Wandern bei Nacht
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Description
Book Information
Author Description
JOHN LEWIS-STEMPEL ist Farmer und Autor zahlreicher hochgelobter Bücher. Er ist zweifacher Preisträger des renommierten Wainwright Prize for Nature Writing. Bei DuMont sind bisher seine Bücher ›Ein Stück Land‹ (2017), ›Mein Jahr als Jäger und Sammler‹ (2019), ›Im Wald‹ (2020), ›Das geheime Leben der Eule‹ (2022) und ›Wandern bei Nacht‹ (2024) erschienen. Mit seiner Frau und seinen beiden Kindern lebt er in England und Frankreich.
Posts
Ein schönes Büchlein für zwischendurch, welches gerade wunderbar in die ruhigere Jahreszeit passt. Der Autor nimmt einen mit auf seinen Nachwanderungen und schildert fast schon peotisch seine Eindrücke und Sichtungen. Dazwischen rezitiert er auch schon mal Gedichte namenhafter dichter die in ihren Gedichten die Nacht Preisen.
“...rings um uns herum hatte die Erde sich aufgetan und silberne Kaninchen hervorgebracht, die ihre Gesichter in Mondtau wuschen. Ich hätte sie berühren können. Der Farn hatte funktioniert. Ich war unsichtbar.” (John Lewis-Stempel “Wandern bei Nacht”, Aus dem Englischen von Sofia Blind, Dumontverlag, S. 65) Andere machen Yoga oder meditieren, um sich zu erden und runter zu kommen. Ich lese zu diesem Zweck ganz einfach die Bücher von John Lewis-Stempel, vor allem, wenn ich gerade keine Zeit und Muße habe, selbst in die Natur zu gehen - oder, wenn es Nacht ist. Denn wie Lewis-Stempel sagt: “Nachts sind die normalen Regeln der Natur außer Kraft. [...] Die Tiere rechnen nicht damit, dass wir Menschen im Dunkeln draußen sind; das ist ihre Zeit, und die Welt gehört noch ganz ihnen.” (S. 14) Nur die Wenigsten wagen sich im Dunkel nach draußen, vor allem nicht auf dem Land, wo die wirklich wahre Dunkelheit herrscht. Denn wir modernen Menschen “haben die Nacht verbannt, schon vor langer Zeit.” (S. 16) Lewis-Stempel nimmt uns mit auf vier Nachtspaziergänge, die er in seiner heimatlichen englischen Grafschaft Herefordshire unternommen hat. Viermal Nachterlebnisse in vier Lebensräumen (Wald, Fluss, Hügel, Feld) zu allen vier Jahreszeiten. Alles in Begleitung seines Hundes Edith, denn: “ein Mann, der nachts alleine herumläuft, wird als Krimineller betrachtet. Es sei denn, er führt seinen Hund aus.” (S. 18) Ich mag den sehr feinen Humor von Lewis-Stempel und ich mag seine wunderschöne Prosa, von der sich manche Literat:innen eine Scheibe abschneiden können. Ich könnte euch jetzt seitenweise Zitate hier einfügen, um dies zu belegen und muss mich sehr zurückhalten, diese Rezension nicht nur aus Zitaten bestehen zu lassen. Habe ich schon die “Nachtnotizen” erwähnt, die sich an die Schilderungen der Spaziergänge anschließen? Eine Art Tagebuch Lewis-Stempels, in dem er die nächtlichen Beobachtungen zur jeweiligen Jahreszeit festhält. Die Begegnungen mit verschiedenen Tieren (Fledermaus, Fuchs, Eule, bellende Rehe, Igel, etc.) und Gedanken zur nächtlichen Fauna und zum Wetter. Der Autor ist auch Landwirt, was im Buch immer wieder eine Rolle spielt. Wir begleiten ihn also durchaus auch, wenn er um fünf Uhr früh aufsteht, um seine Kühe zum Tuberkulosetest von der Weide zu holen. Wer sich also für den Alltag eines Landwirts interessiert, sollte das Buch auch lesen. “Wandern bei Nacht” ist ein “Wohlfühlsachbuch” zum Schwelgen und Schwärmen. Durch die poetischen Worte des Autors werden wir Zeug*innen ganz wundersamer Naturschauspiele - ob es der “Mondbogen” (ein nächtlicher Regenbogen) im Winter ist, das “Irrlicht”/”Elfenfeuer” im Frühling oder “foxfire”, das Leuchten mancher Pilzarten in der Finsternis einer Herbstnacht. Typisch für das Schreiben Lewis-Stempels ist die Untermalung seiner Prosa mit Auszügen aus Gedichten berühmter Schriftsteller:innen. Das macht das Ganze fast mehr zu einem literarischen Gesamtkunstwerk als zu einem Sachbuch. Aber auch den “Faktenfreund:innen” wird der Autor mehr als gerecht. Neben dem Faktenwissen im Fließtext gibt es ein ausführliches “Glossar für Nachtwanderungen”, ein Quellenverzeichnis und im Epilog interessante Fakten zum Thema “Lichtverschmutzung” - für die Tiere ist diese leider eine zunehmend große Bedrohung. Dass es auch in Deutschland sogenannte “Lichtschutzgebiete” gibt, war mir z.B. völlig neu. Lewis-Stempel öffnet mit seinen Büchern unseren Blick für die Schönheit und Magie der Natur. Anhand seiner Nachtwanderungen versetzt er uns in eine Welt, die uns modernen Menschen scheinbar verschlossen scheint. Möglicherweise wird die ein oder andere lesende Person nun selbst dazu animiert, auf eine ganz besondere eigene Entdeckungsreise im Dunkeln zu gehen. Wunderschön, zum “immer-wieder-Lesen” und perfekt als Geschenk geeignet, auch für Menschen, die scheinbar schon alles besitzen. Alle Sterne des Nachthimmels für dieses Buch!

Wunderschönes, literarisches Werk über die Nacht mit vielen Informationen und Poesie
In diesem Buch nimmt uns der Autor mit auf seine Nachtwanderungen. Dabei sieht, hört, riecht und ertastet er vieles, dem man am Tage gar keine Beachtung schenkt. Dabei unterteilt er das Buch in eine Art Prolog/Einleitung, den Jahreszeiten in folgender Reihenfolge: Winter, Frühling, Sommer und Herbst, und noch einen Epilog in dem er uns Leser über die Lichtverschmutzung aufklärt. Diese wird immer mehr zum Problem und verursacht Schlafstörungen, Übergewicht und Depressionen. Auch Flora und Fauna bleiben nicht verschont. Die Tiere leiden am meisten unter dem künstlichen Licht von uns Menschen. Auf der ganzen Welt gibt es nur noch ganz wenige Gebiete, die als Sternenreservate ausgezeichnet sind. Das sind Orte, an denen man noch den sternenklaren Himmel sehen kann, wie in seiner Urform. Denn auch das stellt ein Problem dar: Der Himmel verdunkelt immer mehr durch Umweltverschmutzungen. Schon beim Cover hat mich dieses Buch gehabt. Der Autor hat einen tollen Erzählstil, der von humorvoll bis ernst, je nach Lage, wechselt. Die schönen literarischen Werke, wie Shakespeare und Tolkien, die er erwähnt und in seine Geschichten einbaut, runden die Erzählungen ab. Auch die Gedichte zwischendurch finde ich gut gewählt und passend. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung. !Laut Kritiker der beste Naturschriftsteller!

Weckt die Sehnsucht 🌿🫶
Das Buch ist wirklich schön. 🥰 Ich lese gerade parallel noch ein weiteres Buch von John Lewis Stempel und man merkt, dass er sehr für das ländliche Leben schwärmt. 🌿 Eindrucksvoll und fast poetisch erzählt er von seinen Begegnungen mit Tieren und beschreibt seine Erlebnisse mit der Natur. In diedem Buch vor allem bei Nacht. 🌙 Mich hat das Buch abgeholt und Lust auf mehr gemacht. 🥰 Man hat direkt den Drang sich nachts auf den Weg zu machen und einfach nur zu fühlen. 🌌

Zu allen vier Jahreszeiten geht John Lewis-Stempel mit seinem Labrador auf Nachtwanderungen in der Walisischen Landschaft und schafft jede noch so kleine Begegnung mit Tier oder Pflanze ganz besonders werden zu lassen. Wie der Nachthimmel und die leuchtenden Sterne beschrieben werden oder jede noch so kleine Begegnung mit einer Schleiereule oder einem Dachs, wenn wir beobachten wie zwei Hasen auf einem Feld im Mondlicht miteinander kämpfen, alles wirkt magisch und doch irgendwie so nah und erreichbar. Die poetische und bilderreiche Sprache hilft dem ganz besonders, auch wenn es mir an manchen Stellen doch tatsächlich ein bisschen zu viel ist. Auch dass immer mal wieder Gedichte und andere kleine Textabschnitte aus berühmter Literatur in den Text eingefügt sind ist richtig cool. Insgesamt habe ich glaub ich noch nie ein Buch gelesen, dass es schafft die Natur um uns herum so darzustellen. Ich hatte teilweise wirklich Lust das Buch aus der Hand zu legen und in die Nacht zu wandern.
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JOHN LEWIS-STEMPEL ist Farmer und Autor zahlreicher hochgelobter Bücher. Er ist zweifacher Preisträger des renommierten Wainwright Prize for Nature Writing. Bei DuMont sind bisher seine Bücher ›Ein Stück Land‹ (2017), ›Mein Jahr als Jäger und Sammler‹ (2019), ›Im Wald‹ (2020), ›Das geheime Leben der Eule‹ (2022) und ›Wandern bei Nacht‹ (2024) erschienen. Mit seiner Frau und seinen beiden Kindern lebt er in England und Frankreich.
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Ein schönes Büchlein für zwischendurch, welches gerade wunderbar in die ruhigere Jahreszeit passt. Der Autor nimmt einen mit auf seinen Nachwanderungen und schildert fast schon peotisch seine Eindrücke und Sichtungen. Dazwischen rezitiert er auch schon mal Gedichte namenhafter dichter die in ihren Gedichten die Nacht Preisen.
“...rings um uns herum hatte die Erde sich aufgetan und silberne Kaninchen hervorgebracht, die ihre Gesichter in Mondtau wuschen. Ich hätte sie berühren können. Der Farn hatte funktioniert. Ich war unsichtbar.” (John Lewis-Stempel “Wandern bei Nacht”, Aus dem Englischen von Sofia Blind, Dumontverlag, S. 65) Andere machen Yoga oder meditieren, um sich zu erden und runter zu kommen. Ich lese zu diesem Zweck ganz einfach die Bücher von John Lewis-Stempel, vor allem, wenn ich gerade keine Zeit und Muße habe, selbst in die Natur zu gehen - oder, wenn es Nacht ist. Denn wie Lewis-Stempel sagt: “Nachts sind die normalen Regeln der Natur außer Kraft. [...] Die Tiere rechnen nicht damit, dass wir Menschen im Dunkeln draußen sind; das ist ihre Zeit, und die Welt gehört noch ganz ihnen.” (S. 14) Nur die Wenigsten wagen sich im Dunkel nach draußen, vor allem nicht auf dem Land, wo die wirklich wahre Dunkelheit herrscht. Denn wir modernen Menschen “haben die Nacht verbannt, schon vor langer Zeit.” (S. 16) Lewis-Stempel nimmt uns mit auf vier Nachtspaziergänge, die er in seiner heimatlichen englischen Grafschaft Herefordshire unternommen hat. Viermal Nachterlebnisse in vier Lebensräumen (Wald, Fluss, Hügel, Feld) zu allen vier Jahreszeiten. Alles in Begleitung seines Hundes Edith, denn: “ein Mann, der nachts alleine herumläuft, wird als Krimineller betrachtet. Es sei denn, er führt seinen Hund aus.” (S. 18) Ich mag den sehr feinen Humor von Lewis-Stempel und ich mag seine wunderschöne Prosa, von der sich manche Literat:innen eine Scheibe abschneiden können. Ich könnte euch jetzt seitenweise Zitate hier einfügen, um dies zu belegen und muss mich sehr zurückhalten, diese Rezension nicht nur aus Zitaten bestehen zu lassen. Habe ich schon die “Nachtnotizen” erwähnt, die sich an die Schilderungen der Spaziergänge anschließen? Eine Art Tagebuch Lewis-Stempels, in dem er die nächtlichen Beobachtungen zur jeweiligen Jahreszeit festhält. Die Begegnungen mit verschiedenen Tieren (Fledermaus, Fuchs, Eule, bellende Rehe, Igel, etc.) und Gedanken zur nächtlichen Fauna und zum Wetter. Der Autor ist auch Landwirt, was im Buch immer wieder eine Rolle spielt. Wir begleiten ihn also durchaus auch, wenn er um fünf Uhr früh aufsteht, um seine Kühe zum Tuberkulosetest von der Weide zu holen. Wer sich also für den Alltag eines Landwirts interessiert, sollte das Buch auch lesen. “Wandern bei Nacht” ist ein “Wohlfühlsachbuch” zum Schwelgen und Schwärmen. Durch die poetischen Worte des Autors werden wir Zeug*innen ganz wundersamer Naturschauspiele - ob es der “Mondbogen” (ein nächtlicher Regenbogen) im Winter ist, das “Irrlicht”/”Elfenfeuer” im Frühling oder “foxfire”, das Leuchten mancher Pilzarten in der Finsternis einer Herbstnacht. Typisch für das Schreiben Lewis-Stempels ist die Untermalung seiner Prosa mit Auszügen aus Gedichten berühmter Schriftsteller:innen. Das macht das Ganze fast mehr zu einem literarischen Gesamtkunstwerk als zu einem Sachbuch. Aber auch den “Faktenfreund:innen” wird der Autor mehr als gerecht. Neben dem Faktenwissen im Fließtext gibt es ein ausführliches “Glossar für Nachtwanderungen”, ein Quellenverzeichnis und im Epilog interessante Fakten zum Thema “Lichtverschmutzung” - für die Tiere ist diese leider eine zunehmend große Bedrohung. Dass es auch in Deutschland sogenannte “Lichtschutzgebiete” gibt, war mir z.B. völlig neu. Lewis-Stempel öffnet mit seinen Büchern unseren Blick für die Schönheit und Magie der Natur. Anhand seiner Nachtwanderungen versetzt er uns in eine Welt, die uns modernen Menschen scheinbar verschlossen scheint. Möglicherweise wird die ein oder andere lesende Person nun selbst dazu animiert, auf eine ganz besondere eigene Entdeckungsreise im Dunkeln zu gehen. Wunderschön, zum “immer-wieder-Lesen” und perfekt als Geschenk geeignet, auch für Menschen, die scheinbar schon alles besitzen. Alle Sterne des Nachthimmels für dieses Buch!

Wunderschönes, literarisches Werk über die Nacht mit vielen Informationen und Poesie
In diesem Buch nimmt uns der Autor mit auf seine Nachtwanderungen. Dabei sieht, hört, riecht und ertastet er vieles, dem man am Tage gar keine Beachtung schenkt. Dabei unterteilt er das Buch in eine Art Prolog/Einleitung, den Jahreszeiten in folgender Reihenfolge: Winter, Frühling, Sommer und Herbst, und noch einen Epilog in dem er uns Leser über die Lichtverschmutzung aufklärt. Diese wird immer mehr zum Problem und verursacht Schlafstörungen, Übergewicht und Depressionen. Auch Flora und Fauna bleiben nicht verschont. Die Tiere leiden am meisten unter dem künstlichen Licht von uns Menschen. Auf der ganzen Welt gibt es nur noch ganz wenige Gebiete, die als Sternenreservate ausgezeichnet sind. Das sind Orte, an denen man noch den sternenklaren Himmel sehen kann, wie in seiner Urform. Denn auch das stellt ein Problem dar: Der Himmel verdunkelt immer mehr durch Umweltverschmutzungen. Schon beim Cover hat mich dieses Buch gehabt. Der Autor hat einen tollen Erzählstil, der von humorvoll bis ernst, je nach Lage, wechselt. Die schönen literarischen Werke, wie Shakespeare und Tolkien, die er erwähnt und in seine Geschichten einbaut, runden die Erzählungen ab. Auch die Gedichte zwischendurch finde ich gut gewählt und passend. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung. !Laut Kritiker der beste Naturschriftsteller!

Weckt die Sehnsucht 🌿🫶
Das Buch ist wirklich schön. 🥰 Ich lese gerade parallel noch ein weiteres Buch von John Lewis Stempel und man merkt, dass er sehr für das ländliche Leben schwärmt. 🌿 Eindrucksvoll und fast poetisch erzählt er von seinen Begegnungen mit Tieren und beschreibt seine Erlebnisse mit der Natur. In diedem Buch vor allem bei Nacht. 🌙 Mich hat das Buch abgeholt und Lust auf mehr gemacht. 🥰 Man hat direkt den Drang sich nachts auf den Weg zu machen und einfach nur zu fühlen. 🌌

Zu allen vier Jahreszeiten geht John Lewis-Stempel mit seinem Labrador auf Nachtwanderungen in der Walisischen Landschaft und schafft jede noch so kleine Begegnung mit Tier oder Pflanze ganz besonders werden zu lassen. Wie der Nachthimmel und die leuchtenden Sterne beschrieben werden oder jede noch so kleine Begegnung mit einer Schleiereule oder einem Dachs, wenn wir beobachten wie zwei Hasen auf einem Feld im Mondlicht miteinander kämpfen, alles wirkt magisch und doch irgendwie so nah und erreichbar. Die poetische und bilderreiche Sprache hilft dem ganz besonders, auch wenn es mir an manchen Stellen doch tatsächlich ein bisschen zu viel ist. Auch dass immer mal wieder Gedichte und andere kleine Textabschnitte aus berühmter Literatur in den Text eingefügt sind ist richtig cool. Insgesamt habe ich glaub ich noch nie ein Buch gelesen, dass es schafft die Natur um uns herum so darzustellen. Ich hatte teilweise wirklich Lust das Buch aus der Hand zu legen und in die Nacht zu wandern.













