Leben und Ansichten von Tristram Shandy, Gentleman

Leben und Ansichten von Tristram Shandy, Gentleman

Hardback
3.811
Walter ShandyAbschweifungenKriegYorick

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Description

Laurence Sterne zum 250. Todestag: Der witzigste, bizarrste und komischste Roman aller Zeiten, der Ur-Roman der Moderne in Michael Walters kongenialer Übertragung.

"Wo ist der Mann von Verstand und Geschmack, dessen Seele einen Sinn für die Launen des Genies, für Witz und Ironie, für attisches, britisches, Cervantisches, Rabelais’sches, und (was feiner und pikanter ist als alle vier übrigen Arten) für Yoricksches Salz hat; wo ist, sag ich, ein solcher Mann, in dessen Händen Tristram Shandy nicht schon wäre, der nicht lieber alle seine übrigen Bücher, und seinen Mantel und Kragen im Notfall dazu, verkaufen wollte, um dieses in seiner Art einzige, dieses mit allen seines Verfassers Wunderlichkeiten und Unarten dennoch unschätzbare Buch anzuschaffen, von Stund an zu seinem Leibbuch zu machen, und solange darin zu lesen, bis alle Seiten davon so abgegriffen und abgenutzt sind, dass er sich – zum größten Vergnügen des Verlegers – ein neues anschaffen muss?", fragte Christoph Martin Wieland im 18. Jahrhundert.

Und wir können heute unverändert dasselbe fragen: Ja, wo wäre er? Aber vor allem: Was hätte er die letzten Jahre gemacht, wenn er nicht so glänzend Englisch kann, dass er die genialisch-kniffligen Feinheiten und hochverzwickten Zweideutigkeiten des Originals versteht? Denn die einzig wirklich adäquate, die wahrhaft kongeniale Übersetzung dieses Ur-Buchs der komischen Literatur war jahrelang nicht lieferbar. Jetzt gibt es sie endlich wieder – als Teil der Laurence-Sterne-Werkausgabe und als einzelnen Band.

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Classics
Format
Hardback
Pages
848
Price
39.10 €

Author Description

Laurence Sterne (1713-1768) schrieb nur zwei literarische Bücher. Beide aber machten weltweit Furore wie kaum je andere: Leben und Ansichten von Tristram Shandy, Gentleman (1759-1767) und Eine empfindsame Reise durch Frankreich und Italien. Von Mr. Yorick (1768). Er gilt (zu Recht) als Urvater des modernen Romans, seine Verehrer sind zahllos (um nur einige nicht-britische zu nennen: Lessing, Wieland, Diderot, Goethe, Jean Paul, Thomas Mann, Sigmund Freud, Nabokov, Arno Schmidt, Italo Calvino, Javier Marias). Seine Bücher sind seit Erscheinen Grundbestand jedes guten Bücherschranks.

Posts

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All
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As novels go, Sterne's book is one of the most outstanding I ever 'met' so far. Its main characteristic is that it doesn't get anywhere and is, mostly, a series of wild-running digressions posing as a fictitious autobiography. It is annoying and frustrating, and absolutely hilarious, to wrestle with this. This graphic novel fully lives up to the wild goose chase the original is. As often is the case with pictures, they manage to tell pages of ramblings in one or two frames which is why the reproductions is astoundingly complete. You have Tristram Shandy, the narrative voice, scrambling in and out of the frames of the anecdotes, dragging along a group of hypothetical readers who are being monologued at in the same way as in the novel - only they have to endure physically what is only imaginary in the original novel. And the authors of the graphic novel actually added another layer because here there is 'the author (of the graphic novel) and his dog' also following Tristram Shandy, offering literary criticism and comments on the reception history and interpretations. This may sound 'educational', but never is because author and dog suffer just as much from having to run after Tristran Shandy as the hypothetical readers. The style of drawings is a bit raw and vulgarly explicit in a way that fits Sterne's novel from the 18th century surprisingly well. This, I think, could be a great first contact opportunity with Tristram Shandy.

5

How I met your mother, als Buch...

... Stimmt natürlich nicht ganz. Aber so wie Ted Mosby seinen Kindern von der Mutter erzählen will und dabei vom hundertsten ins tausendste kommt, so erzählt Tristram Shandy von seinem Leben und seinen Ansichten und Mann erfährt alles, außer: Sein Leben und seine Ansichten. Während er ständig abschweift, zieht der Roman schamlos jedes literarische Stilmittel durch den Kakao und das mit sehr viel Humor. Da kommt das Vorwort erst mitten drin, denn jetzt hat der Held endlich mal kurz Zeit für sowas, da gerät die Kapitelnummerierung durcheinander, aber die ist ja eh nur so ne öde Konvention. Mit 1616 Seiten war das das dickste Werk, was ich je gelesen hab. Ich würde daher eine Ausgabe in mehreren Bänden empfehlen, den das wäre rückblickend einfacher gewesen. Soweit ich weiß, ist Haffmanns der einzige Verlag bei dessen Übersetzung die Gedankenstriche korrekt übernommen worden sind. Sexuelle Themen sind Tristan unangenehm und dann gibt's zeilenweise nur Gedankenstriche, weil er es einfach nicht über die Lippen bringt. Wenn man die weglässt oder kürzt, wäre das doch schade. Tldr: Großer Spaß, für Leute, die mit Literaturparodie was anfangen können. Literarisches Meisterwerk. Sehr umfangreich.

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