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Eine Ansammlung unsympathischer Menschen
Was machst du, wenn dein 16jähriger Sohn eines Nachts gesteht, einen Menschen getötet zu haben? Für Sarah kommt nur eine Möglichkeit in Frage: Sie flieht mit Freddie vor der Polizei. Denn in ihrem eigenen Leben gibt es genug Dinge, die nicht ans Licht kommen sollen … Erneut habe ich mal wieder zu einem Buch gegriffen, dass sich als Thriller ausgibt, ohne einer zu sein. Meistens verbirgt sich dann dahinter ja doch noch ein ganz interessanter Spannungsroman, wenn es sehr gut läuft sogar mit psychologischer Tiefe. Dann finde ich das auch gar nicht so schlimm. Bei ‚The Lies We Tell‘ allerdings ist das nicht der Fall. Eigentlich folgt man hier einer Ansammlung hochgradig unsympathischer Menschen, die genau das tun, was der Titel schon verspricht - Lügen. Wobei zwei Drittel des Buches aus der Ehegeschichte von Sarah und Tom bestehen und die schreit von Anfang ganz laut nur eines - dysfunktionale Beziehung. Natürlich verschweigen beide erst mal ihre Vergangenheit - und lügen sich an. Dann geht es um die Schwierigkeiten ein Kind zu bekommen und als Freddie dann endlich da ist wandelt sich das Buch auch noch zum Babypflege-Ratgeber (ihr werdet danach sehr fit darin sein, ein Kind zum Bäuerchen zu bewegen!). Ach ja, Sarah und Tom belügen sich weiter. Freddie wird erzogen und zwar nicht gerade so, wie man es tun sollte, wenn man ein gefestigtes, kompetentes Kind bekommen möchte. Die Folge: Freddie lügt (Überraschung!). Auch die Nebenfiguren haben Geheimnisse, lügen und betrügen (wirklich ausnahmslos alle) und kein einziger ist irgendwie sympathisch. Als Sarah dann mit Freddie flieht möchte man sich zusätzlich noch fast innerlich krümmen über die Dummheit dieser Frau. Und sie lügt natürlich weiter. Freddie auch. Und dann auch noch die Leute, die sie auf der Flucht kennenlernen. Und die Leute von früher, die plötzlich auftauchen. Ich glaube, nur der Hund lügt nicht. Ihr seht schon, das Buch konnte ich am Ende gar nicht mehr wirklich ernst nehmen und es zieht sich aber leider doch recht lange auf über 500 Seiten. Wer die nicht liest, hat absolut gar nichts verpasst. Ungelogen.

Jul 4, 2026
Eine Ansammlung unsympathischer Menschen
Was machst du, wenn dein 16jähriger Sohn eines Nachts gesteht, einen Menschen getötet zu haben? Für Sarah kommt nur eine Möglichkeit in Frage: Sie flieht mit Freddie vor der Polizei. Denn in ihrem eigenen Leben gibt es genug Dinge, die nicht ans Licht kommen sollen … Erneut habe ich mal wieder zu einem Buch gegriffen, dass sich als Thriller ausgibt, ohne einer zu sein. Meistens verbirgt sich dann dahinter ja doch noch ein ganz interessanter Spannungsroman, wenn es sehr gut läuft sogar mit psychologischer Tiefe. Dann finde ich das auch gar nicht so schlimm. Bei ‚The Lies We Tell‘ allerdings ist das nicht der Fall. Eigentlich folgt man hier einer Ansammlung hochgradig unsympathischer Menschen, die genau das tun, was der Titel schon verspricht - Lügen. Wobei zwei Drittel des Buches aus der Ehegeschichte von Sarah und Tom bestehen und die schreit von Anfang ganz laut nur eines - dysfunktionale Beziehung. Natürlich verschweigen beide erst mal ihre Vergangenheit - und lügen sich an. Dann geht es um die Schwierigkeiten ein Kind zu bekommen und als Freddie dann endlich da ist wandelt sich das Buch auch noch zum Babypflege-Ratgeber (ihr werdet danach sehr fit darin sein, ein Kind zum Bäuerchen zu bewegen!). Ach ja, Sarah und Tom belügen sich weiter. Freddie wird erzogen und zwar nicht gerade so, wie man es tun sollte, wenn man ein gefestigtes, kompetentes Kind bekommen möchte. Die Folge: Freddie lügt (Überraschung!). Auch die Nebenfiguren haben Geheimnisse, lügen und betrügen (wirklich ausnahmslos alle) und kein einziger ist irgendwie sympathisch. Als Sarah dann mit Freddie flieht möchte man sich zusätzlich noch fast innerlich krümmen über die Dummheit dieser Frau. Und sie lügt natürlich weiter. Freddie auch. Und dann auch noch die Leute, die sie auf der Flucht kennenlernen. Und die Leute von früher, die plötzlich auftauchen. Ich glaube, nur der Hund lügt nicht. Ihr seht schon, das Buch konnte ich am Ende gar nicht mehr wirklich ernst nehmen und es zieht sich aber leider doch recht lange auf über 500 Seiten. Wer die nicht liest, hat absolut gar nichts verpasst. Ungelogen.
Jul 4, 2026






