The Magician

The Magician

Softcover
2.86

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Book Information

Main Genre
N/A
Sub Genre
N/A
Format
Softcover
Pages
448
Price
N/A

Posts

4
All
2.5

The Magician oder wie es auch heißen könnte: „Der Mann meiner Mutter“

Tja was soll ich sagen ich hab eigentlich keine Ahnung warum ich mich durch die 478 Seiten gequält habe. Bis zur Hälfte denkt man da geht noch was, leider wird das dann doch nichts. Und zu allem Überfluss wird man dann auch noch vom Mann meiner Mutter erschlagen denn jeder zweite Satz beginnt so, und in dem dazwischen wird man auch noch daran erinnert. Mein Fazit kann man lesen muss man aber nicht. 🤔

 The Magician oder wie es auch heißen könnte:
„Der Mann meiner Mutter“
5

Anspruchsvoll, intensiv, großartig!

Warnung: Die folgende Rezension wird etwas länger und könnte überschwängliches Lob und tendenziöse Meinungsäußerungen enthalten. Darauf muss ich wohl vorab hinweisen, denn "The Magician" war für mich ein absolutes Lesehighlight. Wir lernen Christopher (Chris) kennen, der seinen Beruf als Darsteller in "Erwachsenenfilmen" an den Nagel gehängt hat. Sowohl er als auch seine suizidale Freundin, Liebe seines Lebens und Drehpartnerin Andrea haben jahrelang Drogen konsumiert. Chris konsumierte primär Präparate, um die Anforderungen der Filmindustrie erfüllen zu können und der Realität zu entfliehen. Im Gegensatz zu seiner Freundin konnte sich Chris nun dem Drogenkonsum (großteils) lossagen. Er nahm nur noch Medikament, um seine durch die Drogen verursachten Zitteranfälle im Zaum zu halten. Zu beginn "teilt" sich Chris seine Freundin mit Phil - einem Pornoproduzenten, jedenfalls bis zu dem Zeitpunkt, als dieser Chris fast zu Tode prügelt und er in einem Straßengraben abgeladen wird. Er wird gefunden und kommt in ein Krankenhaus. Nach seiner Entlassung lebt Chris erst bei seiner Mutter und "dem Mann seiner Mutter", danach bei einem "Freund". Diese beiden Nebencharaktere bleiben über das ganze Buch hinweg namenslos. Chris lernt bei den sog. Al-Anon-Treffen (einer Selbsthilfegemeinschaft für Freunde und Angehörige von Suchtkranken) eine ehemalige Drehpartnerin namens Raven Rane (Jayla Gail) kennen, die dem Okkultismus nicht abgeneigt ist und unter den Teilnehmern "Spender" sucht. Erst ist er ihr Opfer dann Weggefährte auf Zeit - die Beziehung zu Jayla ist zwiegespalten. Es beginnt eine aufregende Reise, bei der Chris Erkenntnisse erlangt die seine körperlichen und seelischen Beschwerden erklären, die über seinen Körper hinaus auch seine Mutter "befallen". Nun heißt es zu kämpfen - gegen seine Dämonen und für seine Mutter. Mehr möchte ich zur Handlung nicht verraten. Der knappe Klappentext lässt in keiner Weise auch nur vermuten, was in dieser Geschichte alles drinsteckt. Das Buch wirkte auf so vielen Ebenen. Es ist melancholisch, philosophisch, erschütternd, innig, abstoßend, übernatürlich, brutal, still und bewegend. Insbesondere die Beziehung zwischen Chris zu seiner Mutter ist sehr ergreifend. Gleichzeitig kommt er an den Punkt wo ihm schlicht die Kraft fehlt sie zu pflegen - körperlich wie seelisch. Auch eine Woche nach Beendigung des Buches denke ich fast täglich an "The Magician", sinniere und denke an die Geschichte zurück. Unter anderem beschäftigt mich die Frage, warum Chris den Lebensgefährten seiner Mutter nur mit "der Mann meiner Mutter" bezeichnet und auch die lange Zeit unerschöpfliche Liebe und Sehnsucht nach Andrea wirkt nach. Auch der Umgang und Zugang zum "Glauben" - unabhängig davon ob man selbst gläubig ist oder nicht - ist ein Aspekt der mich nach der Lektüre beschäftigt. Christopher Zeischegg schaffte es, dass zu keinem Zeitpunkt Langeweile aufkam. Dies lag vermutlich an den knackigen Kapitellängen und dem Wechsel zwischen ruhigen, intensiven Passagen, gefolgt von nervenaufreibenden Szenen. Sein Schreibstil ist so unfassbar schön und rund. Jedes Wort passt und macht Gefühle lebendig. Fast schon schade, dass es nur als limitierte Sammelausgabe beim Festa Verlag erschienen ist und so nicht mehr Menschen in den Genuss dieses Meisterwerks kommen. Ich bin sehr froh, dass ich dieses Buch lesen durfte. Ein absolutes Jahres- oder gar Lebenshighlight. 10/10

Anspruchsvoll, intensiv, großartig!
1

So wunderschön dieses Buch (Sammlerausgabe) auch ausschaut, der Inhalt ist leider völlig grottenschlecht. Durchweg beklemmend, langwierig und langweilig. Ab Mitte des Buches wird man vom "Mann meiner Mutter" nahezu erschlagen. Im Grunde liest man nichts anderes mehr. Der Mann meiner Mutter hier, der Mann meiner Mutter da - kein "er", kein Name, kein "Stiefvater"- ganz schlimm für meinen Geschmack. Die Handlung (wenn man das überhaupt so bezeichnen kann - weil passiert eigentlich nichts) wird zur Nebensache. Die letzten Seiten bin ich dann überflogen und war ehrlich froh, das Buch endlich zuklappen zu können. Fazit: Der Mann meiner Mutter! Und nein, ich würde es nicht weiterempfehlen.

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3

Mhm

Nachdem ich zwei so unterschiedliche Rezensionen zu diesem Buch gelesen habe, musste ich nun endlich selbst zu diesem Buch greifen. Wir begleiten Christopher, der ganz unten im Leben angekommen ist. An einem tieferen Punkt kann man meiner Meinung nach nicht sein. Ein ehemaliger Pornodarsteller, gefoltert, misshandelt, süchtig, verflucht und verlassen – landet er wieder bei seiner Mutter und dem Mann seiner Mutter. Im Grunde genommen sucht er nach Lösungen, um sich selbst und seiner Mutter auf okkulte Art und Weise zu helfen, nachdem er Begegnungen mit selbigen gemacht hat. Doch das ist ein langer Weg voller Leid und Rückschläge. Der Schreibstil ist schonungslos, brutal und explizit. Gleichzeitig haben wir „extreme“ Momente und Handlungen – Handlungen, die ich nicht alle nachvollziehen konnte. Und einen Handlungsstrang, der nur grob einem roten Faden gefolgt ist. Als kleiner Tipp: Ich finde, man sollte in positiver Stimmung sein, um dieses Buch zu lesen, denn es ist dauerhaft bedrückend und dunkel, ohne viel Hoffnung – was voll und ganz zu der Geschichte passt. Somit würde ich mich zwischen beiden genannten Rezensionen einreihen: Kein Lesehighlight, aber auch kein schlechtes Buch. Und ein Leseausflug wert.

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