Wider den Gehorsam

Wider den Gehorsam

Paperback
3.84
PsychologieZivilisationskritikPhilosophieDemokratie

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Description

Wer den Mut zum Ungehorsam hat, der entzieht sich nicht nur vermeintlichen Autoritäten, sondern nimmt die Menschen lebendig und mitfühlend wahr. Wie sehr die Kultur des Gehorsams entmenschlichen kann und welche Wege aus dem Kreislauf der Unterordnung führen, zeigt Arno Gruen: ein befreiendes Plädoyer für mehr Mitmenschlichkeit.

Lange bevor wir sprechen können und sich unser Denken organisiert, müssen wir lernen, gehorsam zu sein und unsere Gefühle zu unterdrücken. In allen Lebensbereichen erzwingt unsere Zivilisation einen reflexartigen Gehorsam. Zugleich belohnt sie ein Gruppendenken, das ein selbstbestimmtes, freies Denken unmöglich macht. Scharfsinnig entlarvt der bedeutende Psychoanalytiker Arno Gruen die Pathologie der freiwilligen Knechtschaft: Wir selbst halten uns nicht für gehorsam und erkennen nicht, dass die Idealisierung des Unterdrückers ihm Macht über uns verleiht. Es ist höchste Zeit, gegen die Kultur des verschwiegenen Gehorsams zu revoltieren: Nur so können wir die Demokratie stärken und besser miteinander leben.

Book Information

Main Genre
Specialized Books
Sub Genre
Philosophy
Format
Paperback
Pages
104
Price
12.40 €

Author Description

Arno Gruen, 1923 in Berlin geboren, emigrierte 1936 in die USA. Nach dem Studium der Psychologie leitete er ab 1954 die psychologische Abteilung der ersten therapeutischen Kinderklinik in Harlem. 1961 promovierte Arno Gruen als Psychoanalytiker bei Theodor Reik. Es folgten Professuren in Neurologie und Psychologie. Daneben führte er seit 1958 eine psychoanalytische Privatpraxis in Zürich, wo er seitdem lebte und praktizierte.In seinen zahlreichen Veröffentlichungen beschäftigt sich Arno Gruen mit den psychologischen Ursachen für Autoritätsgläubigkeit, Fremdenhass, Gewalt und Diktatur sowie den emotionalen Voraussetzungen für Demokratie.Für das bei Klett-Cotta erschienene Buch "Der Fremde in uns" erhielt Arno Gruen im Jahr 2001 den Geschwister-Scholl-Preis.Am 20. Oktober 2015 verstarb Arno Gruen im Alter von 92 Jahren.

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„Um aber die lebensnotwendige Verbindung zu den Eltern, die das Sein ihres Kindes nicht anerkennen, herzustellen, muss die kindliche Wut unterdrückt und die Erwartungen der Eltern in eigene verwandelt werden. Das führt zu einer Identität, die […] vom Fremdsein bestimmt ist.“ (S.36)

Gruen beschreibt, wie wir durch Gehorsam eigene Gefühle und Wahrnehmungen aufgeben und welche gesellschaftlichen Strukturen und Gefahren für die Demokratie und das Miteinander sich daraus ergeben.

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