Wie wir waren
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Description
Book Information
Author Description
Sinead Moriarty wuchs als Tochter einer Kinderbuchautorin in Dublin auf. Nach der Universität und Stationen in Paris und London, wo sie als Journalistin arbeitete und erste Roman zu schreiben begann, zog sie zurück in ihre Geburtsstadt. Dort lebt sie mit ihrem Mann, den drei Kindern und ihrer Katze Minnie. Sinead Moriartys bis dato 11 Bücher sind in 25 Sprachen übersetzt. Für ihren letzten Roman »The Way We Were« bekam sie 2015 einen Irish Book Award (im Bereich Unterhaltungsliteratur) verliehen.
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Die Zusammenfassung des Klappentextes hat mich mehr als angesprochen- und ich sollte nicht enttäuscht werden. Ein wahnsinniges tolles Buch, voller liebe & Trauer. Ich hab mehr als eine Träne verdrückt und bis zur letzten Seite gehofft, sie würde sich für den richtigen entscheiden. Absolute Empfehlung
Am Anfang spielt die Geschichte rund um Ben und Alice in der Gegenwart. Die Protagonistin hat einen neuen Mann kennen- und lieben gelernt und ist nun sogar schon mit ihm verlobt. Doch mitten auf der Feier erreicht sie ein Anruf… Nach dieser kurzen aber sehr wichtigen Szene, springt die Geschichte knapp zwei Jahre in die Vergangenheit. Nun lernt der Leser nicht nur Alice, sondern auch Ben, und ihre Töchter Jools und Holly kennen. Jools lebt eher so in den Tag hinein. Sie kennt sich besser bei den Kardashians, als in Algebra aus. Ihre Schwester Holly ist ein paar Jahre jünger, aber für ihr Alter unfassbar klug, was sie gerne, sehr zum Ärger Jools, raushängen lässt, ohne dies jedoch böse zu meinen. Das Zusammenleben wirkt am Anfang nicht sehr harmonisch, da Alice gestresst ist durch die Doppelbelastung Arbeit und Kind, aber auch, weil sie allgemein nicht wirklich zufrieden ist. Wie sich das Paar verhält, fand ich sehr nachvollziehbar. Sie lieben sich, brauchen jedoch auch Abstand. Ich hatte das Gefühl, dass sie sich selbst ein bisschen verloren haben, was die Handlung von Ben nach Eritrea /Afrika zu reisen, für mich schon nachvollziehbar machte. Das Besondere an diesem wundervollen Roman ist, dass der Erzähler springt. Mal geht die Reise nach Afrika zu Ben und seinem Kollegen. Wir erleben, wie sie die Zeit absitzen, sich nützlich machen, unfassbar leiden und vor Heimweh fast sterben. Dann geht es weiter mit Alice und den Kindern. Wie sie ohne ihren Vater versuchen weiterzuleben. Wie sie von verschiedenen Menschen aufgefangen werden, ganz vorne Alice' Bruder Kevin. »“Mummy […] hat aber auch gesagt, dass wir dann eben mit ihr über Daddy sprechen müssen, wenn wir traurig sind. […] Mummy hat gesagt, dass wir unsere Traurigkeit rauslassen müssen, sonst würde uns das innerlich krank machen.“« Zitat aus: "Wie wir waren" Doch die besonderen Kapitel, die mich mehr als einmal zu Tränen gerührt haben, sind zweifellos jene von Holly. Sie ist die Einzige, die ihre Sicht der Dinge in der Ich-Form erzählt, was bei mir dazu geführt hat, dass ich gerade die Emotionen dieses Kindes mit aller Wucht gespürt habe. Wie sich die Familie wegen des vermeintlichen Todes ihres Vaters über Wasser hält, wie sie weiterleben, ist absolut real beschrieben. Trotz dieses schweren Themas, trotz der Trauer hat es Sinead Moriarty geschafft, immer mal wieder einen Sonnenstrahl auf das dunkle Tal scheinen zu lassen. Ja, es existiert auch jede Menge Humor in „Wie wir waren“, was die Ernsthaftigkeit mehr als einmal ein bisschen auflockert. Wie das Wiedersehen nach der langen Zeit vonstatten ging, hat mir einen dicken Kloß im Hals beschert. Mir war ganz flau im Magen, ganz so, als wäre ich die Hauptfigur und mein Mann wäre plötzlich von den Toten auferstanden. Ich finde es einfach großartig, wie die Autorin es geschafft hat, mich zu einem Teil ihrer Geschichte zu machen. Wie sich Alice am Schluss entscheidet und wie alle mit dieser großen Überraschung dass Ben noch am Leben ist zurechtkommen, war für mich nachvollziehbar. Ich hatte nicht nur am Ende, sondern zu keiner Zeit das Gefühl, dass irgendetwas an den Haaren herbeigezogen wäre. Für mich ist alles total schlüssig, nachvollziehbar und einfach wundervoll. Von der ersten bis zur letzten Seite. „Im Leben heißt es schwimmen oder untergehen. Wenn du nicht ertrinken willst, solltest du also langsam mal mit dem Schwimmen anfangen. FAZIT: „Wie wir waren“ ist ein außerordentlich gutes Buch, welches mich enorm berührt hat. Es liest sich sehr schnell, ist spannend und so voller Gefühle, dass einem entweder warm ums Herz oder nass in den Augen wird. Die Figuren sind alle auf ihre Art liebenswert, die Geschichte ziemlich oft erschreckend. Ich habe dieses Buch von der ersten bis zur letzten Seite sehr genossen und zähle es schon heute zu einem Highlight in diesem Jahr.

Ich weiß. dass ich am Ende eine Sternebewertung abgeben muss und bin deshalb jetzt schon verzweifelt, weil ich überhaupt nicht weiß, wie ich werten soll. Mir hat "Wie wir waren" wunderbar gefallen, es ist eine so berührende, spannende Geschichte, einfach toll. Gerade die Trauerszenen um den totgeglaubten Ben brachten mich ein ums andere Mal zum Weinen. Nun kommt allerdings das dicke, große ABER: Es gibt zwei Sachen, die mich so extrem genervt haben, dass ich eigentlich mindestens zwei Sterne abziehen müsste. Das ständige Verweisen auf die Dummheit Jools im Gegensatz zu ihrer unglaublich klugen kleinen Schwester Holly war die eine Sache - und die zieht sich über die gesamte Länge des Buches. Die andere war eine gewisse Zähigkeit/Länge, die dazu führte, dass ich teilweise gesamte Passagen nur überflog. Mich interessiert zB. das Leben der Kardashians kein bisschen und dann muss ich so lange davon lesen? Das war einfach nur überflüssig wie ein Kropf! Weniger Seiten hätten diesem sonst so schönen Roman mehr als gut getan. Trotz der herben Kritik eine Leseempfehlung! #netgalley
Als ich den Klappentext las, wollte ich dieses Buch unbedingt haben. Denn die Geschichte ist genau etwas für mich. Die Geschichte fängt ganz langsam und ruhig an. Als Leser erfährt man viel über den Alltag und das Leben von Alice und Ben. Aber vor allem, dass sich beide in einer „Krise“ befinden. Beide wissen nicht genau, was sie möchten. Es fehlten ihnen etwas. Doch alles ändert sich als Ben in ein Krisengebiet nach Afrika geht und nicht mehr zurückkommt. Für Alice und ihre beiden Kinder Holly und Jools beginnt eine schwere Zeit. Ich konnte die Gefühle von den dreien richtig nachempfinden. Der Schreibstil ist sehr flüssig aber vor allem sehr gefühlvoll. An einigen Stellen hatte ich Tränen in den Augen gehabt. Ich habe mit Alice richtig mitgelitten. Doch dann tritt Dan in ihr Leben. Ich konnte ihre Zweifel am Anfang wirklich nachvollziehen. Sie verliert erst ihren Mann und dann soll sie sich gleich auf einen neuen Mann einlassen? Das könnte ich auch nicht. Aber auf einmal geht alles sehr schnell zwischen den beiden und sie verliebt sich in Dan. Und genau ab mochte ich Alice nicht. Dan ist sehr reich und erfüllt Alice jeden Wunsch. Er fliegt sie überall hin mit seinem Privatjet und kauft Jools und Holly alles Mögliche. Für mich war Dan ein leider oberflächlicher Charakter, der mit Geld einfach um sich geschmissen hat und Alice in teure Hotels fuhr. Aber leider mochte Alice genau das. Und das konnte ich nicht verstehen. Alice war anfangs ein sehr bodenständiger Mensch und hat sich nicht um solche Dinge gekümmert. Aber plötzlich kommt Dan und ihr Charakter verändert sich. Sie will nur noch Luxus haben und freut sich sehr über den überaus teuren Verlobungsring. Ihr Charakter hat sich auf einmal um 180 Grad gedreht. Und deshalb mochte ich Dan überhaupt nicht. In einigen Kapiteln habe ich mit den Augen gerollt, wenn Dan auftauchte. Ich konnte deren Beziehung einfach nicht verstehen und wollte auch nicht, dass sich näher kommen. Das Besondere an diesem Roman ist jedoch, dass die Kapitel aus 3 verschiedenen Perspektiven geschrieben sind und diese sich immer abwechseln. Es gibt Alices, Hollys und Bens Sicht. Und Hollys Sicht fand ich sehr interessant und sehr authentisch. Ich konnte mich gleich in Holly hineinversetzen und auch ihre Sicht auf die Dinge verstehen. Und vor allem hat die Autorin es sehr gut dargestellt, wie es sich für Kinder anfühlt, wenn sie einen Elternteil verlieren. Und ich habe Hollys Charakter sehr geliebt. Sie war sehr nachdenklich und für ihr Alter schon sehr weit. Doch mein Lieblingscharakter in diesem Buch war Ben. Er hat eine solch starke Entwicklung durchgemacht, was mir sehr gut gefallen hat. Anfangs war eher sehr egoistisch und ist den Problemen einfach aus dem Weg gegangen. Aber in der Zeit in Afrika ist er über sich hinaus gewachsen. Und egal, wie schwer es in Afrika für ihn war, er wollte nur zurück zu seiner Familie und hat alles dafür getan. Die gesamten Kapitel mit Ben habe ich geliebt. Und vor allem seine Freundschaft mit Declan. Die beiden haben sich in all dieser schweren Zeit so viel Halt gegeben, was mich sehr beeindruckt hat. Und Bens Gefühle waren einfach überwältigend. Aber vor allem, nach seiner Rückkehr wurde richtig deutlich, dass er alles tut für seine Familie und dass sie ihm alles bedeutet. Bis zum Schluss hat es die Autorin sehr spannend gehalten und als Leser wusste man auch nicht für wen sich Alice nun entscheiden wird. Für mich gab es jedoch nur einen Menschen zu dem Alice am besten passt und mit dem sie glücklich werden kann. Sinead Moriarty hat eine wundervolle Geschichte geschrieben, die auch heute noch sehr aktuell ist. Das Buch ist für alle, die irgendwann einmal Zweifel hatten und nicht weiter wussten. Und dieses Buch zeigt, dass man für das kämpfen sollte, was einem wichtig ist.
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Sinead Moriarty wuchs als Tochter einer Kinderbuchautorin in Dublin auf. Nach der Universität und Stationen in Paris und London, wo sie als Journalistin arbeitete und erste Roman zu schreiben begann, zog sie zurück in ihre Geburtsstadt. Dort lebt sie mit ihrem Mann, den drei Kindern und ihrer Katze Minnie. Sinead Moriartys bis dato 11 Bücher sind in 25 Sprachen übersetzt. Für ihren letzten Roman »The Way We Were« bekam sie 2015 einen Irish Book Award (im Bereich Unterhaltungsliteratur) verliehen.
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Die Zusammenfassung des Klappentextes hat mich mehr als angesprochen- und ich sollte nicht enttäuscht werden. Ein wahnsinniges tolles Buch, voller liebe & Trauer. Ich hab mehr als eine Träne verdrückt und bis zur letzten Seite gehofft, sie würde sich für den richtigen entscheiden. Absolute Empfehlung
Am Anfang spielt die Geschichte rund um Ben und Alice in der Gegenwart. Die Protagonistin hat einen neuen Mann kennen- und lieben gelernt und ist nun sogar schon mit ihm verlobt. Doch mitten auf der Feier erreicht sie ein Anruf… Nach dieser kurzen aber sehr wichtigen Szene, springt die Geschichte knapp zwei Jahre in die Vergangenheit. Nun lernt der Leser nicht nur Alice, sondern auch Ben, und ihre Töchter Jools und Holly kennen. Jools lebt eher so in den Tag hinein. Sie kennt sich besser bei den Kardashians, als in Algebra aus. Ihre Schwester Holly ist ein paar Jahre jünger, aber für ihr Alter unfassbar klug, was sie gerne, sehr zum Ärger Jools, raushängen lässt, ohne dies jedoch böse zu meinen. Das Zusammenleben wirkt am Anfang nicht sehr harmonisch, da Alice gestresst ist durch die Doppelbelastung Arbeit und Kind, aber auch, weil sie allgemein nicht wirklich zufrieden ist. Wie sich das Paar verhält, fand ich sehr nachvollziehbar. Sie lieben sich, brauchen jedoch auch Abstand. Ich hatte das Gefühl, dass sie sich selbst ein bisschen verloren haben, was die Handlung von Ben nach Eritrea /Afrika zu reisen, für mich schon nachvollziehbar machte. Das Besondere an diesem wundervollen Roman ist, dass der Erzähler springt. Mal geht die Reise nach Afrika zu Ben und seinem Kollegen. Wir erleben, wie sie die Zeit absitzen, sich nützlich machen, unfassbar leiden und vor Heimweh fast sterben. Dann geht es weiter mit Alice und den Kindern. Wie sie ohne ihren Vater versuchen weiterzuleben. Wie sie von verschiedenen Menschen aufgefangen werden, ganz vorne Alice' Bruder Kevin. »“Mummy […] hat aber auch gesagt, dass wir dann eben mit ihr über Daddy sprechen müssen, wenn wir traurig sind. […] Mummy hat gesagt, dass wir unsere Traurigkeit rauslassen müssen, sonst würde uns das innerlich krank machen.“« Zitat aus: "Wie wir waren" Doch die besonderen Kapitel, die mich mehr als einmal zu Tränen gerührt haben, sind zweifellos jene von Holly. Sie ist die Einzige, die ihre Sicht der Dinge in der Ich-Form erzählt, was bei mir dazu geführt hat, dass ich gerade die Emotionen dieses Kindes mit aller Wucht gespürt habe. Wie sich die Familie wegen des vermeintlichen Todes ihres Vaters über Wasser hält, wie sie weiterleben, ist absolut real beschrieben. Trotz dieses schweren Themas, trotz der Trauer hat es Sinead Moriarty geschafft, immer mal wieder einen Sonnenstrahl auf das dunkle Tal scheinen zu lassen. Ja, es existiert auch jede Menge Humor in „Wie wir waren“, was die Ernsthaftigkeit mehr als einmal ein bisschen auflockert. Wie das Wiedersehen nach der langen Zeit vonstatten ging, hat mir einen dicken Kloß im Hals beschert. Mir war ganz flau im Magen, ganz so, als wäre ich die Hauptfigur und mein Mann wäre plötzlich von den Toten auferstanden. Ich finde es einfach großartig, wie die Autorin es geschafft hat, mich zu einem Teil ihrer Geschichte zu machen. Wie sich Alice am Schluss entscheidet und wie alle mit dieser großen Überraschung dass Ben noch am Leben ist zurechtkommen, war für mich nachvollziehbar. Ich hatte nicht nur am Ende, sondern zu keiner Zeit das Gefühl, dass irgendetwas an den Haaren herbeigezogen wäre. Für mich ist alles total schlüssig, nachvollziehbar und einfach wundervoll. Von der ersten bis zur letzten Seite. „Im Leben heißt es schwimmen oder untergehen. Wenn du nicht ertrinken willst, solltest du also langsam mal mit dem Schwimmen anfangen. FAZIT: „Wie wir waren“ ist ein außerordentlich gutes Buch, welches mich enorm berührt hat. Es liest sich sehr schnell, ist spannend und so voller Gefühle, dass einem entweder warm ums Herz oder nass in den Augen wird. Die Figuren sind alle auf ihre Art liebenswert, die Geschichte ziemlich oft erschreckend. Ich habe dieses Buch von der ersten bis zur letzten Seite sehr genossen und zähle es schon heute zu einem Highlight in diesem Jahr.

Ich weiß. dass ich am Ende eine Sternebewertung abgeben muss und bin deshalb jetzt schon verzweifelt, weil ich überhaupt nicht weiß, wie ich werten soll. Mir hat "Wie wir waren" wunderbar gefallen, es ist eine so berührende, spannende Geschichte, einfach toll. Gerade die Trauerszenen um den totgeglaubten Ben brachten mich ein ums andere Mal zum Weinen. Nun kommt allerdings das dicke, große ABER: Es gibt zwei Sachen, die mich so extrem genervt haben, dass ich eigentlich mindestens zwei Sterne abziehen müsste. Das ständige Verweisen auf die Dummheit Jools im Gegensatz zu ihrer unglaublich klugen kleinen Schwester Holly war die eine Sache - und die zieht sich über die gesamte Länge des Buches. Die andere war eine gewisse Zähigkeit/Länge, die dazu führte, dass ich teilweise gesamte Passagen nur überflog. Mich interessiert zB. das Leben der Kardashians kein bisschen und dann muss ich so lange davon lesen? Das war einfach nur überflüssig wie ein Kropf! Weniger Seiten hätten diesem sonst so schönen Roman mehr als gut getan. Trotz der herben Kritik eine Leseempfehlung! #netgalley
Als ich den Klappentext las, wollte ich dieses Buch unbedingt haben. Denn die Geschichte ist genau etwas für mich. Die Geschichte fängt ganz langsam und ruhig an. Als Leser erfährt man viel über den Alltag und das Leben von Alice und Ben. Aber vor allem, dass sich beide in einer „Krise“ befinden. Beide wissen nicht genau, was sie möchten. Es fehlten ihnen etwas. Doch alles ändert sich als Ben in ein Krisengebiet nach Afrika geht und nicht mehr zurückkommt. Für Alice und ihre beiden Kinder Holly und Jools beginnt eine schwere Zeit. Ich konnte die Gefühle von den dreien richtig nachempfinden. Der Schreibstil ist sehr flüssig aber vor allem sehr gefühlvoll. An einigen Stellen hatte ich Tränen in den Augen gehabt. Ich habe mit Alice richtig mitgelitten. Doch dann tritt Dan in ihr Leben. Ich konnte ihre Zweifel am Anfang wirklich nachvollziehen. Sie verliert erst ihren Mann und dann soll sie sich gleich auf einen neuen Mann einlassen? Das könnte ich auch nicht. Aber auf einmal geht alles sehr schnell zwischen den beiden und sie verliebt sich in Dan. Und genau ab mochte ich Alice nicht. Dan ist sehr reich und erfüllt Alice jeden Wunsch. Er fliegt sie überall hin mit seinem Privatjet und kauft Jools und Holly alles Mögliche. Für mich war Dan ein leider oberflächlicher Charakter, der mit Geld einfach um sich geschmissen hat und Alice in teure Hotels fuhr. Aber leider mochte Alice genau das. Und das konnte ich nicht verstehen. Alice war anfangs ein sehr bodenständiger Mensch und hat sich nicht um solche Dinge gekümmert. Aber plötzlich kommt Dan und ihr Charakter verändert sich. Sie will nur noch Luxus haben und freut sich sehr über den überaus teuren Verlobungsring. Ihr Charakter hat sich auf einmal um 180 Grad gedreht. Und deshalb mochte ich Dan überhaupt nicht. In einigen Kapiteln habe ich mit den Augen gerollt, wenn Dan auftauchte. Ich konnte deren Beziehung einfach nicht verstehen und wollte auch nicht, dass sich näher kommen. Das Besondere an diesem Roman ist jedoch, dass die Kapitel aus 3 verschiedenen Perspektiven geschrieben sind und diese sich immer abwechseln. Es gibt Alices, Hollys und Bens Sicht. Und Hollys Sicht fand ich sehr interessant und sehr authentisch. Ich konnte mich gleich in Holly hineinversetzen und auch ihre Sicht auf die Dinge verstehen. Und vor allem hat die Autorin es sehr gut dargestellt, wie es sich für Kinder anfühlt, wenn sie einen Elternteil verlieren. Und ich habe Hollys Charakter sehr geliebt. Sie war sehr nachdenklich und für ihr Alter schon sehr weit. Doch mein Lieblingscharakter in diesem Buch war Ben. Er hat eine solch starke Entwicklung durchgemacht, was mir sehr gut gefallen hat. Anfangs war eher sehr egoistisch und ist den Problemen einfach aus dem Weg gegangen. Aber in der Zeit in Afrika ist er über sich hinaus gewachsen. Und egal, wie schwer es in Afrika für ihn war, er wollte nur zurück zu seiner Familie und hat alles dafür getan. Die gesamten Kapitel mit Ben habe ich geliebt. Und vor allem seine Freundschaft mit Declan. Die beiden haben sich in all dieser schweren Zeit so viel Halt gegeben, was mich sehr beeindruckt hat. Und Bens Gefühle waren einfach überwältigend. Aber vor allem, nach seiner Rückkehr wurde richtig deutlich, dass er alles tut für seine Familie und dass sie ihm alles bedeutet. Bis zum Schluss hat es die Autorin sehr spannend gehalten und als Leser wusste man auch nicht für wen sich Alice nun entscheiden wird. Für mich gab es jedoch nur einen Menschen zu dem Alice am besten passt und mit dem sie glücklich werden kann. Sinead Moriarty hat eine wundervolle Geschichte geschrieben, die auch heute noch sehr aktuell ist. Das Buch ist für alle, die irgendwann einmal Zweifel hatten und nicht weiter wussten. Und dieses Buch zeigt, dass man für das kämpfen sollte, was einem wichtig ist.






