
Wien um die Jahrhundertwende – Sachertorte, Kaiser Franz Joseph, Prater und ein brodelndes intellektuelles Leben: Kaum ein Ort eignet sich besser als Schauplatz für einen historischen Krimi. Reinhardt und Liebermann bilden ein wunderbar sympathisches Ermittler-Duo. Trotz der vielen Seiten liest sich das Buch erstaunlich schnell und überzeugt immer wieder mit einer gelungenen Mischung aus Spannung und feinem Humor. Besonders reizvoll ist die Verknüpfung der Kriminalhandlung mit den Anfängen der Psychoanalyse sowie die stimmige Einbettung in den historischen Kontext. Genau diese Mischung macht den Roman zu etwas Besonderem und hebt ihn deutlich aus der Masse historischer Krimis heraus. Fazit: Ein atmosphärisch dichter, kluger Krimi mit Charme und Tiefgang – ich freue mich schon sehr auf die nächsten Teile!




