24. Mai
Rating:4

Keine typische Haunted-House-Geschichte, aber trotzdem hat es mir ganz gut gefallen. Es war zwar sehr slow-paced und ich hatte so meine Schwierigkeiten, in die Geschichte reinzukommen, aber irgendwann fand ich es dann richtig fesselnd und konnte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Die Charaktere hier sind jedoch allesamt völlig unausstehlich: Erzählt wird aus der Sicht von einer reichen, verwöhnten Frau, die zwar charakterlich sympathischer als der Rest ist, aber das auch nur ganz minimal. Die Nachbarn und Nebencharaktere sind durch die Bank weg einfach ignorante rich kids. Einer ist ein Rassist, der seine Frau psychisch misshandelt, der andere ist homophob. Das alles wirkte auf mich aber einfach wie eine Art Charakterstudie in der Gegend der Reichen. Fand ich persönlich sehr interessant. Wer sich unbedingt mit den Protagonisten identifizieren muss, um ein Buch genießen zu können, ist hier aber falsch. Wir erleben verschiedene Schicksale mit, während das Haus immer fieser wird. Gruselig war es aber nicht wirklich. Zu Beginn (und Ende) gibt es ein paar scheußliche Tode von Tieren, die waren wirklich sehr unschön und hätte es für mich nicht gebraucht. (TW: Tode von Tieren, Homophobie, Rassismus, psychische Gewalt, Mord, Fehlgeburt, Krieg)

The House Next Door
The House Next Doorby Anne Rivers SiddonsHarpercollins