Wer bist du? (Illustrierte Lieblingsbücher 21)
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Allein, aber nicht einsam, zwischen Wahrheit und Lüge Eine Frau erzählt eine Begebenheit, die mit einem Tausend-Schilling-Schein beginnt. Ein 9jähriges Mädchen fragt, ob der Schein der Frau gehört. So lernt sie ein Mädchen kennen, das verschwindet, in den Gedanken der Frau bleibt und Grundlage der von ihr in Ich-Form erzählten Geschichte ist. Eine irritierend Geschichte. Poetisch erzählt, bringt sie mich zu der Fesge: Was ist Lüge, was Wahrheit? Was passiert und was nicht? Was geschieht, wenn ein Mensch erst mit der Puppe, dann mit sich selbst spricht. Einsam ist? Die Bilder zwischen den Texten animieren dazu, die Gedanken schweifen zu lassen und unterstreichen das Gefühl von Unwirklickeit, vom Nichtwissen und gleichzeitig erzählen sie eine andere Geschichte in der Geschichte. Mir gefällt die Erzählstimme von Monika Helfer sehr gut. Flüssig und anschaulich reiht sie die Worte aneinander. Die Zeichnungen von Kat Menschik unterstreichen den Text und erzählte Geschichte beweglich, führen die Gedanken in eine andere Richtung. Dies war sehr anregend. Eigentlich lese ich Kurzgeschichten nicht so gern. Doch diese hat mich, auch bedingt durch die Illustrationen, sehr angesprochen.
WER BIST DU? Monika Helfer Illustriert von Kat Menschik - Band 21 der Lieblingsbuchreihe Ein neunjähriges Mädchen klingelt an der Tür einer Frau und behauptet, einen 1000-Schilling-Schein direkt vor deren Haustür gefunden zu haben. Ob der Schein ihr gehöre? Die Frau verneint, lädt das Mädchen jedoch auf eine heiße Schokolade ein. Gemeinsam beschließen sie, den großen Schein zu wechseln und das Geld in einem Versteck auf dem Grundstück der Frau zu deponieren. Sollte das Mädchen einmal Geld benötigen, dürfe es sich jederzeit daraus bedienen. Doch es kommt anders als geplant: Kurz darauf wird das Mädchen als vermisst gemeldet, und auch das Geld ist aus dem Versteck verschwunden. Wochen vergehen, ohne dass das Kind gefunden wird. Die Frau kann nicht aufhören, an das Mädchen zu denken. Immer neue Szenarien gehen ihr durch den Kopf, was geschehen sein könnte, bis sie schließlich selbst Nachforschungen anstellt. Was für ein kleines, feines Buch mit gerade einmal 90 Seiten! Monika Helfer gelingt es meisterhaft, Zweifel zu säen. Mit jeder Seite stellt man sich mehr die Frage, wem man in dieser Geschichte eigentlich glauben kann. Für mich war dieses Buch eine echte Lesepraline – klein, fein und voller Nachhall. Abgerundet wird die Erzählung durch die wunderschönen Illustrationen von Kat Menschik. Wie die anderen Bände der Lieblingsbuchreihe aus dem Galiani Verlag ist auch dieses Buch ein kleines Schmuckstück. 4/5

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Allein, aber nicht einsam, zwischen Wahrheit und Lüge Eine Frau erzählt eine Begebenheit, die mit einem Tausend-Schilling-Schein beginnt. Ein 9jähriges Mädchen fragt, ob der Schein der Frau gehört. So lernt sie ein Mädchen kennen, das verschwindet, in den Gedanken der Frau bleibt und Grundlage der von ihr in Ich-Form erzählten Geschichte ist. Eine irritierend Geschichte. Poetisch erzählt, bringt sie mich zu der Fesge: Was ist Lüge, was Wahrheit? Was passiert und was nicht? Was geschieht, wenn ein Mensch erst mit der Puppe, dann mit sich selbst spricht. Einsam ist? Die Bilder zwischen den Texten animieren dazu, die Gedanken schweifen zu lassen und unterstreichen das Gefühl von Unwirklickeit, vom Nichtwissen und gleichzeitig erzählen sie eine andere Geschichte in der Geschichte. Mir gefällt die Erzählstimme von Monika Helfer sehr gut. Flüssig und anschaulich reiht sie die Worte aneinander. Die Zeichnungen von Kat Menschik unterstreichen den Text und erzählte Geschichte beweglich, führen die Gedanken in eine andere Richtung. Dies war sehr anregend. Eigentlich lese ich Kurzgeschichten nicht so gern. Doch diese hat mich, auch bedingt durch die Illustrationen, sehr angesprochen.
WER BIST DU? Monika Helfer Illustriert von Kat Menschik - Band 21 der Lieblingsbuchreihe Ein neunjähriges Mädchen klingelt an der Tür einer Frau und behauptet, einen 1000-Schilling-Schein direkt vor deren Haustür gefunden zu haben. Ob der Schein ihr gehöre? Die Frau verneint, lädt das Mädchen jedoch auf eine heiße Schokolade ein. Gemeinsam beschließen sie, den großen Schein zu wechseln und das Geld in einem Versteck auf dem Grundstück der Frau zu deponieren. Sollte das Mädchen einmal Geld benötigen, dürfe es sich jederzeit daraus bedienen. Doch es kommt anders als geplant: Kurz darauf wird das Mädchen als vermisst gemeldet, und auch das Geld ist aus dem Versteck verschwunden. Wochen vergehen, ohne dass das Kind gefunden wird. Die Frau kann nicht aufhören, an das Mädchen zu denken. Immer neue Szenarien gehen ihr durch den Kopf, was geschehen sein könnte, bis sie schließlich selbst Nachforschungen anstellt. Was für ein kleines, feines Buch mit gerade einmal 90 Seiten! Monika Helfer gelingt es meisterhaft, Zweifel zu säen. Mit jeder Seite stellt man sich mehr die Frage, wem man in dieser Geschichte eigentlich glauben kann. Für mich war dieses Buch eine echte Lesepraline – klein, fein und voller Nachhall. Abgerundet wird die Erzählung durch die wunderschönen Illustrationen von Kat Menschik. Wie die anderen Bände der Lieblingsbuchreihe aus dem Galiani Verlag ist auch dieses Buch ein kleines Schmuckstück. 4/5






