The Long Hard Road Out Of Hell ist die Biografie des selbst ernannten „Antichrist Superstar“, dem von mir sehr geschätzten Marilyn Manson. Als klassischer Fan war es nur eine logische Konsequenz, dass ich nicht nur seine Alben hören sondern auch sein selbst geschriebenes Buch lesen würde… Manson schildert seine streng christlich erzogene Kindheit, die lieblose Beziehung zu seinem Vater und seine empfundene Perspektivlosigkeit als Teenager. Bis hin zu seinem kometenhaften Aufstieg als Skandal-Rockstar, dem damit verbundenen Öffentlichkeitsrausch und seinem ausschweifenden Drogenkonsum.
Über allem schweben Konflikte mit den eigenen Band-Mitgliedern, Manson hat keine wirklichen Beziehungen und seine Drogensucht eskaliert immer weiter. Sein großer Traum ein bedeutungsvoller Musiker zu sein droht immer wieder schleichend zu scheitern.
Diese Autobiografie ist wohl vor allem für hartgesottene Fans! Ich persönlich finde Mansons Lebensgeschichte authentisch obwohl ich mich hier und da schon mal fragte, was nun reale Fakten und Fiktion sind.
I really enjoyed this book, as a huge fan of Manson, his music and his art I was really interested to see what his life was like. It was - as I expected - batshit crazy and that's what I love about the man. It took me a while to finish it since there where parts that absolutely bored the hell out of me. But it was really worth it at the end
*** ACHTUNG, SPOILER***
Ich würde mich selbst nicht als hartgesottener Manson-Fan bezeichnen, doch kann ich ihm musikalisch durchaus etwas abgewinnen und auch das ein oder andere Interview, was man so liest oder hört, portraitiert ihn als eine durchgeknallte, aber durchaus intelligente Persönlichkeit.
Und eigentlich charakterisieren auch diese Eigenschaften das Buch. Es ist kurzweilig und unterhaltsam, wenn auch durchaus zynisch und teilweise sehr derb. Da kommt es wohl sicherlich darauf an, wie zartbesaitet der jeweilige Leser ist. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass es für den ein oder anderen es eine Grenze überschreitet, wenn davon berichtet wird, dass auf einem Friedhof die Knochen namenloser Toter ausgegraben werden und als Souvenir mit auf Tour genommen werden; oder wenn Fans nackt und gefesselt zur Beichte in selbstgebauten Beichtstühlen im Backstagebereich animiert und dabei gefilmt werden. Oder Gruppensex-Natursekt-Spiele im Studio mit NIN und einem tauben Groupie.
Sofern sich ein Leser selbst als strikter Drogengegner, sexuell eher traditionell oder sehr systemkonform charakterisieret, rate ich von der Lektüre ab ;)
Insgesamt porträtiert das Buch größtenteils einen nicht unbekannten Rockstar-Lebensstil mit viel Sex, Drogen und haufenweise verrückter Aktionen, über die man sich durchaus amüsieren kann.
Mir persönlich geht Mansons philosophische Seite jedoch ein wenig zu sehr unter. Statt seitenweise Hedonismus hätte ich mir doch ein wenig mehr Tiefgang gewünscht – Statements und Interviews zu Columbine oder anderen politischen Themen zeugten davon, dass Manson durchaus in der Lage ist sich differenziert und intelligent mit einer Vielzahl von Themen auseinander zu setzen. Dies wird m.E. hier nur im Zuge einer kurzen Auseinandersetzung mit dem Thema Satanismus, bedingt durch das Treffen mit LaVey, angerissen.
Möglicherweise ist dieser Fokus jedoch auch von Neill Strauss nicht unwesentlich beeinflusst – erfahrungsgemäß ist die von ihm verfasste Biografie von Jenna Jameson auch keine literarische Raketenwissenschaft. ;)
Das letzte Viertel vom Buch hätte man sich jedoch getrost schenken können; abgesehen von Selbstbeweihräucherung passiert da inhaltlich nichts mehr.
Unterm Strich: stellenweise unterhaltsam und kurzweilig, jedoch kein Must-Read und insbesondere am Ende doch recht zäh. Aber durchaus auch interessant für Nicht-Fans
⭐️⭐️⭐️⭐️
The boy that you loved is the man that you fear.
I started listening to Marilyn Manson when I was about 12 or 13, determined to wear black lipstick and piercings all over my face and ready to shock everyone in my family.
Now, almost 20 years later the piercings are gone and the only time I might still look shocking is after yet another sleepless night (teething is hard!).
My taste in music though hasn't changed that much.
So I really enjoyed reading about Manson's childhood, the events that shaped and made him who he became and of course the heinous tales of the first tours.
Journal entries, interviews and a lot of photographs added to the experience of diving into the mind of this shrewd, peculiar, extraordinary artist.
I was a huge Manson fan when I was about 15 and read the book. Not so much so anymore, I must say. But even back then the book was interesting, but not overly exciting.