Unberechenbar

Unberechenbar

Paperback
3.210
ErfolgKabarettInnovationWissenschaftscomedy

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Description

Ein humorvolles, ideenreiches Plädoyer für den Zufall.
Wie haben Sie Ihren Partner kennengelernt? Wie Ihren Job gefunden?
Ist das alles das Ergebnis genauer Überlegungen, harter Arbeit und strategischer Herangehensweise? Lässt sich Erfolg also planen und berechnen? Oder spielt der Zufall doch eine viel größere Rolle, als wir zugeben wollen?
In Zeiten von Big Data entsteht der Eindruck, wir wären nur noch einen winzigen Schritt von der kompletten Berechenbarkeit unseres Lebens entfernt.
Ständig werden wir angehalten, unsere Zukunft zu planen, die Work-Life-Balance zu optimieren und an unserem Erfolg zu arbeiten.
Vince Ebert hält unserer planungsfixierten Gesellschaft den Spiegel vor, appelliert an Kreativität und Flexibilität und hinterfragt die typisch deutsche Überregulierung. Intelligent, spannend und lustig!

Book Information

Main Genre
Self-Help & Non-Fiction
Sub Genre
Personal Development
Format
Paperback
Pages
320
Price
17.50 €

Author Description

Vince Ebert, Jahrgang 1968, studierte Physik in Würzburg. Nach dem Studium arbeitete er in einer Unternehmensberatung und in der Marktforschung, bevor er 1998 seine Karriere als Kabarettist begann. Er ist bekannt aus TV-Sendungen wie Mitternachtsspitzen, Ottis Schlachthof, dem Quatsch Comedy Club und TV Total. Sein Anliegen: die Vermittlung wissenschaftlicher Zusammenhänge mit den Gesetzen des Humors. Mit seinem Programm "Physik ist sexy" (2004) machte er sich einen Namen als Wissenschaftskabarettist, der mit Wortwitz und Komik sowohl Laien als auch naturwissenschaftliches Fachpublikum unterhält. Mehr über den Autor und alle Tourtermine erfahren Sie unter: www.vince-ebert.de.

Posts

4
All
3.5

Der Zufall ist allgegenwärtig 😊👌🏼

Das ist mal eine humorvolle und zugleich tiefgründige Reflexion über die Unwägbarkeiten des Lebens. Mit scharfem Witz und klarem Blick zeigt er, dass Unsicherheiten und Zufälle nicht nur unvermeidlich, sondern oft auch wertvoll sind. Eine erfrischende Lektüre, die Wissen und Unterhaltung perfekt verbindet. Empfehlenswert für alle, die Spaß an Wissenschaft und intelligentem Humor haben. Manche Ausführungen waren für mich etwas langatmig, deshalb 3,5 Sterne.

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200 Seiten Geschwafel über Sachen, die eh schon jeder weiß, gepaart mit einem "Humor", der unterirdisch ist. Hätte vielleicht als Bühnenshow etwas mehr gerissen...

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„Unberechenbar“ von Vince Ebert versucht Humor mit Sachwissen zu verbinden, verfehlt aber beide Ziele. Flacher Boomerhumor, wissenschaftliche Ungenauigkeit, die in Falschaussagen münden und fragwürdige, unfundierte Aussagen zu Klimawandel und KI zeigen nicht nur schlechte Recherche, sondern lassen auch keinen Lesespaß aufkommen.

Ein gescheiterter Spagat zwischen Humor und Sachbuch: "Unberechenbar" von Vince Ebert versucht, eine Mischung aus Humor und Sachbuch zu sein, scheitert jedoch in beiden Kategorien. Ohne klaren roten Faden hangelt sich das Buch am Konzept des "Zufalls" entlang und wirkt dabei wie ein Frankenstein aus verschiedenen Teilen, die nicht harmonieren. Der Humor erinnert an Boomer-Witze, die oft flach fallen. Ein Beispiel: "Angeblich verbrennt ein vorgetäuschter Organismus mehr Kalorien, als wirklich einen zu haben. Das ist wahrscheinlich der Grund, weshalb Frauen ihn vorspielen" (S. 51). Humor ist zwar subjektiv, doch solche Witze verfehlen zumindest bei mir ihre Wirkung. Aber lernt man wenigstens etwas beim Lesen? Leider nein. Ebert zeigt eine bemerkenswert wissenschaftsfeindliche Einstellung, sowohl in seiner Herangehensweise als auch in seinen Inhalten. Ein erstes Warnsignal ist, dass er am Ende des Buches zwar einige Quellen nennt, aber dem Leser keine Möglichkeit gibt, diese mit seinen Aussagen zu verknüpfen. Dies führt zu für den Leser nicht leicht zu überprüfende Falschaussagen wie: "Es gibt übrigens wissenschaftliche Beweise, dass sich das männliche Testosteron lebensverkürzend auswirkt. So leben Eunuchen im Schnitt vierzehn Jahre länger als Nichtkastrierte" (S. 70). Vermutlich bezieht er sich hier auf die Studie von Min KJ, Lee CK, Park HN über die Lebensdauer koreanischer Eunuchen am Königshof zwischen dem 14. und 19. Jahrhundert. (The lifespan of Korean eunuchs. Curr Biol. 2012 Sep 25;22(18):R792-3. doi: 10.1016/j.cub.2012.06.036. PMID: 23017989) Dass diese eine höhere Lebenserwartung als die Normalbevölkerung hatten, liegt jedoch auf der Hand, wenn man ihre privilegierten Lebensumstände bedenkt. Zudem stützt er sich auf veraltete Deutungen, wie die klassische Interpretation des Marshmallow-Experiments (S. 79), die mittlerweile stark umstritten ist (siehe z.B. https://www.alltagsforschung.de/anlage-und-umwelt-marshmallow-test-in-der-kritik/). Er präsentiert Anekdoten als Studien, etwa das "Töpferkursexperiment" (S. 154), das lediglich auf eine Erzählung in "Art & Fear: Observations on the Perils (and Rewards) of Artmaking" von David Bayles und Ted Orland (1993) zurückgeht. Insgesamt wird deutlich, dass Ebert ein Kind seiner Zeit ist, mit fragwürdigen moralischen Einstellungen und ohne Rücksicht auf wissenschaftlichen Konsens oder konsistente Logik. So bezeichnet er Veganer als "die hisbollahartige Splittergruppe der Vegetarier" (S. 175) und verharmlost oder leugnet den Klimawandel. Auf S. 260 impliziert er, Klimaforscher sollten auf einen neuen Planeten umgesiedelt werden, um "nervige Miesmacher" loszuwerden. Es verwundert nicht, dass er keine Gründe sieht, die Menschheit in besondere Verantwortung zu nehmen: "Nachhaltigkeit ist Voodoo. Es gibt keine Nachhaltigkeit. [...] Wir können die Welt nicht retten. [...] Wenn uns etwas vernichten wird, dann ist es die Natur selbst." (S. 262) Hier empfehle ich "What We Owe the Future" (2022, William MacAskill), das sich wissenschaftlich deutlich fundierter mit diesem Thema auseinandersetzt und zu anderen Schlussfolgerungen kommt. Ebert behandelt eine große Bandbreite von Themen, und es wird offensichtlich, dass er kein Fachexperte ist. So behauptet er, je mehr Daten man sammle, desto größer würden Verzerrungen (S. 206), und desto schlechter könne man individuelle Verhaltensweisen herausfinden (S. 207). Beides sind klare Falschaussagen, mit denen er datenbasierte Wissenschaft herabwertet und sich auf ein "Man kann eh nichts machen, alles ist zufällig" zurückzieht. Besonders deutlich wird dies in seinen Thesen und Spekulationen über die Zukunft. Er behauptet, Computer müssten sterblich sein und Emotionen haben, um Intelligenz zu entwickeln (S. 215)—eine Aussage, die in Zeiten aktueller Sprachmodelle wie GPT-4o schlecht gealtert ist. Seine Aussage "Wenn Sie einen Computer fragen, was ein Bleistift und eine Musikkassette miteinander zu tun haben, scheitert er. Er kann nicht kreativ denken." (S. 211) ist heute widerlegt. Natürlich könnte man einwenden, dass dies 2016 noch nicht absehbar war. Doch ein Blick auf zeitgenössische Literatur wie "Superintelligence" (2014, Nick Bostrom)—ein absolutes Muss, wenn man ein Kapitel über KI veröffentlicht—zeigt, warum man sich nicht von aktuellen Limitationen einschränken lassen sollte, wenn es um zukünftige Entwicklungen geht. Zusammengefasst ist "Unberechenbar" ein Buch, das man nicht lesen muss. Es gibt zahlreiche bessere Werke, die Bildung und Humor vereinen, zum Beispiel "SuperFreakonomics" (2009, Steven Levitt & Stephen J. Dubner) oder "What If?" (2014, Randall Munroe). Wer klares Denken und gute Entscheidungen unter Unsicherheit treffen möchte, dem empfehle ich "The Scout Mindset" (2021, Julia Galef) oder, wenn man etwas mehr Zeit mitbringt, "Rationality: From AI to Zombies" (2015, Eliezer Yudkowsky).

4

Sehr gutes Buch zum Schmunzeln und Wundern wie Vince Ebert halt immer ;-)

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