⚠️ Spoiler! Lies nur weiter, wenn du „Onyx Storm – Flammengeküsst“ kennst oder Spoiler okay sind. ⚠️
Onyx Storm – Flammengeküsst hat mich sprachlos zurückgelassen. Und das passiert mir selten. Ich habe das Buch beendet und sass erst einmal da, völlig überfordert von allem, was gerade passiert war. Einerseits hatte ich das Gefühl, die Handlung verstanden zu haben. Andererseits hatte ich gleichzeitig das Bedürfnis, die letzten Kapitel sofort noch einmal zu lesen, weil so viele Informationen, Enthüllungen und Wendungen auf einmal auf mich eingeprasselt sind. Rebecca Yarros schafft es erneut, die Geschichte auf eine Art weiterzuentwickeln, die mich konstant überrascht hat. Während ich in vielen Büchern irgendwann erahnen kann, wohin die Handlung führen wird, hatte ich hier immer wieder Momente, in denen ich einfach nur dachte: „Wie bitte?!“ Besonders die letzten Kapitel haben mich emotional komplett mitgenommen. Einige Entwicklungen haben mich traurig gemacht, andere schockiert, und wieder andere haben dafür gesorgt, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Es gibt Szenen, die mir wahrscheinlich noch lange im Gedächtnis bleiben werden. Was ich an dieser Reihe besonders liebe, ist die Kombination aus einer komplexen Fantasywelt, politischen Intrigen, spannenden Kämpfen und den zwischenmenschlichen Beziehungen. Die Welt wird mit jedem Band grösser und gleichzeitig komplizierter. Es werden Antworten gegeben, aber mindestens genauso viele neue Fragen aufgeworfen. Genau das sorgt dafür, dass ich unbedingt weiterlesen möchte. Violet bleibt für mich eine der stärksten Protagonistinnen, die ich bisher gelesen habe. Sie ist mutig, intelligent und macht Fehler, ohne dadurch ihre Glaubwürdigkeit zu verlieren. Gerade weil sie nicht perfekt ist, wirkt sie so authentisch. Es beeindruckt mich immer wieder, wie sie trotz aller Rückschläge weitermacht und sich nicht unterkriegen lässt. Auch die Drachen gehören weiterhin zu meinen absoluten Highlights der Reihe. Schon vor dieser Reihe fand ich Drachen faszinierend, aber Fourth Wing, Iron Flame und nun Onyx Storm haben diese Begeisterung noch einmal auf ein völlig neues Level gehoben. Die Bindungen zwischen Reitern und Drachen gehören für mich zu den stärksten Aspekten der gesamten Geschichte. Besonders beeindruckend finde ich ausserdem Rebecca Yarros’ Fähigkeit, eine so umfangreiche Handlung zu erschaffen. Während des Lesens habe ich mich mehrfach gefragt, wie man sich ein derart komplexes Geflecht aus Charakteren, Beziehungen, Geschichte und Geheimnissen überhaupt ausdenken kann. Viele Entwicklungen wirken lange vorbereitet und ergeben rückblickend Sinn, auch wenn sie mich im ersten Moment völlig überrascht haben. Trotz meiner Begeisterung muss ich sagen, dass mich manche Abschnitte bewusst verwirrt zurückgelassen haben. Gerade gegen Ende passiert unglaublich viel in kurzer Zeit. Teilweise hatte ich das Gefühl, kaum hinterherzukommen, weil ständig neue Informationen hinzukamen. Das ist aber weniger als Kritik gemeint, sondern vielmehr als Zeichen dafür, wie umfangreich und vielschichtig die Geschichte inzwischen geworden ist. Nach dem Ende sitze ich nun mit unzähligen Fragen, Theorien und Spekulationen da und habe keine Ahnung, wie ich die Wartezeit bis zum nächsten Band überstehen soll. Selten hat mich ein Buch mit so vielen Gedanken zurückgelassen. Für mich war Onyx Storm – Flammengeküsst ein emotionales, spannendes und stellenweise absolut überwältigendes Leseerlebnis. Die Reihe gehört inzwischen zu meinen Lieblingsreihen im Fantasybereich, und ich kann es kaum erwarten zu erfahren, wie die Geschichte weitergeht. Wer die vorherigen Bände geliebt hat, wird an diesem Buch vermutlich nicht vorbeikommen. Es liefert Spannung, Emotionen, Überraschungen und genug Gesprächsstoff für unzählige Theorien bis zum nächsten Teil.

























































