Träume von Jamaika
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Description
Ein Zurück zu den alten Formationen scheint jedenfalls nicht möglich. Deutschland ist kein Land klassischer Koalitionen mehr. Die großen industriegesellschaftlichen Kollektive schrumpfen dahin. Die Verbindlichkeiten in Lebenswelten, Glaubensüberzeugungen und Weltanschauungen haben sich verflüchtig, ohne dass die Wünsche nach Orientierungen und Sicherheiten verschwunden sind. In den sozialen Souterrains der Republik entstehen neue subproletarische Lebensverhältnisse; in der Beletage des Landes breitet sich eine veränderte Bürgerlichkeit aus. Die traditionellen politischen Muster von Adenauer über Brandt bis Kohl verlieren infolgedessen mehr und mehr an Gültigkeit und Rückhalt.
Aber wohin führt die Entwicklung? Schon die Fußball-WM im Sommer 2006 hat es deutlich gezeigt: Die Deutschen wären nach Jahren der Depression und Tristesse nur zu gerne heiter und unbeschwert. Und so träumt auch der eine oder andere in der Politik von neuen, bunteren Paarungen, vom lustvollen politisch-kulturellen Experiment in den Farben von Jamaika. Damit wäre die Wiedervereinigung des deutschen Bürgertums vollzogen, würde ein Bogen gespannt vom grünen Neubürgertum bis zum schwarz-gelben Altbürgertum.
Vom Wandel des Landes handelt dieses Buch. Sein Autor dringt mit analytischen Betrachtungen in die gesellschaftlichen und politischen Tiefenschichten des Übergangs ein. Er blickt auf die Geschichte, analysiert die Gegenwart und reflektiert über die Zukunft der deutschen Republik.
Book Information
Author Description
Franz Walter, geb. 1956 im westfälischen Steinheim, ist Professor für Politikwissenschaft an der Universität Göttingen. Er ist Verfasser von mehreren Standardwerken zur Entwicklung der Parteien und einer der profiliertesten politischen Publizisten der Republik. Walter veröffentlicht regelmäßig u.a. in Der Spiegel, Spiegel Online, Süddeutsche Zeitung, Frankfurter _Rundschau, Die Welt _ und die tageszeitung.Im Frühjahr 2006 erschien sein Buch Die Ziellose Republik. Gezeitenwandel in Gesellschaft und Politik (KiWi 946).
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Ein Zurück zu den alten Formationen scheint jedenfalls nicht möglich. Deutschland ist kein Land klassischer Koalitionen mehr. Die großen industriegesellschaftlichen Kollektive schrumpfen dahin. Die Verbindlichkeiten in Lebenswelten, Glaubensüberzeugungen und Weltanschauungen haben sich verflüchtig, ohne dass die Wünsche nach Orientierungen und Sicherheiten verschwunden sind. In den sozialen Souterrains der Republik entstehen neue subproletarische Lebensverhältnisse; in der Beletage des Landes breitet sich eine veränderte Bürgerlichkeit aus. Die traditionellen politischen Muster von Adenauer über Brandt bis Kohl verlieren infolgedessen mehr und mehr an Gültigkeit und Rückhalt.
Aber wohin führt die Entwicklung? Schon die Fußball-WM im Sommer 2006 hat es deutlich gezeigt: Die Deutschen wären nach Jahren der Depression und Tristesse nur zu gerne heiter und unbeschwert. Und so träumt auch der eine oder andere in der Politik von neuen, bunteren Paarungen, vom lustvollen politisch-kulturellen Experiment in den Farben von Jamaika. Damit wäre die Wiedervereinigung des deutschen Bürgertums vollzogen, würde ein Bogen gespannt vom grünen Neubürgertum bis zum schwarz-gelben Altbürgertum.
Vom Wandel des Landes handelt dieses Buch. Sein Autor dringt mit analytischen Betrachtungen in die gesellschaftlichen und politischen Tiefenschichten des Übergangs ein. Er blickt auf die Geschichte, analysiert die Gegenwart und reflektiert über die Zukunft der deutschen Republik.
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Franz Walter, geb. 1956 im westfälischen Steinheim, ist Professor für Politikwissenschaft an der Universität Göttingen. Er ist Verfasser von mehreren Standardwerken zur Entwicklung der Parteien und einer der profiliertesten politischen Publizisten der Republik. Walter veröffentlicht regelmäßig u.a. in Der Spiegel, Spiegel Online, Süddeutsche Zeitung, Frankfurter _Rundschau, Die Welt _ und die tageszeitung.Im Frühjahr 2006 erschien sein Buch Die Ziellose Republik. Gezeitenwandel in Gesellschaft und Politik (KiWi 946).



