18. Apr.
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Kurzweiliger Taoismus

Anhand einiger Abenteuer von Pooh und seinen Freunden erklärt uns der Autor im Gespräch mit Pooh die Prinzipien des Taoismus . Da geht es u.a. um "the uncarved block", also darum, sich seine Natürlichkeit zu bewahren, in der das Potenzial liegt. Oder um die "bisy backsons", die immer am husslen sind und denken, wahres Glück wartet immer am Ende des Wegs. Doch nach jedem Weg wird gleich das nächste Ziel gesetzt und wahres Glück nie erreicht. Oder es geht um Rabbit und Owl, die Personifizierungen von Knowledge und Cleverness, die mit ihrer wissenschaftlich-engstirnigen Weltansicht der "inner Nature" keinen Raum zur Entfaltung geben. Das Gegenteil von allem ist: Pooh. Und Pooh ist Tao. Es war teils etwas kompliziert zu lesen. Die eingeschobenen Absätze aus Poohs Abenteuern machten Spaß. Doch den Prinzipien des Taoismus kann ich mich nicht wirklich anschließen. Es liest sich in Teilen sehr schwarz-weiß und stellt Wissenschaft als etwas schlechtes dar. "Beim Gesang eines Vogels fragt sich der Wissenschaftler, welche Art von Vogel es ist, der Taoist erfreut sich an den Klängen." (sinngemäß wiedergegeben). Es geht auch beides. Sich fragen, welcher Vogel so schön singt und diesen Gesang dadurch noch mehr schätzen wissen. Ohne Wissenschaft gibt es vermutlich bald niemanden mehr, der sich an den Gesängen von Vögeln erfreuen kann.

The Tao of Pooh. 40th Anniversary Gift Edition
The Tao of Pooh. 40th Anniversary Gift Editionby Benjamin HoffHarper Collins Publ. UK