
Monstrilio von Gerardo Sámano Córdova aus dem @festaverlag Mit Monstrilio erschafft Monstrilio von Gerardo Sámano Córdova eine düstere und gleichzeitig unglaublich emotionale Geschichte über Verlust, Liebe und darüber, was Menschlichkeit eigentlich bedeutet. Nachdem Magos ihren elfjährigen Sohn Santiago verliert, klammert sie sich an eine alte Legende — und aus ihrer Trauer heraus entsteht etwas, das niemals hätte leben dürfen. Doch Monstrilio wächst nicht nur körperlich heran, sondern entwickelt auch Gefühle, Sehnsüchte und eine eigene Persönlichkeit. Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt: Margo, Lena, Joseph und sogar M selbst kommen zu Wort. Genau das hat das Buch für mich so besonders gemacht, denn mit jeder POV spürt man deutlicher, wie gebrochen diese Figuren eigentlich sind. Alle tragen ihre eigene Einsamkeit und ihre Trauer mit sich herum, fechten ihre ganz eigenen inneren Kämpfe mit sich aus und trotzdem halten sie irgendwie aneinander fest und stehen sich zur Seite. Besonders faszinierend fand ich, dass das Buch nie nur „Horror“ sein möchte. Zwischen all dem Grotesken steckt eine sehr menschliche Geschichte darüber, wie sehr wir uns aus Liebe für andere verbiegen, wie egoistisch wir oftmals handeln und dass man sich selbst dabei irgendwann verlieren kann. Der Vergleich zu Frankensteins Monster passt gut, denn auch Monstrilio hatte nie wirklich eine Wahl. Monstrilio ist definitiv keine gewöhnliche Geschichte, aber genau das macht sie so besonders. Düster, traurig, seltsam und gleichzeitig voller Herz. Ein Buch, das mich nach der letzten Seite noch lange beschäftigt hat. Absolute Leseempfehlung für alle, die ungewöhnliche Geschichten lieben, die im Kopf bleiben. 🖤 Festafriday | Horror Books | Festa Verlag | Buchempfehlung











