Absolut lesenswert ! Berührende,tiefgehende Auseinandersetzung Roths mit seinem erkrankten Vater
Roths Stil erfordert zu Beginn einen etwas längeren Atem. Seine Sätze sind meist lang und verschachtelt- jedoch findet man schnell in die intensive autobiografische Geschichte hinein. Erstaunlich mit welchem Feingefühl, Beschützerinstinkt und tiefer Liebe der (mittelalte) Sohn den greisen, recht schwierigen und mitunter despotisch auftretenden Vater, der an einem Hirntumor erkrankt ist, bis zu seinem Ende begleitet. "Man kann sagen, dass es nicht viel bedeutet, wenn ein Sohn den zärtlichen Beschützer für seinen Vater spielt, der schon machtlos und nahezu zerstört ist..." "Er war nicht irgendein Vater, er war d e r Vater, mit allem, was es an einem Vater zu hassen gibt, und allem, was es an einem Vater zu lieben gibt". Sicher werde ich noch weitere Romane Roths lesen !
