Naja....
Empire of Burning Shadows hatte für mich definitiv Potenzial, konnte dieses aber leider nicht ausschöpfen. Besonders die Hauptfigur Joslin hat es mir schwer gemacht, emotional in die Geschichte einzutauchen. Sie wirkt über weite Strecken sehr naiv und hinterfragt zwar immer wieder das Verhalten der beiden männlichen Figuren, zieht daraus aber kaum Konsequenzen. Dadurch dreht sich vieles im Kreis und ihre Entwicklung fühlt sich stagnierend an. Zusätzlich hatte ich oft das Gefühl, dass Joslin ihre eigentlichen Prioritäten vergisst. Ihre beste Freundin und ihr Bruder spielen angeblich eine wichtige Rolle für sie, geraten aber ständig in den Hintergrund, sobald die Handlung oder einer der Männer ihre Aufmerksamkeit beansprucht. Dadurch wirkten ihre Entscheidungen oft widersprüchlich und wenig glaubwürdig. Auch zu den anderen Figuren konnte ich kaum eine emotionale Bindung aufbauen. Viele Charaktere bleiben blass, während sich der Romance-Plot sehr künstlich anfühlte. Joslin findet die beiden Männer in nahezu jeder Situation attraktiv – selbst in Momenten, in denen es völlig unangebracht wirkt. Gleichzeitig vergisst sie ständig wichtige Fragen oder lässt sich leicht von ihrem ursprünglichen Ziel abbringen, nur damit die romantische Spannung erhalten bleibt. Am meisten enttäuscht hat mich jedoch das Worldbuilding. Selbst bis zum Ende hatte ich weder ein klares Verständnis der Welt, noch des Magiesystems oder der politischen Lage. Viele Dinge bleiben oberflächlich erklärt, wodurch einige Plotholes und logische Schwächen entstehen. Insgesamt steckt in der Grundidee definitiv Potenzial, aber die Umsetzung wirkte auf mich unausgereift. Mit stärkerem Worldbuilding, konsequenteren Charakterentwicklungen und glaubwürdigeren Beziehungen hätte die Geschichte deutlich besser funktionieren können.




































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