2. März
Rating:3

Auch wenn nicht in erster Linie nicht die bevorzugte Zielgruppe bin, wollte ich dennoch dieses Buch lesen. Der Grund dafür? Nun, ich war schlicht und ergreifend neugierig. Die beiden Autorinnen berichten zusammen mit anderen sehr erfolgreichen schwarzen Frauen, wie schwer es ist, im Leben zu bestehen und welche Hindernisse sich da in den Weg legen. Was sie vermitteln wollen: Es ist schwer und man ist damit nicht allein. Nur, wer wirklich den Mut hat und jeden Tag aufs Neue für seine Träume kämpft, wird diese auch erreichen können. Auch wenn es heißt, dass man selbst doppelt so viel arbeiten muss, um am Ende doch nur in kleineren Schritten ans Ziel zu kommen. In einigen Kapiteln werden auch die typischen Vorurteile sehr direkt angesprochen. Ebenso das Gefühl, was die beiden Autorinnen hatten, als sie an ihre Universität kamen und sich fremdartig fühlten. Manches davon war mit einer gewissen Ironie geschrieben, was dennoch wiederum eine leichte Traurigkeit zurücklässt. Andere Kapitel waren wiederum sehr motivierend. Jedoch schlug die Stimmung aber der Mitte des Buches auch bei mir um. Durch das ständige pushen und anspornen mit der Auswirkung, dass nicht alle Anstrengungen auch zum Ziel führen und man oftmals doch auf der Verliererseite steht, wird einem auch noch das letzte bisschen Kraft geraubt. Zumindest erging es mir so. Und wenn dann im Untertitel steht, dass dieses Buch als Bibel zu verstehen ist, macht sich bei mir eine tiefe Melancholie breit, wo ich mir denke: Sind denn wirklich alle Träume nur bloß Träume?

Slay In Your Lane: The Black Girl Bible
Slay In Your Lane: The Black Girl Bibleby Yomi AdegokeFourth Estate