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Unlearn Patriarchy

4.2(499)
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About the book

Obwohl wir inzwischen im 21. Jahrhundert leben, herrscht noch immer das Patriarchat.

Warum zur Hölle ist das so? Und was kann jede: r persönlich dazu beitragen, die häufig unbewussten toxischen Strukturen zu erkennen und aufzulösen? Dieser Sammelband mit bekannten Autor:innen bietet Hilfestellung. Sich gegen das Patriarchat zur Wehr zu setzen, ist besonders im Alltag schwierig. Denn Vieles ist uns so vertraut, dass wir es gar nicht hinterfragen. Sogar bekennende Feminist:innen tappen immer wieder in die gleichen Fallen. Wir schließen Frauen durch Sprache aus, folgen veralteten Vorstellungen von einer glücklichen Kleinfamilie inklusive traditionellen Rollenbildern. Oder wir passen uns männergemachten und kapitalistischen Strukturen an, wenn wir im Beruf erfolgreich sein wollen. Die Beitragenden der Anthologie UNLEARN PATRIARCHY berichten von ihren Erfahrungen und spüren eigenen fatalen Denkmustern nach. Sie zeigen, wie über alle Gesellschaftsbereiche hinweg von Sprache und Liebe über Arbeit bis hin zu Politik, Bildung oder Identität die patriarchalen Handlungsmuster gebrochen werden können und ein besseres Leben für alle möglich wird.

»Große strukturelle Denkhindernisse werden in diesem Buch von klugen Köpfen analysiert. Sie helfen zu verlernen, was Gegenwart und Zukunft zerstört!« Luisa Neubauer

Editions (2)

ISBN9783548068602
PublisherUllstein Taschenbuch Verlag
Publication Date06/27/24
Pages320

Characteristics

1 reviews

ThoughtfulInformativeModerateMultifacetedComplexExciting

Reviews & Ratings

499 ratings

78 reviews

4.2

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  • badbutterfly
    badbutterfly

    179 Followers

    4.0

    Ein wichtiges Buch über das Verlernen patriarchaler Strukturen – mit Stärken & Schwächen. In 15 Essays schreiben Autorinnen wie Kübra Gümüşay, Emilia Roig & Kristina Lunz über Macht, Sprache, Arbeit, Familie & Politik. Klingt divers – ist aber nicht ganz so vielfältig, wie es scheint.

    Die Beiträge decken ein breites Themenspektrum ab, darunter Sprache, Liebe, Arbeit, Politik, Bildung und Identität. Jeder Autorin bringt dabei eine individuelle Perspektive ein, basierend auf persönlichen Erfahrungen und fachlicher Expertise. So vielfältig die Themen erscheinen mögen, so homogen wirkt mitunter der Erfahrungshintergrund vieler Autorinnen. Die Stimmen stammen überwiegend aus einem akademischen, urbanen und teils wirtschaftselitären Milieu. Die Alltagsrealitäten von marginalisierten Frauen – etwa mit niedrigem Einkommen, nicht-akademischem Hintergrund oder außerhalb westlicher Metropolen – bleiben weitgehend unberücksichtigt. Dies kann den Eindruck verstärken, dass Unlearn Patriarchy zwar ein wichtiges feministisches Projekt ist, aber nicht alle Frauen gleichermaßen repräsentiert. Ein weiterer Kritikpunkt betrifft die Umsetzungsebene. Viele Essays enden mit Appellen oder abstrakten Überlegungen, liefern aber wenig konkrete Impulse, wie sich patriarchale Muster im Alltag gezielt verlernen lassen. Die Reflexion bleibt häufig auf einer diskursiven Ebene stehen, ohne sie in pragmatische Handlungsstrategien zu übersetzen. Manche Beiträge haben mir richtig gut gefallen und waren sehr interessant, andere konnten mich nicht so packen, auch wegen dem oben genannten Punkt. Trotzdem war es ein gutes Buch und gibt viele Denkanstöße, nur mehr Vielfalt hätte dem Buch gutgetan. Frauen aus mehreren Schichten und Ethnien, nicht nur privilegierte Frauen.

    May 13, 2025

  • gracefulbooks
    gracefulbooks

    325 Followers

    4.5

    „Das Patriarchat zu verlernen, Klasse zu verlernen, Rassismus zu verlernen, bedeutet nicht, deren Existenz zu leugnen. Es meint nicht, deren Gewalt zu ignorieren. Es beinhaltet nicht, deren Systematik und strukturelle Natur zu negieren. Verlernen bedeutet, den Missstand ganz genau zu studieren und es genau deshalb anders zu machen.“ „Veränderungen müssen uns keine Angst machen, sie können unser Leben erweitern und bereichern.“ „Wissenschaft ist daher das, was weiße Männer dafür halten, und das, was alle anderen von weißen Männnern als wissenschaftlich zu erkennen gelernt haben.“

    Wow, mein Gehirn ist mit neuen Denkanstößen jetzt bis zum Rand gefüllt! 😅 Das Konzept des Buches, bei dem viele unterschiedliche Autor*innen einen Beitrag schreiben fand ich gut, man hatte unterschiedliche Herangehensweisen und Arten, mit denen einem das Thema Feminismus und das Verlernen des Patriarchats näher gebracht wurde. Es wurde viele verschiedene Themen bedient. Auf der einen Seite gefiel mir das sehr gut, weil man eben viele Facetten nähergebracht bekommen hat und das Patriarchat eigentlich in jeden Bereich des Lebens tief eingedrungen und erobert hat. Auf der anderen Seite war eben nicht so viel Zeit, um sich mit einem Teilthema näher zu beschäftigen und groß in die Tiefe zu gehen. Im Allgemeinen hat man durch die verschiedenen Essays einen guten Überblick bekommen und jetzt kann man sich eben nochmal tiefer damit beschäftigen und seinen ganzen neuen Denkanstößen nach gehen. Außerdem muss ich sagen, dass durch die unterschiedlichsten Autor*innen, die ihrer zu Wort gekommen sind, einem einige Schreibstile sehr gut gefallen haben und man viel nachvollziehen konnte, während andere einen kaum abgeholt haben. Insgesamt ist das aber auf jeden Fall ein Buch, dass ich allen ans Herz legen würde, um einen Einstieg in den Feminismus zu machen, durch den wir schließlich alle profitieren. Und weil es so augenöffnend und Gedanken anregend ist, hier noch ein paar Zitate: „Seltsame Entscheidungeb sind bei anderen viel einfacher zu erkennen als bei uns selbst.“ „Die Vorstellung, wie Frauen zu sein, auszusehen und sich zu verhalten ah en - auch, wenn sie Sex haben -, sind innerstlichen Kulturen in erster Linie von Mönnern geprägt.“ „Frauen werden als Menschen betrachtet, denen etwas fehlt, wenn sie nicht auch ein Kind bekommen. Da schult auch für queere Menschen.“ „Der Emanzipation Schritt für freiere Familien ist, jedes Kind lieben zu können - unabhängig davon, ob man es selbst geboren oder gezeugt hat.“ „Familie neu zu lernen, kann daher heißen, sie nicht zu begreifen als etwas, das man einmal gründet, sondern über unser Handeln in die Welt zu bringen. Familien formen, erweitern, erneuern sich, indem wir unsere Beziehungen über aktives Tun vor-und miteinander zum Ausdruck bringen. Familien stehen nicht still, sondern verändern sich jeden Tag.“ „Die Norm ist seit Jahrtausenden der Mann. Jenes sozial konstruierte Geschlecht, an dem alles bemessen wird.“ „Der Akt der Identitätsbildung suggeriert, Menschen durchliefen einen durch die Selbstwahrnehmung gelenkten, aber ansonsten losgelösten Prozess, in dem sie feststellen, wer sie sind, wem sie zugehören, woran sie glauben und wo die eigenen persönlichen Merkmale und Kompetenzen liegen. Wir „identifizieren“ uns also mit etwas, einer Eigenschaft, einer Rolle, einer Gruppe und finden unser Ich in einer Mischung aus Selbstbestimmung und Fremdzuschreibung. Wenn wir eine Schicht tiefer graben, sehen wir, dass dieser Prozess innerhalb des patriarchalen Systems gefärbt, beeinflusst und einschlägig motiviert ist. Wie jedes System ist das Patriarchat darauf ausgelegt, sich selbst zu erhalten. Es möchte überleben, es möchte sich fortpflanzen, es möchte sich ausbreiten und bestehen. Dies beinhaltet, dass wir unsere Identitäten weiterhin innerhalb der vom Patriarchat vorgegebenen Kategorien und Strukturen verorten, dass unsere eigene Identität nie losgelöst, nie frei gewählt, nie unvoreingenommen sein kann. Identität zu verlernen heißt, nicht sich selbst zu finden, sondern vielmehr anzuerkennen, dass die eigene Identität konstruiert ist, ein Herstellungsakt, der keiner freien Wahl unterliegt und immer im Spannungsfeld zwischen Psyche und Gesellschaft stattfindet.“ „Wir dürfen Visionen haben, die verrückt klingen, wir dürfen auf dem Weg Fehler machen und von diesen Fehlern lernen. Aber nur weil etwas nicht einfach ist und nicht direkt funktioniert, so wie wir es uns gewünscht haben, heißt das nicht, dass ein neuer Weg uns nicht zum Ziel führen wird.“ „Aber der Status quo lässt sich eben nur ändern, wenn wir ihn als nicht rechtmäßig erkennen und dagegen vorgehen. Lautstark, vehement und unbeirrbar.“ „Frauen, die bestimmter auftreten und durchsetzungsfähiger sind, werden Studien zufolge häufiger sexuell belästigt.“ „Das bedeutet: Obwohl unser derzeitiges internationales Rechtssystem neutral zu sein vorgibt, ist es das nicht. Denn es wurde weitgehend von (weißen) Männern und für (weiße) Männer entwickelt, vereinbart und umgesetzt.“ „Die traditionell patriarchalen Rollenbilder führen dazu, dass Menschen nicht das machen, was sie wollen oder gut können, sondern das, was von ihnen erwartet wird.“ „Wir müssen nicht um Macht kämpfen, sondern Macht wächst, wenn sie geteilt wird.“

    „Das Patriarchat zu verlernen, Klasse zu verlernen, Rassismus zu verlernen, bedeutet nicht, deren Existenz zu leugnen. Es meint nicht, deren Gewalt zu ignorieren. Es beinhaltet nicht, deren Systematik und strukturelle Natur zu negieren. Verlernen bedeutet, den Missstand ganz genau zu studieren und es genau deshalb anders zu machen.“

„Veränderungen müssen uns keine Angst machen, sie können unser Leben erweitern und bereichern.“

„Wissenschaft ist daher das, was weiße Männer dafür halten, und das, was alle anderen von weißen Männnern als wissenschaftlich zu erkennen gelernt haben.“

    Aug 17, 2024

  • nantje.w
    nantje.w

    75 Followers

    5.0

    Patriarchat verlernen

    Ich bin sehr begeistert von Unlearn Patriarchy und werde das Buch mit Sicherheit weiterempfehlen. Das Buch besteht aus mehreren Essays zu Themen, in denen ein Umdenken stattfinden muss, um dem Patriarchat entgegenzuwirken. Besonders gut haben mir die Essays zu den Themen Bildung, Rassismus, Identität und Kapitalismus gefallen. Nicht jedes Essay liest sich schnell weg, teilweise ist es durchaus harte Kost und ich hatte nach den jeweiligen Kapiteln häufig das Bedürfnis, das Buch erstmal wegzulegen, um über das Gelesene nachdenken zu können. Nichtsdestotrotz ist es einfach wichtig, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen und ich habe tatsächlich einige neue Denkweisen und Verhaltensweisen für mich übernehmen können.

    May 5, 2025

3 of 78 reviews

SocialReads

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tamihamihaaa
tamihamihaaaFeb 2, 2025

Dieses Buch gibt mir nach 53 Seiten schon so unglaublich viel. Es sind schon über 10 Seitenmarker drin, weil hier so unglaublich viel drin steckt. Unlearn Gender hat mich als nichtbinäre Person bisher besonders berührt 🫶🏻

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