21. Sept.
Rating:3

Depressiv aber real

An sich mag ich das Genre richtig gerne und mag vor allem “nicht romantisierte” Bücher die Echtheit mit sich bringen. Aber selbst ich muss sagen, dass ich es teilweise quälend fande, die Protagonistin zu verfolgen. Aber das ist wohl Geschmackssache. In meine top 20 kommt es aber definitiv nicht.

Everyone I Know is Dying
Everyone I Know is Dyingby Emily SlapperHarper Collins Publ. UK
12. Aug.
Rating:1.5

boah dieses Buch hat mich überfordert und teilweise sogar sehr belastet. Tatsächlich war ich mehrmals kurz davor das Buch abzubrechen, da es mir zu depressiv und wiederholend war. Meiner Meinung nach hätte man den Roman um einiges kürzen oder zumindest etwas interessanter gestalten können. Trotzdem bin ich froh das Buch fertig gelesen zu haben, denn ich fand das Ende sehr schön und inspirierend. Ich vergesse oft in meinem Alltag, dass nicht alles toll und außergewöhnlich sein muss, sondern eine neutrale Zufriedenheit genügt. Alles in allem hatte das Buch viel Potential, welches leider nicht ganz ausgenutzt wurde, wodurch es niemandem empfehlen würde zu lesen, vor allem wenn man selbst mit Depressionen zu kämpfen hat.

Everyone I Know is Dying
Everyone I Know is Dyingby Emily SlapperHarper Collins Publ. UK
12. Aug.
Rating:2

Eine zähe Reise

Ursprünglich habe ich mir das Buch wegen des Aufmerksamkeit erregenden Titels und des eigentlich ganz interessanten Klappentexts gekauft. Leider klang dieser spannender, als der Großteil des Buches verlief. Die Protagonistin ist zwar psychisch krank, aber auf dem Weg bis zu eigenen Erkenntnis unglaublich egoistisch und arrogant, dass ich mehrmals kurz davor war, das Buch abzubrechen. Im Grunde bewegt sie sich nur von einem Mann zum nächsten (die zum Teil recht glatt und gewissermaßen auch viel zu nachsichtig und naiv mit der Hauptfigur sind) und verdeutlicht immer wieder ihren Mitmenschen und vor allem ihrer Familie, wie egal ihr eigentlich alle sind. In der tatsächlichen Handlung passiert dabei aber wenig. Einen Bonus-Stern gibt es nur, weil über die letzten 100 Seiten des Buchs (wenn man bis dahin durchhält) doch eine gewisse Selbstreflektion und Entwicklung der Hauptfigur stattfinden, die einem das Gefühl geben, sich doch nicht ganz sinnlos mit den knapp 350 Seiten beschäftigt zu haben. Ein paar gute Weisheiten gibt es auch, leider gehen diese aber kaum über die bisherigen Informationen des Klapptentexts hinaus.

Everyone I Know is Dying
Everyone I Know is Dyingby Emily SlapperHarper Collins Publ. UK
21. Juli
Rating:2.5

Bin etwas zwiegespalten bei diesem Buch, denn auf auf der einen Seite wird Iris’ innere Welt mit ihren Gedanken sehr gut dargestellt. Iris zweifelt ständig an sich selbst und schwankt dabei zwischen Egoismus und ihrer eigenen Darstellung nach außen. Um Liebe zu erfahren und die Leere zu füllen, sucht sie die Aufmerksamkeit bei Männern. Auf der anderen Seite sind dann aber die Figuren, die Iris an die Seite gestellt werden. Sie wirken eher wie eindimensionale Plotdevices, deren Funktion man leider auch direkt am Anfang schon herausliest. Dennoch hatte das Buch einige schöne und berührende Sätze, mit denen ich mich gut identifizieren konnte. Es ist eine gute Charakterstudie für den Avoidant Attachment Bindungstypen und zeigt ganz gut einen Ausschnitt in einer Depression auf. Ich hätte mir gerne noch eine etwas bessere Auflösung gewünscht, betrachtet man es aber nur als eine Darstellung, ist’s okay keine zu haben

Everyone I Know is Dying
Everyone I Know is Dyingby Emily SlapperHarper Collins Publ. UK
22. Juni
Rating:2

Versuch einer moderne Erzählung von „The Bell Jar“

Der Klappentext sowie die ersten 50 Seiten des Buches haben mich total begeistert. Sowohl der Schreibstil als auch die Bemühung der Autorin, die Oberflächlichkeit und die Suche nach Identität im modernen London darzustellen, hat mir äußerst gefallen. Leider muss ich aber zugeben, dass mir der restliche Story Arc der Geschichte überhaupt nicht gefallen hat. Er erschien mir unrealistisch und mit jedem neu eingeführten Charakter schien die Geschichte immer mehr auseinander zu fallen und an Glaubwürdigkeit zu verlieren. Nach gut 100 Seiten hatte ich das Gefühl, ich gar nicht mehr zu wissen, was für eine Genre ich hier überhaupt lese. Außerdem erschienen mir einige Passagen zeitweilig wie aus Sylvia Plath’s „The Bell Jar“ kopiert. Das mag zwar vielleicht auch an der sehr ähnlichen Thematik liegen, aber wo „The Bell Jar“ wirklich tiefgründig und innovativ wirkt, stockt das Buch und auch die Handlung für mich viel zu sehr. Leider hat mich das Buch ab der Mitte total verloren und ich musste mich quälen, es doch noch zu beenden. Schade, es hatte gut angefangen…

Everyone I Know is Dying
Everyone I Know is Dyingby Emily SlapperHarper Collins Publ. UK