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Warum die Akademie das Porträt nicht liebte

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Das Porträt war sicherlich die fruchtbarste Kunstgattung der Frühen Neuzeit, auch wenn ihr künstlerischer Gehalt mitunter in Frage gestellt wurde. So schwieg sich die 1648 gegründete Pariser Académie Royale de Peinture et de Sculpture nahezu vollkommen zum Porträt aus und leugnete damit die Bedeutung, die es nicht nur in künstlerischer Hinsicht besaß. Konzentriert sich die Kunstgeschichte im Allgemeinen auf das Porträt in Malerei, Skulptur oder Graphik, wird hier auch gefragt, welche Bedeutung Literatur, Geschichtsschreibung, Theologie, Diplomatie, Kriminalistik, die staatliche Administration, Verhaltensnormen und selbst die Zahnheilkunde für das künstlerischen Porträt besaßen. So zeichnet die vorliegende Studie eine erstaunlich lebhafte Diskussion im Frankreich des 17. Jahrhunderts nach, in der auch überlegt wurde, ob nicht dem Porträt – statt der Historienmalerei – der erste Platz unter den künstlerischen Gattungen gebühre.
ISBN9783985014026
Publisherarthistoricum.net
Publication Date05/06/26
Pages276

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