2. Juni
Ein kleines Highlight
Rating:5

Ein kleines Highlight

Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt von NetGalley Manchmal ist die gefährlichste Entscheidung nicht, seinen Feind zu lieben – sondern sich selbst einzugestehen, dass man es bereits tut.“ Dieses Buch hatte ich bereits vorm erscheinen im Blick und war sehr happy, dass ich es nun lesen durfte. Das wunderschöne Cover hatte mich direkt angesprochen und für viel Neugierde gesorgt. Für mich das erste Buch der Autorin und mit The Enemy’s Daughter erschafft Melissa Poett eine fesselnde und sehr interessante Mischung aus Romantasy, Intrigen, Machtkämpfen und einer Liebe, die niemals hätte entstehen dürfen. Von der ersten Seite an zieht die Autorin ihre Leserinnen und Leser in eine Welt voller Konflikte, Verrat und verbotener Gefühle. Sie versteht es wirklich, zu fesseln und einen durch die Seiten fliegen zu lassen. Dieses Buch vereint alles, was das Herz von Fantasy- und Romance-Fans höherschlagen lässt: intensive Emotionen, starke Charaktere, politische Spannungen und eine Liebesgeschichte, die unter die Haut geht. Melissa Poetts Schreibstil ist atmosphärisch, bildgewaltig und unglaublich mitreißend, ich brauchte allerdings ein wenig um mich an ihren Stil zu gewöhnen und rein zu kommen, aber durchhalten wird wirklich belohnt, man muss sich aber wirklich auf Schreibstil und Story einlassen! Die Autorin versteht es hervorragend, Emotionen sichtbar bzw. fühlbar zu machen und gleichzeitig eine Welt voller Magie, Gefahr und Intrigen zum Leben zu erwecken. Wir haben hier emotionalen Dialoge, eine gute und intensive Spannung zwischen den Figuren und eine tolle Romance ohne dabei den Fantasyteil zu vernachlässigen. Die Grundidee wirkt auf den ersten Blick klassisch: Die Tochter eines Feindes verliebt sich ausgerechnet in den Mann, den sie hassen sollte. Doch Melissa Poett macht daraus weit mehr als nur eine Enemies-to-Lovers-Geschichte. Sie verbindet politische Konflikte, Loyalitätsfragen, familiäre Verpflichtungen und persönliche Freiheit zu einer emotionalen und spannenden Handlung. Genau so etwas lieben wir doch alle sehr und wollen solche Geschichten lesen! Die Geschichte stellt immer wieder die Frage: 🖤 Wem schulden wir Loyalität? 🖤 Können Liebe und Pflicht nebeneinander existieren? 🖤 Wie viel ist man bereit zu opfern, um frei zu sein? Die Welt wirkt komplex genug, um spannend zu sein, ohne dabei zu überladen zu wirken. Das Setting fand ich toll, etwas anderes und so märchenhaft. Die Handlung entwickelt sich konstant spannend und hält immer wieder überraschende Wendungen bereit. Während die politische Situation eskaliert und alte Konflikte aufbrechen, geraten die Protagonisten zunehmend zwischen Pflicht und Herz. Die Geschichte lebt dabei von: ⚔️ Machtkämpfen und Verrat ⚔️ Familienkonflikten und dunklen Geheimnissen ⚔️ Verbotener Liebe Die weibliche Hauptfigur gehört für mich zu den größten Stärken des Buches. Sie ist mutig, intelligent und entschlossen, gleichzeitig aber auch verletzlich und von inneren Konflikten geprägt. Ihre Entwicklung ist hervorragend ausgearbeitet. Im Verlauf der Geschichte lernt sie eigene Entscheidungen zu treffen, Autoritäten zu hinterfragen und für ihre Überzeugungen einzustehen. Nun zu ihm: Er besitzt Ecken und Kanten, kämpft mit seinen eigenen Dämonen und trifft nicht immer die richtigen Entscheidungen. Das gefiel mir sehr. Seine Entwicklung ist ebenso stark wie die der Protagonistin. Die Romance war für mich das absolute Highlight. Die Chemie zwischen den Figuren ist von Anfang an spürbar. Was zunächst von Misstrauen, Vorurteilen und Feindschaft geprägt ist, entwickelt sich langsam zu etwas viel Tieferem. Die Liebesgeschichte entwickelt sich langsam genug, um authentisch zu wirken, und intensiv genug, um das Herz höher schlagen zu lassen. Jede gemeinsame Szene hat mich gefesselt. Auch wenn das Buch für mich ein klares Highlight war, gibt es kleinere Punkte, die man erwähnen kann: Zu Beginn benötigt man wie bereits erwähnt, etwas Zeit, um sich in die Welt und die politischen Strukturen einzufinden. Einzelne Konflikte lösen sich gegen Ende etwas schneller auf als erwartet. Diese Punkte fallen jedoch kaum ins Gewicht und haben mein Leseerlebnis nicht beeinträchtigt. The Enemy’s Daughter ist eine mitreißende Romantasy voller Leidenschaft, Intrigen und großer Gefühle. Diese intensive Enemies-to-Lovers-Romance, die starke Charakterentwicklung und die spannende Handlung machen dieses Buch zu einem absoluten Highlight. Für mich war es eine Geschichte, die mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt hat und die noch lange nach dem Lesen nachhallt.

The Enemy's Daughter
The Enemy's Daughterby Melissa PoettHarper Collins Publ. USA
28. Mai
Rating:4

Ich glaube, mein größtes Problem mit diesem Buch war nicht die Geschichte an sich, sondern dass ich am Anfang nicht so richtig wusste, wie ich meine Gedanken dazu greifen soll. Denn The Enemy’s Daughter ist kein simples „Feinde verlieben sich ineinander“-Buch. Vielmehr prallen hier zwei komplett unterschiedliche Systeme, Weltbilder und Wahrheiten aufeinander, und genau das macht die Geschichte interessanter, aber eben auch etwas komplexer. Isadora begegnet Tristan, als sie eigentlich an die Front will, um verletzte Klanmitglieder zu heilen. Schnell ist klar, dass Tristan für sie ein Feind ist, weshalb sie ihn gefangen nimmt und als Geisel behalten will. Natürlich läuft das Ganze ungefähr so kontrolliert ab wie ein brennender Heuwagen im Sturm. Die Situation eskaliert und Isadora wird durch einen von Tristans Männern schwer verletzt. Um sie zu retten, ist Tristan bereit, sie zu heiraten und dadurch eine Bindung zu schaffen, mit der er ihr einen Teil ihres Leids abnehmen und sie heilen kann. Tristan selbst war für mich überraschend entspannt. Ich hatte bei Assassine und Feind ehrlich gesagt mit mehr düsterem Drama gerechnet, aber er ist kein überzogen kalter oder grausamer Charakter. Vielmehr wirkt er ruhig, geduldig und ziemlich reflektiert. Gerade im Umgang mit Isadora zeigt sich, dass er nicht versucht, sie mit Gewalt oder Manipulation von seiner Sicht zu überzeugen, sondern ihr Stück für Stück die Wahrheit näherbringt. Das war angenehm, weil er dadurch nicht zum typischen „Ich bin gefährlich, aber eigentlich weich“-Klischee verkommt. Isadora wächst bei den Klans auf, und diese Gemeinschaft wirkt alles andere als fortschrittlich. Dort gilt das Recht des Stärkeren, wobei „stärker“ praktischerweise fast immer männlich bedeutet. Frauen haben kaum etwas zu melden, gelten als schwach, müssen beschützt werden oder werden teilweise sogar wie Besitz behandelt. Isadora ist als Tochter des Safar zwar wichtig, aber nicht wirklich frei. Im Grunde ist sie ein Preis, denn wer Tristans Vater Farron Banks tötet, darf sie heiraten und wird der nächste Safar. Romantik aus der Mottenkiste der schlechtesten Gesellschaftsmodelle. Dass Isadora mit ihrer Stellung hadert, ist absolut nachvollziehbar. Dennoch hält sie lange an den Wahrheiten fest, mit denen sie aufgewachsen ist. Man könnte ihr Naivität vorwerfen, aber für mich wirkte das eher realistisch. Wenn man jahrelang mit bestimmten Feindbildern und Lügen gefüttert wurde, wirft man nicht plötzlich alles über Bord, nur weil ein hübscher Mann mit besserer Infrastruktur auftaucht. So einfach funktioniert Gehirnwäsche nun mal nicht. Genau hier liegt der eigentliche Reiz der Geschichte. In Kingsland lernt Isadora eine völlig andere Welt kennen. Frauen können dort Ärztinnen werden, Machtpositionen einnehmen und selbstbestimmter leben. Gleichzeitig muss sie erkennen, dass vieles, was sie über Kingsland gelernt hat, nicht der Wahrheit entspricht. Die Klans wurden mit Lügen gefüttert, Kingsland als grausam, gierig und unmenschlich dargestellt, während die Klans selbst deutlich aggressiver handeln, als Isadora wahrhaben möchte. Die Verbindung zwischen Isadora und Tristan funktioniert dabei nicht nur als romantisches Element, sondern auch als Mittel, um die Grenze zwischen Feind und Verbündetem immer weiter verschwimmen zu lassen. Durch das Band spüren sie einander auf einer sehr persönlichen Ebene, wodurch Isadora Tristan nicht mehr einfach nur als Gegner betrachten kann. Gleichzeitig erschwert genau das ihre Loyalität zu ihrem Klan, denn dieser bleibt für sie lange ihre oberste Priorität. Ihre Versuche zu fliehen und zurückzukehren wirken deshalb nicht nervig, sondern nachvollziehbar. Was mir besonders gefallen hat, ist, dass die Romance nicht losgelöst vom Plot existiert. Isadora und Tristan nähern sich nicht einfach an, weil sie sich attraktiv finden, sondern weil sie gezwungen sind, sich wirklich mit der Wahrheit des anderen auseinanderzusetzen. Ihre Beziehung entsteht aus Vertrauen, Geduld und der langsamen Erkenntnis, dass der vermeintliche Feind vielleicht nicht der Feind ist. Trotzdem hätte das Buch für mich mehr Raum gebraucht. Man merkt deutlich, dass in dieser Welt noch viel mehr steckt. Die politischen Konflikte, die Unterschiede zwischen Kingsland und den Klans, Isadoras innere Zerrissenheit und auch die Entwicklung zwischen ihr und Tristan hätten locker Stoff für mehr Seiten oder sogar mehrere Bände geboten. Als Einzelband funktioniert die Geschichte, aber stellenweise hatte ich das Gefühl, dass gewisse Entwicklungen schneller abgehandelt wurden, als sie es verdient hätten. Mit der dystopischen Atmosphäre hatte ich persönlich etwas zu kämpfen, weil das einfach nicht ganz mein Vibe ist. Zeitweise konnte ich das aber gut ausblenden, vor allem durch die Dynamik zwischen Isadora und Tristan und durch die Grundidee des Retellings. Der Hauptgrund, warum ich das Buch überhaupt lesen wollte, war ehrlich gesagt meine komplette Obsession mit dem Film Tristan und Isolde. Ich habe diesen Film damals gefühlt so oft gesehen, bis die DVD vermutlich selbst keine Lust mehr hatte. Deshalb fand ich es unglaublich spannend, mal kein klassisches Mythologie-Retelling zu lesen, sondern eine dystopische Version dieser Liebesgeschichte. Der Schreibstil war angenehm zu lesen und hat mich gut durch die Geschichte getragen. Auch wenn nicht alles bis ins letzte Detail ausgearbeitet wurde, hat mich das Buch unterhalten und die Grundidee mochte ich sehr. Für mich bleibt The Enemy’s Daughter eine interessante Mischung aus Retelling, Dystopie und Romance, die vor allem durch ihre gesellschaftlichen Gegensätze und die ruhige Dynamik zwischen Isadora und Tristan funktioniert.

The Enemy's Daughter
The Enemy's Daughterby Melissa PoettHarper Collins Publ. USA
27. Mai
Rating:3.5

Mich hat als erstes das Cover angesprochen. Ich finde es richtig schön. Aber auch der Klappentext hat mich direkt neugierig gemacht. Allein die Konstellation verspricht eine interessante Dynamik. Der Schreibstil ist angenehm und lässt sich gut lesen. Ich kam gut in einen Lesefluss. Die erste Begebung der beiden wirkte auf mich zu gewollt und hat mich nicht richtig abgeholt. Auch die Entwicklung war für mich nicht ganz nachvollziehbar. Da war mir die ganze Entwicklung zu schnell. Generell fand ich es teilweise auch sehr oberflächlich. Alles wirkte sehr einfach erzählt ohne groß in die Tiefe zu gehen. Auch was die Handlung und Verstrickungen angeht. Da hätte ich mir mehr Raum gewünscht um das ganze auszuarbeiten. Gerade zum Ende merkt man das nochmal deutlich. Es wirkte auf mich sehr abgehetzt. Da hätte ich mir einfach mehr Details gewünscht um den ganzen Konflikt und es abgerundet. Scheinbar gibt es noch einen zweiten Band mit einem anderen Charakter aus dem Buch. Es war ein gutes Buch für zwischendurch. Auch wenn ich einige Kritikpunkte hatte, lässt es sich gut lesen und hat einen trotz allem auch kurzweilig unterhalten.

The Enemy's Daughter
The Enemy's Daughterby Melissa PoettHarper Collins Publ. USA
25. Mai
Rating:5

Spannend & ein richtiges Highlight ✨🤎

Isadora ist eine junge Heilerin & als sie auf einer unerlaubten Hilfsmission tödlich verwundet wird, wird sie gerettet- doch nicht von einem Klan Mitglied sondern von ihrem Feind. Highlight!!! Ich hab das Buch in weniger als 24h beenden können & habe alles daran geliebt! Es war super spannend und aufregend, ich habe die Protagonisten beide echt sehr gemocht & einige neben Charaktere ebenso. Ich habe gegen Ende einen Puls von 180 bekommen weil - MÄNNER. Aber es konnte sich legen, ich fand den Schreibstil sehr sehr angenehm. Es war definitiv was anderes zwischen den ganzen Romance Büchern aber es war Mega! Für alle die auf ,Aufregung , Spannung, Magie & Romance stehen - lest dieses Buch & lasst euch verzaubern in die Geschichte von Isadora & Tristan.✨🤎

The Enemy's Daughter
The Enemy's Daughterby Melissa PoettHarper Collins Publ. USA
6. Jan.
Rating:3.5

Nach dem spannungsgeladenen Start und dem humorvollen Schreibstil, war ich voller Überzeugung, dass mich "The Enemy's Daughter" komplett mitreißen würde. Leider kamen im Laufe der Geschichte immer mehr kleine Kritikpunkte hinzu. Grundsätzlich muss ich sagen, dass das actionreiche Ende mit seinen Wendungen diese für mich gut aufarbeiten konnte und ich einige Dinge dadurch besser verstehen konnte. So hat es am Ende Sinn ergeben, dass sich die Protagonistin oft naiv verhielt und stark an ihrem Weltbild festhielt. Dennoch bevorzuge ich Bücher, bei denen sich nicht so viele Fragen auftun, die erst im Finale beantwortet werden. Es war also ein durchwachsenes Leseerlebnis für mich, da mir einige Aspekte wie der Schreibstil, die Idee der Verbindung und die Dynamik zwischen den Charakteren sehr gut gefallen haben. Ich denke, dass das Buch eher für eine jüngere Zielgruppe gedacht ist und dort sehr gut ankommen wird. Meine Erwartungen konnte es nicht ganz erfüllen, dennoch war es ein unterhaltsames Buch für mich. 

The Enemy's Daughter
The Enemy's Daughterby Melissa PoettHarper Collins Publ. USA