The Instrumentalist
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Description
'As tightly tuned as a thriller' Telegraph
'A marvel' Kiran Millwood Hargrave
'Compelling, vividly described magic' Observer
'Historical fiction as it should be written' Mail on Sunday
'Remarkable' New York Times
Anna Maria may have no name, no fortune, no family. But she has her ambition, and her talent.
Her best hope lies in her teacher, Antonio Vivaldi. Soon she is his star pupil.
But as Anna Maria's star rises, not everyone is happy. Because Anna Maria's shining light threatens to eclipse that of her mentor.
She will leave her mark, whatever it takes. Her story will be heard.
'A compassionate coming-of-age tale . Constable understands the power music has to sustain us' Observer
'Had me spellbound from start to finish' Emma Stonex
'Constable infuses historical fact with richly wrought fictional details, to investigate admiration and resentment, ego and legacy' i paper
'A whirlwind of all-consuming, dizzying ambition . Spectacularly imagined' Mail on Sunday
'Vibrates with colour and passion . I was completely swept up' Elodie Harper
'An immersive, impassioned tale full of colour and sound' Guardian
Book Information
Posts
Schön und mal ein anderes Buch 💙💙
✨Rezensionsexemplar✨ „1696 wurde in einer Mauernische des Ospedale della Pietà – eines venezianischen Waisenhauses – ein neugeborenes Mädchen gefunden. Man gab ihr den Namen Anna Maria della Pietà, und sie wurde eine virtuose Violinistin des 18. Jahrhunderts. Ihr Lehrer war Antonio Vivaldi.“ Das war mein erstes Buch der Autorin und darum geht es: Wir begleiten Anna Maria und ihre Freundinnen durch das Leben Venedigs im beginnenden 18. Jahrhundert. Sie hat viel Weitsicht bzgl. der klassischen Rollen von Frauen und ein unfassbares Talent, welches sie priorisiert - undenkbar zu der Zeit. Sie versucht jedoch, ihre Kompositionen vor ihrem Lehrer zu verstecken, denn dieser kann es nicht ertragen, wenn jemand oder gar eine Frau besser sein könnte als er… Ich lese so gut wie nie historische Romane, aber da ich klassische Musik sehr liebe und der Klappentext dramatisch, feministisch und toll klang, musste ich dieses Buch unbedingt lesen. Ich habe es auch nicht bereut, die Geschichte ist sehr mitreißend und auch spannend. Der Schreibstil war sehr einfach zu lesen, man hat nie den Faden verloren. Gegen Ende hat mich aber die Geschichte als solche ganz bisschen verloren. Es gab einige Höhepunkte und dramatische Wendungen und ich dachte jedes mal, dass das jetzt das Finale sein muss. Aber war es dann nie, sondern ging weiter und weiter. Das Ende war dann natürlich trotzdem schön, auch wenn ich mir nicht sicher bin, ob es sich so hätte zutragen können. Macht Euch gern ein eigenes Bild! 4/5⭐️⭐️⭐️⭐️

Anna Maria lebt in einem Waisenhaus. Sie liebt Musik und besonders die Geige. Ihr Lehrer ist Vivaldi. Anna Maria ist ehrgeizig und sehr willensstark. Sie würde alles für ihre geliebte Musik tun. Bald schon beginnt sie für Vivaldi Kompositionen zu schreiben. Vivaldi ist erfolgreich damit, doch Anna Maria will selbst im Rampenlicht stehen. Das gefällt Vivaldi nicht und er wird alles dafür tun weiterhin den Ruhm für sich zu behalten. Das Buch beginnt sehr spannend. Anna Marias Mutter setzt sie vor einem Waisenhaus aus, weil sie selbst nicht die Möglichkeiten hat ein Kind groß zu ziehen. Wir erleben das strenge Leben im Waisenhaus, Anna Marias Freundschaften und die grenzenlose Liebe zur Musik. Sie ist sehr ehrgeizig, will unbedingt ihr Ziel erreichen eine berühmte Komponistin zu werden. Vivaldi wird immer eifersüchtiger, Anna Maria immer zielstrebiger. Das spitzt sich dann immer weiter zu. Die Kulisse in Venedig hat mir richtig gut gefallen. Auch wie die Kinder aufgewachsen sind, war sehr spannend. Für mich hatte das Buch leider so einige Längen. Da ging es bei der Musik vielleicht manchmal zu sehr ins Detail. So ganz überspringen wollte der Funke leider nicht. Die erste Hälfte war wirklich toll aber dann war ich etwas raus. Ich glaub allerdings, dass viele Leser dieses Buch lieben werden. Die Geschichte ist schon toll.
⭐️⭐️⭐️⭐️ Wieviel Vivaldi steckt in den „Vier Jahreszeiten“?
Die Geschichte der Anna Maria della Pieta ist wahrscheinlich exemplarisch für das männlich bestimmte Erzählbild der Historie. Anna Maria war eine Ausnahme-Violinistin und während heute die Namen Anne-Sophie Mutter oder Vanessa Mae vielen Musikfreunden ein Begriff sind, wurden die großen Musikerinnen der Geschichte oft einfach vergessen… es gibt kaum Aufzeichnungen über sie und mit ihrer Generation starb üblicherweise auch die Erinnerung an sie. In diesem Roman erzählt Harriet Constable anhand weniger, aber akribisch recherchierter Belege von einer außergewöhnlich begabten Frau. Anna Maria della Pieta war ein Waisenkind aus Venedig, das im dortigen Ospediale della Pieta aufwuchs. Ihr Glück: das Haus war gleichzeitig eine Musikschule und so erhielten begabte Mädchen eine besondere Förderung und hatten die Möglichkeit, Instrumente zu erlernen. Anfang des 18. Jahrhunderts trafen hier zwei Menschen aufeinander und diese Begegnung hatte Folgen für die Musikwelt… ein junger Mann begann im Pieta seinen Lehrauftrag für Violine und eine junge Frau stellte sich als besonders talentierte Schülerin heraus. Ihre Namen: Antonio Vivaldi und Anna Maria della Pieta. Vivaldi förderte Anna Maria und bezog sie und ihre Kolleginnen des Musikschul-Orchesters sogar immer wieder ein, wenn er an neuen Stücken oder Auftragswerken komponierte. Doch die fertigen Stücke trugen immer (nur) seinen Namen… Niemand kann sagen, wie viele Ideen oder Passagen seiner Werke tatsächlich von Vivaldi selbst stammen – auch bei seinem bekanntesten Werk muss man mittlerweile wohl zumindest für möglich erachten, dass es von den Kompositionen seiner Schülerinnen beeinflusst oder mit diesen angereichert wurde. Nachdem Anna Maria im Erwachsenenalter mitbekommt, wie schamlos ihre Ideen ausgenutzt werden, entfernt sie sich von ihrem Mentor und wird selbst zur Musiklehrerin. Die Autorin muss Anna Marias Geschichte an vielen Stellen ausschmücken oder fiktional gestalten, da nur sehr wenig über sie schriftlich festgehalten ist (wie das Nachwort verrät). Sicher ist jedoch, dass sie eine außergewöhnlich gute Musikerin und Komponistin war – und mit diesem Buch erfährt sie endlich die Aufmerksamkeit, die ihr seit Jahrhunderten gebühren würde. Ich bin froh dieses Buch gelesen und Anna Maria „kennengelernt“ zu haben. Ich finde es sehr wichtig, dass zumindest in der jetzigen Zeit versucht wird, den „vergessenen“ Frauen der Geschichte eine Stimme zu geben. Daher kann ich nur jedem mit historischem Interesse empfehlen: lest dieses Buch.

Vivaldi, Venedig und Anna Maria
Die Melodie der Lagune - Harriet Constable 🌊🌊🌊 Rezensionsexemplar ✨️ Werbung Wir sind im 18 Jahrhundert in Venedig. Dort wächst die junge Anna Maria in einem Waisenhaus auf. Als sie älter wird hält sie das erste mal eine Geige in der Hand und fühlt sich sofort verbunden mit der Welt der Musik. Anna Maria's Talent ist so groß, das sie alle anderen austicht. Zu der Zeit wird auch Antonia Vivaldi auf sie aufmerksam und er macht sie zu seiner Schülerin. Zusammen spielen sie wunderschöne Melodien und später komponieren sie auch zusammen. Aber das reicht Anna Maria irgendwann nicht mehr. Sie möchte selbst im Rampenlicht auf Bühnen stehen, doch als Frau sei ihr das nicht gegönnt... Und selbst wenn würde es Antonia Vivaldi verhindern wollen.. Tatsächlich habe ich es endlich mal geschafft ein Buch außerhalb meiner Komfortzone zu lesen und uch wurde nicht enttäuscht ✨️ @harriconstable @harpercollinsde

Kennt Ihr das, dass Ihr ein Buch nur wegen des Covers lesen möchtet? Bei mir war dies hier der Fall. Das Genre ist eigentlich so gar nicht meins, historischer Frauenroman. Jedoch hat der Inhalt dann auch mein Interesse geweckt. Venedig, Vivaldi - das konnte gut werden. Ich muss aber zugeben, dass ich so gar nicht musisch begabt bin, ich konnte noch nie Noten lesen, geschweige denn ein Instrument spielen, aber ich mag die Musik, vor allem italienische klassische Musik. Alles in allem sind das doch die besten Voraussetzungen. Die Geschichte hat mich sofort gefesselt. Es ist die Geschichte von Anna Maria della Pieta, einem hochbegabten Waisenkind, das zur gefeierten Violinistin heranwächst, unterrichtet von Antonio Vivaldi selbst. Sie sieht Töne als Farben und jedes Geräusch von der Lagune um Venedig, den Gondolieren, dem Wasser regt sie zum Komponieren an. Die Autorin erzählt von so vielen Farben, die Anna Marie sieht und empfindet, dass man die Musik fast schon sehen kann. Die Geschichte spielt um 1700, die Rechte von Frauen sind unterirdisch, die von Waisenmädchen sowieso. So bleibt es nicht aus, dass sie zwar spielen kann und dazu lernt, ihre Kompositionen aber nicht veröffentlichen kann oder sich Vivaldi damit schmückt. Ob das so wirklich geschehen ist, bleibt offen. Die Violinistin Anna Maria gab es wirklich. Mir hat das Buch sehr gut gefallen, es war so unaufgeregt und trotzdem konnte ich es kaum aus der Hand legen. Es war alles so bildlich beschrieben, dass ich Venedig vor mir gesehen und die Musik förmlich gespürt habe.
Farbenprächtig
Venedig im 18. Jahrhundert: Anna Maria, Tochter einer Straßenhure, wächst im Waisenhaus auf. Aber nicht in irgendeinem, sondern in der Ospedale della Pietà. In diesem Waisenhaus erfahren die Mädchen Bildung und musikalische Erziehung. Die besonders talentierten Mädchen bekommen die Möglichkeit, in das Orchester der figlie di coro aufgenommen zu werden. Die Mädchen, die dem Orchester angehören, bekommen besseres Essen, müssen weniger Hausarbeit verrichten, geben Konzerte und verdienen damit Geld und der wichtigste Punkt: sie werden nicht zwangsverheiratet. Daher ist es Anna-Marias größtes Ziel zu den figlie zu kommen. Wird sie ihr Ziel erreichen? Der Schreibstil dieses Romans ist sehr einnehmend und bildhaft. Ich hatte wirklich das Gefühl mit dabei zu sein, durch die Gänge der Pieta zu wandern, mit Anna-Maria und ihren Freundinnen zusammenzusitzen, die Gerüche wahrzunehmen und sah die Kanäle mit den Gondeln und das Venedig der damaligen Zeit vor mir. Die Geschichte ist sehr berührend, allein schon der Beginn, in dem es sich um Anna-Marias Mutter dreht, ging mir sehr ans Herz. Anna-Maria ist eine sehr starke Persönlichkeit. Sie weiß in ganz jungen Jahren schon genau was sie will und ist auch fest davon überzeugt, dass sie mal zu Großem bestimmt ist. Um das zu erreichen ist sie bereit jedes Opfer zu bringen und das war auch das, was mich mit meinen Gefühlen zu ihr immer wieder mal hat hadern lassen, denn mehr als einmal lässt sie ihre Freundinnen, die Einzigen die ihr je das Gefühl gaben geliebt zu werden, bitter im Stich. Trotzdem mochte ich Anna-Maria sehr gerne und habe mit ihr mitgelitten, mich mit ihr gefreut und mit ihr mitgefiebert auf ihrem Weg zu ihrem allergrößten Wunsch: einmal eine maestro zu werden. Die Geschichte war wirklich toll und fesselnd und ich habe die Zeit mit diesem Buch sehr genossen. Daher kann ich "Die Melodie der Lagune" mit gutem Gewissen uneingeschränkt weiterempfehlen. ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

Ich habe diesen Roman mit allen seinen „Melodien“ und „Farben“ mit großer Begeisterung gelesen und dabei auch viele mir neue Fakten über Venedig im 18. Jahrhundert erfahren. Zwischendurch empfand ich die Schilderung von Anna Marias Kompositionen und Auftritten allerdings ein wenig langarmig bzw. redundant, was mir für den insgesamt sehr gelungenen Text ein wenig leid tut.
Grandios
Ich bin total begeistert von dem Buch. Ich gehe immer skeptisch an Autoren,die ich nicht kenne,aber bis jetzt wurde ich schon länger nicht mehr enttäuscht. Dieses Buch ließ sich sehr flott und flüssig lesen und die Geschichte um Vivaldi und Anna Maria hat mich absolut in seinen Bann gezogen. Ich habe mitgefiebert und mitgelitten mit Anna Maria. Normalerweise lese ich keine historischen Romane, aber hier hatte ich eigentlich so gar nicht das Gefühl, dass es eine historische Geschichte war,weil der schreibstil einfach so toll und leicht ist. Ich habe Anna Maria und ihre Freundinnen sehr ins Herz geschlossen und alles total gut nachempfinden können. Ich finde auch Venedig einen tollen Ort für ein Buch. Deswegen habe ich mich auch in erster Linie für das Buch interessiert und ausserdem fand ich das Cover total verträumt und ansprechend.

Als 1696 in Venedig ein kleines Mädchen geboren wird, ahnt noch niemand, welche besondere Zukunft auf sie warten würde. Die Mutter, Prostituierte und gerade einmal 17 Jahre alt, ist nach der Geburt so verzweifelt, dass sie versucht, sich und ihre Tochter zu ertränken. Aber das kleine Mädchen kämpft um sein Leben. Als die junge Mutter von einer alten Frau aufgenommen wird, rät ihr diese, dass kleine Mädchen möglichst bald in das Mauerloch des Waisenhauses der Pietà zu legen. Und so beginnt das Leben des Mädchens, das von den Schwestern des Waisenhauses den Namen Anna Maria della Pietà erhält. Der Schreibstil der Autorin lässt die Geschichte vor dem inneren Augen entstehen. Und so erlebt man das Leben von Anna Maria hinter den Mauern der Pietà, ihre Geschichte beginnt hier im Alter von 8 Jahren. Und schon, als sie zum ersten Mal diesen mysteriösen jungen Mann mit der Violine erlebt, keimt in ihr ein Traum: Sie will die beste Violinistin werden, die es je gab! Und als der junge Mann sie ertappt, wie Anna Maria sich seiner Violine nähert, merkt er doch schnell, dass die Kleine talentiert ist und nimmt sie als seine Schülerin auf und fördert sie. Auch wenn die Mädchen im Waisenhaus in der Form privilegiert sind, dass sie eine musikalische Ausbildung erhalten können, so ist der Alltag im Waisenhaus dennoch kein einfacher. So werden die Mädchen, die nicht über ein außergewöhnliches musikalisches Talent verfügen, werden zwangsverheiratet sobald sie ihre körperliche Reife erlangt haben. Anna Maria wiederum überzeugt durch ihr herausragendes Talent an der Violine, denn wenn sie spielt, erlebt sie die Töne in den schönsten Farben. Während die Beziehung zu ihrem Lehrer in den ersten Jahren von Bewunderung geprägt ist, wird das Verhältnis der beiden mit der Zeit immer zwiespältiger. Für Kompositionen, die sie mit ihm geschaffen hat und auch für ihre eigenen Stücke, beansprucht er bei Konzerten allein den Ruhm und die Anerkennung. Anna Marias Lehrer, der jedoch in der Geschichte nie als Antonio Vivaldi benannt wird, wird als unsicher beschrieben. Er ist nicht in der Lage, die Leistung seiner Schülerin in der Öffentlichkeit anzuerkennen und zu akzeptieren, dass in dieser Zeit auch Frauen in der Musik ihren eigenen Weg gehen können. Die Autorin Harriet Constable hat gekonnt die historischen Fakten mit einer fiktiven Geschichte zu einem unterhaltsamen Roman verknüpft, der von der ersten bis zur letzten Seite spannend und überraschend bleibt. Der Stil der Autorin hat mich wirklich begeistert und ich freue mich schon darauf, mehr von ihr zu lesen!
Die Melodie der Lagune - Es ist die Geschichte von Anna Maria, die in einem von Nonnen geführten Waisenhaus im Venedig des 18. Jahrhunderts aufwächst. Ein besonderes Waisenhaus, dass dem Mädchen von klein auf Musikunterricht gibt, weil das Waisenhaus das berühmte Figlie di coro unterhält, das beste Orchester in ganz Italien zu dieser Zeit. Nur die talentiertesten Mädchen wurden in dieses Orchester aufgenommen und traten vor Königen und Königinnen und den Eliten aus aller Welt auf. Anna Maria besitzt unter den vielen talentierten Mädchen noch ein besonderes Talent: sie kann die Musik in Farben sehen, ist ein Synästhetikerin und spielt die Violine mit besonderer Virtuosität. Dieses Talent bleibt auch dem Maestro Vivaldi nicht verborgen und er fördert das Mädchen, allerdings nicht ohne Eigennutz. Denn Anna Maria ist auch eine begnadete Komponistin und so nutzt Vivaldi ihre Fähigkeiten und verwendet ihre Kompositionen in seinen eigenen Werken. Die Geschichte handelt von Anna Marias Kampf um Anerkennung ihrer eigenen Leistungen, die Akzeptanz von Frauen in einer männerdominierten Kunstwelt, von Freundschaft und von fast zerstörerischem Ehrgeiz. Die Geschichte ist teils fiktiv, teilweise beruht sie auf realen Personen und Ereignissen und ist besonders hinsichtlich der Anerkennung von Frauen in der Kunstwelt erschreckend aktuell. Mich hat Beschreibung von Synästhesie und der Musik sehr fasziniert, auch das Venedig zu Beginn des 18. Jahrhunderts war spannend. Manchmal hatte das Buch kleine Längen und hätte bei sehr ausufernden Beschreibungen noch etwas gekürzt werden können. Aber insgesamt ein großes Lesevergnügen mit Lerneffekt zur klassischen Musik Vivaldis und zum Violinenspiel im Allgemeinen. Die Anmerkungen der Autorin am Ende der Geschichte waren hilfreich, um alles nochmal in den historischen Kontext setzen zu können.
Must read for Historical Fiction lovers!!! 🎻🎼✨
The book blew me away, but let’s start from the outside. I think the visual design of the book is beautiful! I love the cover and the shiny dots. The number of pages was also perfect. ✨ Now let’s get to the „inside“. Harriet has an incredibly beautiful writing style. I literally devoured the book and whizzed through the pages. The sentences are well formulated and the characters are well complemented by the writing style. For example, Anna Maria’s self-confidence is emphasized by short, clear sentences. 🎶 The book has many sad parts, but gives a good insight into the circumstances in the beginning of 1700. The relationship between men and women and between rich and poor is beautifully portrayed. 💫 I have mixed feelings about Anna Maria. At the beginning I felt very sorry for her, then I didn’t like her and at the end I was very proud of her. 🎻 I recommend the book to anyone who wants to get an impression of Venice at that time and wants to question the historical role of men in various areas. 🎼 „He“, Antonio Vivaldi, was a multifaceted character for me, who I now see with completely different eyes... The Pieta girls can be proud of themselves. This book really made me think about all the credit that might have been stolen from girls and women… do we hype certain people who have stolen the work from others who couldn’t speak up? Who really was an idol and who is just a filthy liar? The book is an absolute recommendation and definitely one of my highlights of the year! 🤎 ________________________________
Auch in der heutige Zeit haben es Frauen oft noch schwer. Wir müssen um Stellung in der Gesellschaft und im Leben kämpfen! Nichts auszumalen wie es vor vielen hundert Jahren gewesen sein muss! Die Melodie der Lagune ist ein beeindruckender Roman der einen kleinen Eindruck diesbezüglich schaffen kann! Anna Maria hat keinen leichten Start ins Leben! Ihre Mutter ist eine Hure, Trotz ihrer Liebe zu ihrer Tochter kann sie sich nicht kümmern. Anna Marie wird ins Waisenhaus gebracht und wächst hier auf. Mit acht Jahren wird ihr wahnsinniges musikalisches Talent entdeckt. Gemeinsam mit ihrem Lehrer wird ihr Talent gefördert. Doch wird sie es jemals schaffen aus seinem Schatten zu treten? Wieder mal ein Buch das mich atemlos zurück lässt. Atemlos aber auch verwirrt. Ich liebe Geschichten mit starken Frauen! Und das kann man hier auf jedenfall erwarten. Die Geschichte beginnt sehr spannend. Man ist sofort mitgerissen und die Geschichte wird so lebhaft erzählt das man sich direkt in den Gassen von Venedig wiederfindet. Generell bin ich absolut nicht musikalisch. Ich kenne mich nicht mit klassischer Musik oder Noten aus. Jedoch war die Geschichte trotzdem sehr interessant! Ich fand die Umschreibung der Musik mit den Farben sehr gelungen und passend! Was für eine schöne Ausführung! Verrückt finde ich auch das es bei dem „Lehrer“ um Vivaldi geht. Teile der Geschichte also echt. Und jetzt kommt meine Verwirrung. Ich kann mir kaum vorstellen wie hart das damalige Leben für Frauen gewesen sein muss. Frauen waren nichts wert und ich denke sehr viele haben unvorstellbares erlebt. Das Leben der Anna Maria ist eine Achterbahn der Gefühle und voller Rückschläge die sie nicht aufgeben lassen haben! Aber leider ist sie mir trotz allem nicht sonderlich sympathisch! Natürlich kämpft sie um ein besseres Leben und ihre Art war vermutlich die einzige Chance zur damaligen Zeit etwas zu erreichen, aber trotzdem hätte ich mir ein wenig mehr Sympathie gewünscht. Trotzdem eine beeindruckende Geschichte!
Die Macht der Musik Die Geschichte der Anna Maria Della Pietà, ein Waisenmädchen, die zu einer der größten Violinvirtuosen des 18. Jahrhunderts wurde. Harriet Constable verwebt historische Fakten und Fiktion auf eine ganz besondere Art und Weise. Wir begleiten Anna von ihrer Ankunft im Ospedale Della Pietà bis zur Verwirklichung ihres Traums, Maestro der Pietà. Die Autorin zeichnet dazu ein Bild der Gesellschaft Venedigs mit all ihren Schattenseiten. Das Leben der Mädchen im Waisenhaus,die Atmosphäre der Stadt, all das schafft den perfekten Rahmen für die Geschichte von Anna. Dazu steht die Musik im Mittelpunkt und lässt ein musikalisches Kopfkino entstehen. Man fühlt mit Anna, schüttelt den Kopf über einige ihrer Handlungen, bewundert und verflucht ihren Mentor Vivaldi. Ein ganz besonderer historischer Roman, den ich uneingeschränkt empfehlen kann.
Kann man Musik mit den Augen hören? Harriet Constable zeigt, dass es möglich ist. Die Musik ist so plastisch mit Farben und Vergleichen beschrieben, dass man sie auch ohne Töne hören und geniessen kann. Die Geschichte der Anna Maria della Pietà ist wahr und auch die Beziehung und Zusammenarbeit zwischen ihr und Vivaldi sind geschichtlich belegt. Dazwischen ist einiges erfunden, aber die Umstände dieser Zeit sind gut recherchiert und beschrieben. So erfährt man, dass es bereits zu dieser Zeit eine Art Babyklappe im Waisenhaus Pietà (angegliedert an das Kloster) gab. Den Waisenmädchen die dort abgelegt wurden, erlebten zwar eine strenge, teils liebloses und karge Kindheit, erhalten aber eine gute schulische und musikalische Ausbildung, mit welcher sie sich eine Zukunft aufbauen können. Dass ist mehr, als manch anderem Kind möglich war und ich wusste nicht, dass es eine solche Einrichtung schon in dieser Zeit gab. Man lernt aber auch Seiten von Vivaldi kennen, die mir so nicht bewusst waren. Ausserdem wird aufgezeigt, welche Grenzen Frauen auch in der Kunst gesetzt waren. Diese Grenzen erlebten damals einige Frauen und nicht nur Anna Maria. Ich bin in die Welt der Maestro eingetaucht und habe das Buch fast in einem Zug gelesen. Es war ein Genuss und ich kann es weiterempfehlen.
Anna Maria della Pietà hatte Töne, bevor sie Worte hatte, und diese Töne waren immer schon farbig." Zitat, S. 234 (E-Book Version) Harriet Constable erzählt in ihrem Debütroman Die Melodie der Lagune die Geschichte von Anna Maria della Pietà – einer talentierten Violinistin und Komponistin des 18. Jahrhunderts, die in der Geschichte kaum Beachtung fand. Constable, preisgekrönte Journalistin und Filmemacherin, verbindet ihre Liebe zur Musik mit ihrer Fähigkeit, bewegende Erzählungen zu schaffen. Ihr Roman wurde bereits vom Guardian zu den besten Debütromanen des Jahres gezählt. Worum geht's genau? Anna Maria wächst im Ospedale della Pietà, einem Waisenhaus in Venedig, auf und entdeckt früh ihre außergewöhnliche Begabung für die Violine. Ihr Talent bleibt nicht unbemerkt – Antonio Vivaldi nimmt sie unter seine Fittiche. Doch während er als gefeierter Komponist Ruhm erntet, bleiben ihre eigenen Werke unbekannt. Sie träumt von einer Karriere als Musikerin, doch in einer Welt, in der Frauen nur als Interpretinnen, nicht als Schöpferinnen anerkannt werden, stößt sie an unsichtbare Grenzen. Anna Maria muss sich nicht nur gegen gesellschaftliche Konventionen behaupten, sondern auch gegen Neid und Rivalität. Freundschaften spielen eine zentrale Rolle in ihrem Leben – besonders zu Paulina und Agata, mit denen sie eine enge Verbindung teilt. Doch auch Intrigen, Eifersucht und die harte Realität der damaligen Zeit prägen ihren Weg. Meine Meinung Ich habe das Buch als Rezensionsexemplar angefordert, da mich sowohl das wunderschöne Cover als auch der Klappentext sofort angesprochen haben – besonders, weil ich selbst Violine spiele. Die bildhafte Beschreibung Venedigs hat mich direkt in die Geschichte gezogen. Man spürt die Atmosphäre der Stadt förmlich durch die Seiten. Eine meiner Lieblingsszenen spielt in der Dachkammer, als Anna Maria die Stadt beobachtet und sich vorstellt, sie zu dirigieren: Sonnenstrahlen überfluten ihr Gesicht, und die Holzbohlen knarren unter ihren Füßen. Sie rafft ihren fleckigen Baumwollrock und lässt sich im Schneidersitz auf dem heißen Holzfußboden nieder. Zufrieden blickt sie sich in ihrem Königreich um. In ihrer Stadt bestehen die Straßen aus Wasser. Überall herrscht Leben, alles ist voller Energie, farbenfroh und laut." Zitat, S. 34 (E-Book Version) Anna Maria selbst ist eine starke Figur, aber sie hat mich nicht immer für sich gewinnen können. Ihr Ehrgeiz ist bewundernswert, aber oft auch egoistisch – sie betrachtet viele ihrer Mitschülerinnen als unterlegen und sieht „niedrigere Arbeiten“ als wertlos an. Dennoch wird im Laufe des Romans klar, dass sie sich vor allem selbst schützen will und durch viele Schicksalsschläge eine harte Schale entwickelt hat. Ein weiterer starker Aspekt des Buches ist seine feministische Botschaft. Besonders dieses Zitat hat mich bewegt: Männer«, sagt er und tippt schneller und heftiger auf die Noten. »Alles Stücke von Männern.« »Wahrscheinlich stecken die Ideen von Frauen dahinter. Frauen, die von selbstgefälligen Männern wie Ihnen in den Staub getreten wurden. Sie fördern uns gerade bis zu dem Punkt, wo wir begreifen, was wir alles nicht dürfen. Und wenn wir es trotzdem versuchen, nehmen Sie uns alles weg. Warum bringen Sie uns bei, unseren Verstand zu benutzen, wenn Sie uns alles verweigern, was er hervorbringt?« " Zitat, S. 233 (E-Book Version) Dass das Buch sprachlich nicht gegendert wurde, fand ich etwas schade, auch wenn die Autorin im Nachwort darauf eingeht. Dieses Nachwort gehört für mich zu den großen Stärken des Romans, da es die historischen Hintergründe beleuchtet und zeigt, dass viele berühmte Kompositionen möglicherweise von Frauen stammen, deren Namen vergessen wurden. Fazit Die Melodie der Lagune ist ein beeindruckender historischer Roman über eine Frau, die ihrer Zeit weit voraus war. Er zeigt auf bewegende Weise, wie Frauen in der Musikgeschichte übergangen wurden, und schafft gleichzeitig eine dichte, fesselnde Atmosphäre. Trotz kleiner Kritikpunkte bleibt es ein großartiges Buch, das zum Nachdenken anregt. 4,5 von 5 Sternen Ich habe diesen Roman geschrieben, weil einige der berühmtesten Musikstücke der Welt einen anderen Ursprung haben, als wir bislang dachten. Sie stammen von Hunderten Mädchen und Frauen. Ich hoffe, Sie fragen sich jetzt, was es noch alles zu entdecken gibt. Welche Genies gab es, die ebenso wenig von uns gewürdigt werden?" Zitat, S. 297 (E-Book Version)
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'As tightly tuned as a thriller' Telegraph
'A marvel' Kiran Millwood Hargrave
'Compelling, vividly described magic' Observer
'Historical fiction as it should be written' Mail on Sunday
'Remarkable' New York Times
Anna Maria may have no name, no fortune, no family. But she has her ambition, and her talent.
Her best hope lies in her teacher, Antonio Vivaldi. Soon she is his star pupil.
But as Anna Maria's star rises, not everyone is happy. Because Anna Maria's shining light threatens to eclipse that of her mentor.
She will leave her mark, whatever it takes. Her story will be heard.
'A compassionate coming-of-age tale . Constable understands the power music has to sustain us' Observer
'Had me spellbound from start to finish' Emma Stonex
'Constable infuses historical fact with richly wrought fictional details, to investigate admiration and resentment, ego and legacy' i paper
'A whirlwind of all-consuming, dizzying ambition . Spectacularly imagined' Mail on Sunday
'Vibrates with colour and passion . I was completely swept up' Elodie Harper
'An immersive, impassioned tale full of colour and sound' Guardian
Book Information
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Schön und mal ein anderes Buch 💙💙
✨Rezensionsexemplar✨ „1696 wurde in einer Mauernische des Ospedale della Pietà – eines venezianischen Waisenhauses – ein neugeborenes Mädchen gefunden. Man gab ihr den Namen Anna Maria della Pietà, und sie wurde eine virtuose Violinistin des 18. Jahrhunderts. Ihr Lehrer war Antonio Vivaldi.“ Das war mein erstes Buch der Autorin und darum geht es: Wir begleiten Anna Maria und ihre Freundinnen durch das Leben Venedigs im beginnenden 18. Jahrhundert. Sie hat viel Weitsicht bzgl. der klassischen Rollen von Frauen und ein unfassbares Talent, welches sie priorisiert - undenkbar zu der Zeit. Sie versucht jedoch, ihre Kompositionen vor ihrem Lehrer zu verstecken, denn dieser kann es nicht ertragen, wenn jemand oder gar eine Frau besser sein könnte als er… Ich lese so gut wie nie historische Romane, aber da ich klassische Musik sehr liebe und der Klappentext dramatisch, feministisch und toll klang, musste ich dieses Buch unbedingt lesen. Ich habe es auch nicht bereut, die Geschichte ist sehr mitreißend und auch spannend. Der Schreibstil war sehr einfach zu lesen, man hat nie den Faden verloren. Gegen Ende hat mich aber die Geschichte als solche ganz bisschen verloren. Es gab einige Höhepunkte und dramatische Wendungen und ich dachte jedes mal, dass das jetzt das Finale sein muss. Aber war es dann nie, sondern ging weiter und weiter. Das Ende war dann natürlich trotzdem schön, auch wenn ich mir nicht sicher bin, ob es sich so hätte zutragen können. Macht Euch gern ein eigenes Bild! 4/5⭐️⭐️⭐️⭐️

Anna Maria lebt in einem Waisenhaus. Sie liebt Musik und besonders die Geige. Ihr Lehrer ist Vivaldi. Anna Maria ist ehrgeizig und sehr willensstark. Sie würde alles für ihre geliebte Musik tun. Bald schon beginnt sie für Vivaldi Kompositionen zu schreiben. Vivaldi ist erfolgreich damit, doch Anna Maria will selbst im Rampenlicht stehen. Das gefällt Vivaldi nicht und er wird alles dafür tun weiterhin den Ruhm für sich zu behalten. Das Buch beginnt sehr spannend. Anna Marias Mutter setzt sie vor einem Waisenhaus aus, weil sie selbst nicht die Möglichkeiten hat ein Kind groß zu ziehen. Wir erleben das strenge Leben im Waisenhaus, Anna Marias Freundschaften und die grenzenlose Liebe zur Musik. Sie ist sehr ehrgeizig, will unbedingt ihr Ziel erreichen eine berühmte Komponistin zu werden. Vivaldi wird immer eifersüchtiger, Anna Maria immer zielstrebiger. Das spitzt sich dann immer weiter zu. Die Kulisse in Venedig hat mir richtig gut gefallen. Auch wie die Kinder aufgewachsen sind, war sehr spannend. Für mich hatte das Buch leider so einige Längen. Da ging es bei der Musik vielleicht manchmal zu sehr ins Detail. So ganz überspringen wollte der Funke leider nicht. Die erste Hälfte war wirklich toll aber dann war ich etwas raus. Ich glaub allerdings, dass viele Leser dieses Buch lieben werden. Die Geschichte ist schon toll.
⭐️⭐️⭐️⭐️ Wieviel Vivaldi steckt in den „Vier Jahreszeiten“?
Die Geschichte der Anna Maria della Pieta ist wahrscheinlich exemplarisch für das männlich bestimmte Erzählbild der Historie. Anna Maria war eine Ausnahme-Violinistin und während heute die Namen Anne-Sophie Mutter oder Vanessa Mae vielen Musikfreunden ein Begriff sind, wurden die großen Musikerinnen der Geschichte oft einfach vergessen… es gibt kaum Aufzeichnungen über sie und mit ihrer Generation starb üblicherweise auch die Erinnerung an sie. In diesem Roman erzählt Harriet Constable anhand weniger, aber akribisch recherchierter Belege von einer außergewöhnlich begabten Frau. Anna Maria della Pieta war ein Waisenkind aus Venedig, das im dortigen Ospediale della Pieta aufwuchs. Ihr Glück: das Haus war gleichzeitig eine Musikschule und so erhielten begabte Mädchen eine besondere Förderung und hatten die Möglichkeit, Instrumente zu erlernen. Anfang des 18. Jahrhunderts trafen hier zwei Menschen aufeinander und diese Begegnung hatte Folgen für die Musikwelt… ein junger Mann begann im Pieta seinen Lehrauftrag für Violine und eine junge Frau stellte sich als besonders talentierte Schülerin heraus. Ihre Namen: Antonio Vivaldi und Anna Maria della Pieta. Vivaldi förderte Anna Maria und bezog sie und ihre Kolleginnen des Musikschul-Orchesters sogar immer wieder ein, wenn er an neuen Stücken oder Auftragswerken komponierte. Doch die fertigen Stücke trugen immer (nur) seinen Namen… Niemand kann sagen, wie viele Ideen oder Passagen seiner Werke tatsächlich von Vivaldi selbst stammen – auch bei seinem bekanntesten Werk muss man mittlerweile wohl zumindest für möglich erachten, dass es von den Kompositionen seiner Schülerinnen beeinflusst oder mit diesen angereichert wurde. Nachdem Anna Maria im Erwachsenenalter mitbekommt, wie schamlos ihre Ideen ausgenutzt werden, entfernt sie sich von ihrem Mentor und wird selbst zur Musiklehrerin. Die Autorin muss Anna Marias Geschichte an vielen Stellen ausschmücken oder fiktional gestalten, da nur sehr wenig über sie schriftlich festgehalten ist (wie das Nachwort verrät). Sicher ist jedoch, dass sie eine außergewöhnlich gute Musikerin und Komponistin war – und mit diesem Buch erfährt sie endlich die Aufmerksamkeit, die ihr seit Jahrhunderten gebühren würde. Ich bin froh dieses Buch gelesen und Anna Maria „kennengelernt“ zu haben. Ich finde es sehr wichtig, dass zumindest in der jetzigen Zeit versucht wird, den „vergessenen“ Frauen der Geschichte eine Stimme zu geben. Daher kann ich nur jedem mit historischem Interesse empfehlen: lest dieses Buch.

Vivaldi, Venedig und Anna Maria
Die Melodie der Lagune - Harriet Constable 🌊🌊🌊 Rezensionsexemplar ✨️ Werbung Wir sind im 18 Jahrhundert in Venedig. Dort wächst die junge Anna Maria in einem Waisenhaus auf. Als sie älter wird hält sie das erste mal eine Geige in der Hand und fühlt sich sofort verbunden mit der Welt der Musik. Anna Maria's Talent ist so groß, das sie alle anderen austicht. Zu der Zeit wird auch Antonia Vivaldi auf sie aufmerksam und er macht sie zu seiner Schülerin. Zusammen spielen sie wunderschöne Melodien und später komponieren sie auch zusammen. Aber das reicht Anna Maria irgendwann nicht mehr. Sie möchte selbst im Rampenlicht auf Bühnen stehen, doch als Frau sei ihr das nicht gegönnt... Und selbst wenn würde es Antonia Vivaldi verhindern wollen.. Tatsächlich habe ich es endlich mal geschafft ein Buch außerhalb meiner Komfortzone zu lesen und uch wurde nicht enttäuscht ✨️ @harriconstable @harpercollinsde

Kennt Ihr das, dass Ihr ein Buch nur wegen des Covers lesen möchtet? Bei mir war dies hier der Fall. Das Genre ist eigentlich so gar nicht meins, historischer Frauenroman. Jedoch hat der Inhalt dann auch mein Interesse geweckt. Venedig, Vivaldi - das konnte gut werden. Ich muss aber zugeben, dass ich so gar nicht musisch begabt bin, ich konnte noch nie Noten lesen, geschweige denn ein Instrument spielen, aber ich mag die Musik, vor allem italienische klassische Musik. Alles in allem sind das doch die besten Voraussetzungen. Die Geschichte hat mich sofort gefesselt. Es ist die Geschichte von Anna Maria della Pieta, einem hochbegabten Waisenkind, das zur gefeierten Violinistin heranwächst, unterrichtet von Antonio Vivaldi selbst. Sie sieht Töne als Farben und jedes Geräusch von der Lagune um Venedig, den Gondolieren, dem Wasser regt sie zum Komponieren an. Die Autorin erzählt von so vielen Farben, die Anna Marie sieht und empfindet, dass man die Musik fast schon sehen kann. Die Geschichte spielt um 1700, die Rechte von Frauen sind unterirdisch, die von Waisenmädchen sowieso. So bleibt es nicht aus, dass sie zwar spielen kann und dazu lernt, ihre Kompositionen aber nicht veröffentlichen kann oder sich Vivaldi damit schmückt. Ob das so wirklich geschehen ist, bleibt offen. Die Violinistin Anna Maria gab es wirklich. Mir hat das Buch sehr gut gefallen, es war so unaufgeregt und trotzdem konnte ich es kaum aus der Hand legen. Es war alles so bildlich beschrieben, dass ich Venedig vor mir gesehen und die Musik förmlich gespürt habe.
Farbenprächtig
Venedig im 18. Jahrhundert: Anna Maria, Tochter einer Straßenhure, wächst im Waisenhaus auf. Aber nicht in irgendeinem, sondern in der Ospedale della Pietà. In diesem Waisenhaus erfahren die Mädchen Bildung und musikalische Erziehung. Die besonders talentierten Mädchen bekommen die Möglichkeit, in das Orchester der figlie di coro aufgenommen zu werden. Die Mädchen, die dem Orchester angehören, bekommen besseres Essen, müssen weniger Hausarbeit verrichten, geben Konzerte und verdienen damit Geld und der wichtigste Punkt: sie werden nicht zwangsverheiratet. Daher ist es Anna-Marias größtes Ziel zu den figlie zu kommen. Wird sie ihr Ziel erreichen? Der Schreibstil dieses Romans ist sehr einnehmend und bildhaft. Ich hatte wirklich das Gefühl mit dabei zu sein, durch die Gänge der Pieta zu wandern, mit Anna-Maria und ihren Freundinnen zusammenzusitzen, die Gerüche wahrzunehmen und sah die Kanäle mit den Gondeln und das Venedig der damaligen Zeit vor mir. Die Geschichte ist sehr berührend, allein schon der Beginn, in dem es sich um Anna-Marias Mutter dreht, ging mir sehr ans Herz. Anna-Maria ist eine sehr starke Persönlichkeit. Sie weiß in ganz jungen Jahren schon genau was sie will und ist auch fest davon überzeugt, dass sie mal zu Großem bestimmt ist. Um das zu erreichen ist sie bereit jedes Opfer zu bringen und das war auch das, was mich mit meinen Gefühlen zu ihr immer wieder mal hat hadern lassen, denn mehr als einmal lässt sie ihre Freundinnen, die Einzigen die ihr je das Gefühl gaben geliebt zu werden, bitter im Stich. Trotzdem mochte ich Anna-Maria sehr gerne und habe mit ihr mitgelitten, mich mit ihr gefreut und mit ihr mitgefiebert auf ihrem Weg zu ihrem allergrößten Wunsch: einmal eine maestro zu werden. Die Geschichte war wirklich toll und fesselnd und ich habe die Zeit mit diesem Buch sehr genossen. Daher kann ich "Die Melodie der Lagune" mit gutem Gewissen uneingeschränkt weiterempfehlen. ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

Ich habe diesen Roman mit allen seinen „Melodien“ und „Farben“ mit großer Begeisterung gelesen und dabei auch viele mir neue Fakten über Venedig im 18. Jahrhundert erfahren. Zwischendurch empfand ich die Schilderung von Anna Marias Kompositionen und Auftritten allerdings ein wenig langarmig bzw. redundant, was mir für den insgesamt sehr gelungenen Text ein wenig leid tut.
Grandios
Ich bin total begeistert von dem Buch. Ich gehe immer skeptisch an Autoren,die ich nicht kenne,aber bis jetzt wurde ich schon länger nicht mehr enttäuscht. Dieses Buch ließ sich sehr flott und flüssig lesen und die Geschichte um Vivaldi und Anna Maria hat mich absolut in seinen Bann gezogen. Ich habe mitgefiebert und mitgelitten mit Anna Maria. Normalerweise lese ich keine historischen Romane, aber hier hatte ich eigentlich so gar nicht das Gefühl, dass es eine historische Geschichte war,weil der schreibstil einfach so toll und leicht ist. Ich habe Anna Maria und ihre Freundinnen sehr ins Herz geschlossen und alles total gut nachempfinden können. Ich finde auch Venedig einen tollen Ort für ein Buch. Deswegen habe ich mich auch in erster Linie für das Buch interessiert und ausserdem fand ich das Cover total verträumt und ansprechend.

Als 1696 in Venedig ein kleines Mädchen geboren wird, ahnt noch niemand, welche besondere Zukunft auf sie warten würde. Die Mutter, Prostituierte und gerade einmal 17 Jahre alt, ist nach der Geburt so verzweifelt, dass sie versucht, sich und ihre Tochter zu ertränken. Aber das kleine Mädchen kämpft um sein Leben. Als die junge Mutter von einer alten Frau aufgenommen wird, rät ihr diese, dass kleine Mädchen möglichst bald in das Mauerloch des Waisenhauses der Pietà zu legen. Und so beginnt das Leben des Mädchens, das von den Schwestern des Waisenhauses den Namen Anna Maria della Pietà erhält. Der Schreibstil der Autorin lässt die Geschichte vor dem inneren Augen entstehen. Und so erlebt man das Leben von Anna Maria hinter den Mauern der Pietà, ihre Geschichte beginnt hier im Alter von 8 Jahren. Und schon, als sie zum ersten Mal diesen mysteriösen jungen Mann mit der Violine erlebt, keimt in ihr ein Traum: Sie will die beste Violinistin werden, die es je gab! Und als der junge Mann sie ertappt, wie Anna Maria sich seiner Violine nähert, merkt er doch schnell, dass die Kleine talentiert ist und nimmt sie als seine Schülerin auf und fördert sie. Auch wenn die Mädchen im Waisenhaus in der Form privilegiert sind, dass sie eine musikalische Ausbildung erhalten können, so ist der Alltag im Waisenhaus dennoch kein einfacher. So werden die Mädchen, die nicht über ein außergewöhnliches musikalisches Talent verfügen, werden zwangsverheiratet sobald sie ihre körperliche Reife erlangt haben. Anna Maria wiederum überzeugt durch ihr herausragendes Talent an der Violine, denn wenn sie spielt, erlebt sie die Töne in den schönsten Farben. Während die Beziehung zu ihrem Lehrer in den ersten Jahren von Bewunderung geprägt ist, wird das Verhältnis der beiden mit der Zeit immer zwiespältiger. Für Kompositionen, die sie mit ihm geschaffen hat und auch für ihre eigenen Stücke, beansprucht er bei Konzerten allein den Ruhm und die Anerkennung. Anna Marias Lehrer, der jedoch in der Geschichte nie als Antonio Vivaldi benannt wird, wird als unsicher beschrieben. Er ist nicht in der Lage, die Leistung seiner Schülerin in der Öffentlichkeit anzuerkennen und zu akzeptieren, dass in dieser Zeit auch Frauen in der Musik ihren eigenen Weg gehen können. Die Autorin Harriet Constable hat gekonnt die historischen Fakten mit einer fiktiven Geschichte zu einem unterhaltsamen Roman verknüpft, der von der ersten bis zur letzten Seite spannend und überraschend bleibt. Der Stil der Autorin hat mich wirklich begeistert und ich freue mich schon darauf, mehr von ihr zu lesen!
Die Melodie der Lagune - Es ist die Geschichte von Anna Maria, die in einem von Nonnen geführten Waisenhaus im Venedig des 18. Jahrhunderts aufwächst. Ein besonderes Waisenhaus, dass dem Mädchen von klein auf Musikunterricht gibt, weil das Waisenhaus das berühmte Figlie di coro unterhält, das beste Orchester in ganz Italien zu dieser Zeit. Nur die talentiertesten Mädchen wurden in dieses Orchester aufgenommen und traten vor Königen und Königinnen und den Eliten aus aller Welt auf. Anna Maria besitzt unter den vielen talentierten Mädchen noch ein besonderes Talent: sie kann die Musik in Farben sehen, ist ein Synästhetikerin und spielt die Violine mit besonderer Virtuosität. Dieses Talent bleibt auch dem Maestro Vivaldi nicht verborgen und er fördert das Mädchen, allerdings nicht ohne Eigennutz. Denn Anna Maria ist auch eine begnadete Komponistin und so nutzt Vivaldi ihre Fähigkeiten und verwendet ihre Kompositionen in seinen eigenen Werken. Die Geschichte handelt von Anna Marias Kampf um Anerkennung ihrer eigenen Leistungen, die Akzeptanz von Frauen in einer männerdominierten Kunstwelt, von Freundschaft und von fast zerstörerischem Ehrgeiz. Die Geschichte ist teils fiktiv, teilweise beruht sie auf realen Personen und Ereignissen und ist besonders hinsichtlich der Anerkennung von Frauen in der Kunstwelt erschreckend aktuell. Mich hat Beschreibung von Synästhesie und der Musik sehr fasziniert, auch das Venedig zu Beginn des 18. Jahrhunderts war spannend. Manchmal hatte das Buch kleine Längen und hätte bei sehr ausufernden Beschreibungen noch etwas gekürzt werden können. Aber insgesamt ein großes Lesevergnügen mit Lerneffekt zur klassischen Musik Vivaldis und zum Violinenspiel im Allgemeinen. Die Anmerkungen der Autorin am Ende der Geschichte waren hilfreich, um alles nochmal in den historischen Kontext setzen zu können.
Must read for Historical Fiction lovers!!! 🎻🎼✨
The book blew me away, but let’s start from the outside. I think the visual design of the book is beautiful! I love the cover and the shiny dots. The number of pages was also perfect. ✨ Now let’s get to the „inside“. Harriet has an incredibly beautiful writing style. I literally devoured the book and whizzed through the pages. The sentences are well formulated and the characters are well complemented by the writing style. For example, Anna Maria’s self-confidence is emphasized by short, clear sentences. 🎶 The book has many sad parts, but gives a good insight into the circumstances in the beginning of 1700. The relationship between men and women and between rich and poor is beautifully portrayed. 💫 I have mixed feelings about Anna Maria. At the beginning I felt very sorry for her, then I didn’t like her and at the end I was very proud of her. 🎻 I recommend the book to anyone who wants to get an impression of Venice at that time and wants to question the historical role of men in various areas. 🎼 „He“, Antonio Vivaldi, was a multifaceted character for me, who I now see with completely different eyes... The Pieta girls can be proud of themselves. This book really made me think about all the credit that might have been stolen from girls and women… do we hype certain people who have stolen the work from others who couldn’t speak up? Who really was an idol and who is just a filthy liar? The book is an absolute recommendation and definitely one of my highlights of the year! 🤎 ________________________________
Auch in der heutige Zeit haben es Frauen oft noch schwer. Wir müssen um Stellung in der Gesellschaft und im Leben kämpfen! Nichts auszumalen wie es vor vielen hundert Jahren gewesen sein muss! Die Melodie der Lagune ist ein beeindruckender Roman der einen kleinen Eindruck diesbezüglich schaffen kann! Anna Maria hat keinen leichten Start ins Leben! Ihre Mutter ist eine Hure, Trotz ihrer Liebe zu ihrer Tochter kann sie sich nicht kümmern. Anna Marie wird ins Waisenhaus gebracht und wächst hier auf. Mit acht Jahren wird ihr wahnsinniges musikalisches Talent entdeckt. Gemeinsam mit ihrem Lehrer wird ihr Talent gefördert. Doch wird sie es jemals schaffen aus seinem Schatten zu treten? Wieder mal ein Buch das mich atemlos zurück lässt. Atemlos aber auch verwirrt. Ich liebe Geschichten mit starken Frauen! Und das kann man hier auf jedenfall erwarten. Die Geschichte beginnt sehr spannend. Man ist sofort mitgerissen und die Geschichte wird so lebhaft erzählt das man sich direkt in den Gassen von Venedig wiederfindet. Generell bin ich absolut nicht musikalisch. Ich kenne mich nicht mit klassischer Musik oder Noten aus. Jedoch war die Geschichte trotzdem sehr interessant! Ich fand die Umschreibung der Musik mit den Farben sehr gelungen und passend! Was für eine schöne Ausführung! Verrückt finde ich auch das es bei dem „Lehrer“ um Vivaldi geht. Teile der Geschichte also echt. Und jetzt kommt meine Verwirrung. Ich kann mir kaum vorstellen wie hart das damalige Leben für Frauen gewesen sein muss. Frauen waren nichts wert und ich denke sehr viele haben unvorstellbares erlebt. Das Leben der Anna Maria ist eine Achterbahn der Gefühle und voller Rückschläge die sie nicht aufgeben lassen haben! Aber leider ist sie mir trotz allem nicht sonderlich sympathisch! Natürlich kämpft sie um ein besseres Leben und ihre Art war vermutlich die einzige Chance zur damaligen Zeit etwas zu erreichen, aber trotzdem hätte ich mir ein wenig mehr Sympathie gewünscht. Trotzdem eine beeindruckende Geschichte!
Die Macht der Musik Die Geschichte der Anna Maria Della Pietà, ein Waisenmädchen, die zu einer der größten Violinvirtuosen des 18. Jahrhunderts wurde. Harriet Constable verwebt historische Fakten und Fiktion auf eine ganz besondere Art und Weise. Wir begleiten Anna von ihrer Ankunft im Ospedale Della Pietà bis zur Verwirklichung ihres Traums, Maestro der Pietà. Die Autorin zeichnet dazu ein Bild der Gesellschaft Venedigs mit all ihren Schattenseiten. Das Leben der Mädchen im Waisenhaus,die Atmosphäre der Stadt, all das schafft den perfekten Rahmen für die Geschichte von Anna. Dazu steht die Musik im Mittelpunkt und lässt ein musikalisches Kopfkino entstehen. Man fühlt mit Anna, schüttelt den Kopf über einige ihrer Handlungen, bewundert und verflucht ihren Mentor Vivaldi. Ein ganz besonderer historischer Roman, den ich uneingeschränkt empfehlen kann.
Kann man Musik mit den Augen hören? Harriet Constable zeigt, dass es möglich ist. Die Musik ist so plastisch mit Farben und Vergleichen beschrieben, dass man sie auch ohne Töne hören und geniessen kann. Die Geschichte der Anna Maria della Pietà ist wahr und auch die Beziehung und Zusammenarbeit zwischen ihr und Vivaldi sind geschichtlich belegt. Dazwischen ist einiges erfunden, aber die Umstände dieser Zeit sind gut recherchiert und beschrieben. So erfährt man, dass es bereits zu dieser Zeit eine Art Babyklappe im Waisenhaus Pietà (angegliedert an das Kloster) gab. Den Waisenmädchen die dort abgelegt wurden, erlebten zwar eine strenge, teils liebloses und karge Kindheit, erhalten aber eine gute schulische und musikalische Ausbildung, mit welcher sie sich eine Zukunft aufbauen können. Dass ist mehr, als manch anderem Kind möglich war und ich wusste nicht, dass es eine solche Einrichtung schon in dieser Zeit gab. Man lernt aber auch Seiten von Vivaldi kennen, die mir so nicht bewusst waren. Ausserdem wird aufgezeigt, welche Grenzen Frauen auch in der Kunst gesetzt waren. Diese Grenzen erlebten damals einige Frauen und nicht nur Anna Maria. Ich bin in die Welt der Maestro eingetaucht und habe das Buch fast in einem Zug gelesen. Es war ein Genuss und ich kann es weiterempfehlen.
Anna Maria della Pietà hatte Töne, bevor sie Worte hatte, und diese Töne waren immer schon farbig." Zitat, S. 234 (E-Book Version) Harriet Constable erzählt in ihrem Debütroman Die Melodie der Lagune die Geschichte von Anna Maria della Pietà – einer talentierten Violinistin und Komponistin des 18. Jahrhunderts, die in der Geschichte kaum Beachtung fand. Constable, preisgekrönte Journalistin und Filmemacherin, verbindet ihre Liebe zur Musik mit ihrer Fähigkeit, bewegende Erzählungen zu schaffen. Ihr Roman wurde bereits vom Guardian zu den besten Debütromanen des Jahres gezählt. Worum geht's genau? Anna Maria wächst im Ospedale della Pietà, einem Waisenhaus in Venedig, auf und entdeckt früh ihre außergewöhnliche Begabung für die Violine. Ihr Talent bleibt nicht unbemerkt – Antonio Vivaldi nimmt sie unter seine Fittiche. Doch während er als gefeierter Komponist Ruhm erntet, bleiben ihre eigenen Werke unbekannt. Sie träumt von einer Karriere als Musikerin, doch in einer Welt, in der Frauen nur als Interpretinnen, nicht als Schöpferinnen anerkannt werden, stößt sie an unsichtbare Grenzen. Anna Maria muss sich nicht nur gegen gesellschaftliche Konventionen behaupten, sondern auch gegen Neid und Rivalität. Freundschaften spielen eine zentrale Rolle in ihrem Leben – besonders zu Paulina und Agata, mit denen sie eine enge Verbindung teilt. Doch auch Intrigen, Eifersucht und die harte Realität der damaligen Zeit prägen ihren Weg. Meine Meinung Ich habe das Buch als Rezensionsexemplar angefordert, da mich sowohl das wunderschöne Cover als auch der Klappentext sofort angesprochen haben – besonders, weil ich selbst Violine spiele. Die bildhafte Beschreibung Venedigs hat mich direkt in die Geschichte gezogen. Man spürt die Atmosphäre der Stadt förmlich durch die Seiten. Eine meiner Lieblingsszenen spielt in der Dachkammer, als Anna Maria die Stadt beobachtet und sich vorstellt, sie zu dirigieren: Sonnenstrahlen überfluten ihr Gesicht, und die Holzbohlen knarren unter ihren Füßen. Sie rafft ihren fleckigen Baumwollrock und lässt sich im Schneidersitz auf dem heißen Holzfußboden nieder. Zufrieden blickt sie sich in ihrem Königreich um. In ihrer Stadt bestehen die Straßen aus Wasser. Überall herrscht Leben, alles ist voller Energie, farbenfroh und laut." Zitat, S. 34 (E-Book Version) Anna Maria selbst ist eine starke Figur, aber sie hat mich nicht immer für sich gewinnen können. Ihr Ehrgeiz ist bewundernswert, aber oft auch egoistisch – sie betrachtet viele ihrer Mitschülerinnen als unterlegen und sieht „niedrigere Arbeiten“ als wertlos an. Dennoch wird im Laufe des Romans klar, dass sie sich vor allem selbst schützen will und durch viele Schicksalsschläge eine harte Schale entwickelt hat. Ein weiterer starker Aspekt des Buches ist seine feministische Botschaft. Besonders dieses Zitat hat mich bewegt: Männer«, sagt er und tippt schneller und heftiger auf die Noten. »Alles Stücke von Männern.« »Wahrscheinlich stecken die Ideen von Frauen dahinter. Frauen, die von selbstgefälligen Männern wie Ihnen in den Staub getreten wurden. Sie fördern uns gerade bis zu dem Punkt, wo wir begreifen, was wir alles nicht dürfen. Und wenn wir es trotzdem versuchen, nehmen Sie uns alles weg. Warum bringen Sie uns bei, unseren Verstand zu benutzen, wenn Sie uns alles verweigern, was er hervorbringt?« " Zitat, S. 233 (E-Book Version) Dass das Buch sprachlich nicht gegendert wurde, fand ich etwas schade, auch wenn die Autorin im Nachwort darauf eingeht. Dieses Nachwort gehört für mich zu den großen Stärken des Romans, da es die historischen Hintergründe beleuchtet und zeigt, dass viele berühmte Kompositionen möglicherweise von Frauen stammen, deren Namen vergessen wurden. Fazit Die Melodie der Lagune ist ein beeindruckender historischer Roman über eine Frau, die ihrer Zeit weit voraus war. Er zeigt auf bewegende Weise, wie Frauen in der Musikgeschichte übergangen wurden, und schafft gleichzeitig eine dichte, fesselnde Atmosphäre. Trotz kleiner Kritikpunkte bleibt es ein großartiges Buch, das zum Nachdenken anregt. 4,5 von 5 Sternen Ich habe diesen Roman geschrieben, weil einige der berühmtesten Musikstücke der Welt einen anderen Ursprung haben, als wir bislang dachten. Sie stammen von Hunderten Mädchen und Frauen. Ich hoffe, Sie fragen sich jetzt, was es noch alles zu entdecken gibt. Welche Genies gab es, die ebenso wenig von uns gewürdigt werden?" Zitat, S. 297 (E-Book Version)




















