The Midnight Train
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Description
When your life flashes before your eyes, where would you stop?
No one can change the past, but the Midnight Train can take you there.
The chance to re-live the moments that meant most.
>For Wilbur his best days were with Maggie, the love of his life. On his honeymoon in Venice.
Before he gave it all away.
He wishes he could go back and live differently. But to do so risks everything . . .
A magical, time-travelling love story, from the world of The Midnight Library.
Book Information
Posts
Warmherzig, klug und voller schöner Gedanken. Ein Buch, das mich wieder mal tief berührt hat 😊😍
Die Mitternachtsreise hat mich tatsächlich noch mehr berührt als Die Mitternachtsbibliothek – und das hätte ich vorher nicht gedacht. Schon die Gestaltung des Buches hat mich direkt abgeholt. Das Cover ist wunderschön und dass Teile davon im Dunkeln leuchten, fand ich richtig toll. Auch unter dem Schutzumschlag steckt so viel Liebe zum Detail. Bevor ich überhaupt angefangen hatte zu lesen, hatte ich schon Lust auf die Geschichte. 😍 Und dann dieser Schreibstil. Ich kann ihn kaum anders beschreiben als wunderschön. Er ist klar, leicht zu lesen und gleichzeitig voller Wärme. Ich war sofort in der Geschichte drin und wollte diese Reise am liebsten gar nicht mehr verlassen. Die Idee des Mitternachtszuges hat mich von Anfang an begeistert. Was zunächst wie eine besondere Reise wirkt, entwickelt sich zu einer Geschichte voller Erinnerungen, Begegnungen und Gedanken, die lange nachhallen. Wilbur ist mir schnell ans Herz gewachsen. Nicht weil er perfekt ist, sondern weil er sich so menschlich anfühlt. Seine Geschichte hat mich oft nachdenklich gemacht und immer wieder berührt. Meine Lieblingsfigur war Maggie. Besonders schön fand ich die vielen kleinen Zufälle und leisen Begegnungen, die ihre Geschichte prägen. Gerade diese unscheinbaren Momente haben mich oft mehr berührt als die großen. Was mich außerdem besonders abgeholt hat, war die Liebe zu Büchern, die sich durch den gesamten Roman zieht. Der Buchladen, die Gespräche über Literatur, Geschichten, Kunst und Musik – all das ist ein wichtiger Teil dieser Geschichte. Als jemand, der Bücher, Kunst und Geschichten liebt, habe ich mich darin unglaublich wohlgefühlt. Anfangs haben mich nicht alle Rückblenden gleichermaßen gepackt. Je weiter ich gelesen habe, desto mehr haben sie mich erreicht. Irgendwann ergibt alles ein großes Ganzes und genau das hat mir sehr gefallen. Für mich lebt dieses Buch nicht von Spannung oder großen Wendungen. Es lebt von seinen Gedanken, seinen Figuren und den Gefühlen zwischen den Zeilen. Ich habe unglaublich viele Stellen markiert. Nicht unbedingt wegen der Handlung, sondern wegen der Gedanken, die darin stecken. Ein Satz ist mir besonders im Gedächtnis geblieben: „Bücher sind wie Spiegel für die Seele.“ Und genau das ist dieses Buch für mich geworden. Je weiter ich gelesen habe, desto mehr hatte ich das Gefühl, dass Matt Haig genau das schafft, worüber er schreibt. Jeder Leser wird an anderen Stellen hängen bleiben, andere Gedanken mitnehmen und andere Gefühle empfinden. Dieses Buch spricht über Bücher als Spiegel der Seele und wird selbst zu einem solchen Spiegel. Ich hatte während des Lesens immer wieder das Gefühl, dass Matt Haig einen Gedanken ausspricht und anschließend genau dieses Gefühl beim Leser auslöst. Das fand ich unglaublich gelungen. Ich habe viel markiert, viel mitgenommen und viel gefühlt. Genau das macht für mich ein besonderes Buch aus. Die Mitternachtsreise ist für mich ein absolutes Herzensbuch geworden und landet direkt auf meiner Lieblingsbuchliste. Es ist traurig, hoffnungsvoll, warmherzig, klug und voller Menschlichkeit. Ein Buch, das lange nachhallt und das ich jedem empfehlen würde, der Bücher liebt und Geschichten sucht, die einen nicht nur unterhalten, sondern auch begleiten. Vielen Dank für das Rezensionsexemplar.

Hörbuch-Rezension 🎧
Manchmal braucht es nur einen Zug, ein Fenster und die Erinnerungen eines ganzen Lebens, um alles in Frage zu stellen. Matt Haig nimmt uns in Die Mitternachtsreise mit auf eine Reise, die weit über Gleise und Bahnhöfe hinausgeht. Protagonist Wilbur blickt auf sein Leben zurück – auf Entscheidungen, Verluste, Liebe und all die Momente, die einen Menschen formen. Was dabei entsteht, ist ein leises, aber tiefes Nachdenken darüber, was es eigentlich bedeutet, wirklich zu leben. Die größte Stärke des Buches liegt in seiner emotionalen Ehrlichkeit. Haig schreibt über Dinge, die universell sind – Reue, Sehnsucht, Vergeben – ohne dabei je pathetisch zu werden. Die kurzen Kapitel lesen sich wie einzelne Atemzüge. Man ist ständig versucht, noch ein bisschen weiterzumachen. Was mich besonders berührt hat: der Blick auf das Umfeld der Hauptfigur. Wie Entscheidungen nicht im Vakuum passieren, sondern Wellen schlagen – in alle Richtungen, zu allen Menschen, die uns nahestehen. Allerdings bleibt ein kleiner Wermutstropfen: Wer Die Mitternachtsbibliothek kennt, wird sich thematisch vertrautem Terrain bewegen. Haig bleibt seinen Kerngedanken treu – manchmal vielleicht etwas zu treu. Zum Hörbuch: Ich habe die Geschichte über Kopfhörer erlebt, gesprochen von Christoph Maria Herbst. Und hier muss ich ehrlich sein – sein Stil hat mir persönlich nicht immer gut gefallen. Er ist absolut eine Frage des Geschmacks, und ich bin sicher, dass viele seine Interpretation lieben. Für mich persönlich hat es die Magie mancher Szenen etwas gebrochen. Trotzdem: Die Mitternachtsreise ist ein warmes, kluges Buch, das lange nachwirkt. Für alle, die sich gerne von Literatur emotional erwischen lassen.
Das Buchcover leuchtet im Dunkeln 😍😍🌙🌙🌙
„Stell dir vor, dein Leben zieht im Zeitraffer an dir vorbei. Was würdest du noch einmal erleben wollen ?“ Ein emotionales und schönes Buch, was sehr zum Nachdenken anregt. Mehr Leben … weniger Arbeiten. Es war sehr schön geschrieben, kurze Kapitel , an manchen Stellen etwas ausgedehnt. Rundum ein schönes, warmherziges Buch 📖

„Die Mitternachtsreise“ von Matt Haig 🚂✨
Nachdem mich Die Mitternachtsbibliothek begeistert hat, waren meine Erwartungen hoch – und Die Mitternachtsreise (gelesen und gehört) hat sie absolut erfüllt! Wer das erste Buch mochte, wird auch dieses ergreifende und tiefgründige Werk lieben. Worum geht es? Während die Bibliothek 📚 von unendlichen Möglichkeiten handelte, blickt der Mitternachtszug 🚂 reflektierend auf das bereits gelebte Leben zurück. Im Stil von Dickens "A Christmas Carol" reisen wir mit dem wunderbaren Protagonisten Wilbur rückwärts durch seine Biografie – vorbei an banalen Momenten, Schicksalsschlägen und schmerzhaften Erinnerungen. Begleitet wird er von Agnes, seiner Zugführerin, die einfach eine absolute Wucht ist. Das Ende der Reise ist durchweg stimmig und macht zufrieden ❤️ Kernthemen und Metapher Die Zugfenster dienen in der Geschichte als kraftvolle Metapher und ungefilterter Spiegel der Seele. Sie zwingen Wilbur – und damit auch uns Lesende –, hinter die eigene Fassade zu blicken. In einer sehr poetischen Schreibweise verwebt Matt Haig dabei kluge Lebensweisheiten und unvergessliche Zitate miteinander. Er setzt sich tiefgründig mit der Last des Bereuens auseinander und wirft die Frage auf, wer von uns nicht gerne etwas in der Vergangenheit ändern würde. Gleichzeitig feiert der Roman die Entschleunigung und das Ankommen im Hier und Jetzt, während er die komplexe Natur der Liebe sowie die befreiende Kraft der Vergebung beleuchtet. Das Hörbuch-Highlight Ich habe das Hörerlebnis extrem genossen! Christoph Maria Herbst spricht Wilbur und Agnes mit einer wunderschönen Tiefe. Dank ihm konnte ich noch tiefer in diese magische Geschichte eintauchen. Fazit: Ein berührendes, weises Buch, das lange nachhallt. Große Lese- und Hörempfehlung
„Die Mitternachtsreise“ von Matt Haig – ein Hörbuch, das berührt, heilt und lange nachhallt
Rezensionsexemplar des Hörbuches zur Verfügung gestellt von NetGalley Mit „Die Mitternachtsreise“ erschafft Matt Haig erneut eine Geschichte, die gleichzeitig sanft, melancholisch, hoffnungsvoll und tief bewegend ist. Dieses Hörbuch ist weit mehr als nur eine schöne Geschichte – es ist eine emotionale Reise über Reue, zweite Chancen, mentale Gesundheit und die Frage, was ein erfülltes Leben wirklich ausmacht. Also Themen die ansprechen, bewegen und den Zeitgeist treffen. Schon nach den ersten Minuten war ich vollkommen in dieser nächtlichen, fast magischen Atmosphäre gefangen. Matt Haig besitzt die besondere Fähigkeit, schwere Themen leicht wirken zu lassen, ohne ihnen ihre Bedeutung zu nehmen. Auch wenn ich das Hörbuch gehört hab, so konnte ich dennoch den Schreibstil gut erkennen und empfand diesen als ruhig, poetisch und unglaublich nahbar. Er schreibt mit einer emotionalen Ehrlichkeit, die direkt ins Herz trifft. Jeder Satz wirkt durchdacht, voller Gefühl sowie tiefen Emotionen und gerade als Hörbuch war dies sehr angenehm und leicht zu hören. Gerade die philosophischen Gedanken über Entscheidungen, verpasste Möglichkeiten und Selbstakzeptanz regen lange zum Nachdenken an. Die Geschichte selbst entfaltet sich ruhig, aber unglaublich intensiv. Ohne zu viel vorwegzunehmen: Im Mittelpunkt steht eine Frau, die an einem Wendepunkt ihres Lebens angekommen ist und plötzlich die Möglichkeit erhält, alternative Wege ihres Lebens zu erleben – Leben, die hätten sein können. Dabei geht es nicht nur um große Entscheidungen, sondern auch um die kleinen Momente, die uns formen. Die Handlung verbindet emotionale Tiefe mit einer fast träumerischen Atmosphäre und entwickelt dabei eine enorme Sogwirkung. Besonders stark sind die Figuren geschrieben. Sie fühlen sich echt an – verletzlich, menschlich und voller innerer Konflikte. Man erkennt sich selbst in vielen Gedanken und Ängsten wieder. Genau das macht dieses Hörbuch so besonders für mich: Es schafft Nähe. Man hört nicht einfach nur zu, man fühlt mit. Auch der Hörbuchsprecher macht hier einen fantastischen Job. Ich mag die Stimme von Christoph Maria Herbst sehr gerne und empfinde sie immer als sehr beruhigend, daher fand ich es super, dass er dieses Hörbuch spricht. Er passt perfekt und macht einen unglaublich guten Job! Seine Stimme trägt perfekt durch die emotionale und philosophische Stimmung der Geschichte. Mit viel Ruhe, Wärme und Feingefühl verleiht er den Figuren Tiefe und schafft es, die melancholischen, hoffnungsvollen und bewegenden Momente glaubwürdig einzufangen. Sein Lesestil ist angenehm unaufgeregt, aber dennoch intensiv – genau passend zu Matt Haigs Schreibweise. Besonders die emotionalen Passagen wirken durch seine Interpretation noch eindringlicher und authentischer. Man merkt, wie viel Atmosphäre und Gefühl er in jede Szene legt. Während des Hörens hatte ich immer wieder Gänsehautmomente. Manche Gedanken haben mich tief berührt, andere haben mich zum Nachdenken über mein eigenes Leben gebracht. Dieses Hörbuch schenkt Trost, Hoffnung und die Erinnerung daran, dass kein Leben perfekt sein muss, um wertvoll zu sein. Es ist eines dieser seltenen Bücher, die einen emotional auffangen und gleichzeitig inspirieren. Ich kann euch dieses Hörbuch wirklich ans Herz legen, denn es ist emotional, intelligent und unglaublich menschlich. Es macht Mut und es zeigt, dass Fehler, Zweifel und Unsicherheiten zum Leben dazugehören und völlig normal sind. Und weil es eine Geschichte erzählt, die man nicht nur hört, sondern fühlt. Eine wunderschöne, bewegende Hörbucherfahrung voller Wärme, Nachdenklichkeit und Hoffnung. Absolute Hörempfehlung!

Ich weiß nicht, wo sich die Vergangenheit verbirgt, aber dort werden wir uns begegnen. ⏳
Wilbur, ein erfolgreicher, aber einsamer Buchhändler, steht am Ende seines Lebens. Statt des Todes erwartet ihn jedoch eine außergewöhnliche Reise: Gemeinsam mit Agnes Bagdale, die ihm bereits in seiner Kindheit zur Seite stand, durchlebt er die wichtigsten Momente seines Lebens noch einmal. Zwischen glücklichen Erinnerungen und schmerzhaften Verlusten erkennt er, welche Entscheidungen er bereut und was ihm wirklich wichtig war. 🚂 „Die Mitternachtsreise“ von Matt Haig hat mich tief berührt und wird mich noch lange begleiten. Mit seiner einzigartigen Mischung aus Magie, Hoffnung und emotionaler Tiefe erschafft Haig eine Geschichte, die direkt ins Herz trifft. Schon von der ersten Seite an spürt man die besondere Atmosphäre, die nur wenige Autor*innen schaffen können. ✨ Die Charaktere sind durch ihre Ängste, Hoffnungen und Sorgen so authentisch und gefühlvoll dargestellt, dass man unweigerlich mit ihnen mitfühlt. Matt Haig meistert die Kunst, ernste Themen mit einer leichten, fast poetischen Erzählweise zu verweben, ohne die Tiefe der Geschichte zu opfern oder sie schwer wirken zu lassen. 💭 Besonders die ruhige, nachdenkliche Atmosphäre und die Begegnungen mit Menschen aus Wilburs Leben, die bleibende Spuren hinterlassen haben – sowohl positive als auch negative – haben mich tief berührt. Manche Szenen sind herzerwärmend und voller Hoffnung, während andere zutiefst schmerzhaft sind und mir Tränen in die Augen trieben. 🥺 „Die Mitternachtsreise“ erinnert in vielerlei Hinsicht an seinen Vorgänger „Die Mitternachtsbibliothek“. Man entdeckt während des Lesens immer wieder vertraute Elemente, ohne dass die Handlung vorhersehbar oder langweilig wird. Das Buch lässt sich jedoch auch ohne Kenntnis des Vorgängers problemlos genießen. Besonders der kleine „Gruß“ zum Ende aus „Die Mitternachtsbibliothek“ macht es aber lohnenswert, auch dieses Buch gelesen zu haben. ☺️ Matt Haigs bewegende Erzählung fängt die Essenz von Liebe, Verlust, Erinnerungen und zweiten Chancen ein. Mit wenigen Worten erzeugt er eine starke emotionale Wirkung. Dieses Buch ist für mich ein absolutes Herzensbuch und ich kann es nur wärmstens empfehlen! 🫶🏻

Spannend, warmherzig und mit vielen Lebensweisheiten.
Wilbur steht am Ende seines Lebens und blickt auf die Momente, Entscheidungen und Menschen zurück, die ihn geprägt haben. Dabei erkennt er manches erst jetzt wirklich: Wo hat er Fehler gemacht? Was hätte anders laufen können? Und gibt es vielleicht noch eine Möglichkeit, etwas zu verändern? Matt Haig erzählt eine Geschichte über die großen Fragen des Lebens: Was zählt am Ende wirklich? Karriere, Erfolg und Status – oder die Menschen, die wir lieben? Eine Botschaft, die vermutlich jeder kennt, die im Alltag aber oft in den Hintergrund gerät. Mir haben vor allem der warmherzige Ton und die philosophischen Gedanken gefallen. Die Geschichte liest sich angenehm und bleibt durchgehend interessant. Emotional hat sie mich allerdings nicht ganz erreicht. Durch die vielen fantastischen Elemente – parallele Welten und Eingriffe in die Vergangenheit – blieb ich eher auf Distanz. Auch einige der Lebensweisheiten wirkten auf mich vertraut und haben mir wenig Neues mitgegeben. Wer Bücher über Sinnsuche, Lebensentscheidungen und persönliche Entwicklung mag, könnte hier dennoch einen guten Einstieg finden.
Eine Reise voller Emotionen und Gedanken 📚🚂
„Die Mitternachtsreise“ ist das neue Buch von Matt Haig und natürlich musste ich es mir sofort holen. 📚✨ Bei diesem Buch handelt es sich um den Nachfolger von „Die Mitternachtsbibliothek“, wobei man es völlig unabhängig lesen kann. Trotzdem gab es einige kleine Easter Eggs, die mich als Fan besonders gefreut haben. 😊 Dadurch musste ich immer wieder an das vorherige Buch zurückdenken, was das Leseerlebnis noch schöner gemacht hat. Wie bereits der Vorgänger konnte mich auch dieses Buch wieder vollkommen überzeugen. Der unglaublich leichte, aber gleichzeitig tiefgründige Schreibstil von Matt Haig ist einfach unvergleichlich. ✨ Seine bildhaften Beschreibungen sorgen dafür, dass man das Gefühl hat, selbst mitten im Geschehen zu sein. Auch dieses Buch habe ich regelrecht verschlungen. 📖 Ich konnte es kaum aus der Hand legen, weil ich unbedingt wissen wollte, wie es weitergeht. Besonders spannend und emotional fand ich die Geschichte rund um den Protagonisten, der auf sein gelebtes Leben zurückblicken und die prägendsten Momente noch einmal erleben kann. Diese Mischung aus schönen, traurigen und nachdenklichen Augenblicken hat mich wirklich berührt. 💭💔 „Der einzige Weg zu lernen ist zu leben“ passt dabei einfach perfekt zur Botschaft dieses Buches. ✨ Für mich persönlich war das Leben des Protagonisten unglaublich realistisch geschrieben. Man konnte einfach nur mitfühlen. 🥺 Zudem behandelt das Buch keine weit hergeholten Themen, sondern Situationen und Gefühle, die vermutlich jeden Menschen irgendwann einmal treffen können. Vor allem das letzte Drittel des Buches hat mich emotional komplett zerstört.😭 Ich habe bei einem Buch wirklich noch nie so viel geweint wie hier. Alles in allem kann ich dieses Buch jedem Fan von „Die Mitternachtsbibliothek“ wärmstens empfehlen. ❤️ Es steht seinem Vorgänger in nichts nach. Tatsächlich könnte ich nicht einmal sagen, welches der beiden Bücher mir besser gefallen hat, weil beide auf ihre eigene Art etwas ganz Besonderes sind. Für mich definitiv wieder ein absolutes Highlight. 🌟

Zuerst einmal muss ich sagen, dass Christoph Maria Herbst das Hörbuch ganz toll gesprochen hat. Es war ein richtig schönes Hörerlebnis. Die Geschichte von Wilbur war wirklich interessant und das Konzept des Mitternachtszuges war spannend und neu für mich. Auch für mich als Hörerin war es eine emotionale Reise und ich fand das Ende herzerwärmend und berührend.
Eine faszinierende Reise am Lebensende
Wilbur ein erfolgreicher Unternehmer, der eine Buchhandlungskette mit mehr als 200 Filialen vor allem in Großbritannien aufgebaut hat, stirbt in seinem 81. Lebensjahr einsam auf seinem großen Anwesen in England. Obwohl er als Agnostiker nicht an die Ewigkeit glaubt, findet er seinen Geist auf einer Reise im Mitternachtszug und durchlebt mit einzelnen Stationen ähnlich den Haltestellen eines Zuges noch einmal sein ganzes Leben. Wilbur wächst in ärmlichen Verhältnissen mit seiner Mutter, die Alkoholikerin ist und seinem Bruder Dougie, der zu Kleinkriminalität und Gewaltausbrüchen neigt, in Sheffield auf. Obwohl Wilbur aufgrund exzellenter schulischer Leistungen ein Stipendium in Oxford erhält, kann er aufgrund eines großen Unglücks sein Studium nicht antreten. Stattdessen wird er Buchhändler in seiner Heimatstadt. Typisch für einen Narzisst, der er leider geworden ist, steht Erfolg und Geld im Vordergrund und im Laufe seines Lebens, gehen über Wilbur’s Streben nach Erfolg die wichtigsten Beziehungen seines Lebens in die Brüche. Der Geist von Wilbur erlebt all dies nochmal und sucht nach einer Möglichkeit, wie er das Leben im Nachhinein noch einmal verändern kann. Dieser Roman enthält so viele gute Aspekte, wie man sein Leben besser gestalten kann, wenn man die Prioritäten nicht auf Reichtum und Erfolg setzt. Die Mitternachtsreise ist für mich ein sehr empfehlenswertes Buch, dass ich vielleicht in 20 Jahren noch einmal lesen werde.
Absolut wunderbar und interessant
𝓦𝓮𝓻𝓫𝓾𝓷𝓰 - 𝓡𝓮𝔃𝓮𝓷𝓼𝓲𝓸𝓷𝓼𝓮𝔁𝓮𝓶𝓹𝓵𝓪𝓻 Hallo #bookis 👋 "Dᥱr ᥱιᥒzιgᥱ Wᥱg zᥙ ᥣᥱrᥒᥱᥒ, ιst zᥙ ᥣᥱbᥱᥒ." Dieses wunderschöne Zitat stammt aus #diemitternachtsreise vom wunderbaren @mattzhaig 🤗 Ich bin ein riesen Fan von #diemitternachtsbibliothek aus 2021, welches ich kürzlich extra nochmal angehört habe, um nun mit seinem neuesten Werk starten zu können, nur um festzustellen, dass man es völlig eigenständig lesen kann und keine Vorkenntnisse benötigt 😅 "Nιᥴht ᥕᥲs mᥲᥒ bᥱtrᥲᥴhtᥱt ιst ᥕιᥴhtιg, soᥒdᥱrᥒ ᥕᥲs mᥲᥒ sιᥱht." Der Erzählstil dieser sehr emotionalen und tiefgründigen Geschichte ist sehr sehr angenehm, sodass sowohl das Buch, als auch das Hörbuch wie im Flug vergehen. Der Protagonist hinterfragt im Augenblick seines bevorstehenden Todes viele Entscheidungen und wir begleiten ihn auf einer Reise durch die Nacht zu den wichtigsten Augenblicken seines Lebens! Wer die Mitternachtsbibliothek mochte, sollte unbedingt hier anknüpfen, das Buch ist wie eine Umarmung, aber auch wirklich bewegend und wenn man es zulässt, auch ein Anstoß sich und sein Leben zu hinterfragen. Ein Highlight für mich und bestimmt auch für dich! Das Hörbuch wird übrigens wirklich passend von #stromberg gesprochen, was kurz gewöhnungsbedürftig war, aber dann doch wirklich genial war! Dankeschön @droemerknaur und @argonverlag für die Rezensionsexemplare #netgalleyde
Thanks to Matt Haig, for being Matt Haig
The Midnight Train is one of those rare books that quietly sneaks into your heart and stays there long after you've finished the final page. Much like The Midnight Library, this story explores regret, love, and the choices that shape our lives, but it feels more reflective and emotionally mature in its approach. The novel follows Wilbur as he journeys through the defining moments of his past aboard the mysterious Midnight Train, confronting old mistakes and wondering whether a life can ever truly be understood while it's being lived. What I loved most was how human the story felt. Haig has a gift for taking big existential questions and presenting them in a way that is accessible, comforting, and deeply moving. Wilbur is a flawed but relatable protagonist, and his journey through memory, loss, and love made me reflect on my own life and the moments I often take for granted. The writing is simple yet powerful, filled with observations that make you pause and think. While the plot is magical and imaginative, the emotions at its core are wonderfully real. There were several moments that genuinely made me emotional, and a few that felt like gentle reminders to appreciate the people and experiences that matter most. If you enjoyed The Midnight Library, you'll find familiar themes here, but The Midnight Train stands confidently on its own. It's a heartfelt story about second chances, forgiveness, and learning that a meaningful life isn't measured by achievements but by the connections we make along the way. A warm, hopeful, and beautifully uplifting read that reminds us to cherish the journey while we're still on it.

Schon ziemlich lange wollte ich eine Geschichte von Matt Haig erleben. Mit seinem neuen Roman wurde das erste Kennenlernen endlich besiegelt und ich war ultra gespannt, denn im Vorfeld habe ich nur unzählige Schwärmereien vernommen. Allein die Storyidee fand ich wundervoll und wurde wie erhofft, unglaublich tief berührt. Matt Haig schafft es, auf eine feinfühlige Art nicht nur das Leben von Wilbur Revue passieren zu lassen, wo wir hautnah und emotional dabei sind, sondern ich musste beim Lesen regelmässig innehalten und über mein Leben nachdenken. Ich habe auf seiner Erinnerungsreise die Schmetterlinge im Bauch gespürt, aber auch die Verluste erlebt. Auf die einzelnen Erinnerungen und den Verlauf, werde ich nicht eingehen, um Euch nichts vorwegzunehmen. Jedoch kann ich preisgeben, dass mir die Erinnerungen an seine große Liebe am besten gefallen haben, bei denen meine Augen nicht trocken geblieben sind. Wilbur und Agnes haben mir beide als Hauptprotagonisten mehr als nur gefallen, denn ich habe beide in mein Herz geschlossen, aber auch die anderen Figuren mochte ich und fand jeden in seiner vergebenen Rolle charakterstark und liebenswert. „Die Mitternachtsreise“ ist eine Geschichte voller Hoffnung, starken Gefühlen, trostspendend, tief gehend und zum Nachdenken anregend. Ein Roman, der noch lange nachhallen und unvergessen bleiben wird. ❤️ Lesen! 5/5 ⭐️✨✨

Ein Buch zum Nachdenken..
Ich fand das Buch sehr spannend - allerdings ist es ein recht schwieriges Thema und man versinkt recht leicht. Es ist ein sehr „schweres“ Buch. Trotz allem fand ich es gut und es regt jedenfalls zum nachdenken an. Klappentext: Stell dir vor, dein Leben zieht im Zeitraffer an dir vorbei. Was würdest du noch einmal erleben wollen? Welche Momente – und welche Menschen – zählen wirklich? Wilbur hätte nicht gedacht, dass er Agnes Bagdale noch einmal begegnen würde. Als Kind war der Buchladen der alten Dame in Sheffield sein Zufluchtsort, nicht nur wegen seiner geliebten Bücher. Bei Bagdale's Bookshop konnte er die Probleme zu Hause einen Moment vergessen. Und dort begann seine eigene Laufbahn als Buchhändler. Jetzt, Jahrzehnte später, ist Wilbur erfolgreich, einsam und am Ende seines Lebens angekommen. Doch statt dem Tod wartet ein rätselhafter Zug auf ihn. Und Agnes. Sie nimmt ihn mit, zurück durch die Zeit, auf eine Reise, die ihn seine bedeutsamsten Momente noch einmal durchleben lässt. Die glücklichsten Momente, wie damals in den Flitterwochen in Venedig mit seiner großen Liebe Maggie. Aber auch die schlimmsten, in denen er alles verlor. Schon bald begreift er, wie viel er hätte anders machen wollen.

Ein absolut tröstliches Hörerlebnis – perfekt zum Abtauchen
Nachdem ich Die Mitternachtsbibliothek verschlungen hatte, musste ich mir Die Mitternachtsreise einfach direkt als Hörbuch holen. Und ich wurde nicht enttäuscht: Matt Haigs Geschichten eignen sich im Audio-Format einfach perfekt, um komplett abzuschalten und in diese ganz besondere, melancholisch-schöne Atmosphäre einzutauchen. Der Schreibstil ist gewohnt nahbar und tiefgründig, was durch die Vertonung noch einmal extrem verstärkt wird. Die philosophischen Fragen rund um das Leben und unsere eigenen Wege fühlen sich beim Hören fast wie ein gutes, intensives Gespräch mit einem Freund an. Man ertappt sich ständig dabei, wie man kurz auf Pause drückt, um über das gerade Gehörte nachzudenken. Die Charaktere und ihre Zweifel haben mich emotional total abgeholt. Ein kleiner Wermutstropfen war für mich, dass sich die Erzählung im Mittelteil ein wenig zieht. Manche Gedankengänge wiederholen sich, was beim Hören dazu geführt hat, dass meine Konzentration zwischendurch kurz abgewichen ist. Da hätte die Handlung etwas mehr Dynamik vertragen können. Trotzdem überwiegt am Ende ein zutiefst warmes, tröstliches Gefühl. Es ist das perfekte Hörbuch für lange Spaziergänge oder ruhige Abende, wenn man mal eine Pause vom lauten Alltag braucht. Eine absolute Empfehlung für die Ohren!
Philosophisch, tiefgründig und voller Gedanken, die noch lange nachhallen: „Die Mitternachtsreise“ von Matt Haig konnte mich genauso begeistern wie damals „Die Mitternachtsbibliothek“. Nach seinem Tod darf Wilbur mit dem Mitternachtszug reisen und dadurch prägende Momente seines Lebens noch einmal quasi als Außenstehender betrachten. Dabei lernt er, worauf es in diesen Augenblicken wirklich ankam, wie sie sein Leben beeinflusst haben und was er vielleicht hätte anders machen können. Matt Haig hat meiner Meinung nach das Talent, mit unspektakulären, ruhigen Sätzen jede Menge Gefühl und Tiefgründigkeit zu vermitteln. Beim Lesen wurden bei mir sämtliche Emotionen ausgelöst – von Glückseligkeit bis hin zu Traurigkeit. Vor allem hat mich der Roman jedoch motiviert: dazu, beim Rückblick auf mein eigenes Leben mehr positiv berührende Momente vorzufinden als Momente der Angst oder des Stillstands. Der Roman beschäftigt sich außerdem mit der Flüchtigkeit des Augenblicks und damit, dass wir seinen Wert oft erst im Nachhinein erkennen. Es geht um die Wertschätzung unserer Mitmenschen, um wahre Freundschaft und um die Akzeptanz, dass sich die Vergangenheit nicht ändern lässt und wir lernen müssen, das Beste daraus zu machen. Ein tolles Extra: Buchhandlungen und die Liebe zu Büchern spielen eine zentrale Rolle. Ich kann „Die Mitternachtsreise“ jedem ans Herz legen, der Literatur mag, die zum Nachdenken anregt und zugleich wachrüttelt. Ein Hauch Nostalgie und eine Prise Magie machen dieses Buch zusätzlich zu einem ganz besonderen Leseerlebnis!
Ein berührendes Highlight
„Die Mitternachtsreise“ von Matt Haig ist ein Buch, das mich tief berührt und noch lange nach dem Lesen begleitet hat. Mit seiner besonderen Mischung aus Magie, Hoffnung und emotionaler Tiefe schafft Matt Haig erneut eine Geschichte, die direkt ins Herz geht. Schon ab den ersten Seiten spürt man diese besondere Atmosphäre, die nur wenige Autoren erschaffen können. Die Geschichte lädt dazu ein, innezuhalten und über das Leben, Entscheidungen und die kleinen Wunder des Alltags nachzudenken. Dabei schafft es Matt Haig, ernste Themen mit einer leichten, fast poetischen Art zu erzählen, ohne dass die Geschichte jemals schwer wirkt. Besonders beeindruckt hat mich, wie gefühlvoll die Charaktere geschrieben sind. Ihre Gedanken, Ängste und Hoffnungen wirken unglaublich echt, sodass man sofort mit ihnen mitfühlt. Gleichzeitig steckt das Buch voller Wärme, Trost und der Botschaft, dass selbst in dunklen Momenten immer irgendwo ein Licht wartet. Der Schreibstil ist ruhig, bildhaft und wunderschön emotional. Manche Sätze möchte man sich am liebsten markieren, weil sie so viel Wahrheit und Gefühl in sich tragen. „Die Mitternachtsreise“ ist deshalb nicht nur ein Roman, sondern ein Buch, das zum Nachdenken anregt und einen emotional auf eine ganz besondere Reise mitnimmt. Für mich ist dieses Buch ein echtes Herzensbuch, melancholisch, hoffnungsvoll und voller kleiner magischer Momente. Perfekt für alle, die Geschichten lieben, die nicht nur unterhalten, sondern auch die Seele berühren.
Der einzige Weg zu lernen ist zu leben.
Wilbur ist am Ende seines Lebens angekommen. Er lebt alleine in seinem großen Haus, leidet an Demenz und stirbt an „Herzschmerz“ nach einem Telefonat mit seiner ehemaligen Frau Maggie, die er das letzte Mal vor 30 Jahren gehört hat als sie ihn verlassen hatte. Als Wilbur stirbt, landet er plötzlich im Mitternachtszug und begibt sich mit der ehemaligen Buchhändlerin Agnes auf die Reise durch seine Vergangenheit. „Aber je mehr man einer Sache ausweicht, desto eher such sie einen heim.“ Es ist keine wirkliche Nachfolge von der Mitternachtsbibliothek, aber die beiden Bücher gehören definitiv zusammen. Im ersten Buch ging es um die Entscheidungen, die man im Leben trifft und das dazugehörige Leben, das man auf Basis der eigenen Entscheidungen dann lebt. Es ging darum, wie lebenswert das Leben ist In diesem Buch geht es um die Erfahrungen, die man gemacht hat, wenn das Leben vorbei ist. Das eigene Leben zu reflektieren, um für sich zu sehen, aus welchem Gründen hat man welche Entscheidung getroffen und was hätte man anders machen wollen. Ich nehme daraus mit, dass wir nicht bis zum Lebensende warten dürfen, um zu reflektieren. In kürzeren Abständen dürfen wir uns immer wieder fragen, ob wir noch auf dem für uns richtigen Weg sind. Wenn nicht, ist immer eine Kurskorrektur möglich. Wir haben nur das eine Leben. Macht es euch so fein wie möglich. Ein schönes Buch zum schmökern 💜
Lebst du dein Leben so das du nichts bereuen würdest, wenn du es im Zeitraffer noch mal betrachten könntest?
Die Mitternachtsreise Geschrieben von Matt Haig Gelesen von Christoph Maria Herbst Wenn du dein Leben noch mal von vorne betrachten könntest, würdest du alles noch mal ganz genau so machen? In diesem Roman von Matt Haig geht es genau darum. Wilbur, der als Kind oft in Bagdale's Bookshop Zuflucht gesucht hat. Konnte sich nie vorstellen Agnes, die Besitzerin des Buchladens noch einmal zu treffen. Später bekannt Wilburs Karriere in genau diesem Buchladen. Jetzt gehen Ende seines Lebens guckt er auf eine Karriere zurück die sich nicht lumpen lässt. Aber ist das alles? Die Einsamkeit die das ganze mit sich bringt war ihm kaum bewusst. Es wartet der Mittetnachtsexpress auf ihn. In diesem kann er all die bedeutenden Phasen seines Lebens noch einmal besuchen. Ob er in dieser Rückschau Glücklich ist über sein gesamtes Leben? Eingreifen in all das was passiert ist darf man natürlich nicht. Denn das würde ja den Lauf des Lebens verändern. Hält Wilbur das durch, im Angesicht dessen, das er ja weiß was alles passiert bis er hier an diesem Punkt ankommt? Mir hat es das ein oder andere Mal die Tränen in die Augen getrieben. Christoph Maria Herbst hat mich wirklich total mitgenommen in die Welt von Wilbur. Diese Geschichte regt mich zum Nachdenken an. Lebe ich mein Leben so ausgewogen das ich am Ende nichts bereuen würde? Vielleicht sollte man da mal drüber nachdenken.
„Sometimes everything you need isn’t so far from where you start.“
Ich muss gestehen, dass ich bis vor Kurzem noch kein einziges Buch von Matt Haig gelesen hatte. Obwohl mir seine Romane in Buchhandlungen ständig begegnen und online als absolute Highlights gefeiert werden, bin ich erst durch die begeisterte Empfehlung einer guten Freundin auf dieses Buch aufmerksam geworden. „Die Mitternachtsreise“ ist somit mein allererstes Werk von ihm. Ich bin völlig unvoreingenommen an diese Geschichte herangegangen, aber was ich dann auf diesen Seiten erlebt habe, hat mich auf eine Weise kalt erwischt, mit der ich niemals gerechnet hätte. Meine Freundin hatte absolut recht: Dieses Buch ist einfach wunderschön und hat mich tief im Herzen berührt. Die Handlung hat mich ab der ersten Seite komplett fasziniert, weil sie uns an einen Ort entführt, den wir uns wohl alle schon einmal insgeheim gewünscht haben. Nach seinem Tod findet sich die Hauptfigur Wilbur an einem rätselhaften Bahnsteig wieder, wo er überraschend von einer alten Dampflok abgeholt wird. Auf dieser Reise erwartet ihn keine Geringere als Mrs Agnes Bagdale. Als Kind war der Buchladen dieser alten Dame in Sheffield Wilburs absoluter Zufluchtsort, an dem er die Sorgen zu Hause vergessen konnte und wo seine eigene Laufbahn als Buchhändler begann. Jetzt, am Ende seines Lebens, nimmt Agnes ihn mit auf eine intensive Reise im Mitternachtszug zurück durch die Zeit. Das Besondere an dieser Reise ist, wie Wilbur seine Vergangenheit erforscht: Der Zug hält an verschiedenen Stationen, und bei jedem dieser Stopps verlässt er den Zug, um seine eigenen Erinnerungen wie ein unsichtbarer Geist noch einmal hautnah mitzuerleben. Als Leser nimmt man dabei eine ganz besondere Außenperspektive ein. Stück für Stück setzen sich die Szenen wie bei einem Puzzle zusammen, während Wilbur durch die Zeit reist und sich selbst beobachtet. Wir erleben seine glücklichsten Momente, wie sein erstes Treffen mit Maggie, der Liebe seines Lebens, und ihre unvergesslichen, magischen Flitterwochen in Venedig. Doch unter den Erinnerungen sind nicht nur die schönen. Wilbur wird als Geist auch mit den schlimmsten Momenten konfrontiert, in denen er Fehler machte, alles verlor und von tiefer Reue zerfressen wurde. Erst jetzt, im Rückblick von außen, nimmt Wilbur sein Leben ganz anders wahr als in der jeweiligen Situation damals. Er begreift mit schmerzhafter Klarheit, wie viel er hätte anders machen wollen und wie seine Entscheidungen alles verändert haben. Für mich als Haig-Neuling war dieses Konzept absolut frisch, klug und emotional tiefgreifend. Die Darstellung von Leben, Tod und all den großen „Was wäre wenn“-Gedanken hat mich unglaublich bewegt. Matt Haigs Schreibstil hat mich dabei von der ersten Zeile an verzaubert. Er schreibt in angenehm kurzen Kapiteln und nutzt eine so flüssige, unaufgeregte, aber unfassbar empathische Sprache, dass man förmlich durch die Seiten fliegt und das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen kann. Er schafft eine perfekte Mischung aus melancholischen und warmherzigen Momenten, die einen automatisch dazu bringt, innezuhalten und über das eigene Leben nachzudenken. Man fragt sich unwillkürlich, welche Momente im eigenen Leben so wichtig waren, dass man sie nach dem Tod noch einmal als stummer Beobachter erleben möchte, und welche verpassten Chancen man selbst mit sich herumträgt. Gegen Ende zieht die Geschichte emotional so unheimlich stark an, dass ich die Tränen einfach nicht mehr zurückhalten konnte. Als sich die Puzzleteile für Wilbur endlich zusammensetzten, die ganze Tragweite seiner Reise durch die Zeit klar wurde und es um das endgültige Loslassen ging, saß ich am Ende weinend da. Es waren keine Tränen der puren Traurigkeit, sondern eine Mischung aus Erleichterung, tiefer Rührung und einer großen Dankbarkeit für dieses wunderschöne Leseerlebnis. „Die Mitternachtsreise“ fühlt sich an wie eine literarische Umarmung, die gleichzeitig schmerzhaft und heilend ist. Obwohl ich das Buch ziemlich schnell durchgelesen habe, fühlte sich die Reise intensiv an und die emotionale Wirkung hallt noch ganz lange in mir nach. Ich bin meiner Freundin unendlich dankbar für diesen Tipp, denn dieses erste Kennenlernen mit Matt Haigs Geschichten war ein absolutes Jahreshighlight und es wird ganz sicher nicht mein letztes Buch von ihm gewesen sein.

Willbur stirbt und erlebt nach seinem Tod sein ganzes Leben nochmal. In einem Zug fährt er zu allen wichtigen Stationen seines Lebens und während der Fahrt kann er die "unwichtigen" Parts am Fenster an sich vorbei ziehen sehen. Er fängt an zu bereuen, zu leiden und versucht gegen jegliche Vernunft in sein Leben nachträglich einzugreifen. Eine wunderschöne Geschichte, die ebenso traurig ist. Willbur lernt, dass Arbeit und Geld nicht alles ist und dass er etwas viel wichtigeres dafür einfach vernachlässigt hat. Er hat sich in seiner Trauer und falschem Ehrgeiz verloren. Die Liebe zwischen Maggie und Willbur war einfach richtig schön. Die Geschichte so zu begleiten war toll. Man kann sehr viel aus diesem Buch mitnehmen und auch auf das wirklich wichtige im Leben besinnen.
Super!!
Der Protagonist Wilbur kommt nach seinem Tod in eine Art Zwischenraum zwischen Leben und Tod und hat die Möglichkeit, mit dem Mitternachtszug sein Leben erneut als "stiller Beobachter" zu durchleben. Dabei geht es viel um Reue, Verlorene Chancen und die eigene Reflexion. Ich liebe es generell, wenn Bücher dazu anregen, über das Leben oder den Sinn des Lebens nachzudenken und die "Mitternachtsreise" ist auf jeden Fall eines davon. Genau das hat mir an seinem Vorgänger auch schon gefallen und mit diesem Buch hat Matt Haig wieder eine wunderbare Geschichte geschrieben. Von der Grundgeschichte her hat das Buch ein bisschen Ähnlichkeit mit der Mitternachtsbibliothek, aber auch viele Aspekte unterscheiden sich, hat mir sehr gefallen. Ich fand die kurze Überschneidung mit der Mitternachtsbibliothek auch ganz toll. Das Buch hab ich damals so geliebt und dass Nora am Ende vorkam fand ich so schön! Was mir nicht zu 100% gefallen hat, war tatsächlich die Sprache. Teilweise hat sich die Ausdrucksweise sehr "alt" angehört, daran musste ich mich erstmal gewöhnen. Aber sonst ein unfassbar gutes Buch, hat mir sehr sehr gut gefallen! Und das Cover ist so toll.

Eine Reise durch Erinnerungen, Liebe und zweite Chancen
Manchmal gibt es Bücher, die nicht laut sein müssen, um mitten ins Herz zu treffen. Die Mitternachtsreise hat mich genau auf diese stille, beinahe magische Art erwischt. Wilburs Reise durch sein eigenes Leben fühlt sich an wie ein Zugfenster, an dem Erinnerungen vorbeiziehen. Manche leuchten warm und golden, andere drücken schwer auf die Brust. Besonders die Szenen rund um Agnes, den Buchladen und Maggie haben mich sehr berührt, weil sie zeigen, wie sehr Menschen und Orte uns prägen können, selbst wenn wir es erst viel später begreifen. Matt Haig schreibt hier voller Wärme über Reue, Liebe, Verlust und die Frage, was am Ende wirklich zählt. Beim Lesen hatte ich oft das Gefühl, selbst kurz innezuhalten und auf mein eigenes Leben zu schauen. Welche Momente würde ich noch einmal erleben wollen? Wen hätte ich fester halten sollen? Für mich ist das ein sehr gefühlvoller Roman, der Bücher liebt, Menschen versteht und Trost spendet, ohne kitschig zu werden. Nicht jede Passage war für mich gleich stark, manche Gedanken wiederholen sich ein wenig, aber die Botschaft bleibt wunderschön. Ein Roman wie eine leise Umarmung zur richtigen Zeit.

Eine Reise durchs Leben Der 81-jährige Wilbur stirbt. Nach seinem Tod findet er sich an einem Bahnhof wieder und steigt in den Mitternachtszug. Dieser bringt ihn zurück zu den wichtigsten Stationen in seinem Leben. Als Geist erlebt er noch einmal seine Kindheit und Jugend, Situationen mit seiner Mutter und seinem Bruder Dougie, das Kennenlernen seiner großen Liebe Maggie, die Hochzeit, den beruflichen Erfolg und das Brechen seiner Ehe. Auf seiner Reise beginnt Wilbur sein Leben zu verstehen und erkennt, an welchen Punkten er einen falschen Weg eingeschlagen hat. Wird er die Möglichkeit einer zweiten Chance bekommen? "Die Mitternachtsreise" spielt im Universum von "Die Mitternachtsbibliothek". Es gibt einen Zusammenhang. Dieser ist aus meiner Sicht aber nicht so stark, dass man "Die Mitternachtsbibliothek" zwingend vorher gelesen haben muss, obwohl ich das Buch unbedingt empfehlen würde. Für das Verständnis ist es aber nicht erforderlich. Der Schreibstil von Matt Haig ist schön, das Buch ist gespickt von Weisheiten und Sätzen, die man einfach anstreichen möchte. Ich mag es, dass er eher kurze Kapitel wählt. Ich konnte das Buch jedenfalls nicht aus der Hand legen und habe es mehr oder weniger in einem Rutsch durchgelesen. "Verstehen kann man das Leben nur rückwärts, leben muss man es vorwärts." Dieses Zitat hat es nicht nur ins Buch geschafft, ich finde es beschreibt auch sehr gut, worum es in "Die Mitternachtsreise" geht. Vieles versteht man erst im Nachhinein und mit diesem Wissen würde man bestimmt in so mancher Situation anders handeln. Das wird auch Wilbur auf seiner Reise immer klarer. Der Roman regt an, das eigene Leben zu reflektieren. Man sollte nie vergessen, worum es wirklich im Leben gehen sollte und wie wichtig die Beziehungen zu anderen Menschen und die Liebe sind. Die Erkenntnisse sind nicht unbedingt neu, aber wunderschön in diesem Roman verpackt. Es zeigt sich, dass es im Leben nie zu spät ist, eine andere Richtung einzuschlagen. Eine neue Chance kann immer genutzt werden.
Ist locker 10 Sterne wert
Eines meiner absoluten Lieblingsbücher ist "Die Mitternachtsbibliothek" von Matt Haig und als ich hörte, dass er eine Beinahe-Fortsetzung plante, hatte ich große Angst. Denn oft sind Fortsetzungen nur müde und langweilige Abklatsche. Jetzt habe ich das Buch durch und bin begeistert. Ein rundum wundervolles Buch über einen Mann, der nach seinem Tod in den Mitternachtszug steigt und sein Leben nochmal anschauen darf. Voraussetzungen: er darf zu niemandem Kontakt aufnehmen und muss spätestens dann gehen, wenn der Zug ruft oder sein junges Ich einzuschlafen droht. Das Ende ist völlig anders als ich es erwartet hätte, trotzdem habe ich einen fetten Book-Hangover, am liebsten würde ich zu Maggie und Wilbur zurück. Eine große Leseempfehlung von mir! PS: Es gibt übrigens ein Wiedersehen mit einer wichtigen Person aus der Mitternachtsbibliothek...
Eine klare Empfehlung
Das Buch hat mir Mega gefallen, es bringt einen mit in den Zug zu sitzen und sein Leben durchlaufen ( Nachzudenken ) was wäre wenn, was hätte ich besser nicht gemacht oder anders. Das schaffen sehr wenige Bücher. Das Buch versucht und auch auf den richtigen Weg zu führen, denn wir beschäftigen und unser Leben lang mit unwichtigen Sachen und wir merken es gar nicht, erst wenn es zu spät ist, dann ist es aber wirklich schon zu spät. Mich hat das Buch jetzt zum Nachdenken gebracht um wirklich zu sehen was im Leben wichtig ist, damit ich es nicht verpasse und am Ende genau wie Wilbur es bereue weil ich mich mit unwichtigen Sachen beschäftigt habe.
Poetisch, warmherzig und leise erschütternd – ein Buch, das lange nachhallt.
„Die Finger wie Wurzeln ineinander geflochten…” Schon der erste Satz geht einem direkt ans Herz. Matt Haig schreibt mit einer Bildsprache, die einen sofort einhüllt – warm, poetisch, unaufdringlich tief. Erinnert mich an T.J. Klune. Wilbur durchlebt sein Leben noch einmal. Als Geist steigt er aus den wichtigsten Momenten seiner Vergangenheit aus – Flitterwochen in Venedig, ein Ferienjob im Buchladen, die kleinen und großen Weggabelungen eines ganzen Lebens. Er ist Zuschauer, nicht Gestalter. Und man ertappt sich dabei, wie man ihm die ganze Zeit die Daumen drückt – und gleichzeitig fragt: Was würde ich anders machen? „Wandelt sich die Speisestärke der Alltagswirklichkeit nicht stets erst durch die Erinnerung in Zucker um?” Was das Buch so besonders macht: Es begeistert auf die leise, sanfte Art. Wilburs Schmerz – die verpassten Chancen, die Liebe die er glaubte nicht zu verdienen, die Mutter die ihn nie wirklich sehen konnte – sitzt tief. Und Agnes, die weise Geistbegleiterin, gibt ihm keine einfachen Antworten. Nur die Wahrheit. Philosophisch, ohne belehrend zu sein. Still, ohne langweilig zu werden. Ein Buch das animiert – das eigene Leben tatsächlich zu leben. Jetzt. Nicht irgendwann.

Ich liebe Matt Haigs Bücher – und natürlich musste auch dieses sofort bei mir einziehen. 😅 Kaum angefangen, hatte ich es auch schon wieder in einem Tag durchgelesen, weil ich einfach nicht aufhören konnte. 🤭 Wie so oft schafft Matt Haig es, eine Geschichte zu erzählen, die gleichzeitig leicht wirkt und einen emotional mitten ins Herz trifft. Die Reise mit Wilbur durch die wichtigsten Momente seines Lebens ist wunderschön, melancholisch und unglaublich berührend. Zwischen Büchern, Erinnerungen, verpassten Chancen und großer Liebe stellt das Buch immer wieder die Frage, was im Leben wirklich zählt. ❣️ Besonders mochte ich die ruhige, nachdenkliche Atmosphäre und die Begegnungen mit Menschen, die Spuren hinterlassen haben – im Guten wie im Schlechten. Manche Szenen sind warm und hoffnungsvoll, andere tun richtig weh, aber genau das macht diese Geschichte so besonders. Ich habe einfach alles daran geliebt. 💖 Die Idee, die Emotionen, die Charaktere, die Botschaft zwischen den Zeilen – dieses Buch hat mich komplett abgeholt und tief berührt. ✨ 📚 Mein Fazit: Ein gefühlvolles, kluges Buch, das zum Nachdenken anregt und noch lange nachhallt. Matt Haig schafft es immer wieder, mit wenigen Worten ganz große Emotionen auszulösen. Für mich ein absolutes Herzensbuch. 🥹🫶🏻

Wieder ein mega Buch von Matt Haig. Ich fand die Mitternachtsbibliothek ja schon sehr tiefgründig und dieses Buch ist es ebenso. Auch das Christoph Maria Herbst das Buch liest, war eine sehr gute Wahl. Klare Empfehlung für alle die Tiefgang in ihrer Lektüre mögen Inhaltsangabe (Quelle Amazon) Das Buchereignis des Frühjahrs 2026: Der neue Roman von Matt Haig, dem Autor des internationalen Millionen-Bestsellers und der TikTok-Sensation Die Mitternachtsbibliothek. Stell dir vor, dein Leben zieht im Zeitraffer an dir vorbei. Was würdest du noch einmal erleben wollen? Welche Momente – und welche Menschen – zählen wirklich? Wilbur hätte nicht gedacht, dass er Agnes Bagdale noch einmal begegnen würde. Als Kind war der Buchladen der alten Dame in Sheffield sein Zufluchtsort, nicht nur wegen seiner geliebten Bücher. Bei Bagdale's Bookshop konnte er die Probleme zu Hause einen Moment vergessen. Und dort begann seine eigene Laufbahn als Buchhändler. Jetzt, Jahrzehnte später, ist Wilbur erfolgreich, einsam und am Ende seines Lebens angekommen. Doch statt dem Tod wartet ein rätselhafter Zug auf ihn. Und Agnes. Sie nimmt ihn mit, zurück durch die Zeit, auf eine Reise, die ihn seine bedeutsamsten Momente noch einmal durchleben lässt. Die glücklichsten Momente, wie damals in den Flitterwochen in Venedig mit seiner großen Liebe Maggie. Aber auch die schlimmsten, in denen er alles verlor. Schon bald begreift er, wie viel er hätte anders machen wollen. Eine zauberhafte Geschichte über Liebe, zweite Chancen und die lebensverändernde Kraft der Bücher aus der Welt der Mitternachtsbibliothek Wunderschöne Ausstattung mit Elementen, die im Dunkeln leuchten Entdecken Sie auch die weiteren Romane von Bestsellerautor Matt Haig bei Droemer Knaur: Die Mitternachtsbibliothek, Die Unmöglichkeit des Lebens, Ich und die Menschen, Der fürsorgliche Mr. Cave, Die Radleys, Für immer, euer Prince, Nachricht von Dad
Zu kurz gedacht?
Spoilerfreie Meinung💕 Ein toll geschriebenes Buch, das der Mitternachtsbibliothek aber in der Botschaft nicht das Wasser reichen kann. Ich habe es sehr genossen, Wilburs Leben zu begleiten und auch seine Gedanken mit ihm gemeinsam zu reflektieren. Außerdem spielen Bücher selbst eine große Rolle. Es wird aufgezeigt, wieviel man aus diesen mitnehmen kann. Aus der Mitternachtsreise folgte ein guter Reminder, aber keine lebensverändernde Perspektive. Achtung, ab hier folgen Spoiler❗ Setting ⭐⭐⭐⭐ Es gab so viele tolle Orte in dieser Zeitreise. Begonnen mit Milchbars in den 60ern, Diskos in den 80ern, endet man im Jahr 2026 in einer großen Villa mit Tennisplatz. Eins haben Matt Haig und ich gemeinsam: Die Liebe zu Venedig, die sich wirklich durch das ganze Buch zieht. Durch viele zeitliche Sprünge steht aber der Protagonist im Vordergrund, weniger eine bestimmte Atmosphäre. Charaktere ⭐⭐⭐,5 Wilbur ist vielleicht nicht der sympathischste Mann, aber genau das ist am Ende der Punkt. Im Zurückschauen fällt ihm auf, wie oft er Maggie nicht beachtet hat. Wie oft er nicht bei ihr war. Dass er Charlie einfach gefeuert hat, ohne ihn wertzuschätzen, um dann doch noch mal anzukriechen. Das sind alles Punkte, die ihn zu einer Person macht, die man eigentlich nicht mag. Dafür konnte ich aber Verständnis aufbringen, da man sein altes Ich (den Geist) beim Reflektieren begleitet. Der Venedig-Wilbur war mir sympathisch, weil er versuchte, seine Perspektive zu ändern. Wilburs Liebe zu Maggie ist wirklich süß. Maggie wollte ich einfach umarmen, da Wilbur sie wirklich nicht gut behandelte. Ich wäre auch sehr neugierig gewesen, wie ihr Leben nach der Trennung aussah. Was verleitete sie dazu, nun anzurufen? Wie erging es ihr in all den Jahren? Das wurde leider nicht mehr aufgegriffen. Charlie & Claudette waren für mich zunächst zwei Nebencharaktere, die ganz nett sind, aber ohne großen Einfluss auf die Geschichte. Dachte ich. Und dann wurde gezeigt, was für ein toller Freund Charlie ist und was er alles für Wilbur tut. Das hat mir bei Claudette und auch Doreen (der Freundin von Maggie aus der Jugend) gefehlt. Ich wusste zwar, sie sind gut befreundet, aber das war auch schon alles. Miss Bagdale fühlte sich für mich ähnlich an. Sie hatte eine Aufgabe, in der Geschichte, aber mehr auch nicht. Für mich reichte das aber hier total aus. Genau wie Miss Graham, haben einige Menschen auf unser Leben einen großen Einfluss, ohne dass sie uns besonders nahestehen. Ganz schön fand ich eine Begegnung mit Nora Seed, aus der Mitternachtsbibliothek. Sie arbeitet hier nun als seine Klavierlehrerin, wahrscheinlich in einem ihrer vielen Bücher. Handlung ⭐⭐⭐,5 Das Fazit des Buches war für mich "Weniger arbeiten, mehr Leben". Das ist auch wirklich ein guter Reminder, aber eben nichts, was man nicht schon oft gehört hat. Im Rückblick wirkte das Leben für Wilbur sehr traurig, sodass er es verändern wollte. Es wurde nur sehr kurz angeschnitten, dass es nach einem Eingriff auch zu anderen negativen Lebensverläufen kommen könnte. Es wirkt ein wenig so, als wäre nun alles gut, nur weil er den Fokus auf seine Liebsten und nicht auf seine Arbeit legt. Das ist wirklich wichtig, aber es gibt noch soviele andere Bereiche, in denen Sorgen entstehen könnten. Am Ende weiß ich aber nicht, wie Wilburs neuer Lebensverlauf wirklich aussieht. Reicht das Geld aus, um zu leben? Bleibt die Liebe so bestehen? Teilweise hoffte ich, dass der kleine Wilbur all diese Erfahrungen machen musste, um zu erkennen, was wichtig im Leben ist. Gleichzeitig wünschte ich mir, dass er sein Leben aus dem Jenseits verändert. Außerdem hatte ich das Gefühl, dass viele Themen mit eingebracht wurden. Von Ungerechtigkeiten, Tod, verschiedene Lebensentwürfen bis hin zu Generationskonflikten, psychischer Gesundheit, finanzieller Unabhängigkeit und Beziehungsproblemen, war alles dabei. Für mich hat es aber alles Sinn ergeben und sich wie ein Puzzle ineinander eingefügt. Trotzdem ließ es mich ab und zu schmunzeln, wie aktuell die Themen sind (auch wenn das Buch zunächst im 20. Jahrhundert spielt). Schreibstil-Gefühl ⭐⭐⭐⭐ Für mich fühlte sich der Schreibstil sehr fließend mit einigen Metaphern an. Es entstanden tolle Zitate, die mich am Lesen hielten. Trotzdem gab es ein paar Längen, wo es eher um die Begleitung des Lebens, als um die Charakterentwicklung ging. Unterhaltung ⭐⭐⭐⭐ Ich hatte Spaß beim Lesen, weil ich die Begleitung durch sein Leben mit all seinen Gedanken spannend fand. Das Fazit war für mich im Nachhinein ein bisschen zu kurz gedacht. Mein Lieblingszitat✍️ "Ich weiß, dass du in deiner Jugend viel durchgemacht hast, genau wie ich. Aber wir können uns nicht für alle Zeiten davon gefangen nehmen lassen. Ich kann dich nicht heilen." Es zeigt so gut, dass es schlimme Erfahrungen gibt, die wir sogar ein ganzes Leben mit uns rumtragen können. Aber vielleicht steht ein besseres Leben bevor, wenn man versucht, es aufzuarbeiten. Denn auch eine Partnerin, so sehr, sie das Leben auch erhellt, kann dir die Erfahrung nicht nehmen. Das ist nicht ihre Aufgabe, sondern deine.
Gefühle der Nacht
Wie ein nostalgischer Windhauch, welcher an einen vorbeizieht, längst vergessene Erinnerungen mit sich bringt, Entscheidungen Revue passieren lässt, den Halt zum Leben für einen Augenblick löst, bis zur Rückkehr zum Boden, zum Leben. Nach meinem melancholischen Besuch in einer gewissen Bibliothek, entführte mich Matt Haig dieses Mal auf eine Reise mit einem gewissen Zug. Ebenso melancholisch wie vielschichtig. Einzelne Sätze zogen in dieser intensiven Fahrt aus inner- und zwischenmenschlichen Konflikten viel zu schnell an mir vorbei, nagten sich jedoch an mir und sorgten immer wieder für eine emotionale Tiefe, die mich noch tiefer traf. Eine unvergleichliche Atmosphäre. Eine wundervolle Sprache, kurz und prägnant. Spannende Charakterzeichnungen und Liebe zum Buch. Eine Geschichte, die sich beim Lesen wie eine ruhige, nachdenkliche Fahrt bei Nacht anfühlt und nach dem Beenden wie ein Zug, der mit rasendem Tempo vorbeifährt und dessen Wind, den er mitbringt, die Gedankenwelt für einen kurzen Augenblick aufwirbelt.
Matt Haig hat es wieder getan
Für Wilbur war es die Zeit mit Maggie, der Liebe seines Lebens. Sein persönliches Lebensglück hatte seinen Höhepunkt in den Flitterwochen in Venedig. Bevor er all das aufgegeben hat für den scheinbaren Erfolg. Jahre später, im Augenblick seines Todes, bekommt er die Möglichkeit, mit dem Midnight Train in der Zeit zurück zu reisen. Es handelt sich nicht um eine klassische Fortsetzung von „Die Mitternachtsbibliothek“, sondern um eine neue Herangehensweise an dasselbe Thema: Wie können wir das bestmögliche Leben führen? Als jemand, der als junger Erwachsener dem Tod so nahe war, bietet Haig Einblicke, die mich wirklich tief berühren. An manchen Stellen musste ich weinen. Ich habe so viele Zitate markiert, dass sie kaum auf die eine Seite meines Lesetagebuchs gepasst haben. Das Buch wird mich noch lange begleiten. “Doesn’t the mundane starch of reality always turn to sugar with memory? Wasn’t that just what nostalgia was?” - S. 130 “Sometimes everything you need isn’t so far from where you start.” - S. 158 “These are the good old days. We are living them.” - S. 290

Abgeholt 🙏🏼
Nachdem ich bereits ein anderes Buch des Autors gelesen hatte, war ich bei Die Mitternachtsreise ehrlich gesagt etwas vorsichtig. Das vorherige Buch fand ich zwar gut, aber den großen Hype darum konnte ich persönlich nicht ganz nachvollziehen. Entsprechend gespannt war ich, ob mich dieses Buch mehr überzeugen würde – oder ob ich am Ende wieder mit einem ähnlichen Gefühl zurückbleiben würde. Tatsächlich brauchte die Geschichte bei mir etwas Anlaufzeit. Im ersten Viertel des Buches war ich noch nicht vollständig gepackt und wusste nicht so recht, in welche Richtung sich alles entwickeln würde. Umso überraschter war ich davon, wie sehr mich die Geschichte im weiteren Verlauf berührt hat. Ohne zu viel vorwegnehmen zu wollen: Dieses Buch hat bei mir genau die Themen angesprochen, die aktuell in meinem eigenen Leben eine große Rolle spielen. Es hat mich an den richtigen Stellen abgeholt, zum Nachdenken angeregt und mir gleichzeitig ein Gefühl von Trost und Geborgenheit vermittelt. Manche Bücher kommen genau zum richtigen Zeitpunkt – und Die Mitternachtsreise war für mich genau so ein Buch. Besonders hervorheben möchte ich auch das Hörbuch. Der Sprecher hat einen großartigen Job gemacht und die Atmosphäre der Geschichte wunderbar transportiert. Dadurch wurde das Hörerlebnis für mich noch intensiver. Außerdem hatte das Buch für mich genau die richtige Länge: nicht unnötig in die Länge gezogen, aber auch nicht zu kurz. Die Geschichte konnte sich entfalten, ohne jemals langatmig zu werden. Dass ich das Buch bereits einem Freund in einer ähnlichen Lebenssituation empfohlen habe, spricht eigentlich schon für sich. Ich würde es jederzeit wieder empfehlen und kann mir sogar sehr gut vorstellen, es irgendwann noch einmal zu lesen – und das will bei mir etwas heißen, denn normalerweise ist das überhaupt nicht mein bevorzugtes Genre. Für mich war Die Mitternachtsreise eine berührende, hoffnungsvolle und genau zur richtigen Zeit kommende Geschichte. Ein absolutes Highlight und ganz klar 5 von 5 Sternen.
unglaublich schön 🩵
genau wie die mitternachtsbibilothek hat mich das buch so gefesselt! ich bin durch jede emotion mindestens 3x durch und hab letztlich rotz und wasser geheult. ich liebe die art, wie matt haig es schafft jeden satz zu etwas poetischem zu formen. ganz großes highlight und absolutes must read!!!
Eine Reise durchs Leben
Wer sich bei Matt Haig und dem Titel an die Mitternachtsbibliothek erinnert fühlt, liegt gar nicht so falsch. Doch im Gegensatz zur Mitternachtsbibliothek, die zwischen Leben und Tod existiert und den Besuchern eine Option für deren Leben bietet, kann man bei der Mitternachtsreise sein Leben nach dem Tod Revue passieren lassen. Und so begleiten wir hier Wilbur, der mit dem Zug noch einmal die wichtigsten Momente bzw. Stationen seines Lebens erlebt und sich die Frage stellt: War das wirklich der beste Verlauf? Welche Erlebnisse bzw. Abzweigungen hätte er lieber genommen? Und kann man nicht vielleicht doch etwas an seinem Lebensverlauf ändern, wenn man nun schon die entscheidenden Momente erneut erleben kann? Denn im Rückblick scheinen einige Entscheidungen doch nicht die beste Wahl gewesen zu sein... Neben dieser Reise spürt man noch etwas ganz entscheidendes: die Liebe zur Literatur! Denn Wilbur war ein großer Buchhändler und es gibt häufig Verweise auf wichtige Werke für den Protagonisten. Ein ruhiger Roman in der Retrospektive und die Erkenntnis, das Ehrgeiz und beruflicher Erfolg nicht das wichtigste im Leben sind.
Eine Liebesgeschichte mit viel Herz und viel zum Nachdenken
Wir begleiten Wilbur nach seinem Tod durch den Mitternachtszug . Man erfährt vieles über sein Leben und warum auch Seelenverwandte auf einmal nicht mehr das wichtige im Leben sind . Es geht um viel Reue und um viele Dinge wie wichtig das Leben ist und es zu leben. Lieblingszitate: "Es kommt nicht auf die Länge der Zeit an sondern auf ihre Intensität." " Manchmal ist alles , was man braucht , gar nicht so weit von dort entfernt , wo man anfangen hat." " Das unglaubliche Ärgerliche am Todsein war , dass man endlich seine Prioritäten kannte, aber nicht mehr handeln könnte , weil es zu spät war ." Ein Buch zum Nachdenken .
Die Zukunft gibt es nicht, denn wenn die Zukunft ist, dann ist sie schon Gegenwart und bald Vergangenheit.
Die wichtigen Momente des Lebens noch mal erleben – und vielleicht sogar seinem früheren Ich etwas mitgeben – wer von uns hat nicht schon einmal daran gedacht. Wilbur kann nach Ende seines Lebens genau das: Der Mitternachtszug kommt und bringt ihn zurück an die Momente, die für seine Entwicklung, für sein Leben wichtig waren. Das sind nicht immer nur die schönen Momente, sondern gerade auch die schwierigen. Schon die Mitternachtsbibliothek hat mich mit ihrer Prämisse nach dem Tod noch einmal in Teile des Lebens zurückzukehren fasziniert. Das Buch habe ich damals verschlungen und geliebt. Eine weitere meiner Leidenschaften neben Büchern – oder manchmal auch nur eine weitere Sache, die ich einfach oft mache – sind Züge. Und ja, meine Vermutung, dass auch die Mitternachtsreise auf eine Art vergleichbar ist mit der Mitternachtsbibliothek, hat sich bewahrheitet. Allerdings haut mich dieser Roman nicht mehr in gleichem Maße um wie die Mitternachtsbibliothek. Also, natürlich ist das Buch gut und interessant. Und auch dieses Buch – dieses Mal als Hörbuch, dem man nur allzu gut folgen konnte – habe ich verschlungen. Aber es kommt mir nicht mehr so genial vor, wie es bei der Mitternachtsbibliothek der Fall war. Trotzdem handelt es sich um eine schöne Geschichte, die an der ein oder anderen Stelle durchaus zum Nachdenken anregt und die ich euch auf jeden Fall ans Herz legen möchte!
Die Reise zu seinem wahren Selbst
Nach der Mitternachtsbibliothek geht die Reise nun weiter. Diesmal im Mitternachtszug. Der spirituelle Nachfolger des TikTok-Erfolgs greift erneut das bekannte Prinzip auf und so begleiten Leser*innen den kürzlich verstorbenen Wilbur auf einer Reise durch sein vergangenes Leben. Zunächst dachte ich, jeder Mensch hätte seinen ganz persönlichen Ort zwischen Leben und Tod. Ein Bibliothekar landet in der Mitternachtsbibliothek, also müsste auch Wilburs Zwischenwelt etwas mit ihm selbst zu tun haben. Stattdessen führt die Reise in einen Zug ohne erkennbaren Bezug zu seiner Person. Hier wurde Potenzial verschenkt. Emotional funktioniert das Konzept dennoch wieder gut. Wilbur erlebt seine glücklichsten Momente erneut, aber auch seine schmerzhaftesten. Vor allem begegnet er der Version seiner selbst, die ihm am meisten entsprach: seinem wahrsten Ich. Der Roman stellt dabei die Frage, wie sehr Entscheidungen unser Leben formen und was passiert, wenn man sich immer weiter von der Person entfernt, die man eigentlich sein möchte. Da das Grundkonzept dem ersten Buch stark ähnelt, wiederholen sich allerdings auch viele Botschaften. Teilweise hatte ich das Gefühl, die Mitternachtsbibliothek noch einmal zu lesen, nur mit anderem Setting und anderer Hauptfigur. Große Aha-Momente bleiben deshalb eher aus. Positiv hervorheben möchte ich den Blick auf das Umfeld. Das Buch zeigt, wie Entscheidungen nicht nur uns selbst verändern, sondern auch die Menschen um uns herum beeinflussen. Was opfern sie? Welche Auswirkungen tragen sie mit? Passend zur Reise durch Wilburs Erinnerungen sind die Kapitel sehr kurz gehalten. Dadurch entsteht eine schnelllebige Leseerfahrung, bei der man ständig „nur noch ein Kapitel“ lesen möchte. Interessant wurde es besonders ab der Hälfte, als zusätzlich die Perspektive des Wilbur eingeführt wurde, der sein wahres Selbst lebt. Die Entwicklung seines Wesen durch den Erfolg blieb für mich jedoch zu schwammig. Insgesamt erneut ein tiefgründiger Roman von Matt Haig. Emotional, leicht zugänglich und voller Denkanstöße, aber für mich nicht sein stärkstes Werk.
Das Buch hat was in mir verändert
Einfach genial! Dieses Buch hat so viel mit mir gemacht. Ich habe so viel mitnehmen können und auf viele Sachen eine anderen Blickwinkel bekommen. Habe es innerhalb eines Tages komplett gelesen. Der Schreibstil war anfangs sehr ungewohnt, weil er doch sehr einzigartig ist. Aber man kommt schnell rein und dann lest man das Buch auch sehr gut weg. Absolute Empfehlung
Description
When your life flashes before your eyes, where would you stop?
No one can change the past, but the Midnight Train can take you there.
The chance to re-live the moments that meant most.
>For Wilbur his best days were with Maggie, the love of his life. On his honeymoon in Venice.
Before he gave it all away.
He wishes he could go back and live differently. But to do so risks everything . . .
A magical, time-travelling love story, from the world of The Midnight Library.
Book Information
Posts
Warmherzig, klug und voller schöner Gedanken. Ein Buch, das mich wieder mal tief berührt hat 😊😍
Die Mitternachtsreise hat mich tatsächlich noch mehr berührt als Die Mitternachtsbibliothek – und das hätte ich vorher nicht gedacht. Schon die Gestaltung des Buches hat mich direkt abgeholt. Das Cover ist wunderschön und dass Teile davon im Dunkeln leuchten, fand ich richtig toll. Auch unter dem Schutzumschlag steckt so viel Liebe zum Detail. Bevor ich überhaupt angefangen hatte zu lesen, hatte ich schon Lust auf die Geschichte. 😍 Und dann dieser Schreibstil. Ich kann ihn kaum anders beschreiben als wunderschön. Er ist klar, leicht zu lesen und gleichzeitig voller Wärme. Ich war sofort in der Geschichte drin und wollte diese Reise am liebsten gar nicht mehr verlassen. Die Idee des Mitternachtszuges hat mich von Anfang an begeistert. Was zunächst wie eine besondere Reise wirkt, entwickelt sich zu einer Geschichte voller Erinnerungen, Begegnungen und Gedanken, die lange nachhallen. Wilbur ist mir schnell ans Herz gewachsen. Nicht weil er perfekt ist, sondern weil er sich so menschlich anfühlt. Seine Geschichte hat mich oft nachdenklich gemacht und immer wieder berührt. Meine Lieblingsfigur war Maggie. Besonders schön fand ich die vielen kleinen Zufälle und leisen Begegnungen, die ihre Geschichte prägen. Gerade diese unscheinbaren Momente haben mich oft mehr berührt als die großen. Was mich außerdem besonders abgeholt hat, war die Liebe zu Büchern, die sich durch den gesamten Roman zieht. Der Buchladen, die Gespräche über Literatur, Geschichten, Kunst und Musik – all das ist ein wichtiger Teil dieser Geschichte. Als jemand, der Bücher, Kunst und Geschichten liebt, habe ich mich darin unglaublich wohlgefühlt. Anfangs haben mich nicht alle Rückblenden gleichermaßen gepackt. Je weiter ich gelesen habe, desto mehr haben sie mich erreicht. Irgendwann ergibt alles ein großes Ganzes und genau das hat mir sehr gefallen. Für mich lebt dieses Buch nicht von Spannung oder großen Wendungen. Es lebt von seinen Gedanken, seinen Figuren und den Gefühlen zwischen den Zeilen. Ich habe unglaublich viele Stellen markiert. Nicht unbedingt wegen der Handlung, sondern wegen der Gedanken, die darin stecken. Ein Satz ist mir besonders im Gedächtnis geblieben: „Bücher sind wie Spiegel für die Seele.“ Und genau das ist dieses Buch für mich geworden. Je weiter ich gelesen habe, desto mehr hatte ich das Gefühl, dass Matt Haig genau das schafft, worüber er schreibt. Jeder Leser wird an anderen Stellen hängen bleiben, andere Gedanken mitnehmen und andere Gefühle empfinden. Dieses Buch spricht über Bücher als Spiegel der Seele und wird selbst zu einem solchen Spiegel. Ich hatte während des Lesens immer wieder das Gefühl, dass Matt Haig einen Gedanken ausspricht und anschließend genau dieses Gefühl beim Leser auslöst. Das fand ich unglaublich gelungen. Ich habe viel markiert, viel mitgenommen und viel gefühlt. Genau das macht für mich ein besonderes Buch aus. Die Mitternachtsreise ist für mich ein absolutes Herzensbuch geworden und landet direkt auf meiner Lieblingsbuchliste. Es ist traurig, hoffnungsvoll, warmherzig, klug und voller Menschlichkeit. Ein Buch, das lange nachhallt und das ich jedem empfehlen würde, der Bücher liebt und Geschichten sucht, die einen nicht nur unterhalten, sondern auch begleiten. Vielen Dank für das Rezensionsexemplar.

Hörbuch-Rezension 🎧
Manchmal braucht es nur einen Zug, ein Fenster und die Erinnerungen eines ganzen Lebens, um alles in Frage zu stellen. Matt Haig nimmt uns in Die Mitternachtsreise mit auf eine Reise, die weit über Gleise und Bahnhöfe hinausgeht. Protagonist Wilbur blickt auf sein Leben zurück – auf Entscheidungen, Verluste, Liebe und all die Momente, die einen Menschen formen. Was dabei entsteht, ist ein leises, aber tiefes Nachdenken darüber, was es eigentlich bedeutet, wirklich zu leben. Die größte Stärke des Buches liegt in seiner emotionalen Ehrlichkeit. Haig schreibt über Dinge, die universell sind – Reue, Sehnsucht, Vergeben – ohne dabei je pathetisch zu werden. Die kurzen Kapitel lesen sich wie einzelne Atemzüge. Man ist ständig versucht, noch ein bisschen weiterzumachen. Was mich besonders berührt hat: der Blick auf das Umfeld der Hauptfigur. Wie Entscheidungen nicht im Vakuum passieren, sondern Wellen schlagen – in alle Richtungen, zu allen Menschen, die uns nahestehen. Allerdings bleibt ein kleiner Wermutstropfen: Wer Die Mitternachtsbibliothek kennt, wird sich thematisch vertrautem Terrain bewegen. Haig bleibt seinen Kerngedanken treu – manchmal vielleicht etwas zu treu. Zum Hörbuch: Ich habe die Geschichte über Kopfhörer erlebt, gesprochen von Christoph Maria Herbst. Und hier muss ich ehrlich sein – sein Stil hat mir persönlich nicht immer gut gefallen. Er ist absolut eine Frage des Geschmacks, und ich bin sicher, dass viele seine Interpretation lieben. Für mich persönlich hat es die Magie mancher Szenen etwas gebrochen. Trotzdem: Die Mitternachtsreise ist ein warmes, kluges Buch, das lange nachwirkt. Für alle, die sich gerne von Literatur emotional erwischen lassen.
Das Buchcover leuchtet im Dunkeln 😍😍🌙🌙🌙
„Stell dir vor, dein Leben zieht im Zeitraffer an dir vorbei. Was würdest du noch einmal erleben wollen ?“ Ein emotionales und schönes Buch, was sehr zum Nachdenken anregt. Mehr Leben … weniger Arbeiten. Es war sehr schön geschrieben, kurze Kapitel , an manchen Stellen etwas ausgedehnt. Rundum ein schönes, warmherziges Buch 📖

„Die Mitternachtsreise“ von Matt Haig 🚂✨
Nachdem mich Die Mitternachtsbibliothek begeistert hat, waren meine Erwartungen hoch – und Die Mitternachtsreise (gelesen und gehört) hat sie absolut erfüllt! Wer das erste Buch mochte, wird auch dieses ergreifende und tiefgründige Werk lieben. Worum geht es? Während die Bibliothek 📚 von unendlichen Möglichkeiten handelte, blickt der Mitternachtszug 🚂 reflektierend auf das bereits gelebte Leben zurück. Im Stil von Dickens "A Christmas Carol" reisen wir mit dem wunderbaren Protagonisten Wilbur rückwärts durch seine Biografie – vorbei an banalen Momenten, Schicksalsschlägen und schmerzhaften Erinnerungen. Begleitet wird er von Agnes, seiner Zugführerin, die einfach eine absolute Wucht ist. Das Ende der Reise ist durchweg stimmig und macht zufrieden ❤️ Kernthemen und Metapher Die Zugfenster dienen in der Geschichte als kraftvolle Metapher und ungefilterter Spiegel der Seele. Sie zwingen Wilbur – und damit auch uns Lesende –, hinter die eigene Fassade zu blicken. In einer sehr poetischen Schreibweise verwebt Matt Haig dabei kluge Lebensweisheiten und unvergessliche Zitate miteinander. Er setzt sich tiefgründig mit der Last des Bereuens auseinander und wirft die Frage auf, wer von uns nicht gerne etwas in der Vergangenheit ändern würde. Gleichzeitig feiert der Roman die Entschleunigung und das Ankommen im Hier und Jetzt, während er die komplexe Natur der Liebe sowie die befreiende Kraft der Vergebung beleuchtet. Das Hörbuch-Highlight Ich habe das Hörerlebnis extrem genossen! Christoph Maria Herbst spricht Wilbur und Agnes mit einer wunderschönen Tiefe. Dank ihm konnte ich noch tiefer in diese magische Geschichte eintauchen. Fazit: Ein berührendes, weises Buch, das lange nachhallt. Große Lese- und Hörempfehlung
„Die Mitternachtsreise“ von Matt Haig – ein Hörbuch, das berührt, heilt und lange nachhallt
Rezensionsexemplar des Hörbuches zur Verfügung gestellt von NetGalley Mit „Die Mitternachtsreise“ erschafft Matt Haig erneut eine Geschichte, die gleichzeitig sanft, melancholisch, hoffnungsvoll und tief bewegend ist. Dieses Hörbuch ist weit mehr als nur eine schöne Geschichte – es ist eine emotionale Reise über Reue, zweite Chancen, mentale Gesundheit und die Frage, was ein erfülltes Leben wirklich ausmacht. Also Themen die ansprechen, bewegen und den Zeitgeist treffen. Schon nach den ersten Minuten war ich vollkommen in dieser nächtlichen, fast magischen Atmosphäre gefangen. Matt Haig besitzt die besondere Fähigkeit, schwere Themen leicht wirken zu lassen, ohne ihnen ihre Bedeutung zu nehmen. Auch wenn ich das Hörbuch gehört hab, so konnte ich dennoch den Schreibstil gut erkennen und empfand diesen als ruhig, poetisch und unglaublich nahbar. Er schreibt mit einer emotionalen Ehrlichkeit, die direkt ins Herz trifft. Jeder Satz wirkt durchdacht, voller Gefühl sowie tiefen Emotionen und gerade als Hörbuch war dies sehr angenehm und leicht zu hören. Gerade die philosophischen Gedanken über Entscheidungen, verpasste Möglichkeiten und Selbstakzeptanz regen lange zum Nachdenken an. Die Geschichte selbst entfaltet sich ruhig, aber unglaublich intensiv. Ohne zu viel vorwegzunehmen: Im Mittelpunkt steht eine Frau, die an einem Wendepunkt ihres Lebens angekommen ist und plötzlich die Möglichkeit erhält, alternative Wege ihres Lebens zu erleben – Leben, die hätten sein können. Dabei geht es nicht nur um große Entscheidungen, sondern auch um die kleinen Momente, die uns formen. Die Handlung verbindet emotionale Tiefe mit einer fast träumerischen Atmosphäre und entwickelt dabei eine enorme Sogwirkung. Besonders stark sind die Figuren geschrieben. Sie fühlen sich echt an – verletzlich, menschlich und voller innerer Konflikte. Man erkennt sich selbst in vielen Gedanken und Ängsten wieder. Genau das macht dieses Hörbuch so besonders für mich: Es schafft Nähe. Man hört nicht einfach nur zu, man fühlt mit. Auch der Hörbuchsprecher macht hier einen fantastischen Job. Ich mag die Stimme von Christoph Maria Herbst sehr gerne und empfinde sie immer als sehr beruhigend, daher fand ich es super, dass er dieses Hörbuch spricht. Er passt perfekt und macht einen unglaublich guten Job! Seine Stimme trägt perfekt durch die emotionale und philosophische Stimmung der Geschichte. Mit viel Ruhe, Wärme und Feingefühl verleiht er den Figuren Tiefe und schafft es, die melancholischen, hoffnungsvollen und bewegenden Momente glaubwürdig einzufangen. Sein Lesestil ist angenehm unaufgeregt, aber dennoch intensiv – genau passend zu Matt Haigs Schreibweise. Besonders die emotionalen Passagen wirken durch seine Interpretation noch eindringlicher und authentischer. Man merkt, wie viel Atmosphäre und Gefühl er in jede Szene legt. Während des Hörens hatte ich immer wieder Gänsehautmomente. Manche Gedanken haben mich tief berührt, andere haben mich zum Nachdenken über mein eigenes Leben gebracht. Dieses Hörbuch schenkt Trost, Hoffnung und die Erinnerung daran, dass kein Leben perfekt sein muss, um wertvoll zu sein. Es ist eines dieser seltenen Bücher, die einen emotional auffangen und gleichzeitig inspirieren. Ich kann euch dieses Hörbuch wirklich ans Herz legen, denn es ist emotional, intelligent und unglaublich menschlich. Es macht Mut und es zeigt, dass Fehler, Zweifel und Unsicherheiten zum Leben dazugehören und völlig normal sind. Und weil es eine Geschichte erzählt, die man nicht nur hört, sondern fühlt. Eine wunderschöne, bewegende Hörbucherfahrung voller Wärme, Nachdenklichkeit und Hoffnung. Absolute Hörempfehlung!

Ich weiß nicht, wo sich die Vergangenheit verbirgt, aber dort werden wir uns begegnen. ⏳
Wilbur, ein erfolgreicher, aber einsamer Buchhändler, steht am Ende seines Lebens. Statt des Todes erwartet ihn jedoch eine außergewöhnliche Reise: Gemeinsam mit Agnes Bagdale, die ihm bereits in seiner Kindheit zur Seite stand, durchlebt er die wichtigsten Momente seines Lebens noch einmal. Zwischen glücklichen Erinnerungen und schmerzhaften Verlusten erkennt er, welche Entscheidungen er bereut und was ihm wirklich wichtig war. 🚂 „Die Mitternachtsreise“ von Matt Haig hat mich tief berührt und wird mich noch lange begleiten. Mit seiner einzigartigen Mischung aus Magie, Hoffnung und emotionaler Tiefe erschafft Haig eine Geschichte, die direkt ins Herz trifft. Schon von der ersten Seite an spürt man die besondere Atmosphäre, die nur wenige Autor*innen schaffen können. ✨ Die Charaktere sind durch ihre Ängste, Hoffnungen und Sorgen so authentisch und gefühlvoll dargestellt, dass man unweigerlich mit ihnen mitfühlt. Matt Haig meistert die Kunst, ernste Themen mit einer leichten, fast poetischen Erzählweise zu verweben, ohne die Tiefe der Geschichte zu opfern oder sie schwer wirken zu lassen. 💭 Besonders die ruhige, nachdenkliche Atmosphäre und die Begegnungen mit Menschen aus Wilburs Leben, die bleibende Spuren hinterlassen haben – sowohl positive als auch negative – haben mich tief berührt. Manche Szenen sind herzerwärmend und voller Hoffnung, während andere zutiefst schmerzhaft sind und mir Tränen in die Augen trieben. 🥺 „Die Mitternachtsreise“ erinnert in vielerlei Hinsicht an seinen Vorgänger „Die Mitternachtsbibliothek“. Man entdeckt während des Lesens immer wieder vertraute Elemente, ohne dass die Handlung vorhersehbar oder langweilig wird. Das Buch lässt sich jedoch auch ohne Kenntnis des Vorgängers problemlos genießen. Besonders der kleine „Gruß“ zum Ende aus „Die Mitternachtsbibliothek“ macht es aber lohnenswert, auch dieses Buch gelesen zu haben. ☺️ Matt Haigs bewegende Erzählung fängt die Essenz von Liebe, Verlust, Erinnerungen und zweiten Chancen ein. Mit wenigen Worten erzeugt er eine starke emotionale Wirkung. Dieses Buch ist für mich ein absolutes Herzensbuch und ich kann es nur wärmstens empfehlen! 🫶🏻

Spannend, warmherzig und mit vielen Lebensweisheiten.
Wilbur steht am Ende seines Lebens und blickt auf die Momente, Entscheidungen und Menschen zurück, die ihn geprägt haben. Dabei erkennt er manches erst jetzt wirklich: Wo hat er Fehler gemacht? Was hätte anders laufen können? Und gibt es vielleicht noch eine Möglichkeit, etwas zu verändern? Matt Haig erzählt eine Geschichte über die großen Fragen des Lebens: Was zählt am Ende wirklich? Karriere, Erfolg und Status – oder die Menschen, die wir lieben? Eine Botschaft, die vermutlich jeder kennt, die im Alltag aber oft in den Hintergrund gerät. Mir haben vor allem der warmherzige Ton und die philosophischen Gedanken gefallen. Die Geschichte liest sich angenehm und bleibt durchgehend interessant. Emotional hat sie mich allerdings nicht ganz erreicht. Durch die vielen fantastischen Elemente – parallele Welten und Eingriffe in die Vergangenheit – blieb ich eher auf Distanz. Auch einige der Lebensweisheiten wirkten auf mich vertraut und haben mir wenig Neues mitgegeben. Wer Bücher über Sinnsuche, Lebensentscheidungen und persönliche Entwicklung mag, könnte hier dennoch einen guten Einstieg finden.
Eine Reise voller Emotionen und Gedanken 📚🚂
„Die Mitternachtsreise“ ist das neue Buch von Matt Haig und natürlich musste ich es mir sofort holen. 📚✨ Bei diesem Buch handelt es sich um den Nachfolger von „Die Mitternachtsbibliothek“, wobei man es völlig unabhängig lesen kann. Trotzdem gab es einige kleine Easter Eggs, die mich als Fan besonders gefreut haben. 😊 Dadurch musste ich immer wieder an das vorherige Buch zurückdenken, was das Leseerlebnis noch schöner gemacht hat. Wie bereits der Vorgänger konnte mich auch dieses Buch wieder vollkommen überzeugen. Der unglaublich leichte, aber gleichzeitig tiefgründige Schreibstil von Matt Haig ist einfach unvergleichlich. ✨ Seine bildhaften Beschreibungen sorgen dafür, dass man das Gefühl hat, selbst mitten im Geschehen zu sein. Auch dieses Buch habe ich regelrecht verschlungen. 📖 Ich konnte es kaum aus der Hand legen, weil ich unbedingt wissen wollte, wie es weitergeht. Besonders spannend und emotional fand ich die Geschichte rund um den Protagonisten, der auf sein gelebtes Leben zurückblicken und die prägendsten Momente noch einmal erleben kann. Diese Mischung aus schönen, traurigen und nachdenklichen Augenblicken hat mich wirklich berührt. 💭💔 „Der einzige Weg zu lernen ist zu leben“ passt dabei einfach perfekt zur Botschaft dieses Buches. ✨ Für mich persönlich war das Leben des Protagonisten unglaublich realistisch geschrieben. Man konnte einfach nur mitfühlen. 🥺 Zudem behandelt das Buch keine weit hergeholten Themen, sondern Situationen und Gefühle, die vermutlich jeden Menschen irgendwann einmal treffen können. Vor allem das letzte Drittel des Buches hat mich emotional komplett zerstört.😭 Ich habe bei einem Buch wirklich noch nie so viel geweint wie hier. Alles in allem kann ich dieses Buch jedem Fan von „Die Mitternachtsbibliothek“ wärmstens empfehlen. ❤️ Es steht seinem Vorgänger in nichts nach. Tatsächlich könnte ich nicht einmal sagen, welches der beiden Bücher mir besser gefallen hat, weil beide auf ihre eigene Art etwas ganz Besonderes sind. Für mich definitiv wieder ein absolutes Highlight. 🌟

Zuerst einmal muss ich sagen, dass Christoph Maria Herbst das Hörbuch ganz toll gesprochen hat. Es war ein richtig schönes Hörerlebnis. Die Geschichte von Wilbur war wirklich interessant und das Konzept des Mitternachtszuges war spannend und neu für mich. Auch für mich als Hörerin war es eine emotionale Reise und ich fand das Ende herzerwärmend und berührend.
Eine faszinierende Reise am Lebensende
Wilbur ein erfolgreicher Unternehmer, der eine Buchhandlungskette mit mehr als 200 Filialen vor allem in Großbritannien aufgebaut hat, stirbt in seinem 81. Lebensjahr einsam auf seinem großen Anwesen in England. Obwohl er als Agnostiker nicht an die Ewigkeit glaubt, findet er seinen Geist auf einer Reise im Mitternachtszug und durchlebt mit einzelnen Stationen ähnlich den Haltestellen eines Zuges noch einmal sein ganzes Leben. Wilbur wächst in ärmlichen Verhältnissen mit seiner Mutter, die Alkoholikerin ist und seinem Bruder Dougie, der zu Kleinkriminalität und Gewaltausbrüchen neigt, in Sheffield auf. Obwohl Wilbur aufgrund exzellenter schulischer Leistungen ein Stipendium in Oxford erhält, kann er aufgrund eines großen Unglücks sein Studium nicht antreten. Stattdessen wird er Buchhändler in seiner Heimatstadt. Typisch für einen Narzisst, der er leider geworden ist, steht Erfolg und Geld im Vordergrund und im Laufe seines Lebens, gehen über Wilbur’s Streben nach Erfolg die wichtigsten Beziehungen seines Lebens in die Brüche. Der Geist von Wilbur erlebt all dies nochmal und sucht nach einer Möglichkeit, wie er das Leben im Nachhinein noch einmal verändern kann. Dieser Roman enthält so viele gute Aspekte, wie man sein Leben besser gestalten kann, wenn man die Prioritäten nicht auf Reichtum und Erfolg setzt. Die Mitternachtsreise ist für mich ein sehr empfehlenswertes Buch, dass ich vielleicht in 20 Jahren noch einmal lesen werde.
Absolut wunderbar und interessant
𝓦𝓮𝓻𝓫𝓾𝓷𝓰 - 𝓡𝓮𝔃𝓮𝓷𝓼𝓲𝓸𝓷𝓼𝓮𝔁𝓮𝓶𝓹𝓵𝓪𝓻 Hallo #bookis 👋 "Dᥱr ᥱιᥒzιgᥱ Wᥱg zᥙ ᥣᥱrᥒᥱᥒ, ιst zᥙ ᥣᥱbᥱᥒ." Dieses wunderschöne Zitat stammt aus #diemitternachtsreise vom wunderbaren @mattzhaig 🤗 Ich bin ein riesen Fan von #diemitternachtsbibliothek aus 2021, welches ich kürzlich extra nochmal angehört habe, um nun mit seinem neuesten Werk starten zu können, nur um festzustellen, dass man es völlig eigenständig lesen kann und keine Vorkenntnisse benötigt 😅 "Nιᥴht ᥕᥲs mᥲᥒ bᥱtrᥲᥴhtᥱt ιst ᥕιᥴhtιg, soᥒdᥱrᥒ ᥕᥲs mᥲᥒ sιᥱht." Der Erzählstil dieser sehr emotionalen und tiefgründigen Geschichte ist sehr sehr angenehm, sodass sowohl das Buch, als auch das Hörbuch wie im Flug vergehen. Der Protagonist hinterfragt im Augenblick seines bevorstehenden Todes viele Entscheidungen und wir begleiten ihn auf einer Reise durch die Nacht zu den wichtigsten Augenblicken seines Lebens! Wer die Mitternachtsbibliothek mochte, sollte unbedingt hier anknüpfen, das Buch ist wie eine Umarmung, aber auch wirklich bewegend und wenn man es zulässt, auch ein Anstoß sich und sein Leben zu hinterfragen. Ein Highlight für mich und bestimmt auch für dich! Das Hörbuch wird übrigens wirklich passend von #stromberg gesprochen, was kurz gewöhnungsbedürftig war, aber dann doch wirklich genial war! Dankeschön @droemerknaur und @argonverlag für die Rezensionsexemplare #netgalleyde
Thanks to Matt Haig, for being Matt Haig
The Midnight Train is one of those rare books that quietly sneaks into your heart and stays there long after you've finished the final page. Much like The Midnight Library, this story explores regret, love, and the choices that shape our lives, but it feels more reflective and emotionally mature in its approach. The novel follows Wilbur as he journeys through the defining moments of his past aboard the mysterious Midnight Train, confronting old mistakes and wondering whether a life can ever truly be understood while it's being lived. What I loved most was how human the story felt. Haig has a gift for taking big existential questions and presenting them in a way that is accessible, comforting, and deeply moving. Wilbur is a flawed but relatable protagonist, and his journey through memory, loss, and love made me reflect on my own life and the moments I often take for granted. The writing is simple yet powerful, filled with observations that make you pause and think. While the plot is magical and imaginative, the emotions at its core are wonderfully real. There were several moments that genuinely made me emotional, and a few that felt like gentle reminders to appreciate the people and experiences that matter most. If you enjoyed The Midnight Library, you'll find familiar themes here, but The Midnight Train stands confidently on its own. It's a heartfelt story about second chances, forgiveness, and learning that a meaningful life isn't measured by achievements but by the connections we make along the way. A warm, hopeful, and beautifully uplifting read that reminds us to cherish the journey while we're still on it.

Schon ziemlich lange wollte ich eine Geschichte von Matt Haig erleben. Mit seinem neuen Roman wurde das erste Kennenlernen endlich besiegelt und ich war ultra gespannt, denn im Vorfeld habe ich nur unzählige Schwärmereien vernommen. Allein die Storyidee fand ich wundervoll und wurde wie erhofft, unglaublich tief berührt. Matt Haig schafft es, auf eine feinfühlige Art nicht nur das Leben von Wilbur Revue passieren zu lassen, wo wir hautnah und emotional dabei sind, sondern ich musste beim Lesen regelmässig innehalten und über mein Leben nachdenken. Ich habe auf seiner Erinnerungsreise die Schmetterlinge im Bauch gespürt, aber auch die Verluste erlebt. Auf die einzelnen Erinnerungen und den Verlauf, werde ich nicht eingehen, um Euch nichts vorwegzunehmen. Jedoch kann ich preisgeben, dass mir die Erinnerungen an seine große Liebe am besten gefallen haben, bei denen meine Augen nicht trocken geblieben sind. Wilbur und Agnes haben mir beide als Hauptprotagonisten mehr als nur gefallen, denn ich habe beide in mein Herz geschlossen, aber auch die anderen Figuren mochte ich und fand jeden in seiner vergebenen Rolle charakterstark und liebenswert. „Die Mitternachtsreise“ ist eine Geschichte voller Hoffnung, starken Gefühlen, trostspendend, tief gehend und zum Nachdenken anregend. Ein Roman, der noch lange nachhallen und unvergessen bleiben wird. ❤️ Lesen! 5/5 ⭐️✨✨

Ein Buch zum Nachdenken..
Ich fand das Buch sehr spannend - allerdings ist es ein recht schwieriges Thema und man versinkt recht leicht. Es ist ein sehr „schweres“ Buch. Trotz allem fand ich es gut und es regt jedenfalls zum nachdenken an. Klappentext: Stell dir vor, dein Leben zieht im Zeitraffer an dir vorbei. Was würdest du noch einmal erleben wollen? Welche Momente – und welche Menschen – zählen wirklich? Wilbur hätte nicht gedacht, dass er Agnes Bagdale noch einmal begegnen würde. Als Kind war der Buchladen der alten Dame in Sheffield sein Zufluchtsort, nicht nur wegen seiner geliebten Bücher. Bei Bagdale's Bookshop konnte er die Probleme zu Hause einen Moment vergessen. Und dort begann seine eigene Laufbahn als Buchhändler. Jetzt, Jahrzehnte später, ist Wilbur erfolgreich, einsam und am Ende seines Lebens angekommen. Doch statt dem Tod wartet ein rätselhafter Zug auf ihn. Und Agnes. Sie nimmt ihn mit, zurück durch die Zeit, auf eine Reise, die ihn seine bedeutsamsten Momente noch einmal durchleben lässt. Die glücklichsten Momente, wie damals in den Flitterwochen in Venedig mit seiner großen Liebe Maggie. Aber auch die schlimmsten, in denen er alles verlor. Schon bald begreift er, wie viel er hätte anders machen wollen.

Ein absolut tröstliches Hörerlebnis – perfekt zum Abtauchen
Nachdem ich Die Mitternachtsbibliothek verschlungen hatte, musste ich mir Die Mitternachtsreise einfach direkt als Hörbuch holen. Und ich wurde nicht enttäuscht: Matt Haigs Geschichten eignen sich im Audio-Format einfach perfekt, um komplett abzuschalten und in diese ganz besondere, melancholisch-schöne Atmosphäre einzutauchen. Der Schreibstil ist gewohnt nahbar und tiefgründig, was durch die Vertonung noch einmal extrem verstärkt wird. Die philosophischen Fragen rund um das Leben und unsere eigenen Wege fühlen sich beim Hören fast wie ein gutes, intensives Gespräch mit einem Freund an. Man ertappt sich ständig dabei, wie man kurz auf Pause drückt, um über das gerade Gehörte nachzudenken. Die Charaktere und ihre Zweifel haben mich emotional total abgeholt. Ein kleiner Wermutstropfen war für mich, dass sich die Erzählung im Mittelteil ein wenig zieht. Manche Gedankengänge wiederholen sich, was beim Hören dazu geführt hat, dass meine Konzentration zwischendurch kurz abgewichen ist. Da hätte die Handlung etwas mehr Dynamik vertragen können. Trotzdem überwiegt am Ende ein zutiefst warmes, tröstliches Gefühl. Es ist das perfekte Hörbuch für lange Spaziergänge oder ruhige Abende, wenn man mal eine Pause vom lauten Alltag braucht. Eine absolute Empfehlung für die Ohren!
Philosophisch, tiefgründig und voller Gedanken, die noch lange nachhallen: „Die Mitternachtsreise“ von Matt Haig konnte mich genauso begeistern wie damals „Die Mitternachtsbibliothek“. Nach seinem Tod darf Wilbur mit dem Mitternachtszug reisen und dadurch prägende Momente seines Lebens noch einmal quasi als Außenstehender betrachten. Dabei lernt er, worauf es in diesen Augenblicken wirklich ankam, wie sie sein Leben beeinflusst haben und was er vielleicht hätte anders machen können. Matt Haig hat meiner Meinung nach das Talent, mit unspektakulären, ruhigen Sätzen jede Menge Gefühl und Tiefgründigkeit zu vermitteln. Beim Lesen wurden bei mir sämtliche Emotionen ausgelöst – von Glückseligkeit bis hin zu Traurigkeit. Vor allem hat mich der Roman jedoch motiviert: dazu, beim Rückblick auf mein eigenes Leben mehr positiv berührende Momente vorzufinden als Momente der Angst oder des Stillstands. Der Roman beschäftigt sich außerdem mit der Flüchtigkeit des Augenblicks und damit, dass wir seinen Wert oft erst im Nachhinein erkennen. Es geht um die Wertschätzung unserer Mitmenschen, um wahre Freundschaft und um die Akzeptanz, dass sich die Vergangenheit nicht ändern lässt und wir lernen müssen, das Beste daraus zu machen. Ein tolles Extra: Buchhandlungen und die Liebe zu Büchern spielen eine zentrale Rolle. Ich kann „Die Mitternachtsreise“ jedem ans Herz legen, der Literatur mag, die zum Nachdenken anregt und zugleich wachrüttelt. Ein Hauch Nostalgie und eine Prise Magie machen dieses Buch zusätzlich zu einem ganz besonderen Leseerlebnis!
Ein berührendes Highlight
„Die Mitternachtsreise“ von Matt Haig ist ein Buch, das mich tief berührt und noch lange nach dem Lesen begleitet hat. Mit seiner besonderen Mischung aus Magie, Hoffnung und emotionaler Tiefe schafft Matt Haig erneut eine Geschichte, die direkt ins Herz geht. Schon ab den ersten Seiten spürt man diese besondere Atmosphäre, die nur wenige Autoren erschaffen können. Die Geschichte lädt dazu ein, innezuhalten und über das Leben, Entscheidungen und die kleinen Wunder des Alltags nachzudenken. Dabei schafft es Matt Haig, ernste Themen mit einer leichten, fast poetischen Art zu erzählen, ohne dass die Geschichte jemals schwer wirkt. Besonders beeindruckt hat mich, wie gefühlvoll die Charaktere geschrieben sind. Ihre Gedanken, Ängste und Hoffnungen wirken unglaublich echt, sodass man sofort mit ihnen mitfühlt. Gleichzeitig steckt das Buch voller Wärme, Trost und der Botschaft, dass selbst in dunklen Momenten immer irgendwo ein Licht wartet. Der Schreibstil ist ruhig, bildhaft und wunderschön emotional. Manche Sätze möchte man sich am liebsten markieren, weil sie so viel Wahrheit und Gefühl in sich tragen. „Die Mitternachtsreise“ ist deshalb nicht nur ein Roman, sondern ein Buch, das zum Nachdenken anregt und einen emotional auf eine ganz besondere Reise mitnimmt. Für mich ist dieses Buch ein echtes Herzensbuch, melancholisch, hoffnungsvoll und voller kleiner magischer Momente. Perfekt für alle, die Geschichten lieben, die nicht nur unterhalten, sondern auch die Seele berühren.
Der einzige Weg zu lernen ist zu leben.
Wilbur ist am Ende seines Lebens angekommen. Er lebt alleine in seinem großen Haus, leidet an Demenz und stirbt an „Herzschmerz“ nach einem Telefonat mit seiner ehemaligen Frau Maggie, die er das letzte Mal vor 30 Jahren gehört hat als sie ihn verlassen hatte. Als Wilbur stirbt, landet er plötzlich im Mitternachtszug und begibt sich mit der ehemaligen Buchhändlerin Agnes auf die Reise durch seine Vergangenheit. „Aber je mehr man einer Sache ausweicht, desto eher such sie einen heim.“ Es ist keine wirkliche Nachfolge von der Mitternachtsbibliothek, aber die beiden Bücher gehören definitiv zusammen. Im ersten Buch ging es um die Entscheidungen, die man im Leben trifft und das dazugehörige Leben, das man auf Basis der eigenen Entscheidungen dann lebt. Es ging darum, wie lebenswert das Leben ist In diesem Buch geht es um die Erfahrungen, die man gemacht hat, wenn das Leben vorbei ist. Das eigene Leben zu reflektieren, um für sich zu sehen, aus welchem Gründen hat man welche Entscheidung getroffen und was hätte man anders machen wollen. Ich nehme daraus mit, dass wir nicht bis zum Lebensende warten dürfen, um zu reflektieren. In kürzeren Abständen dürfen wir uns immer wieder fragen, ob wir noch auf dem für uns richtigen Weg sind. Wenn nicht, ist immer eine Kurskorrektur möglich. Wir haben nur das eine Leben. Macht es euch so fein wie möglich. Ein schönes Buch zum schmökern 💜
Lebst du dein Leben so das du nichts bereuen würdest, wenn du es im Zeitraffer noch mal betrachten könntest?
Die Mitternachtsreise Geschrieben von Matt Haig Gelesen von Christoph Maria Herbst Wenn du dein Leben noch mal von vorne betrachten könntest, würdest du alles noch mal ganz genau so machen? In diesem Roman von Matt Haig geht es genau darum. Wilbur, der als Kind oft in Bagdale's Bookshop Zuflucht gesucht hat. Konnte sich nie vorstellen Agnes, die Besitzerin des Buchladens noch einmal zu treffen. Später bekannt Wilburs Karriere in genau diesem Buchladen. Jetzt gehen Ende seines Lebens guckt er auf eine Karriere zurück die sich nicht lumpen lässt. Aber ist das alles? Die Einsamkeit die das ganze mit sich bringt war ihm kaum bewusst. Es wartet der Mittetnachtsexpress auf ihn. In diesem kann er all die bedeutenden Phasen seines Lebens noch einmal besuchen. Ob er in dieser Rückschau Glücklich ist über sein gesamtes Leben? Eingreifen in all das was passiert ist darf man natürlich nicht. Denn das würde ja den Lauf des Lebens verändern. Hält Wilbur das durch, im Angesicht dessen, das er ja weiß was alles passiert bis er hier an diesem Punkt ankommt? Mir hat es das ein oder andere Mal die Tränen in die Augen getrieben. Christoph Maria Herbst hat mich wirklich total mitgenommen in die Welt von Wilbur. Diese Geschichte regt mich zum Nachdenken an. Lebe ich mein Leben so ausgewogen das ich am Ende nichts bereuen würde? Vielleicht sollte man da mal drüber nachdenken.
„Sometimes everything you need isn’t so far from where you start.“
Ich muss gestehen, dass ich bis vor Kurzem noch kein einziges Buch von Matt Haig gelesen hatte. Obwohl mir seine Romane in Buchhandlungen ständig begegnen und online als absolute Highlights gefeiert werden, bin ich erst durch die begeisterte Empfehlung einer guten Freundin auf dieses Buch aufmerksam geworden. „Die Mitternachtsreise“ ist somit mein allererstes Werk von ihm. Ich bin völlig unvoreingenommen an diese Geschichte herangegangen, aber was ich dann auf diesen Seiten erlebt habe, hat mich auf eine Weise kalt erwischt, mit der ich niemals gerechnet hätte. Meine Freundin hatte absolut recht: Dieses Buch ist einfach wunderschön und hat mich tief im Herzen berührt. Die Handlung hat mich ab der ersten Seite komplett fasziniert, weil sie uns an einen Ort entführt, den wir uns wohl alle schon einmal insgeheim gewünscht haben. Nach seinem Tod findet sich die Hauptfigur Wilbur an einem rätselhaften Bahnsteig wieder, wo er überraschend von einer alten Dampflok abgeholt wird. Auf dieser Reise erwartet ihn keine Geringere als Mrs Agnes Bagdale. Als Kind war der Buchladen dieser alten Dame in Sheffield Wilburs absoluter Zufluchtsort, an dem er die Sorgen zu Hause vergessen konnte und wo seine eigene Laufbahn als Buchhändler begann. Jetzt, am Ende seines Lebens, nimmt Agnes ihn mit auf eine intensive Reise im Mitternachtszug zurück durch die Zeit. Das Besondere an dieser Reise ist, wie Wilbur seine Vergangenheit erforscht: Der Zug hält an verschiedenen Stationen, und bei jedem dieser Stopps verlässt er den Zug, um seine eigenen Erinnerungen wie ein unsichtbarer Geist noch einmal hautnah mitzuerleben. Als Leser nimmt man dabei eine ganz besondere Außenperspektive ein. Stück für Stück setzen sich die Szenen wie bei einem Puzzle zusammen, während Wilbur durch die Zeit reist und sich selbst beobachtet. Wir erleben seine glücklichsten Momente, wie sein erstes Treffen mit Maggie, der Liebe seines Lebens, und ihre unvergesslichen, magischen Flitterwochen in Venedig. Doch unter den Erinnerungen sind nicht nur die schönen. Wilbur wird als Geist auch mit den schlimmsten Momenten konfrontiert, in denen er Fehler machte, alles verlor und von tiefer Reue zerfressen wurde. Erst jetzt, im Rückblick von außen, nimmt Wilbur sein Leben ganz anders wahr als in der jeweiligen Situation damals. Er begreift mit schmerzhafter Klarheit, wie viel er hätte anders machen wollen und wie seine Entscheidungen alles verändert haben. Für mich als Haig-Neuling war dieses Konzept absolut frisch, klug und emotional tiefgreifend. Die Darstellung von Leben, Tod und all den großen „Was wäre wenn“-Gedanken hat mich unglaublich bewegt. Matt Haigs Schreibstil hat mich dabei von der ersten Zeile an verzaubert. Er schreibt in angenehm kurzen Kapiteln und nutzt eine so flüssige, unaufgeregte, aber unfassbar empathische Sprache, dass man förmlich durch die Seiten fliegt und das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen kann. Er schafft eine perfekte Mischung aus melancholischen und warmherzigen Momenten, die einen automatisch dazu bringt, innezuhalten und über das eigene Leben nachzudenken. Man fragt sich unwillkürlich, welche Momente im eigenen Leben so wichtig waren, dass man sie nach dem Tod noch einmal als stummer Beobachter erleben möchte, und welche verpassten Chancen man selbst mit sich herumträgt. Gegen Ende zieht die Geschichte emotional so unheimlich stark an, dass ich die Tränen einfach nicht mehr zurückhalten konnte. Als sich die Puzzleteile für Wilbur endlich zusammensetzten, die ganze Tragweite seiner Reise durch die Zeit klar wurde und es um das endgültige Loslassen ging, saß ich am Ende weinend da. Es waren keine Tränen der puren Traurigkeit, sondern eine Mischung aus Erleichterung, tiefer Rührung und einer großen Dankbarkeit für dieses wunderschöne Leseerlebnis. „Die Mitternachtsreise“ fühlt sich an wie eine literarische Umarmung, die gleichzeitig schmerzhaft und heilend ist. Obwohl ich das Buch ziemlich schnell durchgelesen habe, fühlte sich die Reise intensiv an und die emotionale Wirkung hallt noch ganz lange in mir nach. Ich bin meiner Freundin unendlich dankbar für diesen Tipp, denn dieses erste Kennenlernen mit Matt Haigs Geschichten war ein absolutes Jahreshighlight und es wird ganz sicher nicht mein letztes Buch von ihm gewesen sein.

Willbur stirbt und erlebt nach seinem Tod sein ganzes Leben nochmal. In einem Zug fährt er zu allen wichtigen Stationen seines Lebens und während der Fahrt kann er die "unwichtigen" Parts am Fenster an sich vorbei ziehen sehen. Er fängt an zu bereuen, zu leiden und versucht gegen jegliche Vernunft in sein Leben nachträglich einzugreifen. Eine wunderschöne Geschichte, die ebenso traurig ist. Willbur lernt, dass Arbeit und Geld nicht alles ist und dass er etwas viel wichtigeres dafür einfach vernachlässigt hat. Er hat sich in seiner Trauer und falschem Ehrgeiz verloren. Die Liebe zwischen Maggie und Willbur war einfach richtig schön. Die Geschichte so zu begleiten war toll. Man kann sehr viel aus diesem Buch mitnehmen und auch auf das wirklich wichtige im Leben besinnen.
Super!!
Der Protagonist Wilbur kommt nach seinem Tod in eine Art Zwischenraum zwischen Leben und Tod und hat die Möglichkeit, mit dem Mitternachtszug sein Leben erneut als "stiller Beobachter" zu durchleben. Dabei geht es viel um Reue, Verlorene Chancen und die eigene Reflexion. Ich liebe es generell, wenn Bücher dazu anregen, über das Leben oder den Sinn des Lebens nachzudenken und die "Mitternachtsreise" ist auf jeden Fall eines davon. Genau das hat mir an seinem Vorgänger auch schon gefallen und mit diesem Buch hat Matt Haig wieder eine wunderbare Geschichte geschrieben. Von der Grundgeschichte her hat das Buch ein bisschen Ähnlichkeit mit der Mitternachtsbibliothek, aber auch viele Aspekte unterscheiden sich, hat mir sehr gefallen. Ich fand die kurze Überschneidung mit der Mitternachtsbibliothek auch ganz toll. Das Buch hab ich damals so geliebt und dass Nora am Ende vorkam fand ich so schön! Was mir nicht zu 100% gefallen hat, war tatsächlich die Sprache. Teilweise hat sich die Ausdrucksweise sehr "alt" angehört, daran musste ich mich erstmal gewöhnen. Aber sonst ein unfassbar gutes Buch, hat mir sehr sehr gut gefallen! Und das Cover ist so toll.

Eine Reise durch Erinnerungen, Liebe und zweite Chancen
Manchmal gibt es Bücher, die nicht laut sein müssen, um mitten ins Herz zu treffen. Die Mitternachtsreise hat mich genau auf diese stille, beinahe magische Art erwischt. Wilburs Reise durch sein eigenes Leben fühlt sich an wie ein Zugfenster, an dem Erinnerungen vorbeiziehen. Manche leuchten warm und golden, andere drücken schwer auf die Brust. Besonders die Szenen rund um Agnes, den Buchladen und Maggie haben mich sehr berührt, weil sie zeigen, wie sehr Menschen und Orte uns prägen können, selbst wenn wir es erst viel später begreifen. Matt Haig schreibt hier voller Wärme über Reue, Liebe, Verlust und die Frage, was am Ende wirklich zählt. Beim Lesen hatte ich oft das Gefühl, selbst kurz innezuhalten und auf mein eigenes Leben zu schauen. Welche Momente würde ich noch einmal erleben wollen? Wen hätte ich fester halten sollen? Für mich ist das ein sehr gefühlvoller Roman, der Bücher liebt, Menschen versteht und Trost spendet, ohne kitschig zu werden. Nicht jede Passage war für mich gleich stark, manche Gedanken wiederholen sich ein wenig, aber die Botschaft bleibt wunderschön. Ein Roman wie eine leise Umarmung zur richtigen Zeit.

Eine Reise durchs Leben Der 81-jährige Wilbur stirbt. Nach seinem Tod findet er sich an einem Bahnhof wieder und steigt in den Mitternachtszug. Dieser bringt ihn zurück zu den wichtigsten Stationen in seinem Leben. Als Geist erlebt er noch einmal seine Kindheit und Jugend, Situationen mit seiner Mutter und seinem Bruder Dougie, das Kennenlernen seiner großen Liebe Maggie, die Hochzeit, den beruflichen Erfolg und das Brechen seiner Ehe. Auf seiner Reise beginnt Wilbur sein Leben zu verstehen und erkennt, an welchen Punkten er einen falschen Weg eingeschlagen hat. Wird er die Möglichkeit einer zweiten Chance bekommen? "Die Mitternachtsreise" spielt im Universum von "Die Mitternachtsbibliothek". Es gibt einen Zusammenhang. Dieser ist aus meiner Sicht aber nicht so stark, dass man "Die Mitternachtsbibliothek" zwingend vorher gelesen haben muss, obwohl ich das Buch unbedingt empfehlen würde. Für das Verständnis ist es aber nicht erforderlich. Der Schreibstil von Matt Haig ist schön, das Buch ist gespickt von Weisheiten und Sätzen, die man einfach anstreichen möchte. Ich mag es, dass er eher kurze Kapitel wählt. Ich konnte das Buch jedenfalls nicht aus der Hand legen und habe es mehr oder weniger in einem Rutsch durchgelesen. "Verstehen kann man das Leben nur rückwärts, leben muss man es vorwärts." Dieses Zitat hat es nicht nur ins Buch geschafft, ich finde es beschreibt auch sehr gut, worum es in "Die Mitternachtsreise" geht. Vieles versteht man erst im Nachhinein und mit diesem Wissen würde man bestimmt in so mancher Situation anders handeln. Das wird auch Wilbur auf seiner Reise immer klarer. Der Roman regt an, das eigene Leben zu reflektieren. Man sollte nie vergessen, worum es wirklich im Leben gehen sollte und wie wichtig die Beziehungen zu anderen Menschen und die Liebe sind. Die Erkenntnisse sind nicht unbedingt neu, aber wunderschön in diesem Roman verpackt. Es zeigt sich, dass es im Leben nie zu spät ist, eine andere Richtung einzuschlagen. Eine neue Chance kann immer genutzt werden.
Ist locker 10 Sterne wert
Eines meiner absoluten Lieblingsbücher ist "Die Mitternachtsbibliothek" von Matt Haig und als ich hörte, dass er eine Beinahe-Fortsetzung plante, hatte ich große Angst. Denn oft sind Fortsetzungen nur müde und langweilige Abklatsche. Jetzt habe ich das Buch durch und bin begeistert. Ein rundum wundervolles Buch über einen Mann, der nach seinem Tod in den Mitternachtszug steigt und sein Leben nochmal anschauen darf. Voraussetzungen: er darf zu niemandem Kontakt aufnehmen und muss spätestens dann gehen, wenn der Zug ruft oder sein junges Ich einzuschlafen droht. Das Ende ist völlig anders als ich es erwartet hätte, trotzdem habe ich einen fetten Book-Hangover, am liebsten würde ich zu Maggie und Wilbur zurück. Eine große Leseempfehlung von mir! PS: Es gibt übrigens ein Wiedersehen mit einer wichtigen Person aus der Mitternachtsbibliothek...
Eine klare Empfehlung
Das Buch hat mir Mega gefallen, es bringt einen mit in den Zug zu sitzen und sein Leben durchlaufen ( Nachzudenken ) was wäre wenn, was hätte ich besser nicht gemacht oder anders. Das schaffen sehr wenige Bücher. Das Buch versucht und auch auf den richtigen Weg zu führen, denn wir beschäftigen und unser Leben lang mit unwichtigen Sachen und wir merken es gar nicht, erst wenn es zu spät ist, dann ist es aber wirklich schon zu spät. Mich hat das Buch jetzt zum Nachdenken gebracht um wirklich zu sehen was im Leben wichtig ist, damit ich es nicht verpasse und am Ende genau wie Wilbur es bereue weil ich mich mit unwichtigen Sachen beschäftigt habe.
Poetisch, warmherzig und leise erschütternd – ein Buch, das lange nachhallt.
„Die Finger wie Wurzeln ineinander geflochten…” Schon der erste Satz geht einem direkt ans Herz. Matt Haig schreibt mit einer Bildsprache, die einen sofort einhüllt – warm, poetisch, unaufdringlich tief. Erinnert mich an T.J. Klune. Wilbur durchlebt sein Leben noch einmal. Als Geist steigt er aus den wichtigsten Momenten seiner Vergangenheit aus – Flitterwochen in Venedig, ein Ferienjob im Buchladen, die kleinen und großen Weggabelungen eines ganzen Lebens. Er ist Zuschauer, nicht Gestalter. Und man ertappt sich dabei, wie man ihm die ganze Zeit die Daumen drückt – und gleichzeitig fragt: Was würde ich anders machen? „Wandelt sich die Speisestärke der Alltagswirklichkeit nicht stets erst durch die Erinnerung in Zucker um?” Was das Buch so besonders macht: Es begeistert auf die leise, sanfte Art. Wilburs Schmerz – die verpassten Chancen, die Liebe die er glaubte nicht zu verdienen, die Mutter die ihn nie wirklich sehen konnte – sitzt tief. Und Agnes, die weise Geistbegleiterin, gibt ihm keine einfachen Antworten. Nur die Wahrheit. Philosophisch, ohne belehrend zu sein. Still, ohne langweilig zu werden. Ein Buch das animiert – das eigene Leben tatsächlich zu leben. Jetzt. Nicht irgendwann.

Ich liebe Matt Haigs Bücher – und natürlich musste auch dieses sofort bei mir einziehen. 😅 Kaum angefangen, hatte ich es auch schon wieder in einem Tag durchgelesen, weil ich einfach nicht aufhören konnte. 🤭 Wie so oft schafft Matt Haig es, eine Geschichte zu erzählen, die gleichzeitig leicht wirkt und einen emotional mitten ins Herz trifft. Die Reise mit Wilbur durch die wichtigsten Momente seines Lebens ist wunderschön, melancholisch und unglaublich berührend. Zwischen Büchern, Erinnerungen, verpassten Chancen und großer Liebe stellt das Buch immer wieder die Frage, was im Leben wirklich zählt. ❣️ Besonders mochte ich die ruhige, nachdenkliche Atmosphäre und die Begegnungen mit Menschen, die Spuren hinterlassen haben – im Guten wie im Schlechten. Manche Szenen sind warm und hoffnungsvoll, andere tun richtig weh, aber genau das macht diese Geschichte so besonders. Ich habe einfach alles daran geliebt. 💖 Die Idee, die Emotionen, die Charaktere, die Botschaft zwischen den Zeilen – dieses Buch hat mich komplett abgeholt und tief berührt. ✨ 📚 Mein Fazit: Ein gefühlvolles, kluges Buch, das zum Nachdenken anregt und noch lange nachhallt. Matt Haig schafft es immer wieder, mit wenigen Worten ganz große Emotionen auszulösen. Für mich ein absolutes Herzensbuch. 🥹🫶🏻

Wieder ein mega Buch von Matt Haig. Ich fand die Mitternachtsbibliothek ja schon sehr tiefgründig und dieses Buch ist es ebenso. Auch das Christoph Maria Herbst das Buch liest, war eine sehr gute Wahl. Klare Empfehlung für alle die Tiefgang in ihrer Lektüre mögen Inhaltsangabe (Quelle Amazon) Das Buchereignis des Frühjahrs 2026: Der neue Roman von Matt Haig, dem Autor des internationalen Millionen-Bestsellers und der TikTok-Sensation Die Mitternachtsbibliothek. Stell dir vor, dein Leben zieht im Zeitraffer an dir vorbei. Was würdest du noch einmal erleben wollen? Welche Momente – und welche Menschen – zählen wirklich? Wilbur hätte nicht gedacht, dass er Agnes Bagdale noch einmal begegnen würde. Als Kind war der Buchladen der alten Dame in Sheffield sein Zufluchtsort, nicht nur wegen seiner geliebten Bücher. Bei Bagdale's Bookshop konnte er die Probleme zu Hause einen Moment vergessen. Und dort begann seine eigene Laufbahn als Buchhändler. Jetzt, Jahrzehnte später, ist Wilbur erfolgreich, einsam und am Ende seines Lebens angekommen. Doch statt dem Tod wartet ein rätselhafter Zug auf ihn. Und Agnes. Sie nimmt ihn mit, zurück durch die Zeit, auf eine Reise, die ihn seine bedeutsamsten Momente noch einmal durchleben lässt. Die glücklichsten Momente, wie damals in den Flitterwochen in Venedig mit seiner großen Liebe Maggie. Aber auch die schlimmsten, in denen er alles verlor. Schon bald begreift er, wie viel er hätte anders machen wollen. Eine zauberhafte Geschichte über Liebe, zweite Chancen und die lebensverändernde Kraft der Bücher aus der Welt der Mitternachtsbibliothek Wunderschöne Ausstattung mit Elementen, die im Dunkeln leuchten Entdecken Sie auch die weiteren Romane von Bestsellerautor Matt Haig bei Droemer Knaur: Die Mitternachtsbibliothek, Die Unmöglichkeit des Lebens, Ich und die Menschen, Der fürsorgliche Mr. Cave, Die Radleys, Für immer, euer Prince, Nachricht von Dad
Zu kurz gedacht?
Spoilerfreie Meinung💕 Ein toll geschriebenes Buch, das der Mitternachtsbibliothek aber in der Botschaft nicht das Wasser reichen kann. Ich habe es sehr genossen, Wilburs Leben zu begleiten und auch seine Gedanken mit ihm gemeinsam zu reflektieren. Außerdem spielen Bücher selbst eine große Rolle. Es wird aufgezeigt, wieviel man aus diesen mitnehmen kann. Aus der Mitternachtsreise folgte ein guter Reminder, aber keine lebensverändernde Perspektive. Achtung, ab hier folgen Spoiler❗ Setting ⭐⭐⭐⭐ Es gab so viele tolle Orte in dieser Zeitreise. Begonnen mit Milchbars in den 60ern, Diskos in den 80ern, endet man im Jahr 2026 in einer großen Villa mit Tennisplatz. Eins haben Matt Haig und ich gemeinsam: Die Liebe zu Venedig, die sich wirklich durch das ganze Buch zieht. Durch viele zeitliche Sprünge steht aber der Protagonist im Vordergrund, weniger eine bestimmte Atmosphäre. Charaktere ⭐⭐⭐,5 Wilbur ist vielleicht nicht der sympathischste Mann, aber genau das ist am Ende der Punkt. Im Zurückschauen fällt ihm auf, wie oft er Maggie nicht beachtet hat. Wie oft er nicht bei ihr war. Dass er Charlie einfach gefeuert hat, ohne ihn wertzuschätzen, um dann doch noch mal anzukriechen. Das sind alles Punkte, die ihn zu einer Person macht, die man eigentlich nicht mag. Dafür konnte ich aber Verständnis aufbringen, da man sein altes Ich (den Geist) beim Reflektieren begleitet. Der Venedig-Wilbur war mir sympathisch, weil er versuchte, seine Perspektive zu ändern. Wilburs Liebe zu Maggie ist wirklich süß. Maggie wollte ich einfach umarmen, da Wilbur sie wirklich nicht gut behandelte. Ich wäre auch sehr neugierig gewesen, wie ihr Leben nach der Trennung aussah. Was verleitete sie dazu, nun anzurufen? Wie erging es ihr in all den Jahren? Das wurde leider nicht mehr aufgegriffen. Charlie & Claudette waren für mich zunächst zwei Nebencharaktere, die ganz nett sind, aber ohne großen Einfluss auf die Geschichte. Dachte ich. Und dann wurde gezeigt, was für ein toller Freund Charlie ist und was er alles für Wilbur tut. Das hat mir bei Claudette und auch Doreen (der Freundin von Maggie aus der Jugend) gefehlt. Ich wusste zwar, sie sind gut befreundet, aber das war auch schon alles. Miss Bagdale fühlte sich für mich ähnlich an. Sie hatte eine Aufgabe, in der Geschichte, aber mehr auch nicht. Für mich reichte das aber hier total aus. Genau wie Miss Graham, haben einige Menschen auf unser Leben einen großen Einfluss, ohne dass sie uns besonders nahestehen. Ganz schön fand ich eine Begegnung mit Nora Seed, aus der Mitternachtsbibliothek. Sie arbeitet hier nun als seine Klavierlehrerin, wahrscheinlich in einem ihrer vielen Bücher. Handlung ⭐⭐⭐,5 Das Fazit des Buches war für mich "Weniger arbeiten, mehr Leben". Das ist auch wirklich ein guter Reminder, aber eben nichts, was man nicht schon oft gehört hat. Im Rückblick wirkte das Leben für Wilbur sehr traurig, sodass er es verändern wollte. Es wurde nur sehr kurz angeschnitten, dass es nach einem Eingriff auch zu anderen negativen Lebensverläufen kommen könnte. Es wirkt ein wenig so, als wäre nun alles gut, nur weil er den Fokus auf seine Liebsten und nicht auf seine Arbeit legt. Das ist wirklich wichtig, aber es gibt noch soviele andere Bereiche, in denen Sorgen entstehen könnten. Am Ende weiß ich aber nicht, wie Wilburs neuer Lebensverlauf wirklich aussieht. Reicht das Geld aus, um zu leben? Bleibt die Liebe so bestehen? Teilweise hoffte ich, dass der kleine Wilbur all diese Erfahrungen machen musste, um zu erkennen, was wichtig im Leben ist. Gleichzeitig wünschte ich mir, dass er sein Leben aus dem Jenseits verändert. Außerdem hatte ich das Gefühl, dass viele Themen mit eingebracht wurden. Von Ungerechtigkeiten, Tod, verschiedene Lebensentwürfen bis hin zu Generationskonflikten, psychischer Gesundheit, finanzieller Unabhängigkeit und Beziehungsproblemen, war alles dabei. Für mich hat es aber alles Sinn ergeben und sich wie ein Puzzle ineinander eingefügt. Trotzdem ließ es mich ab und zu schmunzeln, wie aktuell die Themen sind (auch wenn das Buch zunächst im 20. Jahrhundert spielt). Schreibstil-Gefühl ⭐⭐⭐⭐ Für mich fühlte sich der Schreibstil sehr fließend mit einigen Metaphern an. Es entstanden tolle Zitate, die mich am Lesen hielten. Trotzdem gab es ein paar Längen, wo es eher um die Begleitung des Lebens, als um die Charakterentwicklung ging. Unterhaltung ⭐⭐⭐⭐ Ich hatte Spaß beim Lesen, weil ich die Begleitung durch sein Leben mit all seinen Gedanken spannend fand. Das Fazit war für mich im Nachhinein ein bisschen zu kurz gedacht. Mein Lieblingszitat✍️ "Ich weiß, dass du in deiner Jugend viel durchgemacht hast, genau wie ich. Aber wir können uns nicht für alle Zeiten davon gefangen nehmen lassen. Ich kann dich nicht heilen." Es zeigt so gut, dass es schlimme Erfahrungen gibt, die wir sogar ein ganzes Leben mit uns rumtragen können. Aber vielleicht steht ein besseres Leben bevor, wenn man versucht, es aufzuarbeiten. Denn auch eine Partnerin, so sehr, sie das Leben auch erhellt, kann dir die Erfahrung nicht nehmen. Das ist nicht ihre Aufgabe, sondern deine.
Gefühle der Nacht
Wie ein nostalgischer Windhauch, welcher an einen vorbeizieht, längst vergessene Erinnerungen mit sich bringt, Entscheidungen Revue passieren lässt, den Halt zum Leben für einen Augenblick löst, bis zur Rückkehr zum Boden, zum Leben. Nach meinem melancholischen Besuch in einer gewissen Bibliothek, entführte mich Matt Haig dieses Mal auf eine Reise mit einem gewissen Zug. Ebenso melancholisch wie vielschichtig. Einzelne Sätze zogen in dieser intensiven Fahrt aus inner- und zwischenmenschlichen Konflikten viel zu schnell an mir vorbei, nagten sich jedoch an mir und sorgten immer wieder für eine emotionale Tiefe, die mich noch tiefer traf. Eine unvergleichliche Atmosphäre. Eine wundervolle Sprache, kurz und prägnant. Spannende Charakterzeichnungen und Liebe zum Buch. Eine Geschichte, die sich beim Lesen wie eine ruhige, nachdenkliche Fahrt bei Nacht anfühlt und nach dem Beenden wie ein Zug, der mit rasendem Tempo vorbeifährt und dessen Wind, den er mitbringt, die Gedankenwelt für einen kurzen Augenblick aufwirbelt.
Matt Haig hat es wieder getan
Für Wilbur war es die Zeit mit Maggie, der Liebe seines Lebens. Sein persönliches Lebensglück hatte seinen Höhepunkt in den Flitterwochen in Venedig. Bevor er all das aufgegeben hat für den scheinbaren Erfolg. Jahre später, im Augenblick seines Todes, bekommt er die Möglichkeit, mit dem Midnight Train in der Zeit zurück zu reisen. Es handelt sich nicht um eine klassische Fortsetzung von „Die Mitternachtsbibliothek“, sondern um eine neue Herangehensweise an dasselbe Thema: Wie können wir das bestmögliche Leben führen? Als jemand, der als junger Erwachsener dem Tod so nahe war, bietet Haig Einblicke, die mich wirklich tief berühren. An manchen Stellen musste ich weinen. Ich habe so viele Zitate markiert, dass sie kaum auf die eine Seite meines Lesetagebuchs gepasst haben. Das Buch wird mich noch lange begleiten. “Doesn’t the mundane starch of reality always turn to sugar with memory? Wasn’t that just what nostalgia was?” - S. 130 “Sometimes everything you need isn’t so far from where you start.” - S. 158 “These are the good old days. We are living them.” - S. 290

Abgeholt 🙏🏼
Nachdem ich bereits ein anderes Buch des Autors gelesen hatte, war ich bei Die Mitternachtsreise ehrlich gesagt etwas vorsichtig. Das vorherige Buch fand ich zwar gut, aber den großen Hype darum konnte ich persönlich nicht ganz nachvollziehen. Entsprechend gespannt war ich, ob mich dieses Buch mehr überzeugen würde – oder ob ich am Ende wieder mit einem ähnlichen Gefühl zurückbleiben würde. Tatsächlich brauchte die Geschichte bei mir etwas Anlaufzeit. Im ersten Viertel des Buches war ich noch nicht vollständig gepackt und wusste nicht so recht, in welche Richtung sich alles entwickeln würde. Umso überraschter war ich davon, wie sehr mich die Geschichte im weiteren Verlauf berührt hat. Ohne zu viel vorwegnehmen zu wollen: Dieses Buch hat bei mir genau die Themen angesprochen, die aktuell in meinem eigenen Leben eine große Rolle spielen. Es hat mich an den richtigen Stellen abgeholt, zum Nachdenken angeregt und mir gleichzeitig ein Gefühl von Trost und Geborgenheit vermittelt. Manche Bücher kommen genau zum richtigen Zeitpunkt – und Die Mitternachtsreise war für mich genau so ein Buch. Besonders hervorheben möchte ich auch das Hörbuch. Der Sprecher hat einen großartigen Job gemacht und die Atmosphäre der Geschichte wunderbar transportiert. Dadurch wurde das Hörerlebnis für mich noch intensiver. Außerdem hatte das Buch für mich genau die richtige Länge: nicht unnötig in die Länge gezogen, aber auch nicht zu kurz. Die Geschichte konnte sich entfalten, ohne jemals langatmig zu werden. Dass ich das Buch bereits einem Freund in einer ähnlichen Lebenssituation empfohlen habe, spricht eigentlich schon für sich. Ich würde es jederzeit wieder empfehlen und kann mir sogar sehr gut vorstellen, es irgendwann noch einmal zu lesen – und das will bei mir etwas heißen, denn normalerweise ist das überhaupt nicht mein bevorzugtes Genre. Für mich war Die Mitternachtsreise eine berührende, hoffnungsvolle und genau zur richtigen Zeit kommende Geschichte. Ein absolutes Highlight und ganz klar 5 von 5 Sternen.
unglaublich schön 🩵
genau wie die mitternachtsbibilothek hat mich das buch so gefesselt! ich bin durch jede emotion mindestens 3x durch und hab letztlich rotz und wasser geheult. ich liebe die art, wie matt haig es schafft jeden satz zu etwas poetischem zu formen. ganz großes highlight und absolutes must read!!!
Eine Reise durchs Leben
Wer sich bei Matt Haig und dem Titel an die Mitternachtsbibliothek erinnert fühlt, liegt gar nicht so falsch. Doch im Gegensatz zur Mitternachtsbibliothek, die zwischen Leben und Tod existiert und den Besuchern eine Option für deren Leben bietet, kann man bei der Mitternachtsreise sein Leben nach dem Tod Revue passieren lassen. Und so begleiten wir hier Wilbur, der mit dem Zug noch einmal die wichtigsten Momente bzw. Stationen seines Lebens erlebt und sich die Frage stellt: War das wirklich der beste Verlauf? Welche Erlebnisse bzw. Abzweigungen hätte er lieber genommen? Und kann man nicht vielleicht doch etwas an seinem Lebensverlauf ändern, wenn man nun schon die entscheidenden Momente erneut erleben kann? Denn im Rückblick scheinen einige Entscheidungen doch nicht die beste Wahl gewesen zu sein... Neben dieser Reise spürt man noch etwas ganz entscheidendes: die Liebe zur Literatur! Denn Wilbur war ein großer Buchhändler und es gibt häufig Verweise auf wichtige Werke für den Protagonisten. Ein ruhiger Roman in der Retrospektive und die Erkenntnis, das Ehrgeiz und beruflicher Erfolg nicht das wichtigste im Leben sind.
Eine Liebesgeschichte mit viel Herz und viel zum Nachdenken
Wir begleiten Wilbur nach seinem Tod durch den Mitternachtszug . Man erfährt vieles über sein Leben und warum auch Seelenverwandte auf einmal nicht mehr das wichtige im Leben sind . Es geht um viel Reue und um viele Dinge wie wichtig das Leben ist und es zu leben. Lieblingszitate: "Es kommt nicht auf die Länge der Zeit an sondern auf ihre Intensität." " Manchmal ist alles , was man braucht , gar nicht so weit von dort entfernt , wo man anfangen hat." " Das unglaubliche Ärgerliche am Todsein war , dass man endlich seine Prioritäten kannte, aber nicht mehr handeln könnte , weil es zu spät war ." Ein Buch zum Nachdenken .
Die Zukunft gibt es nicht, denn wenn die Zukunft ist, dann ist sie schon Gegenwart und bald Vergangenheit.
Die wichtigen Momente des Lebens noch mal erleben – und vielleicht sogar seinem früheren Ich etwas mitgeben – wer von uns hat nicht schon einmal daran gedacht. Wilbur kann nach Ende seines Lebens genau das: Der Mitternachtszug kommt und bringt ihn zurück an die Momente, die für seine Entwicklung, für sein Leben wichtig waren. Das sind nicht immer nur die schönen Momente, sondern gerade auch die schwierigen. Schon die Mitternachtsbibliothek hat mich mit ihrer Prämisse nach dem Tod noch einmal in Teile des Lebens zurückzukehren fasziniert. Das Buch habe ich damals verschlungen und geliebt. Eine weitere meiner Leidenschaften neben Büchern – oder manchmal auch nur eine weitere Sache, die ich einfach oft mache – sind Züge. Und ja, meine Vermutung, dass auch die Mitternachtsreise auf eine Art vergleichbar ist mit der Mitternachtsbibliothek, hat sich bewahrheitet. Allerdings haut mich dieser Roman nicht mehr in gleichem Maße um wie die Mitternachtsbibliothek. Also, natürlich ist das Buch gut und interessant. Und auch dieses Buch – dieses Mal als Hörbuch, dem man nur allzu gut folgen konnte – habe ich verschlungen. Aber es kommt mir nicht mehr so genial vor, wie es bei der Mitternachtsbibliothek der Fall war. Trotzdem handelt es sich um eine schöne Geschichte, die an der ein oder anderen Stelle durchaus zum Nachdenken anregt und die ich euch auf jeden Fall ans Herz legen möchte!
Die Reise zu seinem wahren Selbst
Nach der Mitternachtsbibliothek geht die Reise nun weiter. Diesmal im Mitternachtszug. Der spirituelle Nachfolger des TikTok-Erfolgs greift erneut das bekannte Prinzip auf und so begleiten Leser*innen den kürzlich verstorbenen Wilbur auf einer Reise durch sein vergangenes Leben. Zunächst dachte ich, jeder Mensch hätte seinen ganz persönlichen Ort zwischen Leben und Tod. Ein Bibliothekar landet in der Mitternachtsbibliothek, also müsste auch Wilburs Zwischenwelt etwas mit ihm selbst zu tun haben. Stattdessen führt die Reise in einen Zug ohne erkennbaren Bezug zu seiner Person. Hier wurde Potenzial verschenkt. Emotional funktioniert das Konzept dennoch wieder gut. Wilbur erlebt seine glücklichsten Momente erneut, aber auch seine schmerzhaftesten. Vor allem begegnet er der Version seiner selbst, die ihm am meisten entsprach: seinem wahrsten Ich. Der Roman stellt dabei die Frage, wie sehr Entscheidungen unser Leben formen und was passiert, wenn man sich immer weiter von der Person entfernt, die man eigentlich sein möchte. Da das Grundkonzept dem ersten Buch stark ähnelt, wiederholen sich allerdings auch viele Botschaften. Teilweise hatte ich das Gefühl, die Mitternachtsbibliothek noch einmal zu lesen, nur mit anderem Setting und anderer Hauptfigur. Große Aha-Momente bleiben deshalb eher aus. Positiv hervorheben möchte ich den Blick auf das Umfeld. Das Buch zeigt, wie Entscheidungen nicht nur uns selbst verändern, sondern auch die Menschen um uns herum beeinflussen. Was opfern sie? Welche Auswirkungen tragen sie mit? Passend zur Reise durch Wilburs Erinnerungen sind die Kapitel sehr kurz gehalten. Dadurch entsteht eine schnelllebige Leseerfahrung, bei der man ständig „nur noch ein Kapitel“ lesen möchte. Interessant wurde es besonders ab der Hälfte, als zusätzlich die Perspektive des Wilbur eingeführt wurde, der sein wahres Selbst lebt. Die Entwicklung seines Wesen durch den Erfolg blieb für mich jedoch zu schwammig. Insgesamt erneut ein tiefgründiger Roman von Matt Haig. Emotional, leicht zugänglich und voller Denkanstöße, aber für mich nicht sein stärkstes Werk.
Das Buch hat was in mir verändert
Einfach genial! Dieses Buch hat so viel mit mir gemacht. Ich habe so viel mitnehmen können und auf viele Sachen eine anderen Blickwinkel bekommen. Habe es innerhalb eines Tages komplett gelesen. Der Schreibstil war anfangs sehr ungewohnt, weil er doch sehr einzigartig ist. Aber man kommt schnell rein und dann lest man das Buch auch sehr gut weg. Absolute Empfehlung
























































