Hurmorvoller und ehrlicher Einblick in das Leben eines depressiven
Manchmal hört man ein Buch und hat das Gefühl, der Autor sitzt einem direkt gegenüber – mit einem Kaffee in der Hand und der vollen Bereitschaft, endlich mal Tacheles zu reden. So erging es mir mit “Du darfst nicht alles glauben, was du denkst” von Kurt Krömer, alias Alexander Bojcan. Gesprochen vom Autor selbst, wirkt es wie ein sehr persönliches Vier-Augen-Gespräch – ehrlich, rau, reflektiert und mit genau der richtigen Portion Galgenhumor. Das Buch ist kein Ratgeber, will auch keiner sein – und das macht es umso stärker. Bojcan betont selbst, dass er kein Psychologe ist, sondern ein Betroffener. Und genau darin liegt seine Kraft: Er teilt seine Erfahrungen, seine Abgründe und seine mühsam erkämpften Lichtblicke ohne belehrenden Zeigefinger, dafür mit entwaffnender Offenheit. Dreißig Jahre Depression – kein „Lifehack“, kein „Happy End auf Seite 200“, sondern ein sehr ehrlicher, oft schmerzhafter, aber auch lebensbejahender Blick auf eine Krankheit, die viel zu oft im Verborgenen bleibt. Was mich besonders beeindruckt hat: Er verschweigt nichts. Auch nicht, dass er durch seine Bekanntheit und seinen Status als Privatpatient bessere Zugänge zur Hilfe hatte als viele andere. Er nennt die Dinge beim Namen – das kaputte System, die langen Wartelisten, die Überforderung der Betroffenen und auch der Helfenden. Aber er tut das nicht aus einer Haltung der Überlegenheit heraus, sondern mit Empathie, mit Verständnis – und einem tiefen Wunsch, anderen Mut zu machen. Nicht mit „Du musst nur…“, sondern mit einem ehrlichen: „Ich war da. Vielleicht bist du’s auch. Und du bist nicht allein.“ Und ja, natürlich blitzt seine humorvolle Seite immer wieder durch – aber nicht, um die Schwere zu übertünchen, sondern als eine Art seelisches Überlebenswerkzeug. Es ist dieser typische Krömer-Galgenhumor, der einem in einem Moment Tränen in die Augen treiben kann – vor Lachen oder weil es plötzlich tief ins Herz geht. Es ist kein Comedy-Buch. Aber wer Krömer kennt, wird ihn in jeder Zeile hören – und lieben. Was bleibt? Ein Buch, das viel mehr ist als ein Promi, der über sein Leben schreibt. Es ist ein Tabubrecher, ohne sich damit zu brüsten. Ein Mutmacher, ohne einfache Lösungen zu versprechen. Und vor allem: eine extrem persönliche, warme, ehrliche und ja, auch witzige Liebeserklärung an das Leben – mit all seinen dunklen und hellen Ecken. Ich verstehe jetzt, warum dieses Buch so erfolgreich war. Und ich wünsche ihm noch viele, viele Leser*innen. Denn wenn ein Erfahrungsbericht so viel bewegen kann, dann ist das vielleicht die beste Form von Aufklärung, die es gibt.

🗨️ MEINE REZENSION: »𝘐𝘤𝘩 𝘸𝘢𝘳 𝘥𝘳𝘦𝘪ß𝘪𝘨 𝘑𝘢𝘩𝘳𝘦 𝘥𝘦𝘱𝘳𝘦𝘴𝘴𝘪𝘷. 𝘐𝘤𝘩 𝘮𝘶𝘴𝘴 𝘥𝘢𝘮𝘪𝘵 𝘭𝘦𝘣𝘦𝘯. 𝘜𝘯𝘥 𝘪𝘤𝘩 𝘩𝘢𝘣𝘦 𝘬𝘦𝘪𝘯𝘦𝘯 𝘉𝘰𝘤𝘬, 𝘥𝘢𝘴 𝘻𝘶 𝘷𝘦𝘳𝘩𝘦𝘪𝘮𝘭𝘪𝘤𝘩𝘦𝘯.« Alexander Bojcan, auch bekannt unter dem Namen Kurt Krömer, ist nicht nur der immer humorvolle Mensch, der auf der Bühne steht und einen Witz nach dem anderen macht. Er ist auch alleinerziehend, trockener Alkoholiker und seit Jahren depressiv. Als Kurt Krömer das erste Mal in der Sendung "Chez Krömer" 2021 im Gespräch mit Torsten Sträter seine Erkrankung thematisiert, fasste er den Entschluss, mit seiner eigenen Geschichte anderen Menschen helfen zu wollen und schrieb das Buch, welches dann im Jahr 2022 zunächst als gebundene Ausgabe erschien. Es ist kein wissenschaftliches Buch, kein Ratgeber, sondern die sehr private Geschichte über seinen Weg aus der Depression, wie er es geschafft hat, Hilfe in Anspruch zu nehmen, die Odyssee von Arzt zu Arzt zu rennen und seinen Tagesklinikaufenthalt. Das Buch ist geschrieben in einfacher, leichter Sprache, so als würde man Kurt Krömer einfach nur bei einem Monolog zuhören. Es ist ein ergreifender, authentischer und offener Umgang mit einem sehr sensiblen und wichtigen Thema. Kurt setzt sich auch nach wie vor stark in der Öffentlichkeit ein gegen die Tabuisierung und Stigmatisierung. Egal, ob selbst betroffen oder nicht: in meinen Augen ist dieses Buch eine Bereicherung zu einem wichtigen Thema, über das nicht oft genug gesprochen werden kann.
Mehr als ein Sachbuch oder eine Biografie. 🫶🏻
Das Buch war wirklich toll. Ich habe es sehr gern gelesen, da es psychische Erkrankungen sehr gut erklärt, ohne zu tief in das Thema zu gehen. Der Autor spricht über seinen Leidensweg und reflektiert immer wieder die einzelnen Schritte, die er unternommen hat. Er ist schonungslos ehrlich gegenüber seinen Leser:innen und sich selbst. Ich mochte es, dass das Buch zwar Humor hatte und leicht war, aber auch gezeigt hat wie einschränkend es sein kann, mit einer nicht behandelnden Depression durchs Leben zu gehen. Und ich mag die Message, die bei mir am Ende nachhallt. Natürlich nimmt sich jede und jeder Lesende etwas Anderes aus einem Buch mit, aber ich finde es einfach schön zu wissen, dass man mit der passenden Hilfe auch das schlimmste Tief überwinden kann. Und das es sich nicht immer so anfühlen muss, wie es sich gerade anfühlt. 🫶🏻 Absolut empfehlenswert. Auch für Angehörige von Menschen, die an Depression erkrankt sind.
Ich bin einfach ein Fan von Kurt Krömer.
Ich habe das Hörbuch gehört, dass von Alexander Bojcan selbst , alias Kurt Krömer eingesprochen wurde. Ich mochte alles daran. Seine Art mit Dingen umzugehen, seine Reflektiertheit, seinen Humor, seinen Mut mit all dem an die Öffentlichkeit zu gehen, die Ernsthaftigkeit mit der mit dem Thema Depression umgegangen wird . Einfach alles. Klare Lese- oder Hörempfehlung. Vor allem für Menschen, die sich in seine Lage versetzen können.
Depression wahrhaftig unschön schön beschrieben
Für jeden Menschen relevant. Betroffene und vor allem nicht Betroffene- kann dadurch ein Einblick in die dunkeln Regenwolken der Erkrankten gewährleistet werden. Ein kleiner privater Einblick: Ich konnte das Buch selbst erst hören, wenn ich wusste dass meine Depressionen (vorerst) „geheilt“ sind. Kurt beschreibt die Gefühle depressiver Menschen so nachvollziehbar, sodass ich selbst ein wenig geschockt war, wie akkurat es auf mein Krankheitsbild passt und wie es sich anfühlt dies mit dem Alltag zu meistern. Es hat geholfen, nochmal zu verinnerlichen Depressionen als Krankheit anzuerkennen und dass die böse Hexe eben doch manchmal die Oberhand gewinnt.
Danke Alexander,
dass du deine Geschichte aufgeschrieben hast. Danke, dass du Menschen Zuversicht und Mut spendest. Danke, dass du die Aufmerksamkeit auf dieses wichtige Thema lenkst. Durch all die Szenen aus dem Alltag, die auch nicht prominente Personen kennen werden, wird die Krankheit in ihrer vollen Wucht deutlich. Es hilft zu erkennen, zu verstehen - ob selbst betroffen oder nicht. Ich kann auch das Hörbuch sehr empfehlen, da es vom Autor selbst eingesprochen wurde und man dadurch das Gefühl bekommt, ganz nah dran zu sein .

"Du darfst nicht alles glauben, was du denkst"
Absolut Authentisch geschrieben, super private Einblicke und ein sehr ernstes Thema. Ich mag Kurt sehr und sein Weg war bisher alles andere als leicht , darum freue ich mich sehr das es ihm besser geht.🍀
Ich glaube nicht das man das Buch eigentlich bewerten „darf“, denn niemand ist im Körper von ihm und hat seine Depression erlebt. Ich fande es aber sehr gut das er das Hörbuch selbst eingesprochen hat und auch ein so ernstes Thema mit so viel Humor rübergebracht hat aber trotzdem nicht die Ernsthaftigkeit vergessen hat.
Tolle Geschichte und viele Einblicke ins Leben
Eines der besten Bücher, die ich je gelesen habe! Es beinhaltet Informationen und ist eine gute Mischung durch traurigen aber auch lustigen Abschnitten gekennzeichnet. Ich mag das Buch sehr und es hat mir geholfen, einige Dinge in meinem Leben besser zu verstehen ;)
Ein tabuthema wird in diesem Buch schonungslos beschrieben
Ein Buch, das mich tief bewegt hat. In "Du darfst nicht alles glauben, was du denkst" berichtet Kurt Krömer schonungslos ehrlich über seine Depressionen – seinen Kampf, seine Tiefpunkte und wie er die Krankheit am Ende besiegt hat. Es ist beeindruckend und inspirierend, mit welcher Offenheit er als öffentliche Person über dieses so oft tabuisierte Thema spricht. Meine Hochachtung vor diesem Mut! Dieses Buch war für mich eines der absoluten Highlights in 2025. Eine klare Leseempfehlung!
Sensibles und wichtiges Thema
Ich habe mir das Werk von „Kurt Krömer“ als Hörbuch angehört. Kann vielen Menschen weiterhelfen, die nicht wissen was mit ihnen los ist. Hört es euch an. Sehr aufschlussreich.
„ Ich habe gut aus der Depression rausgefunden. Ich habe in der Klinik oft gedacht, egal ob du depressiv bist oder nicht, dieses Programm in der Klinik sollte jeder mal durchlaufen. Einfach mal lernen, sich um sich selbst zu kümmern." Kein Therapiebuch, keine Wissenschaft. Nur die ganz persönliche Erfahrung von Alexander Bojcan und dennoch hilft dieses Buch, die Krankheit besser zu verstehen. So einfach geschrieben, dass es sich anfühlt, als würde man ein langes Gespräch mit Kurt Krömer führen.
Sehr authentisch!
Ich liebe Kurt Krömer und hier lernt man eine ganz andere Seite von ihm kennen. Er lässt wortwörtlich die Hosen runter und gibt "alles" von sich Preis. Wahnsinnig gutes Buch! 👌🏼
Gutes Buch
Manche Stellen fand ich sehr interessant und habe was dazugelernt.
Authentisch vom Anfang bis zum Ende
Die Hörbuch-Fassung, gelesen vom Autor selbst, hat mich von Anfang bis Ende mitgenommen. Dadurch,dass die bekannte Stimme von Kurt Krömer einen durch seine persönliche Geschichte führt, wirkt es für mich noch authentischer. Er hat es geschafft, seine Erfahrungen schonungslos zu beschreiben und trotzdem humorvoll im richtigen Level damit umzugehen. Es ist kein Comedy Programm. Aber genau die richtige Portion Galgenhumor. Inhaltlich sehr nachvollziehbar und ein Gewinn, dass das Thema Depressionen aus der Tabu - Ecke so langsam rausgeholt wird. Ganz klare Leseempfehlung von mir👍👍👍
Ergreifende Geschichte, die zum nachdenken anregt


















