Und damit fing es an
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Description
Und damit fing es an ist ein zarter, bewegender Roman, der davon erzählt, dass es manchmal fast ein ganzes Leben dauert, bis man das Glück findet – in dem einen Menschen, den man zum Leben braucht.
Gustav Perle ist ein zurückhaltender Mann. Schon in den 40er-Jahren, als Kind in ärmlichen Verhältnissen, hat er gelernt, nicht zu viel vom Leben zu wollen. Als Anton in seine Klasse kommt, ein Junge aus einer kultivierten jüdischen Familie, hält mit ihm auch das Schöne in Gustavs Leben Einzug. Seine Mutter Emilie sieht das nicht gerne, aber für Gustav ist Anton alles, was er braucht, um glücklich zu sein. Doch das Leben treibt sie auseinander und es wird lange Jahre dauern, bis beide sich wiedersehen – und erkennen, dass das Glück vielleicht schon immer direkt vor ihnen lag.
Book Information
Author Description
Rose Tremain wurde 1943 geboren und wuchs in London auf. Sie studierte ein Jahr lang an der Pariser Sorbonne, ging zurück in ihre Heimat und begann ein Anglistikstudium an der University of East Anglia in Norwich, das sie 1967 abschloss. Dort lehrte sie später von 1988-1995 als Dozentin creative writing. Vorher war sie Lehrerin an einer Privatschule für Jungen. Rose Tremain veröffentlichte Romane, Kurzgeschichten, schrieb aber auch für Film, Funk und Fernsehen. Ihr Roman Zeit der Sinnlichkeit wurde 1995 mit Robert Downey Jr., Hugh Grant und Meg Ryan verfilmt (Restoration). Ihr Roman The Road Home, der im Suhrkamp Verlag unter dem Titel Der weite Weg nach Hause erschien, wurde 2008 mit dem Orange Prize for Fiction ausgezeichnet. Tremain lebt mit ihrem Lebenspartner, dem Biographen Richard Holmes, in London und Norwich. Im Jahr 2020 wurde sie von der Queen in den Adelsstand erhoben. Ihr Werk erscheint auf Deutsch im Suhrkamp und Insel Verlag.
Posts
Über weite Strecken, die ersten beiden Teile, hat mir das Buch sehr gut gefallen. Nur der dritte Teil hat mich nicht ganz so gepackt. Ich fand den Sprung von den beiden Kindern des ersten Teils zu den Mittfünfzigern des letzten Teils etwas weit. Insgesamt mochte ich den ruhigen unaufgeregten Erzählstil und wie über die einzelnen Personen nicht geurteilt wurde. Da ich mich gerade sehr mit Erziehungs- und Mütterratgebern beschäftige und stark mit der Mutterrolle auseinandersetze, fand ich die Figur der Emilie besonders interessant, die ich für psychologisch sehr gut ausgearbeitet halte.
Ein berührendes Werk legt Rose Tremain hier vor. Von der Autorin hatte ich bereits viel Positives gehört, aber bisher noch kein Buch von ihr gelesen. Dieses Werk hier führte mir vor Augen, weshalb die Autorin so viele positive Rezensionen erhält. The Gustav Sonata ist eine wundervoll konstruierte Geschichte, die eine charakterzentrierte Handlung mit einem gut recherchierten historischen Hintergrund verbindet. Wir erfahren, was die Schweiz während des Zweiten Weltkrieges umtrieb, während wir beobachten, wie die Charaktere wachsen, sich verändern, ihren Lebensweg zu finden suchen. Tremain schafft es, diese Verbindung sehr harmonisch zu gestalten. Es passt einfach alles, das Bild ist perfekt gelungen. Die Figuren wirken echt, lebensnah, für mich wurden sie mit jeder Seite lebendiger. Auch jene, die man nicht mag, oder die es einem schwer machen, sie zu mögen. Es ist ein Werk mit viel Emotion, die aber an keiner Stelle erzwungen wirkt. Der Leser kann selbst entscheiden, wessen Ansichten ihm eher zusagen. Auch die geschichtlichen Details sind nicht mit dem Fingerzeig geschrieben oder gar mit einem Erziehungsauftrag, sondern ist der Hintergrund, vor dem unsere Charaktere sich wiederfinden. Die Zeiten prägen die handelnden Figuren, die wiederum ihre nächsten Bezugspersonen prägen. So erleben wir mit, wie Traumata vererbt werden können. Aber eben auch überwunden. Auch wenn dies vielleicht Zeit braucht. Wert ist es das allemal. Wert war es mir auch, dieses wundervolle Buch zu lesen.
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Und damit fing es an ist ein zarter, bewegender Roman, der davon erzählt, dass es manchmal fast ein ganzes Leben dauert, bis man das Glück findet – in dem einen Menschen, den man zum Leben braucht.
Gustav Perle ist ein zurückhaltender Mann. Schon in den 40er-Jahren, als Kind in ärmlichen Verhältnissen, hat er gelernt, nicht zu viel vom Leben zu wollen. Als Anton in seine Klasse kommt, ein Junge aus einer kultivierten jüdischen Familie, hält mit ihm auch das Schöne in Gustavs Leben Einzug. Seine Mutter Emilie sieht das nicht gerne, aber für Gustav ist Anton alles, was er braucht, um glücklich zu sein. Doch das Leben treibt sie auseinander und es wird lange Jahre dauern, bis beide sich wiedersehen – und erkennen, dass das Glück vielleicht schon immer direkt vor ihnen lag.
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Rose Tremain wurde 1943 geboren und wuchs in London auf. Sie studierte ein Jahr lang an der Pariser Sorbonne, ging zurück in ihre Heimat und begann ein Anglistikstudium an der University of East Anglia in Norwich, das sie 1967 abschloss. Dort lehrte sie später von 1988-1995 als Dozentin creative writing. Vorher war sie Lehrerin an einer Privatschule für Jungen. Rose Tremain veröffentlichte Romane, Kurzgeschichten, schrieb aber auch für Film, Funk und Fernsehen. Ihr Roman Zeit der Sinnlichkeit wurde 1995 mit Robert Downey Jr., Hugh Grant und Meg Ryan verfilmt (Restoration). Ihr Roman The Road Home, der im Suhrkamp Verlag unter dem Titel Der weite Weg nach Hause erschien, wurde 2008 mit dem Orange Prize for Fiction ausgezeichnet. Tremain lebt mit ihrem Lebenspartner, dem Biographen Richard Holmes, in London und Norwich. Im Jahr 2020 wurde sie von der Queen in den Adelsstand erhoben. Ihr Werk erscheint auf Deutsch im Suhrkamp und Insel Verlag.
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Über weite Strecken, die ersten beiden Teile, hat mir das Buch sehr gut gefallen. Nur der dritte Teil hat mich nicht ganz so gepackt. Ich fand den Sprung von den beiden Kindern des ersten Teils zu den Mittfünfzigern des letzten Teils etwas weit. Insgesamt mochte ich den ruhigen unaufgeregten Erzählstil und wie über die einzelnen Personen nicht geurteilt wurde. Da ich mich gerade sehr mit Erziehungs- und Mütterratgebern beschäftige und stark mit der Mutterrolle auseinandersetze, fand ich die Figur der Emilie besonders interessant, die ich für psychologisch sehr gut ausgearbeitet halte.
Ein berührendes Werk legt Rose Tremain hier vor. Von der Autorin hatte ich bereits viel Positives gehört, aber bisher noch kein Buch von ihr gelesen. Dieses Werk hier führte mir vor Augen, weshalb die Autorin so viele positive Rezensionen erhält. The Gustav Sonata ist eine wundervoll konstruierte Geschichte, die eine charakterzentrierte Handlung mit einem gut recherchierten historischen Hintergrund verbindet. Wir erfahren, was die Schweiz während des Zweiten Weltkrieges umtrieb, während wir beobachten, wie die Charaktere wachsen, sich verändern, ihren Lebensweg zu finden suchen. Tremain schafft es, diese Verbindung sehr harmonisch zu gestalten. Es passt einfach alles, das Bild ist perfekt gelungen. Die Figuren wirken echt, lebensnah, für mich wurden sie mit jeder Seite lebendiger. Auch jene, die man nicht mag, oder die es einem schwer machen, sie zu mögen. Es ist ein Werk mit viel Emotion, die aber an keiner Stelle erzwungen wirkt. Der Leser kann selbst entscheiden, wessen Ansichten ihm eher zusagen. Auch die geschichtlichen Details sind nicht mit dem Fingerzeig geschrieben oder gar mit einem Erziehungsauftrag, sondern ist der Hintergrund, vor dem unsere Charaktere sich wiederfinden. Die Zeiten prägen die handelnden Figuren, die wiederum ihre nächsten Bezugspersonen prägen. So erleben wir mit, wie Traumata vererbt werden können. Aber eben auch überwunden. Auch wenn dies vielleicht Zeit braucht. Wert ist es das allemal. Wert war es mir auch, dieses wundervolle Buch zu lesen.






