The Yield

The Yield

Hardback
4.134

By using these links, you support READO. We receive an affiliate commission without any additional costs to you.

Description

Winner of the 2020 Miles Franklin Literary Award and 2021 Kate Challis RAKA Award! "A beautifully written novel that puts language at the heart of remembering the past and understanding the present."—Kate Morton“A groundbreaking novel for black and white Australia.”—Richard Flanagan, Man Booker Prize winning author of The Narrow Road to the Deep NorthA young Australian woman searches for her grandfather's dictionary, the key to halting a mining company from destroying her family's home and ancestral land in this exquisitely written, heartbreaking, yet hopeful novel of culture, language, tradition, suffering, and empowerment in the tradition of Louise Erdrich, Sandra Cisneros, and Amy Harmon. Knowing that he will soon die, Albert “Poppy” Gondiwindi has one final task he must fulfill. A member of the indigenous Wiradjuri tribe, he has spent his adult life in Prosperous House and the town of Massacre Plains, a small enclave on the banks of the Murrumby River. Before he takes his last breath, Poppy is determined to pass on the language of his people, the traditions of his ancestors, and everything that was ever remembered by those who came before him. The land itself aids him; he finds the words on the wind.After his passing, Poppy’s granddaughter, August, returns home from Europe, where she has lived the past ten years, to attend his burial. Her overwhelming grief is compounded by the pain, anger, and sadness of memory—of growing up in poverty before her mother’s incarceration, of the racism she and her people endured, of the mysterious disappearance of her sister when they were children; an event that has haunted her and changed her life. Her homecoming is bittersweet as she confronts the love of her kin and news that Prosperous is to be repossessed by a mining company. Determined to make amends and honor Poppy and her family, she vows to save their land—a quest guided by the voice of her grandfather that leads into the past, the stories of her people, the secrets of the river.Told in three masterfully woven narratives, The Yield is a celebration of language and an exploration of what makes a place "home." A story of a people and a culture dispossessed, it is also a joyful reminder of what once was and what endures—a powerful reclaiming of Indigenous language, storytelling, and identity, that offers hope for the future.

Book Information

Main Genre
Historical Novels
Sub Genre
N/A
Format
Hardback
Pages
352
Price
27.00 €

Posts

6
All
5

Bewegend, klug und poetisch: ein Roman über Sprache, Verlust, Heimat und darüber, wie Widerstand in Worten weiterlebt.

5

Sollte man gelesen haben

Die Handlung zeigt sehr schön, wie transgenerationales Trauma immer weiter an die nächste Generation gegeben wird... August Gondiwindi begibt sich auf eine Reise zu ihrer aboriginalen Herkunft und muss ihr Zuhause retten. Sie muss dringend Beweise finden, dass der Boden ihres Grundstückes historisch relevant und dadurch geschützt ist. Das koloniale Trauma der australischen Natives ist eng mit den individuellen Traumen ihrer Familie verbunden. Denn auch individuelles Trauma hat oft seinen Ursprung in kollektiven Missständen. Ein Roman über Herkunft und Zugehörigkeit...und den Mut zu seiner Abstammung zu stehen. Für mich ein besonderes Buch, da hinten auch ein Wörterbuch mit aboriginalen Wörtern drin ist.

5

🌏 [Werbung. Rezensionsexemplar.] Rezension zu „Wie rote Erde“ von Tara June Winch, übersetzt von Juliane Lochner, erschienen am 6. Oktober 2022 im Haymon Verlag, Hardcover, 367 Seiten, 22,90€ Die aus Australien stammende Autorin Tara June Winch ist selbst Aboriginal - wer kann die Geschichte der Kolonisierung Australiens besser erzählen als die Menschen, die direkt davon betroffen sind? Ob in der Vergangenheit oder der Gegenwart ist da für mich zweitrangig, denn die brutale Historie der Kolonisierung zieht sich bis heute mit Rassismus und Hass durch die Gesellschaft. Der Roman „Wie rote Erde“ macht die Dringlichkeit einer Aufarbeitung sehr deutlich - sehr lohnenswert hierzu ist auch das Nachwort der Autorin. Was wurden für gravierende Fehler begangen, was wurde mit der indigenen Bevölkerung angestellt, welche Narben und Traumata wurden hinterlassen? In ihrem dritten Roman erzählt die Autorin poetisch, kraftvoll und eindringlich von Familie, Entwurzelung, über die Verbundenheit zur Natur, über Verzweiflung und Zorn. Sie erzählt aber auch von großer Hoffnung für das eigene Land, die Verwurzelung, einer verloren geglaubten Sprache und über indigene Kultur und Identität. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung für „Wie rote Erde“ von Tara June Winch. Ein Roman, der sich zu lesen lohnt, weil wir Leser*innen dadurch viel mehr Verständnis für indigene Bevölkerung bekommen. Wir müssen zuhören und lernen. 🌏 die komplette Rezension ist auf dem Blog

Post image
5

Authentische Einblicke in das Leben australischer Natives, raffiniert in drei Formen erzählt und durch Glossar und Nachwort abgerundet.

"Ich glaube, in diesem Land gibt es Trennlinien, die tiefer verlaufen als die Traumpfade. Der verschlossene Ort, der abgeschlossene Ort - der ngunba-ngidyala - wird zuallererst im Kopf gebaut, und dann breitet er sich aus." (aus dem Wörterbuch von Albert Gondiwindi) 10 Jahre ist es her, dass August, Nachfahrin von First Australiens, ihrer Heimat den Rücken gekehrt hat. Nun ist ihr Großvater gestorben und August kommt zurück nach Prosperous. "Dort beginnt eine Suche: nach Zugehörigkeit, die über Generationen andauert, dem Vermächtnis des Großvaters und aller vor ihr dagewesenen Menschen, nach einem Weg, die Erde ihres Landes zu retten." (Klappentext) Wie gern bin ich mit August auf Spurensuche gegangen! Das, worum es im Großen geht - die Zerrissenheit, das Entwurzeltsein der First Nations - spiegelt sich im Kleinen in ihrer Familiengeschichte, denn Augusts Schwester Jedda ist verschwunden und auch ihre Mutter ist nicht da, als August bei ihrer Nana eintrifft. Zu allem Überfluss wird auch noch das Haus der Großmutter durch den Bau einer Zinnmine bedroht. Nichts davon wirkt konstruiert, vielmehr hat Tara June Winch ihre Geschichte(n) - leider - mitten aus dem Leben Indigener Menschen gegriffen. Sie erzählt, was gehört werden muss, auch wenn es schmerzt. Doch nicht nur deshalb ist "Wie rote Erde" absolut lesenswert, sondern auch wegen seiner raffinierten Konstruktion und interessanten Erzählweise. Neben den Kapiteln über August gibt es welche, in denen ihr Großvater zu Wort kommt - in Form von persönlichen Wörterbucheinträgen, in denen er Wörter aus der Sprache seines Volkes erläutert. Über diese Einträge erhält man nicht nur faszinierende Einblicke in die Sprache der Widjuri, sondern erfährt auch einiges, was vorher Rätsel aufgab. Last but not least kommt Reverend Greenleaf in Form eines von ihm 1915 verfassten Briefes zu Wort, wodurch auch Blicke in die weiter zurückliegende Vergangenheit geworfen werden. Das alles wird gekonnt verknüpft und durch ein spannendes Nachwort der Autorin abgerundet. Am Ende gibt's ein Glossar, aus dem z.B. hervorgeht, warum ich oben nicht "aborigines" schrieb. Ein toller Roman also, Empfehlung! Übersetzt v. Juliane Lochner.

4

Poppy Gondiwindi ist gestorben. Seine Enkelin August kehrt deshalb in ihr Heimatdorf Massacre Plains in Prosperous Australien zurück. Obwohl noch jung blickt August auf ein bewegtes Leben zurück: als Kind wurden sie und ihre Schwester Jedda zu den Großeltern gebracht, nachdem ihre Eltern aufgrund des Anbaus von Marihuana ins Gefängnis mussten. Einige Jahre später schwand Jedda spurlos, ein Verlust der bis heute an allen Familienmitgliedern nagt. Zuhause angekommen erfährt August, dass Poppy ein Wörterbuch der Wiradjuri-Sprache zusammengestellt hat, aber es ist nirgends zu finden. Zudem soll muss ihre verwitwete Nana ihr Haus räumen, um Platz für eine Zinnmine zu machen. Der Roman wechselt dann zwischen Augusts Geschichte, Poppy Gondiwindis zutiefst persönlichen Wörterbucheinträgen und einem Brief aus dem Jahr 1915, geschrieben von dem deutschen Reverend, der als erster eine Mission der Aborigines in Massacre Plains gründete. Tara June Winch ist selbst Aborigine und eröffnet mit ihrem Roman einem breiten Publikum einen Einblick in die Kultur und Identität der Aborigines. Dabei legt sie ein besonders Augenmerk auf die Wichtigkeit der Sprache für die Kultur (wie die Autorin anmerkt gehört Australiens indigene Sprachen zu den gefährdeten der Welt). Durch Poppy Gondiwindis Wörterbuch erfahren wir viel von seiner eigenen Geschichte und wie diese mit den Traditionen seiner Vorfahren verwoben ist und stellen fest, dass das Historische und die Kultur die Persönlichkeit prägen. Das Buch thematisiert natürlich auch die schreckliche Behandlung der Aborigine: die Landenteignung, die Ausbeutung ,den sexuellen Missbrauch, den Hass, und die gestohlenen Kinder.

4

Poppy Gondiwindi ist gestorben. Seine Enkelin August kehrt deshalb in ihr Heimatdorf Massacre Plains in Prosperous Australien zurück. Obwohl noch jung blickt August auf ein bewegtes Leben zurück: als Kind wurden sie und ihre Schwester Jedda zu den Großeltern gebracht, nachdem ihre Eltern aufgrund des Anbaus von Marihuana ins Gefängnis mussten. Einige Jahre später schwand Jedda spurlos, ein Verlust der bis heute an allen Familienmitgliedern nagt. Zuhause angekommen erfährt August, dass Poppy ein Wörterbuch der Wiradjuri-Sprache zusammengestellt hat, aber es ist nirgends zu finden. Zudem soll muss ihre verwitwete Nana ihr Haus räumen, um Platz für eine Zinnmine zu machen. Der Roman wechselt dann zwischen Augusts Geschichte, Poppy Gondiwindis zutiefst persönlichen Wörterbucheinträgen und einem Brief aus dem Jahr 1915, geschrieben von dem deutschen Reverend, der als erster eine Mission der Aborigines in Massacre Plains gründete. Tara June Winch ist selbst Aborigine und eröffnet mit ihrem Roman einem breiten Publikum einen Einblick in die Kultur und Identität der Aborigines. Dabei legt sie ein besonders Augenmerk auf die Wichtigkeit der Sprache für die Kultur (wie die Autorin anmerkt gehört Australiens indigene Sprachen zu den gefährdeten der Welt). Durch Poppy Gondiwindis Wörterbuch erfahren wir viel von seiner eigenen Geschichte und wie diese mit den Traditionen seiner Vorfahren verwoben ist und stellen fest, dass das Historische und die Kultur die Persönlichkeit prägen. Das Buch thematisiert natürlich auch die schreckliche Behandlung der Aborigine: die Landenteignung, die Ausbeutung ,den sexuellen Missbrauch, den Hass, und die gestohlenen Kinder.

Create Post