Reise durch ein fremdes Land

Reise durch ein fremdes Land

Hardback
4.117
Johnny CashErlösungVerlustSunderland

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Description

Von Beruf Fotograf sieht Tom die durch den Winter zum Erliegen gekommene Welt um sich herum wie durch die Linse seiner Kamera. Schon immer hat er sein Leben auf diese Art betrachtet, und so ist es nicht weiter verwunderlich, dass er es anhand von Fotografien erzählen kann. All diese Bilder kommen ihm nun in den Sinn: das erste Foto, das er von seiner Frau geschossen hat, die Aufnahmen von Familienfeiern, die ihm seinen Lebensunterhalt sichern, und diejenigen, die er stets zu machen geträumt hat, Fotos jenseits der gängigen Sehgewohnheiten. Tom hat sich längst damit abgefunden, dass er kein großer Künstler ist. Doch wie soll er damit leben, dass er kein perfekter Ehemann ist? Und dass er vor allem seinem anderen, seinem ältesten Sohn Daniel kein guter Vater war? Tief in seiner Kamera versteckt, gibt es ein Foto von Daniel, das Toms ganze Schuld und ganzes Leid zeigt. Je intensiver Toms innere Zwiegespräche mit Daniel auf dieser Reise werden, desto mehr hofft er, Erlösung und Vergebung zu finden. Mit großer sprachlicher Intensität erzählt David Park von einem Mann, der fast an sich und seinem Schicksal zerbricht. »David Park ist ein großartiger Autor, der die Symbolik [der vereisten Welt als Seelenlandschaft] zur eindrücklichen Rahmung dieser Intimgeschichte nutzt.« WDR 5 BÜCHER

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
N/A
Format
Hardback
Pages
200
Price
20.00 €

Author Description

DAVID PARK, 1953 in Belfast geboren, ist ein für sein umfangreiches Werk vielfach ausgezeichneter Schriftsteller; u. a. erhielt er den Major Individual Artist Award vom Arts Council of Northern Ireland und stand dreimal auf der Shortlist für den Irish Novel of the Year Award. David Park lebt in County Down in Nordirland.

Posts

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All
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In ruhiger, melancholischer Erzählweise begleiten wir Tom auf dem Weg, um seinen kranken Sohn Luke zum Weihnachtsfest nach Hause zu holen. Es ist eine Reise durch verschneite Landschaften, aber auch eine Reise zu sich selbst. Eine Reise auch bestehend aus Dialogen mit dem zweiten, verschwundenen Sohn Daniel und aus Fragen, Zweifeln, Verlust, Trauer, Ängsten, Fehlern und der Suche nach Schuld, Vergebung und Loslassen. Ein Buch, das Aufmerksamkeit und Zeit zum Lesen braucht und auch verdient hat.

4

Wir folgen einem zunächst fremden Vater auf dem Weg durch das verschneite Nord-England . Wir folgen ihm aber hauptsächlich nach innen, in seine Gedankengänge, deren nicht immer leicht zu folgen ist. Was eher mühsam beginnt, nimmt mehr und mehr Fahrt auf, um schliesslich das offenbart, was lange im Innern versteckt und gemieden wurde, um erst am Schluss wirklich Erlösung zu finden!

5

„Alles ist verborgen, auch die Geheimnisse, die ich tief in mir festhalte, damit sie nicht ans Licht geraten, und die Welt dehnt sich so endlos, dass sie sich nicht in ein einzelnes Bild fassen lässt und ich die Augen nur zusammenkneife, um sie vor dem Schneegestöber zu schützen.“ Fotograf Tom macht sich auf die Reise, seinen Sohn Luke nach Hause zu holen. Luke, krank und allein in der studentischen Wohngemeinschaft, hat vergeblich versucht, einen Flug nach Hause zu bekommen. Und gerade dieses gemeinsame Weihnachtsfest erscheint der Familie so wichtig. Während Mutter Lorna und Tochter Lilly zu Hause besorgt letzte Vorbereitungen treffen, macht sich Tom durch die winterliche Landschaft auf den Weg. Eine Reise voller gedanklicher Bilder, Episoden und vor allem der Frage, warum Tom seinem ältesten Sohn Daniel kein guter Vater sein konnte, beginnt. Leise und sehr sensibel erzählt dieser Roman die tragische Geschichte einer Familie, die versucht, einen leeren Platz mit Normalität zu füllen, Zuversicht und Beständigkeit zu leben. Tom, den wir die ganze Reise begleiten, wirkt über lange Passagen gar als könnte er die Tragik nicht greifen, und ist dennoch glaubhaft gezeichnet. Und so entblättert sich langsam die Geschichte um einen Familienvater, der innerlich zerrissen ist, und einen Sohn, der keinen Halt im Leben gefunden hat. Ein Roman, der mich sowohl mit seiner Geschichte als auch mit seiner Sprache überzeugt hat.

4

Dieses Buch war für mich nicht einfach zu lesen. Es hat mich leider immer wieder stark getriggert - ich hätte mir am Anfang des Buches eine Triggerwarnung gewünscht. Die Geschichte ist ein Roadtrip. Tom Fotograf und Familienvater, macht sich kurz vor Weihnachten zu einer sehr langen Autofahrt auf, um seinen erkrankten Sohn nach Hause zu holen, der an seinem Stundienort festsitzt, nachdem wegen Schnee die Flughäfen geschlossen sind. Während dieser Reise macht er sich Gedanken über sein Leben, seine Familie und vor allem um seinen ältesten Sohn. Man begegnet in diesem Buch Schuld, Trauer, Verlust, Drogenkonsum usw., und obwohl eigentlich gar nichts passiert, außer dass Tom mit dem Auto fährt, hat das Buch wirklich viel Tiefe. Ich fand es anfangs ein bißchen albern, wie viel Theater Tom und seine Frau um ihren erwachsenen Sohn machen, der anscheinend nichts weiter hat als eine profane Erkältung. Aber im Laufe der Geschichte konnte ich das verstehen - und das fand ich wirklich gut gemacht! Ich möchte euch das Buch empfehlen, auch wenn es für mich emotional grenzwertig war. Aber es ist toll geschrieben - und es steckt so viel mehr in dieser Geschichte als auf den ersten Blick zu erkennen ist.

5

Eine wunderbare Geschichte, nicht nur durch die Schneelandschaft im Norden Großbritanniens, sondern auch durch die Gedanken eines Vaters. Wild, ruhelos, melancholisch, traurig. Der Vater schwankt zwischen dem Hier und der Vergangenheit. Stellt und beantwortet sich selbst Fragen seines Lebens, des Lebens eines Vaters und des Lebens von Eltern. Besonders gut passt zur Erzählung, dass das Buch nicht in Kapitel unterteilt ist, sondern einfach die ganze Reise- die paar Stuben- am Stück erzählt werden. Man möchte das Buch deshalb fast in einem Zuge durchlesen, doch es lohnt sich inne zu halten und die Reise und die Gedanken auf sich wirken zu lassen. Die Sprache ist selbst nicht besonders poetisch, schafft es aber mit Bildern- aus Sicht des Vaters, der Fotografien beschreibt- doch poetisch zu sein. Dieses Buch, trotz all des Schmerzes, das es mit sich bringt, lohnt es zu lesen!

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