Tim und Struppi: Tim im Lande der Sowjets
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Description
Das allererste Abenteuer von Tim und Struppi
Dieses Abenteuer ist das erste, das Tim und Struppi erlebt haben. Es erschien erstmals im
Januar 1929
, und Tim reist darin in die
Sowjetunion
, um als Reporter von den dortigen Zuständen zu berichten. Die Zeichnungen unterscheiden sich noch stark von denen der anderen Abenteuer und sind nur in
schwarz-weiß.
Eine turbulente Reise durch die Geschichte
Tim liefert sich darin ein Katz-und Maus-Spiel mit einem
sowjetischen Geheimpolizisten
und deckt bei seiner Reise durch Russland die Schwächen des Kommunismus auf: eine marode Wirtschaft, keine freien Wahlen und politische Unterdrückung. Bei seiner Rückkehr nach Brüssel am Ende des Albums wird er begeistert empfangen.
Politisches Statement oder Jugendsünde?
"Tim im Lande der Sowjets" ist ein sehr politisches Album, das ganz im Zeichen des Anti-Kommunismus steht. Über viele Jahrzehnte nach seinem Erstabdruck war dieses Abenteuer nicht verfügbar, bis es schließlich Anfang der 1970er Jahre offiziell nachgedruckt wurde. Es bietet einen faszinierenden Einblick in die damalige Sichtweise auf die Sowjetunion und ist ein wertvolles Zeitdokument. Hergé selbst aber hat es später als "Jugendsünde" bezeichnet.
Book Information
Author Description
Hergé, mit bürgerlichem Namen Georges Remi, wurde 1907 in Etterbeek bei Brüssel geboren. Seine erste Zeichnung veröffentlichte er 1921 in der Zeitschrift "Jamais assez", und in den folgenden Jahren fertigte er vor allem für belgische Pfadfinder-Zeitschriften Illustrationen und Vignetten an. 1924 zeichnete er mit "Les Aventures de Totor" seine erste Bildergeschichten-Serie, in der er im Laufe der nächsten Jahre immer häufiger auf formsprachliche Elemente US-amerikanischer Zeitungs-Strips zurückgriff. So tauchten zum Beispiel Sprechblasen in seinen Zeichnungen auf, die von den beigestellten Versen abweichende Dialogtexte enthielten. Am 10. Januar 1929 schließlich erschien in "Le Petit Vingtiéme" die erste Folge einer Geschichte mit dem Titel "Tintin, Reporter du Petit Vingtiéme, au Pays de Soviets": das erste Abenteuer von "Tim und Struppi". Schon im Jahr darauf veröffentlichte Hergé mit "Stups und Steppke" eine zweite Serie in "Le Petit Vingtiéme", außerdem zeichnete er zu dieser Zeit sämtliche Illustrationen und Titelblätter des wöchentlichen Magazins, für dessen Gestaltung er allein verantwortlich war. Aufgrund der großen Popularität, die "Tim und Struppi" genoss, wurden die Abenteuer des Reporters und seines Foxterriers ab 1930 jeweils nach Beendigung des Vorabdrucks im Magazin als Album herausgegeben. 1931 begann Hergé mit der kurzlebigen Serie "Paul und Virginia bei den Langohrindianern", 1936 liefen die etwas erfolgreicheren Abenteuer von "Jo, Jette und Jocko" in "Le petit Vingtiéme" an. Dann warf der II. Weltkrieg seine Schatten voraus: "Jo, Jette und Jocko" wurde am 24. September 1939 mitten in der Handlung abgebrochen, das aktuelle "Tim und Struppi"-Abenteuer "Im Reiche des Schwarzen Goldes" lief noch bis zum 8. Mai 1940 weiter, blieb dann aber ebenfalls zunächst unvollendet liegen. Noch im selben Jahr erhielt Hergé das Angebot, "Tim und Struppi" für "Le Soir" weiterzuzeichnen. So erschien am 17. Oktober die erste Folge von "Die Krabbe mit den goldenen Scheren" in der auflagenstarken katholisch-konservativen Tageszeitung. Sein von der Papierrationierung betroffener Verleger Casterman bat Hergé, den Umfang seiner Alben zu reduzieren, dafür sollten die bisher schwarzweißen Comics in Zukunft farbig gedruckt werden. Da diese Regelung auch für alle bereits erschienenen Alben galt, musste Hergé, um den plötzlich gestiegenen Arbeitsaufwand zu bewerkstelligen, erstmals Assistenten beschäftigen. Seine ersten Mitarbeiter wurden Alice Devos und Edgar P. Jacobs. Nach dem Krieg nahm die Arbeit nicht ab, im Gegenteil: Am 26. September 1946 erschien die erste Ausgabe der flämischen Version der Zeitschrift "Tintin", am 28. Oktober 1948 folgte das französische Gegenstück. Die farbigen "Tim und Struppi"-Alben verkauften sich besser als die schwarzweißen, Hergés Verantwortungsgefühl wuchs mit jedem neuen Abenteuer, gründliche Recherchen nahmen im Arbeitsprozess einen immer größeren Raum ein. All das führte 1950 zur Gründung des Studio Hergé. Zu seinen kreativsten Mitarbeitern zählten im Laufe der Jahre neben Jacobs vor allem Bob de Moor, Jacques Martin und Roger Leloup. Mit seiner klaren Linienführung, der "Ligne claire", wurde Hergé zum einflussreichsten Comic-Künstler Europas. Er starb 1983. In seinem Testament hatte Hergé verfügt, dass "Tim und Struppi" von keinem anderen Zeichner weitergeführt werden dürfe. Eine letzte, vor seinem Tod nicht mehr fertig gestellte Geschichte mit dem Titel "Tim und die Alpha-Kunst" wurde 1986 als Fragment veröffentlicht.
Posts
Beginn vieler toller Geschichten. Hier aber viel Propaganda dabei. Man muss es im zeitlichen Kontext lesen. Für Fans spannend, den Beginn der Reise von Tim und Struppi zu erleben.
lesen_mit_jonas - instagram Hergé - ,,Tim im Land der Sowjets" Im Jahre 1929 konnte man das erste Abenteuer von,,Tim", dem Journalisten und seinem kleinen Hund ,,Struppi" lesen. 1930 erschien es erstmals in gebundener Form in seiner Gänze. Für seine erste Reise besucht der Mann aus Brüssel die kommunistische Sowjetunion, um zu recherchieren wie es in diesem Land abläuft. Sein Ziel ist Moskau. Die Reise dahin ist schon sehr beschwerlich. Er steht unter ständiger Beobachtung durch den Geheimdienst. Aber ,,Tim" findet mit seinem Hund ,,Struppi" immer wieder einen Ausweg, aus scheinbar unlösbaren Problemen. Das ganze ist ziemlich grob und rudimentär in schwarz - weiß gezeichnet. Die Story strotzt leider nur so vor Klischees. Es ist ganz eindeutig welche Seite gut und welche böse ist. Alle Sowjets werden als sehr brutal und ziemlich dumm dargestellt. Natürlich muss man dies in den damaligen Kontext setzen. Als Quelle für die Geschichte nutzte ,,Hergé" eine im nachhinein ziemlich einseitiges recherchiertes Buch eines Journalisten über die zustände im Ostblock, wie im Vorwortangemerkt wird. Im Nachhinein wurde das Buch lange Zeit nicht mehr gedruckt, da das Buch aus Sicht des Autors viel zu einseitig dargestellt wurden ist. Es ist ein interessanter Blick in die Geschichte, wenn man dieses Heft liest. Die Propaganda auf beiden Seiten wird hier sehr ersichtlich. Ich bin trotzdem froh den Beginn dieser Figur gelesen zu haben. Keine besonders gute Geschichte, aber trotzdem der Anfang einer tollen und spannenden Comicfigur, die mich als Kind besonders in den Verfilmungen begeistern konnte. Für Leute, die gerne den Ursprung der Figur erkunden möchten sicherlich eine Empfehlung. Als Geschichte allerdings kein Meisterwerk.

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Das allererste Abenteuer von Tim und Struppi
Dieses Abenteuer ist das erste, das Tim und Struppi erlebt haben. Es erschien erstmals im
Januar 1929
, und Tim reist darin in die
Sowjetunion
, um als Reporter von den dortigen Zuständen zu berichten. Die Zeichnungen unterscheiden sich noch stark von denen der anderen Abenteuer und sind nur in
schwarz-weiß.
Eine turbulente Reise durch die Geschichte
Tim liefert sich darin ein Katz-und Maus-Spiel mit einem
sowjetischen Geheimpolizisten
und deckt bei seiner Reise durch Russland die Schwächen des Kommunismus auf: eine marode Wirtschaft, keine freien Wahlen und politische Unterdrückung. Bei seiner Rückkehr nach Brüssel am Ende des Albums wird er begeistert empfangen.
Politisches Statement oder Jugendsünde?
"Tim im Lande der Sowjets" ist ein sehr politisches Album, das ganz im Zeichen des Anti-Kommunismus steht. Über viele Jahrzehnte nach seinem Erstabdruck war dieses Abenteuer nicht verfügbar, bis es schließlich Anfang der 1970er Jahre offiziell nachgedruckt wurde. Es bietet einen faszinierenden Einblick in die damalige Sichtweise auf die Sowjetunion und ist ein wertvolles Zeitdokument. Hergé selbst aber hat es später als "Jugendsünde" bezeichnet.
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Author Description
Hergé, mit bürgerlichem Namen Georges Remi, wurde 1907 in Etterbeek bei Brüssel geboren. Seine erste Zeichnung veröffentlichte er 1921 in der Zeitschrift "Jamais assez", und in den folgenden Jahren fertigte er vor allem für belgische Pfadfinder-Zeitschriften Illustrationen und Vignetten an. 1924 zeichnete er mit "Les Aventures de Totor" seine erste Bildergeschichten-Serie, in der er im Laufe der nächsten Jahre immer häufiger auf formsprachliche Elemente US-amerikanischer Zeitungs-Strips zurückgriff. So tauchten zum Beispiel Sprechblasen in seinen Zeichnungen auf, die von den beigestellten Versen abweichende Dialogtexte enthielten. Am 10. Januar 1929 schließlich erschien in "Le Petit Vingtiéme" die erste Folge einer Geschichte mit dem Titel "Tintin, Reporter du Petit Vingtiéme, au Pays de Soviets": das erste Abenteuer von "Tim und Struppi". Schon im Jahr darauf veröffentlichte Hergé mit "Stups und Steppke" eine zweite Serie in "Le Petit Vingtiéme", außerdem zeichnete er zu dieser Zeit sämtliche Illustrationen und Titelblätter des wöchentlichen Magazins, für dessen Gestaltung er allein verantwortlich war. Aufgrund der großen Popularität, die "Tim und Struppi" genoss, wurden die Abenteuer des Reporters und seines Foxterriers ab 1930 jeweils nach Beendigung des Vorabdrucks im Magazin als Album herausgegeben. 1931 begann Hergé mit der kurzlebigen Serie "Paul und Virginia bei den Langohrindianern", 1936 liefen die etwas erfolgreicheren Abenteuer von "Jo, Jette und Jocko" in "Le petit Vingtiéme" an. Dann warf der II. Weltkrieg seine Schatten voraus: "Jo, Jette und Jocko" wurde am 24. September 1939 mitten in der Handlung abgebrochen, das aktuelle "Tim und Struppi"-Abenteuer "Im Reiche des Schwarzen Goldes" lief noch bis zum 8. Mai 1940 weiter, blieb dann aber ebenfalls zunächst unvollendet liegen. Noch im selben Jahr erhielt Hergé das Angebot, "Tim und Struppi" für "Le Soir" weiterzuzeichnen. So erschien am 17. Oktober die erste Folge von "Die Krabbe mit den goldenen Scheren" in der auflagenstarken katholisch-konservativen Tageszeitung. Sein von der Papierrationierung betroffener Verleger Casterman bat Hergé, den Umfang seiner Alben zu reduzieren, dafür sollten die bisher schwarzweißen Comics in Zukunft farbig gedruckt werden. Da diese Regelung auch für alle bereits erschienenen Alben galt, musste Hergé, um den plötzlich gestiegenen Arbeitsaufwand zu bewerkstelligen, erstmals Assistenten beschäftigen. Seine ersten Mitarbeiter wurden Alice Devos und Edgar P. Jacobs. Nach dem Krieg nahm die Arbeit nicht ab, im Gegenteil: Am 26. September 1946 erschien die erste Ausgabe der flämischen Version der Zeitschrift "Tintin", am 28. Oktober 1948 folgte das französische Gegenstück. Die farbigen "Tim und Struppi"-Alben verkauften sich besser als die schwarzweißen, Hergés Verantwortungsgefühl wuchs mit jedem neuen Abenteuer, gründliche Recherchen nahmen im Arbeitsprozess einen immer größeren Raum ein. All das führte 1950 zur Gründung des Studio Hergé. Zu seinen kreativsten Mitarbeitern zählten im Laufe der Jahre neben Jacobs vor allem Bob de Moor, Jacques Martin und Roger Leloup. Mit seiner klaren Linienführung, der "Ligne claire", wurde Hergé zum einflussreichsten Comic-Künstler Europas. Er starb 1983. In seinem Testament hatte Hergé verfügt, dass "Tim und Struppi" von keinem anderen Zeichner weitergeführt werden dürfe. Eine letzte, vor seinem Tod nicht mehr fertig gestellte Geschichte mit dem Titel "Tim und die Alpha-Kunst" wurde 1986 als Fragment veröffentlicht.
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Beginn vieler toller Geschichten. Hier aber viel Propaganda dabei. Man muss es im zeitlichen Kontext lesen. Für Fans spannend, den Beginn der Reise von Tim und Struppi zu erleben.
lesen_mit_jonas - instagram Hergé - ,,Tim im Land der Sowjets" Im Jahre 1929 konnte man das erste Abenteuer von,,Tim", dem Journalisten und seinem kleinen Hund ,,Struppi" lesen. 1930 erschien es erstmals in gebundener Form in seiner Gänze. Für seine erste Reise besucht der Mann aus Brüssel die kommunistische Sowjetunion, um zu recherchieren wie es in diesem Land abläuft. Sein Ziel ist Moskau. Die Reise dahin ist schon sehr beschwerlich. Er steht unter ständiger Beobachtung durch den Geheimdienst. Aber ,,Tim" findet mit seinem Hund ,,Struppi" immer wieder einen Ausweg, aus scheinbar unlösbaren Problemen. Das ganze ist ziemlich grob und rudimentär in schwarz - weiß gezeichnet. Die Story strotzt leider nur so vor Klischees. Es ist ganz eindeutig welche Seite gut und welche böse ist. Alle Sowjets werden als sehr brutal und ziemlich dumm dargestellt. Natürlich muss man dies in den damaligen Kontext setzen. Als Quelle für die Geschichte nutzte ,,Hergé" eine im nachhinein ziemlich einseitiges recherchiertes Buch eines Journalisten über die zustände im Ostblock, wie im Vorwortangemerkt wird. Im Nachhinein wurde das Buch lange Zeit nicht mehr gedruckt, da das Buch aus Sicht des Autors viel zu einseitig dargestellt wurden ist. Es ist ein interessanter Blick in die Geschichte, wenn man dieses Heft liest. Die Propaganda auf beiden Seiten wird hier sehr ersichtlich. Ich bin trotzdem froh den Beginn dieser Figur gelesen zu haben. Keine besonders gute Geschichte, aber trotzdem der Anfang einer tollen und spannenden Comicfigur, die mich als Kind besonders in den Verfilmungen begeistern konnte. Für Leute, die gerne den Ursprung der Figur erkunden möchten sicherlich eine Empfehlung. Als Geschichte allerdings kein Meisterwerk.





