Verkaufte Zukunft
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Description
Seit Jahrzehnten wissen wir um die Erderwärmung und ihre Gefährlichkeit und dennoch nehmen die globalen Treibhausgasemissionen weiter zu. Offensichtlich gelingt es uns nicht, den Klimawandel zu stoppen, vielmehr verkaufen wir unsere Zukunft für die nächsten Quartalszahlen, das kommende Wahlergebnis und das heutige Vergnügen. In seinem vieldiskutierten Buch liefert Jens Beckert eine Erklärung für unser Zögern und Versagen. Er zeigt, warum es sich beim Klimawandel um ein Problem handelt, an dem die kapitalistische Moderne aufgrund ihrer institutionellen und kulturellen Strukturen scheitern muss. Daher sind nun Anpassungsfähigkeit, Resilienz und solidarisches Handeln gefragt und vor allem: eine realistische Klimapolitik.
Book Information
Author Description
Jens Beckert, geboren 1967, ist seit 2005 Direktor am Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung und Professor für Soziologie in Köln. Zuvor hat er u. a. in Göttingen, New York, Princeton, Paris und an der Harvard University gelehrt. 2005 wurde er mit dem Preis der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, 2018 mit dem Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft ausgezeichnet. Für sein Buch Imaginierte Zukunft erhielt er den Karl-Polanyi-Preis der Deutschen Gesellschaft für Soziologie.
Posts
Sehr erhellend, wenn auch nicht unbedingt dazu geeignet, optimistischer in die Zukunft zu blicken. Wer sich schon des Öfteren gefragt hat, weshalb die seit Jahrzehnten bekannten Fakten zum Klimawandel keine entsprechenden Veränderungen bewirkt haben, wird in Beckerts Analyse Antworten finden. Die Paralyse ist gewissermaßen systemimmanent. Trotzdem, sagt auch der Autor, ist noch nicht alles verloren und hoffnungslos. Immerhin.
Interessant und anstrengend, wie der Klimawandel selbst
Jens Beckert kommt auf 200 Seiten mit klaren Worten zu einem deprimierenden Schluss: Das wird wohl nix mit dem Aufhalten des Klimawandels. Politik, Wirtschaft und Gesellschaft müssten halt lediglich so ziemlich alles, was sie derzeit motiviert und am Laufen hält, über Bord werfen und komplett neu denken, und das nicht nur bei uns, sondern global. Leider hatte ich das Gefühl, dass viele der Beschreibungen aufgrund des wissenschaftlichen Anspruchs wahnsinnig ausladend und teils repetitiv wurden. Die Kernaussagen und Ideen des Autors hätten sich auch auf der Hälfte der Seiten zusammenfassen lassen. Trotzdem nehme ich einige gute Erkenntnisse mit, und darum geht es ja.
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Seit Jahrzehnten wissen wir um die Erderwärmung und ihre Gefährlichkeit und dennoch nehmen die globalen Treibhausgasemissionen weiter zu. Offensichtlich gelingt es uns nicht, den Klimawandel zu stoppen, vielmehr verkaufen wir unsere Zukunft für die nächsten Quartalszahlen, das kommende Wahlergebnis und das heutige Vergnügen. In seinem vieldiskutierten Buch liefert Jens Beckert eine Erklärung für unser Zögern und Versagen. Er zeigt, warum es sich beim Klimawandel um ein Problem handelt, an dem die kapitalistische Moderne aufgrund ihrer institutionellen und kulturellen Strukturen scheitern muss. Daher sind nun Anpassungsfähigkeit, Resilienz und solidarisches Handeln gefragt und vor allem: eine realistische Klimapolitik.
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Jens Beckert, geboren 1967, ist seit 2005 Direktor am Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung und Professor für Soziologie in Köln. Zuvor hat er u. a. in Göttingen, New York, Princeton, Paris und an der Harvard University gelehrt. 2005 wurde er mit dem Preis der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, 2018 mit dem Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft ausgezeichnet. Für sein Buch Imaginierte Zukunft erhielt er den Karl-Polanyi-Preis der Deutschen Gesellschaft für Soziologie.
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Sehr erhellend, wenn auch nicht unbedingt dazu geeignet, optimistischer in die Zukunft zu blicken. Wer sich schon des Öfteren gefragt hat, weshalb die seit Jahrzehnten bekannten Fakten zum Klimawandel keine entsprechenden Veränderungen bewirkt haben, wird in Beckerts Analyse Antworten finden. Die Paralyse ist gewissermaßen systemimmanent. Trotzdem, sagt auch der Autor, ist noch nicht alles verloren und hoffnungslos. Immerhin.
Interessant und anstrengend, wie der Klimawandel selbst
Jens Beckert kommt auf 200 Seiten mit klaren Worten zu einem deprimierenden Schluss: Das wird wohl nix mit dem Aufhalten des Klimawandels. Politik, Wirtschaft und Gesellschaft müssten halt lediglich so ziemlich alles, was sie derzeit motiviert und am Laufen hält, über Bord werfen und komplett neu denken, und das nicht nur bei uns, sondern global. Leider hatte ich das Gefühl, dass viele der Beschreibungen aufgrund des wissenschaftlichen Anspruchs wahnsinnig ausladend und teils repetitiv wurden. Die Kernaussagen und Ideen des Autors hätten sich auch auf der Hälfte der Seiten zusammenfassen lassen. Trotzdem nehme ich einige gute Erkenntnisse mit, und darum geht es ja.





