The Performance

The Performance

Softcover
3.919

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Description

A novel about three women at turning points in their lives, and the one night that changes everything.

One night, three women go to the theater to see a play. Wildfires are burning in the hills outside, but inside the theater it is time for the performance to take over.

Margot is a successful, flinty professor on the cusp of retirement, distracted by her fraught relationship with her adult son and her ailing husband. After a traumatic past, Ivy is is now a philanthropist with a seemingly perfect life. Summer is a young drama student, an usher at the theater, and frantically worried for her girlfriend whose parents live in the fire zone.

While the performance unfolds on stage, so does the compelling trajectory that will bring these three women together, changing them all. Deliciously intimate and yet emotionally wide-ranging, The Performance is a novel that both explores the inner lives of women as it underscores the power of art and memory to transform us.

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
N/A
Format
Softcover
Pages
N/A
Price
15.50 €

Posts

7
All
5

Tolles Setting, Theaterstück und Gedankengänge der Frauen miteinander verbunden. "Ivy spürt einen Schauder durch das Theater gehen - der winzige Laut ist die reine Hoffnung, eine Erleichterung. Win! Winnie lächelt. Oh, dies ist ein glücklicher Tag." (S.251) Was für eine Überraschung. Dieses Buch war ein Coverkauf und ich hätte nicht gedacht, dass es mich so mitreist. Angezogen von den Farben und dem Titel, ich meine DIE Feuer sagt schon einges aus, habe ich zum Buch gegriffen. Drei Frauen, die in einem Theater sitzen, während draußen Buschfeuer wüten, klingt schon spannend. Doch dass es so spannend wird, dass ich es kaum aus der Hand legen konnte und nur so durch die Seiten geflogen bin, hätte ich nicht erwartet. Ich wurde gleich ins Geschehen geschmissen, erlebe, wie Margot etwas spät dran ist, sich durch die Reihen des Theaters schiebt und neben einem jungen Mann Platz nimmt. Sie ist Literaturprofessorin, kurz vor dem Ende ihrer Karriere und etwas reserviert. Summer, Platzanweiserin im Theater hat den Anfang des Stückes wieder verpasst, da sie heute für die Tür zuständig ist und wegen der Hitze viele Nachzügler gab. Sie ist eine junge Schauspielstudentin, arbeitet nebenher im Theater, hat Angststörungen und macht sich Sorgen um ihre Freundin April, die da draußen zu nah an den Feuern ist. Ivy ist eine wohlhabende Frau, Kunstmäzenin, junge Mutter und eine ehemalige Studentin von Margot. Sie ist Beckett-Fan, hat vom Theater zwei Freikarten geschenkt bekommen und sitzt nun mit ihrer besten Freundin Hilary im Theater. Alle drei Frauen fand ich unglaublich interessant und authentisch. Dadurch, dass mit jedem Kapitel eine neue Perspektive erzählt wurde, bin ich voller Spannung von einem Kapitel zum nächsten geflogen. Immer wieder lesen wir Bruchstücke vom Theater, welche dann dazu führen, dass die Gedanken der drei Frauen ins Laufen gebracht werden. Dadurch erfahre ich, dass Margot zwar kühl wirkt, aber das Innenleben voller ambivalenter Gefühle ist. Die Mutterschaft, die wachsende Distanz zum Sohn, das Leben mit einem dementen Ehemann, die Erlebnisse in der Kindheit, eine Karriere, die sie nicht beenden möchte. Summer, die innerlich unglaublich schwer zu kämpfen hat, der Klimawandel, verbunden mit dem schlechten Gewissen, selbst nicht genug zu tun, Diskriminierung, ohne genau zu wissen, wer ihr Vater ist und woher sie stammt, Panik- und Angststörungen, die ein Genießen des Lebens kaum möglich machen, Konzertbesuche immer verbunden mit Terror im Kopf. Und Ivy, die unerwartet zu viel Geld kam, große Schicksalsschläge hinter sich hat und nach außen trotzdem eine unglaubliche Ruhe ausstrahlt. Alle drei Frauen hatten Unebenheiten und Schönheiten. Ich hab das Innenleben der Frauen intensiv miterlebt und trotz der vielen Themen nicht als überladen empfunden. Ich hatte selbst das Gefühl, in einem Theater zu sitzen. Unglaublich überrascht hat mich die Pause, die sich voller Leben gefüllt hatte. Vorher habe ich eher leise die Gedanken beobachtet, in der Pause ein Gewusel gefühlt und am Ende wäre ich so gern aufgestanden und hätte applaudiert. Von mir eine klare Leseempfehlung.

5

Ein bereicherndes Buch, das ich gerne gelesen habe. Ein absolut spannender Aufbau durch die Verknüpfung des Theaterstücks und der Gedankengänge der drei Frauen.

3

Worum geht es? | In ihrem Roman ‚Die Feuer‘ (Originaltitel ‚The Performance‘; übersetzt von Eva Bonne) schreibt Claire Thomas abwechselnd aus der Perspektive von drei Frauen, die sich in Melbourne eine Aufführung des Theaterstück ‚Happy Days‘ von Samuel Beckett ansehen während in Australien Waldbrände wüten. Während der Aufführung erleben Leser:innen die Gedankenwelt der drei ganz verschiedenen Frauen: Prof. Dr. Margot Pierce, eine Literaturprofessorin, die kurz vor der Rente steht, sich in ihre Großmutterrolle nicht einfinden kann und von ihrem dezenten Mann häuslicher Gewalt ausgesetzt ist. Summer, eine Anfang 20-jährige Schauspiel-Studentin mit Angststörung, die ihren Vater nicht kennt und deren Freundin April auf dem Weg in die Feuer zur Rettung ihrer Familie ist. Ivy, eine erfolgreiche Geschäftsfrau und Kunstmäzin, die mit nach mehr als 16 Jahren nach wie vor mit dem plötzlichen Kindtod ihres 1. Kindes kämpft, ein kleinen Sohn hat , mit ihrer besten Freundin Hilary im Theater ist und beide ehemalige Studentinnen von Margot sind. Die Informationen zu den drei Charakteren liefert die Autorin sukzessive und aus der Gedankenwelt ergibt sich zunehmend klareres Bild der jeweiligen Frau, ohne dass dieses jemals vollständig werden wird. Dies ist sicherlich auch nicht der Anspruch der Autorin. Als verbindender Handlungsstrang wird das Theaterstück zwischen den Gedankengängen der Frauen mit-erzählt. Meine Meinung | Das Cover des Buches hat mich genauso wie die Inhaltsangabe sehr begeistert und ich war sehr gespannt auf das Buch. Der Schreibstil gefällt mir sehr gut und enthält wirklich tolle Formulierungen und Gedanken, wie bspw. das folgende Zitat aus Margos Perspektive veranschaulicht: „Sie behält ihre tiefsten Gedanken für sich oder spart sie für die Arbeit auf. Sie spricht mit ihm, natürlich tut sie das, aber im Grunde war er nie Ihr intellektueller Resonanzboden oder - allein der Gedanke ist lächerlich - ihre Muse.“ S.75 Der Roman hat viele Stellen, die mir sehr gut gefallen und deren Gedanken ich großartig formuliert finde. ABER die Story konnte mich leider nicht überzeugen. Für mich werden zu viele verschiedenen Themen angeschnitten, ohne dass diese vertieft und erzählerisch genutzt werden, wie bspw. Klimakrise, Aufwachsen ohne ein Elternteil, häusliche Gewalt, Trauma nach dem Kindverlust, sexuelle Orientierung, Demenz, würdevolles Altern, etc. Die drei Frauen sehen das Theaterstück, nehmen dabei Details wahr, aus denen sie Parallelen zum eigenen Leben ableiten und ihre Gedanken verfolgen. Die Grundidee ist großartig - jedoch schweifen die Frauen immer weiter ab und enthüllen immer schockierende Erfahrungen aus ihrem Leben. Die Überfrachtung ist zu groß für diese Charakterstudie, um all die Erzählstränge in den knapp 250 Seiten wiederaufzugreifen und zu einem größeren Ganzen zusammenzuführen. Aber genau dies hätte den Roman vollendet. Ich hätte mir mehr Tiefe gewünscht und weniger Oberflächlichkeit erhofft. Insgesamt enthält der Roman wirklich schöne Formulierungen und der Aufbau ist literarisch mit der Zwischen-Pause sehr durchdacht. Auch wenn das Leseerlebnis für mich etwas unbefriedigend war, würde ich jederzeit einen weiteren Roman der Autorin lesen. Ich bin sehr gespannt auf alles, was noch kommt!

5

Zuerst einmal möchte ich das Cover loben. Ich finde, es sieht absolut wunderschön aus und hat seinen eigenen Anreiz geboten. Das Buch ist in einer bestimmten Reihenfolge geschrieben. Immer wieder folgen die drei Frauen in der gleichen Reihenfolge mit ihren Erfahrungen einander. Sie sind durch das Stück, was während der ganzen Zeit spielt immer verbunden. Man sieht wie sie, basierend auf ihren Erfahrungen, bestimmte Stellen des Stückes unterschiedlich interpretieren und ganz langsam aber sicher lernen wir jede der Frauen einzeln kennen. Sie alle haben unterschiedliche Probleme, die ihnen auf der Seele liegen, an die wir als Leser herangeführt werden. Das geschieht anfangs sehr subtil bis es zur Mitte des Buches immer offensichtlicher wird. Alle Frauen sind gedanklich mit unterschiedlichen oder auch ähnlichen gesellschaftlichen Problemen beschäftigt. Das Buch behandelt auf interessante Weise Rollen, die ihnen von anderen Menschen zugeschrieben werden, viele davon konkret weil sie Frauen sind. Vor allem nach der Mitte wird das Buch noch einmal, meiner Meinung nach spannender, weil die Frauen jetzt auch gedanklich beieinander sind und ihre Geschichten nun nicht mehr lediglich nebeneinander herlaufen, sondern auch verbunden sind. In Teilen wird es ziemlich hart, weswegen ich Leuten, die empfindlich auf Themen wie Gewalt und Tod reagieren, von dem Buch abraten möchte. Es hat mich an Stellen sehr emotional mitgenommen und manchmal ist mir auch ganz schön schlecht geworden bei den Dingen, die die Frauen erleben mussten. Das Ende war sehr offen, was zwar verständlich aber für mich persönlich auch etwas enttäuschend war. Dem Buch möchte ich trotzdem eine klare Empfehlung aussprechen, weil mir alle drei Frauen sehr ans Herz gewachsen sind.

5

„Was für ein Abend, denkt Ivy. Winnies Auftritt, ja, aber auch die Menschen, die unverhofften Begegnungen, die sie nicht wieder vergessen wird.“ (S. 250) Ein Abend im Theater, eine Alltagsflucht, ein Aufatmen ob der Feuer im Australischen Outback, dessen Rauchschwaden die Luft allmählich schwängern – aber davon sind die Besucher der Aufführung von Samuel Becketts „Glückliche Tage“, insbesondere die drei Frauen Margot, Ivy und Summer scheinbar weit entfernt. Während sich die Hauptfigur Winnie auf der Bühne im Stadium der Auflösung befindet, werden sie immer wieder von ihren Gedanken überwältigt: Margot, eine Literaturprofessorin, hadert mit dem nahenden Ende ihrer Lehrzeit und ihrem dementen Ehemann John, den sie über alles liebt, sowie der Beziehung zu ihrem Sohn und dessen Frau, einer wahren „Übermutter“; Ivy hingegen, Margots ehemalige Studentin und Kunstmäzenin, pendelt zwischen dem Trauma ihrer Fehlgeburt vor fast zwanzig Jahren und dem Glück, just Mutter eines gesunden Kindes geworden zu sein; Summer arbeitet als Platzanweiserin in dem Theater, doch lauter als die Stimmen der Schauspieler auf der Bühne sind das innere Pochen ihrer Angststörungen, die Sorge um ihre Freundin April, dessen Elternhaus von den Buschfeuern bedroht wird – und die Frage nach ihrer wahren Identität. In der Pause zwischen den Akten treffen sie aufeinander; eine Begegnung, die ihr Denken und ihren Blick auf die Welt verändern soll. In ihrem Roman „Die Feuer“ (OT: The Performance, aus dem Englischen von Eva Bonné) lässt Claire Thomas unglaublich durchdacht und wunderbar konstruiert das innere und äußere Schauspiel miteinander verschmelzen: die Intimität und Härte der Gedankenwelt der drei Frauen, die sich an unterschiedlichen Punkten ihres Lebens befinden, und den allmählichen Zusammenbruch Winnies. Entgegen der Bewegungsunfähigkeit der Charaktere – sitzen sie schließlich auf ihren Stühlen im Vorstellungsraum – sind ihre inneren Monologe lebendig und einnehmend, ein Gedanke folgt auf den nächsten, sie bedingen einander gegenseitig und wandern immer tiefer und tiefer – bis ein plötzliches Geräusch auf der Bühne oder eine Aussage der Schauspielerin sie mit einem Knall wieder in die Gegenwart katapultiert. Elegant und durchdacht platziert Thomas Teile der Erzählung des Theaterstücks, um den inneren Monolog der Frauen zu unterbrechen und zu beeinflussen, sie zu den existenziellen Fragen des Lebens kommen lässt: Wer bin ich, wie lange halte ich dieses Leben, das ich führe, noch aus, bis ich daran zerbreche? Es ist wirklich genial, wie feinfühlig Thomas in die Gefühle ihrer Protagonistinnen blicken lässt, wie sie ihren Ängsten, Sorgen und ihrer Unentschlossenheit Worte verleiht. Sie behandelt dabei eine Fülle an Themen, die gesellschaftlich aktueller denn je sind, seien es häusliche Gewalt, psychische und degenerative Erkrankungen, Mutterschaft zu verschiedenen Zeitpunkten des Lebens, stiller Rassismus und die Frage nach Herkunft und Identität sowie die Auswirkungen und Folgen des Klimawandels. Die Erzählung wirkt zu keinem Zeitpunkt überladen, vielmehr flicht sie die Themen sanft und fließend in die jeweilige Lebenswelt der Frauen ein und macht sie so nahbar, greifbar, ja, erlebbar – bis sich letztlich alle miteinander verbinden. Claire Thomas hat mit „Die Feuer“ einen großartigen, stilistisch außergewöhnlichen Roman geschrieben, der zum Denken anregt – über sich selbst und sein Leben, die Vergangenheit und die mögliche Zukunft – und darauf aufmerksam macht, wie fragil die Welt ist, in der wir leben. Ein wahres Meisterstück!

4

Realität

Der Roman 'Die Feuer' von Claire Thomas ist ein außergewöhnliches Lesevergnügen, welches einen nachdenklich zurück lässt. Das ganze Geschehen spielt während eines Theaterstücks von Samuel Beckett. Als erstes lernt man die 70 jährige Margot kennen. Die leidenschaftlich Professorin hadert mit dem älter werden, der Last ihres dementen und dadurch aggressiven Ehemanns und der Entfremdung zu ihren Sohn. Als zweites erfährt man einige Gedanken der Anfang 20 Jahre alten Summer, Platzanweiserin im Theater. Summer ist Schauspielstudentin, in einer lesbische Beziehung mit April und mit massiven Angststörungen gezeichnet. Die dritte ist Ivy, mittlerweile sehr wohlhabend und glückliche Mutter eines Sohnes. Einige Schicksalsschläge in Ihrer Vergangenheit verfolgen und belasten Sie bis heute. In der Pause treffen alle drei aufeinander, wobei ich dachte dieser Teil würde eine wichtigere Rolle in dem Buch einnehmen. Die Feuer lässt einen sehr nachdenklich, vor allem in Bezug auf den aktuelle immer sichtbarer werdenden Klimawandel, zurück und dies allein ist schon ein Grund das Buch zu lesen.

5

Zuerst einmal möchte ich das Cover loben. Ich finde, es sieht absolut wunderschön aus und hat seinen eigenen Anreiz geboten. Das Buch ist in einer bestimmten Reihenfolge geschrieben. Immer wieder folgen die drei Frauen in der gleichen Reihenfolge mit ihren Erfahrungen einander. Sie sind durch das Stück, was während der ganzen Zeit spielt immer verbunden. Man sieht wie sie, basierend auf ihren Erfahrungen, bestimmte Stellen des Stückes unterschiedlich interpretieren und ganz langsam aber sicher lernen wir jede der Frauen einzeln kennen. Sie alle haben unterschiedliche Probleme, die ihnen auf der Seele liegen, an die wir als Leser herangeführt werden. Das geschieht anfangs sehr subtil bis es zur Mitte des Buches immer offensichtlicher wird. Alle Frauen sind gedanklich mit unterschiedlichen oder auch ähnlichen gesellschaftlichen Problemen beschäftigt. Das Buch behandelt auf interessante Weise Rollen, die ihnen von anderen Menschen zugeschrieben werden, viele davon konkret weil sie Frauen sind. Vor allem nach der Mitte wird das Buch noch einmal, meiner Meinung nach spannender, weil die Frauen jetzt auch gedanklich beieinander sind und ihre Geschichten nun nicht mehr lediglich nebeneinander herlaufen, sondern auch verbunden sind. In Teilen wird es ziemlich hart, weswegen ich Leuten, die empfindlich auf Themen wie Gewalt und Tod reagieren, von dem Buch abraten möchte. Es hat mich an Stellen sehr emotional mitgenommen und manchmal ist mir auch ganz schön schlecht geworden bei den Dingen, die die Frauen erleben mussten. Das Ende war sehr offen, was zwar verständlich aber für mich persönlich auch etwas enttäuschend war. Dem Buch möchte ich trotzdem eine klare Empfehlung aussprechen, weil mir alle drei Frauen sehr ans Herz gewachsen sind.

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