Unter Kirschbäumen

Unter Kirschbäumen

Softcover
2.613

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Book Information

Main Genre
N/A
Sub Genre
N/A
Format
Softcover
Pages
158
Price
5.65 €

Posts

4
All
3

3,5/5 ☆ ... ausführliche Rezi kommt später.

1

Nach langem Überlegen 1'5*. Erstens möchte ich gerne sagen, wie sehr ich mich darauf gefreut habe endlich ein ganzes Werk von Sarah lesen zu dürfen. Ich wurde sogar in der Danksagung erwähnt, was mich unglaublich gefreut hat. Sarah, du weißt, dass ich dich unglaublich bewundere und mag. Dennoch war dieses Buch für mich eine Enttäuschung. Ich fange mit den positiven Punkten an: Der Schreibstil war sehr flüssig und die ca. 130 Seiten ließen sich wie nichts weglesen. Außerdem haben mir die Beschreibungen bzw. Umschreibungen der expliziteren Szenen sehr gut gefallen. Es war alles sehr schön beschrieben, ohne dass sie in zu blumige Sprache verfallen ist. Nun aber zu den Dingen, die mich gestört haben: (kann Spoiler enthalten) Die Protagonistin, Maja, war wohl der nervtötendste und ätzendste Charakter über den ich je gelesen habe. Außerdem kam sie mir auch immer ziemlich selbstverliebt vor (sie schaut in den Spiegel und findet sich wunderschön). Ständig ist sie beleidigt, schreit rum, führt irgendwelche inneren Monologe in denen sie im Selbstmitleid fast ertrinkt. Und der Grund ihres Gefühlchaos? Ben. Der wohl langweiligste Typ der Welt. Nicht ein Mal hat Ben irgendetwas getan, was mich nur hätte erahnen lassen, warum Mecker-Maja und Zicken-Chelsea ihn so toll finden. Klar, er hat gut trainiert. Dann kommen wir zu Chelsea, die bis zum Ende hin der wohl farbloseste aller Charaktere war. Sie hat die Rolle der Zicke, die man hassen muss perfekt gespielt, nur hatte sie dabei wohl nicht mit Maja gerechnet, die ich wirklich hasste. Chelsea war mir schlichtweg egal. Sam war somit der einzige Charakter, für den ich etwas, was man wohl entfernt als Sympathie bezeichnen könnte, verspürte. Den Tiefgang und die philosophischen Aspekte, die im Voraus angekündigt würden, erschlossen sich mir nicht und ich fand die Geschichte an sich einfach flach und klischeehaft. Der strohhuttragende Mexikaner Paco und der Fernfahrer Norbert sind nur kleine Beispiele dafür. Maja ist wegen jeder Kleinigkeit direkt an die Decke gegangen und anstatt sie einfach links liegen zu lassen (das hätte ich jedenfallsgetan. Ich wäre so schnell gerannt, wie meine Füße mich getragen hätten), geht Ben immer wieder auf sie ein und jeder Streit endet mit einer zärtlichen Versöhnung. Und sowas mag ich nun mal gar nicht. Außerdem wurde nie gesagt, wie alt die Charaktere sind und in welchem Land sie leben. Der Fernfahrer Norbert und Helge Schneider ließen auf Deutschland schließen, doch da Ben's Mutter die deutsche Musik nicht versteht und die Ortsnamen auch sehr englisch klingen, vermute ich auch mal, dass es sich um ein englischsprachiges Land handelt. Aufgeklärt wurde dies aber nie. Einige Dinge, die mir noch aufgefallen sind: - Chelsea kennt die Küste nicht, obwohl sie aus Neuseeland kommt, das praktisch nur aus Küste besteht. - Maja geht NIE auf öffentliche Toiletten. Beim Campingausflug jedoch, tut sie dies ohne mit der Wimper zu zucken. Aber der größte Logikfehler war einfach Ben's Liebe zu Maja. Wie kann man so eine nervige und keifende Klette lieben? Meiner Meinung nach fehlte Maja alles, was ich mir bei einem weiblichen Charakter wünsche: Stolz, Humor und die Fähigkeit einfach mal etwas auszuhalten, ohne direkt einen Nervenzusammenbruch zu erleiden. Sogar Chelsea mit ihrem Hinkebein hat nicht so gejammert wie Maja... es eigentlich immer tat. Sarah, ich weiß dass mir deine anderen Geschichten (in die ich ja schon reinlesen durfte) viel besser gefallen werden. Es war auch glaube ich, einfach nicht mein Genre. Ich hoffe du bist mir nicht böse, aber es ist bestimmt auch in deinem Interesse, dass ich hier meine ehrliche Meinung kundtue.

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Nach langem Überlegen 1'5*. Erstens möchte ich gerne sagen, wie sehr ich mich darauf gefreut habe endlich ein ganzes Werk von Sarah lesen zu dürfen. Ich wurde sogar in der Danksagung erwähnt, was mich unglaublich gefreut hat. Sarah, du weißt, dass ich dich unglaublich bewundere und mag. Dennoch war dieses Buch für mich eine Enttäuschung. Ich fange mit den positiven Punkten an: Der Schreibstil war sehr flüssig und die ca. 130 Seiten ließen sich wie nichts weglesen. Außerdem haben mir die Beschreibungen bzw. Umschreibungen der expliziteren Szenen sehr gut gefallen. Es war alles sehr schön beschrieben, ohne dass sie in zu blumige Sprache verfallen ist. Nun aber zu den Dingen, die mich gestört haben: (kann Spoiler enthalten) Die Protagonistin, Maja, war wohl der nervtötendste und ätzendste Charakter über den ich je gelesen habe. Außerdem kam sie mir auch immer ziemlich selbstverliebt vor (sie schaut in den Spiegel und findet sich wunderschön). Ständig ist sie beleidigt, schreit rum, führt irgendwelche inneren Monologe in denen sie im Selbstmitleid fast ertrinkt. Und der Grund ihres Gefühlchaos? Ben. Der wohl langweiligste Typ der Welt. Nicht ein Mal hat Ben irgendetwas getan, was mich nur hätte erahnen lassen, warum Mecker-Maja und Zicken-Chelsea ihn so toll finden. Klar, er hat gut trainiert. Dann kommen wir zu Chelsea, die bis zum Ende hin der wohl farbloseste aller Charaktere war. Sie hat die Rolle der Zicke, die man hassen muss perfekt gespielt, nur hatte sie dabei wohl nicht mit Maja gerechnet, die ich wirklich hasste. Chelsea war mir schlichtweg egal. Sam war somit der einzige Charakter, für den ich etwas, was man wohl entfernt als Sympathie bezeichnen könnte, verspürte. Den Tiefgang und die philosophischen Aspekte, die im Voraus angekündigt würden, erschlossen sich mir nicht und ich fand die Geschichte an sich einfach flach und klischeehaft. Der strohhuttragende Mexikaner Paco und der Fernfahrer Norbert sind nur kleine Beispiele dafür. Maja ist wegen jeder Kleinigkeit direkt an die Decke gegangen und anstatt sie einfach links liegen zu lassen (das hätte ich jedenfallsgetan. Ich wäre so schnell gerannt, wie meine Füße mich getragen hätten), geht Ben immer wieder auf sie ein und jeder Streit endet mit einer zärtlichen Versöhnung. Und sowas mag ich nun mal gar nicht. Außerdem wurde nie gesagt, wie alt die Charaktere sind und in welchem Land sie leben. Der Fernfahrer Norbert und Helge Schneider ließen auf Deutschland schließen, doch da Ben's Mutter die deutsche Musik nicht versteht und die Ortsnamen auch sehr englisch klingen, vermute ich auch mal, dass es sich um ein englischsprachiges Land handelt. Aufgeklärt wurde dies aber nie. Einige Dinge, die mir noch aufgefallen sind: - Chelsea kennt die Küste nicht, obwohl sie aus Neuseeland kommt, das praktisch nur aus Küste besteht. - Maja geht NIE auf öffentliche Toiletten. Beim Campingausflug jedoch, tut sie dies ohne mit der Wimper zu zucken. Aber der größte Logikfehler war einfach Ben's Liebe zu Maja. Wie kann man so eine nervige und keifende Klette lieben? Meiner Meinung nach fehlte Maja alles, was ich mir bei einem weiblichen Charakter wünsche: Stolz, Humor und die Fähigkeit einfach mal etwas auszuhalten, ohne direkt einen Nervenzusammenbruch zu erleiden. Sogar Chelsea mit ihrem Hinkebein hat nicht so gejammert wie Maja... es eigentlich immer tat. Sarah, ich weiß dass mir deine anderen Geschichten (in die ich ja schon reinlesen durfte) viel besser gefallen werden. Es war auch glaube ich, einfach nicht mein Genre. Ich hoffe du bist mir nicht böse, aber es ist bestimmt auch in deinem Interesse, dass ich hier meine ehrliche Meinung kundtue.

3

Von Anfang an war ich sehr neugierig und gespannt auf den Debütroman von Sarah Jordan. Wie viele andere auch, habe ich teilweise ihr Leben als Autorennewcomerin auf Facebook und Youtube verfolgt, weshalb es außer Frage stand, ob ich das Buch lesen würde oder nicht. Gleich als es zum Kauf online stand, habe ich mir ihren Roman auf meinen Kindle geladen und gleich mit dem Lesen begonnen. Während meine Familie zu Hause einen Kartespielabend veranstaltete saß ich also daneben und habe Unter Kirschbäumen in einem Rutsch durchgelesen. Es hat mir gefallen; es hat mir wirklich sehr gut gefallen. So sehr, dass ich im Augenblick gar nicht weiß, wo ich bei meiner Rezension anfangen soll. Ich bin ein Fan von kleinen, feinen Liebesgeschichten und ja, ich mag auch all diese Dramen, die immer wieder mit eingebaut werden, um das ganze ein wenig spannender zu gestalten. Unter Kirschbäumen schien also die perfekte Geschichte für mich zu sein und das obwohl ich eigentlich noch nie ein großer Fan von Kurzromanen gewesen bin. Die Geschichte hat emotionale Höhen und Tiefen; ist amüsant, humorvoll - eine berauschende Achterbahnfahrt. Mehr als einmal hat mich ein Gefühl von Gänsehaut überkommen und mich während des Lesens begleitet. Das Buch war spannend von der ersten Seite an. Man wollte immer wissen, was als nächstes passiert; man konnte gar nicht aufhören zu lesen. Dieser Drang zu erfahren, wie es weiter gehen wird, wurde mit jedem beendeten Kapitel größer und das Steigen der Prozentzahlen auf meinem Kindle war kaum mehr aufzuhalten. In kürzester Zeit war das Buch beendet und hat mich mit einem breiten Grinsen im Gesicht zurückgelassen. Die Charaktere empfand ich als sehr gut ausgearbeitet. Auch wenn die Geschichte recht kurz ist hat Sarah Jordan es auf jeden Fall geschafft, dem Leser die Charaktere ans Herz zu legen. Man lernt sehr viel über sie; erfährt einiges über ihre Gefühle; ihre Gedanken und ihre Empfindungen, was mir sehr gut gefallen hat. Allesamt sind sie unglaublich sympatisch und ich würde leugnen, wenn ich sagen würde, dass ich mich nicht tatsächlich ein wenig in Ben verliebt habe. Die Entwicklung zwischen ihnen war so deutlich und intensiv, dass man das Knistern in der Luft förmlich spüren konnte. Auch Maja hat mir als Hauptprotagonistin sehr gut gefallen. Sie ist wirklich ein tolles Mädchen und ich könnte sie mir als Freundin sehr gut vorstellen. Die Freundschaft zwischen ihr und Ben war einfach großartig. Die Autorin hat es wirklich geschafft, die Beziehung zwischen ihnen wunderbar rüber zu bringen und dem Leser so nahe zu bringen, dass man sich während des Lesens fühlt, als wäre man selbst mitten drin. Es ist eine Geschichte, die sehr nahe an der Realität ist und genau das macht den Charme des Buches aus. Zum Schreibstil muss ich sagen, das auch dieser mir sehr gut gefallen hat. Die Geschichte hat sich unglaublich flüssig lesen lassen und die Art und Weise wie Sarah Jordan mit den Worten spielt, hat mich wirklich sehr beeindruckt. Sie schafft es die Gefühle perfekt rüber zu bringen; und das ohne großartig blumige Worte zu verwenden. Gerade bei den Dialogen hat man gemerkt, dass es alles andere als aufgesetzt oder gespielt war. Manchmal kam sogar das saarländische ein wenig durch, was mir auch sehr gut gefallen hat und das ganze Buch sowie die Autorin noch um einiges sympatischer macht. Ihr Stil ist sehr angenehm und vor allen Dingen jung und jugendlich, was mir persönlich sehr sehr gut gefallen hat. Hin und wieder sind schon mal ein paar Fehlerchen aufgetaucht; hier und da hat mal ein Wort gefehlt oder es war eines zu viel, aber dafür, dass Sarah kein Lektorat hatte und sich tatsächlich um alles alleine gekümmert hat, kann man über diese winzigen Fehler hinwegsehen. Auch die Gestaltung ist nicht immer perfekt; die Kapitel beginnen teilweise nicht immer auf einer neuen Seite, sondern noch auf der Hälfte der letzten Seite oder aber ganz am Ende einer Seite, was vielleicht auch daran liegt, dass sie keine Hilfe beim Publizieren hatte. Ich habe mich zwar noch nicht damit auseinandergesetzt aber ich kann mir vorstellen, das es als Laie doch nicht so einfach ist, ein Buch auf Amazon zu veröffentlichen, egal wie viel Hilfethreads, etc. es gibt. Von daher ist auch das eher ein nebensächlicher Kritikpunkt, der an meiner Bewertung nicht wirklich was gerüttelt hat. Zum Cover muss ich sagen, dass es mir sehr gut gefällt, in meinen Augen allerdings nicht perfekt ist. Aber was ist schon perfekt? Das Bild erinnert mich sehr stark an die japanische Kultur und deshalb passt es meiner Meinung nicht ganz so gut zur Geschichte. Auch die Schriftart finde ich nicht optimal gewählt, ebenso wie die Schriftfarbe, aber auch hier habe ich mir bereits von einigen anderen selbstpublizierenden Amazon-Autoren sagen lassen, dass es hinsichtlich des Covers nicht sehr einfach ist, das Buch zu veröffentlichen, da es hier Richtlinien gibt, die als Laie natürlich schwerer einzuhalten sind, als als Verlag. Deshalb sei auch hierüber hinweg gesehen. Ein wirklich sehr gelungenes Erstlingswerk was von mir nur aus diesem Rund nicht die volle Punktzahl erhalten hat, weil es mich, verglichen mit meinen anderen 5-Punkte-Büchern nicht ganz so extrem sprachlos hinterlassen und gefesselt hat. Die Geschichte ist wirklich wunderbar und geht einem mitten ins Herz. Ich habe das Lesen wirklich sehr genossen und freue mich schon sehr, auf weitere Werke von Sarah Jordan.

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