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Die aktuellen Darstellungen Russlands in der deutschen Presse vermitteln ein düsteres Bild. Das Land sei in einer Autokratie unter dem neuen-alten „Zaren“ Putin versunken, der willkürlich im Inneren herrsche und seine Nachbarstaaten nach Belieben drangsa¬liere. Russland sei unberechenbar, imperialistisch und zuweilen barbarisch, ein Land, dem man noch höchstens mit Misstrauen begegnen sollte.
Dieses Russlandbild ist keine reine Widerspiegelung aktuell-politischer Ereignisse. Die sprachliche und inhaltliche Zusammensetzung der medialen Darstellungen Russ-lands wird von vielen Faktoren be¬einflusst, die zum Teil unabhängig vom Betrach-tungsobjekt existieren. Welche Faktoren sind das? Wie ist das moderne Russlandbild beschaffen? Wie schlagen sich frühere Vor¬stellungen von Russland im Mediendiskurs im ersten Jahrzehnt des 21. Jahr¬hunderts nieder? Woher kommen diese Bilder, die wir heute als gegeben empfinden? Aus dem Blickwinkel der Neuen Kulturgeschichte, kombiniert mit den Ansätzen der Perzeptionsforschung und der medienwissenschaftli¬chen Nachrichtenwerttheorie, geht die vorliegende Untersuchung der Frage nach, wie unser Verständnis des östlichen Nachbarn durch die überlieferten Wahrnehmungsmus¬ter geprägt wird, die in ihren Ur¬sprüngen bis ins 16. Jahrhundert hinein reichen.
ISBN9783944487199
PublisherSchäfer, Gabriele
Publication Date10/17/14
Pages356
Main GenreSpecialized Books
Sub GenreSociety & Social Sciences
FormatHardback
LanguageGerman
Price41.10 €
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