message, die wir uns alle zu Herzen nehmen sollten: Unsere Erinnerungen sind wichtig, aber wir sollten viel mehr im Hier und Jetzt leben und den Augenblick genießen, als der Vergangenheit nachzutrauern und ständig nur in unseren Erinnerungen zu schwelgen.
Ein leicht zu lesender Jugendroman, der mit dem Thema Amnesie doch sehr intensiv nachwirkt und alle möglichen Gefühle aufzeigt.
Flora Banks hat Amnesie - und vergisst dadurch alles was nach ihrem zehnten Lebensjahr passiert ist. Jetzt ist sie 17 Jahre alt und auf einmal küsst sie ein Junge am Strand. Und daran kann sie sich erinnern. Das Buch gibt einem selbst das Gefühl in Floras Haut zu stecken. Eine tolle Geschichte von Floras Suche nach der Liebe und nach sich selbst, mit einem heftigen Plottwist am Ende.
Flora Banks ist ein ganz aussergewöhnlicher Teenager. Sie leidet nämlich an anterograder Amnesie, das heisst, dass sie sich an nichts erinnern kann, das nach ihrem 10. Geburtstag passiert ist. Sie hilft sich mit einem Erinnerungs-Buch, einer Flut Notizzettel und den wichtigsten Stichwörtern auf ihren Armen. Doch dann küsst sie Drake, den Freund ihrer einzigen und besten Freundin. Dies ist für Flora so einschneidend, dass sie sich daran erinnern kann. Drake kann ihr helfen, sich zu erinnern! Nur dumm, dass er zum Studieren in die Arktis fährt und Flora mit ihrem Gefühlschaos alleine lässt. Doch wir erleben, wie sich Flora weiterentwickelt, über sich hinaus wächst und so das Abenteuer ihres Lebens erlebt. "Jeder Tag kann der schönste in deinem Leben werden" ist aus der ich-Perspektive der 17-jährigen Flora erzählt. Emily Barrs Schreibstil ist zwar sehr einfach und schlicht gehalten, doch durch die vielen Wiederholungen durch Floras Amnesie, schafft es die Autorin super, uns Floras Leben und Probleme näher zu bringen. Klar können diese sich ständig wiederholenden Sequenzen den Lesefluss etwas stören und man muss sich erst etwas an diesen doch sehr speziellen Erzählstil gewöhnen, doch man kann sich dadurch viel mehr in die Protagonistin hineinversetzen. Flora Banks ist ein toller Charakter. Komplex und facettenreich gezeichnet, bekommt man einen wunderbaren Einblick in ihr Innerstes. Durch den Kuss realisiert sie immer mehr, dass sie ja keine zehn Jahre mehr ist sondern eine junge Frau. Durch die Amnesie hat sie viele Ängste und Zweifel, doch sie ist mutig und springt immer wieder über ihren Schatten. "Jeder Tag kann der schönste in deinem Leben werden" beginnt sehr ruhig. Emily Barr lässt sich Zeit, uns ihre Protagonistin vorzustellen und uns in ihre Krankheit zumindest zu einem Teil einfühlen zu können. Gekonnt zieht sie nach und nach die Spannung an, Floras Lage spitzt sich immer mehr zu, bis sie sich wirklich auf die Reise macht. Gegen den Schluss überschlagen sich die Dinge regelrecht. Die Autorin überrascht mit unerwarteten Wendungen, gibt eine gehörige Portion Drama hinzu und bringt Licht ins Dunkle. Dazu schleicht sich leider die eine oder andere Ungereimtheit ein. Mir persönlich war es schon fast ein bisschen zu viel in zu kurzer Zeit, doch das Ende lässt einen versöhnlich und hoffnungsvoll zurück. Fazit: "Jeder Tag kann der schönste in deinem Leben werden" ist ein wirklich aussergewöhnlicher Coming-of-Age Roman! Emily Barrs Debüt ist zwar nicht ganz rund, dafür aber ein ungeschliffener Diamant mit starker Protagonistin, interessanter Thematik und einer wichtigen Botschaft: Sei mutig!
Schlichtweg war dieses Buch 'ganz nett'. Aber mehr auch nicht. Im Grunde genommen fand ich das Buch nicht schlecht, der Schreibstil war okay, die Atmosphäre vom klassischen Jugendroman, den man schon an die zig tausend Mal gelesen hat und genauso austauschbar waren auch die Charaktere. Interessant war das Detail, das die Hauptperson ihr Gedächtnis verloren hat und nun an einer Art Amnesie leidet. Sie kann sich nichts merken, was ca. vor zwei, drei Stunden passiert ist. Außer einen Kuss mit einem Jungen, den hat sie sich gemerkt und geht für ihn über ihre Grenzen hinaus. Ziemlich süß, aber auch ziemlich naiv und waghalsig. Ich frage mich: Was machen, wenn sich das am Ende vielleicht nicht lohnt? Was machen, wenn was schiefgeht? Ich fand viele Dinge in diesem Buch leider überhaupt nicht gut. Was mich am Allermeisten gestört hat, kann ich hier eigentlich gar nicht sagen, weil ich spoilern würde. Deswegen kann ich nur sagen, dass mir ganz und gar nicht gefallen hat, wie die Person hier gehandelt hat an manchen Stellen und ihr manche Dinge, die ihr viel wichtiger hätten sein sollen, egal zu sein schienen! Absolut schrecklich, tut mir leid... aber das hat mir nicht gepasst. Ich finde die Moral der Geschichte einerseits gut, die andere Seite der Geschichte war für mich aber beinahe schon verwerflich.
Beautifully written, inspiring...just Perfect.





