Wir müssen wahre Sätze finden

Wir müssen wahre Sätze finden

Hardback
4.52

By using these links, you support READO. We receive an affiliate commission without any additional costs to you.

Description

Ingeborg Bachmann, die wohl größte deutschsprachige Dichterin des 20. Jahrhunderts, faszinierte stets auch durch ihre eigenwillige Persönlichkeit und ihr ungebundenes Leben. In ihrem Schreiben setzte sie sich über »Branchenunterschiede« hinweg, neben ihren Romanen und Gedichten stehen Hörspiele und Drehbücher. Sowohl in ihren Beziehungen als auch an ihren Wohnorten suchte Bachmann, die sich schließlich in Rom niederließ, nach Freiheit. In den Gesprächen aus den fünfziger, sechziger und siebziger Jahren, die in diesem Band versammelt sind, gibt die oft als geheimnisvoll geltende Dichterin tiefe Einblicke in ihr Denken, Schreiben und Leben.

Book Information

Main Genre
Biographies
Sub Genre
N/A
Format
Hardback
Pages
112
Price
22.70 €

Author Description

Ingeborg Bachmann, geboren am 25. Juni 1926 in Klagenfurt, studierte in Innsbruck, Graz und Wien, wo sie u. a. Paul Celan und Ilse Aichinger traf. Sie wurde mit einer Arbeit über Heidegger promoviert, veröffentlichte erste Gedichte und Erzählungen in Zeitschriften und arbeitete als Hörfunkredakteurin. Als Lyrikerin bekannt wurde Bachmann durch einen Auftritt vor der Gruppe 47. Nach den Gedichtbänden Die gestundete Zeit (1953) und Anrufung des Großen Bären (1956) publizierte sie Hörspiele, Essays und zwei Erzählbände. 1971 erschien ihr einziger vollendeter Roman Malina. Bachmann starb am 17. Oktober 1973 in Rom.

Posts

1
All
4

»Schreiben ohne Risiko – das ist ein Versicherungsabschluss mit einer Literatur, die nicht auszahlt.«

In diesem Band versammeln sich mehrere Gespräche, die von unterschiedlichen Leuten über die Jahre von 1956 bis 1973 mit Ingeborg Bachmann geführt wurden. Man erfährt mehr über sie, die Schriftstellerin, die ihresgleichen sucht, über ihr Leben, Werk und auch etwas über ihre privaten Ansichten. Trotz der mehreren Interviews und gewissen zeitlichen Abständen zwischen diesen, wurden teils ähnlich Fragen, hinsichtlich der Rolle der Musik – die für sie höchste Ausdrucksform – in ihrem Leben oder ihrem Roman „Malina“, inwiefern dieser z.B. autobiografisch sei, gestellt. Selbstverständlich kamen auch Fragen bezüglich ihrer Lyrik, wieso sie keine Gedichte mehr schreibe, deren Entstehung sowie sich öfters wiederholender Motive in ihrer gesamten, vielfältigen literarischen Arbeit. Außerdem mehrmals befragt wurde sie zu den Einflüssen von Robert Musil und Ludwig Wittgenstein. Neben ihrem Werk, ging es auch um ihre Heimat und ihre Beziehung zu Rom. Besonders spannend waren auch die Herangehensweisen der Fragenden, die entweder einen sehr großen Redeanteil für sich selbst beanspruchten oder offene Fragen stellten. Bachmann reagierte unterschiedlich darauf. Mal fielen ihre Antworten sehr knapp, konkret und nicht selten eher vage aus und doch ließ sie sich wiederum manchmal auf eine ausführlichere Antwort ein. Ihre Antworten stets eloquent, speziell und durchaus süffisant. Wer sich in diesem Jubiläumsjahr – zu Ingeborg Bachmanns 100. Geburtstag – ausführlich mit ihr beschäftigen möchte, wird diese Gespräche ganz sicher mit Gewinn lesen.

»Schreiben ohne Risiko – das ist ein Versicherungsabschluss mit einer Literatur, die nicht auszahlt.«
Create Post