6. Jan.
The Book of M ist ein leiser, nachdenklicher Endzeitroman über Erinnerung, Liebe und Identität. Kein rundes Buch, kein leichtes Buch – aber eines, das nachhallt. Es fragt nicht, wie man eine Welt rettet, sondern was es bedeutet, Mensch zu bleiben, wenn Erinnerungen verschwinden. Und genau darin liegt seine stille Stärke.
Rating:4

The Book of M ist ein leiser, nachdenklicher Endzeitroman über Erinnerung, Liebe und Identität. Kein rundes Buch, kein leichtes Buch – aber eines, das nachhallt. Es fragt nicht, wie man eine Welt rettet, sondern was es bedeutet, Mensch zu bleiben, wenn Erinnerungen verschwinden. Und genau darin liegt seine stille Stärke.

The Book of M ist eine stille, melancholische Dystopie, die weniger an der Zerstörung der Welt interessiert ist als an dem, was vom Menschen bleibt, wenn Erinnerung und Identität zu zerfallen beginnen. Die Geschichte spielt in einer Welt, in der Menschen plötzlich ihre Schatten verlieren – und mit ihnen nach und nach ihre Erinnerungen. Dieser Zustand, „The Forgetting“ genannt, ist mehr als nur ein mysteriöses Phänomen: Je mehr jemand vergisst, desto stärker kann er die Realität beeinflussen. Erinnerung wird zu einer gefährlichen Form von Magie, Vergessen zu einer Bedrohung für die Welt selbst. Im Zentrum steht das Paar Ory und Max. Als Max ihren Schatten verliert, weiß sie, dass sie sich selbst bald nicht mehr erkennen wird. Aus Liebe verlässt sie Ory, um ihn vor dem zu schützen, was sie werden könnte. Besonders Max ist das emotionale Herz des Romans – ihre Gedanken, festgehalten in "Tonaufnahmen", verleihen der Geschichte eine stille Intimität und Tiefe. Beim Lesen musste ich immer wieder an Alzheimer-Patient*innen und ihre Angehörigen denken. An das langsame Verschwinden einer geliebten Person, an die Ohnmacht, das Festhalten und Loslassen zugleich. Der Roman greift diese Erfahrung auf eine sehr sensible Weise auf, ohne sie je explizit zu benennen. Gerade darin liegt seine Stärke: Er macht das Gefühl des Vergessens erfahrbar, ohne es zu erklären. Der Roman springt zwischen Perspektiven, Zeiten und Mythen und liest sich stellenweise wie eine Legende, die sich selbst erzählt. Diese fragmentarische Struktur verstärkt das Gefühl von Unsicherheit und Verlust, macht das Buch aber auch anspruchsvoll. Vieles bleibt offen, die Regeln dieser Welt bleiben vage, die Magie dahinter wird nur angedeutet. Als Leser*in ist man eingeladen, selbst Bedeutung zu schaffen – was reizvoll, aber auch herausfordernd sein kann. Gerade hier liegt für mich auch ein Kritikpunkt: So sehr ich den philosophischen Ansatz mochte, so sehr sehnte ich mich stellenweise nach klareren Antworten. Nicht alles wirkt vollständig ausgearbeitet, manches bleibt bewusst fragmentarisch und fühlte sich für mich stellenweise unfertig an. Der Schreibstil ist ruhig, poetisch und durchzogen von einer melancholischen Grundstimmung. Spannung entsteht weniger durch Handlung als durch Atmosphäre. In manchen Passagen war mir das Tempo zu langsam, der erzählerische Fortschritt zu gering – dennoch hat mich das Buch nie ganz losgelassen. The Book of M ist ein leiser, nachdenklicher Endzeitroman über Erinnerung, Liebe und Identität. Kein rundes Buch, kein leichtes Buch – aber eines, das nachhallt. Es fragt nicht, wie man eine Welt rettet, sondern was es bedeutet, Mensch zu bleiben, wenn Erinnerungen verschwinden. Und genau darin liegt seine stille Stärke. Wer klare Antworten und stringente Welterklärung sucht, wird hier möglicherweise enttäuscht sein; wer sich jedoch auf Atmosphäre, Emotion und philosophische Offenheit einlassen kann, wird viel finden.

The Book of M: A Novel
The Book of M: A Novelby Peng ShepherdWilliam Morrow
14. Juni
Rating:4

„I was sure I still knew how to read, but I hadn't seen any words for a few days now, since the last time I came across a road sign.“ Die Menschen verlieren erst ihre Schatten und dann ihre Erinnerungen. Packende Schicksale + unerwartete Auflösung = großartige Dystopie!

The Book of M: A Novel
The Book of M: A Novelby Peng ShepherdWilliam Morrow
3. Aug.
Rating:4

I received a free Ebook over NetGalley in exchange for an honest review. This book was so good and so creepy. It already started out giving me the creeps. Just the thought if losing my shadow and with that my memories… I got super anxious and kept staring at my shadow.  But let's talk about this book. It features different POVs, that truly enhance the experience and give you so many different ways to experience this crazy apocalyptic world, in which only the imagination of the crazed shadowless seems to be the limit. The Characters featured are so diverse, in fact only one of the four people who tell this story is white. Not that the colour of your skin still matters in this crazy world, but it's still amazing to see such diversity in books.  The characters are very well fleshed out, at no point I felt like their decisions didn't make sense or I couldn't understand them. They were amazing and reasonable and I their interactions and the developing relationships between them were very realistic.  The Book of M is a perfekt blend of characters and world-building. While the characters drive the story, the world gets revealed piece by piece and it left me wondering what could be possible at every corner.  Some plot twists weren't super surprising to me, the end still made me gasp out loud though, and that is not something that happens a lot. The only negative remark I have is, that it took the story quite some time to get started and at points it moved a bit slow. I understand that it had to take some time to take flight, especially to explain the rules of the world and what happened to make it this way, it was just hard at times to move forwards for me. I still enjoyed this book so much and would recommend it to anyone, who is interested in this genre or wants to branch out. It's def a very good interlude to all the YA I always read. 

The Book of M: A Novel
The Book of M: A Novelby Peng ShepherdWilliam Morrow
23. Apr.
Rating:4

I received a free Ebook over NetGalley in exchange for an honest review. This book was so good and so creepy. It already started out giving me the creeps. Just the thought if losing my shadow and with that my memories… I got super anxious and kept staring at my shadow.  But let's talk about this book. It features different POVs, that truly enhance the experience and give you so many different ways to experience this crazy apocalyptic world, in which only the imagination of the crazed shadowless seems to be the limit. The Characters featured are so diverse, in fact only one of the four people who tell this story is white. Not that the colour of your skin still matters in this crazy world, but it's still amazing to see such diversity in books.  The characters are very well fleshed out, at no point I felt like their decisions didn't make sense or I couldn't understand them. They were amazing and reasonable and I their interactions and the developing relationships between them were very realistic.  The Book of M is a perfekt blend of characters and world-building. While the characters drive the story, the world gets revealed piece by piece and it left me wondering what could be possible at every corner.  Some plot twists weren't super surprising to me, the end still made me gasp out loud though, and that is not something that happens a lot. The only negative remark I have is, that it took the story quite some time to get started and at points it moved a bit slow. I understand that it had to take some time to take flight, especially to explain the rules of the world and what happened to make it this way, it was just hard at times to move forwards for me. I still enjoyed this book so much and would recommend it to anyone, who is interested in this genre or wants to branch out. It's def a very good interlude to all the YA I always read. 

The Book of M: A Novel
The Book of M: A Novelby Peng ShepherdWilliam Morrow
16. Jan.
Rating:4

Inmitten einer verheerenden Epidemie, dem Großen Vergessen, leben Ory und Max seit zwei Jahren in einem abgeschiedenen Hotel. Sie verstecken sich dort und schaffen gerade so das Überleben. Es beginnt damit, dass die Menschen ihre Schatten und dann nach und nach ihre Erinnerungen verlieren. Aber es geht nicht darum, dass man nur seinen Einkaufszettel oder die Schlüssel nicht mehr finden kann, sondern schnell werden daraus existenzielle Probleme. Die Menschen verlassen das Haus und finden den Rückweg nicht mehr, sie vergessen das Essen oder Trinken, erkennen sich nicht mehr, verlieren die Sprache, vergessen das Atmen. Je mehr Menschen betroffen sind, desto zerstörerischer wird das „Großen Vergessen“. Ory und Max sind schon fast alleine, leben in einem verlassenen Umfeld, müssen für Nahrung verlassene Geschäfte und leerstehende Häuser plündern. Doch dann verliert auch Max ihren Schatten. Verzweifelt versuchen sie dem fortschreitenden Prozess ein Schnippchen zu schlagen, doch Ory muss dringend ausziehen, um neue Lebensmittel zu besorgen. Überraschenderweise trifft er auf eine Gruppe von Menschen in Arlington. Sie berichten, dass es viele Gerüchte gibt, dass es in New Orleans Hoffnung geben soll. Alle pilgern nun dorthin. Wogegen in Washington DC etwas Schlimmes vor sich gehen soll, das sich ausbreitet. Aber Ory bleibt skeptisch und will lieber bleiben. Auf dem Heimweg wird er niedergeschlagen und völlig ausgeraubt. Mit einer schweren Kopfwunde schafft er es kaum in den Unterschlupf. Dort muss er geschockt erkennen, dass Max verschwunden ist. Ory macht sich verzweifelt auf die Suche nach ihr. Er ist sich sicher, dass sie nach DC, zu ihrem früheren Appartement aufgebrochen ist. Dann wechselt die Perspektive von Ory zu Naz aus Boston. Sie berichtet von den Anfängen. Zunächst hielt man das erste Verschwinden eines Schattens für ein Wunder, aber nach vier Tagen fiel dann das Vergessen auf. Das erste Opfer wurde orientierungslos und aufgeregt gefunden. Er erkannte schon seine Brüder nicht mehr. Das Vergessen weitete sich dann schnell ohne jedes Muster aus. Unabhängig von Alter, Geschlecht, oder Abstammung. Die Wissenschaftler übernahmen das Thema mit Erklärungsversuchen, Tests und Experimenten. Dann griff es auch auf andere Länder und Kontinente über. Man sperrte Betroffene zunächst in Quarantäne. Aber das half auch nicht. Nur vier Wochen nach dem ersten Fall erreicht es auch Amerika. Ory und Max wurden damit am Ende einer Hochzeitsfeier konfrontiert. Das Buch springt direkt ins Geschehen, fesselt gleich von Beginn. Die Erzählung wechselt zwischen diesen verschiedenen Sichten und immer wieder Aufnahmestücken von Max, die sie auf einen mitgenommenen Rekorder spricht, den ihr Ory gegen das Vergessen gegeben hat. Ory und Max sind spontan sympathisch. Man spürt sofort die große Liebe, die zwischen den beiden existiert. Gleich zu Anfang hatte ich aber schon Schwierigkeiten zu verstehen, wie das Ganze auf magische Weise auch die Realität verändert. Mit ihren Sprüngen und Perspektivenwechseln ist es keine geradlinige Erzählung, aber die Autorin baut sie so geschickt auf, dass die Geschichte schnell dahin fließt, mitreißt. Man will unbedingt wissen, wie es weitergeht und wie das alles passieren konnte. Man klebt an den Seiten, inhaliert die Worte. In der Mitte entwickelt die Geschichte jedoch Längen. Immer mehr Kämpfe, immer mehr Vergessen, immer mehr scheinbar magische Entwicklungen. Eine dystopische, trübe, verzweifelte Welt. Das Ende kann dann schließlich überraschen. Mich hat das Buch nachdenklich zurückgelassen. Irgendwie eine Mischung aus Zombie Apokalypse und dem Buch „Der Anschlag“ von Stephen King. Definitiv außergewöhnlich. 4 von 5 Punkten.

The Book of M: A Novel
The Book of M: A Novelby Peng ShepherdWilliam Morrow
24. Okt.
Rating:3

Puh! Ganz schön deprimierend! Also richtig gut geschrieben. Die Idee finde ich super und die Charaktere sind toll entwickelt, aber es ist einfach so düster und traurig. Ich kann es jedem empfehlen, der Bücher mag, die mitreißen und einen zum weinen bringen. Aber ich selbst lese einfach lieber lustigere, positivere Bücher. Sonst hätte ich noch deutlich mehr Sterne verteilt.

The Book of M: A Novel
The Book of M: A Novelby Peng ShepherdWilliam Morrow