The Echo Maker: Winner of the National Book Award 2006

The Echo Maker: Winner of the National Book Award 2006

Softcover
4.110

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Description

On a winter night on a remote Nebraska road, 27-year-old Mark Schluter flips his truck in a near-fatal accident. His older sister Karin, his only near kin, returns reluctantly to their hometown to nurse Mark back from a traumatic head injury. But when he emerges from a protracted coma, Mark believes that this woman-who looks, acts, and sounds just like his sister-is really an identical impostor. Shattered by her brother's refusal to recognize her, Karin contacts the cognitive neurologist Gerald Weber, famous for his case histories describing the infinitely bizarre worlds of brain disorder. Weber recognizes Mark as a rare case of Capgras Syndrome, a doubling delusion, and eagerly investigates. What he discovers in Mark slowly undermines even his own sense of being. Meanwhile, Mark, armed only with a note left by an anonymous witness, attempts to learn what happened the night of his inexplicable accident. The truth of that evening will change the lives of all three beyond recognition. Set against the Platte River's massive spring migrations-one of the greatest spectacles in nature-The Echo Maker is a gripping mystery that explores the improvised human self and the even more precarious brain that splits us from and joins us to the rest of creation.

Book Information

Main Genre
N/A
Sub Genre
N/A
Format
Softcover
Pages
464
Price
2.38 €

Posts

3
All
3.5

Hirn, das unbekannte Wesen

Eine weite, zum Teil etwas langatmige Reise über unsere neurologischen Strukturen und die Abhängigkeit ihrer Beschaffenheit gegenüber unserer Wahrnehmung zur Wirklichkeit. Mark, der sich nach einem schweren Autounfall nach einem Schädelhirntrauma kaum noch in seiner Welt auskennt, leidet am Capgras-Syndrom, in dem er ihm nahestehende Menschen und auch seinen Hund nicht mehr erkennt und sie mehr und mehr wahnhaft als Fälschungen zu identifizieren glaubt. Seine ihm bisher sehr nahe stehende Schwester leidet besonders unter der konstanten und immer stärker werdenden Verkennung. Wer Powers kennt, weiss von seiner Fähigkeit zur Recherche und Brillianz, daraus eine vielschichtige Geschichte zu formen. So auch hier. Wir erhalten, vor allem auch durch die Figur des Neurologen Weber sehr fundierte Einblicke in das Gehirn und seine hervorragende Fähigkeit der Wahrnehmung, Bewertung, Erinnerung und daraus resultierenden Reaktionen. Aber auch der schmale Grad zur Verkennung und Fehlfunktion zeigt sich hier tragisch deutlich und macht klar, wie fragil unser Bezug zur Wirklichkeit doch ist. Wie gewohnt werden aber auch andere Themen eingeflochten, Tier- und Naturschutz und unser Bezug zur Welt, als auch Beziehungen und deren Wandlungen. Powers zählt zu einer meiner Favoriten und ich kann fast blind zu seinen Werken greifen, ohne enttäuscht zu werden. Hier jedoch muss ich sagen, hatte ich meine Mühe, der Geschichte konstant meine Zeit zu widmen. Die Figuren, neben Mark finde ich nicht so klar herausgearbeitet, sie blieben für mich etwas konturarm und die Entwicklungen der Personen konnte ich zum Teil nicht recht nachvollziehen. Ich kam ihnen nicht so nahe wie in anderen Werken es Autoren. Die sehr fundierten Ausflüge in die Neurologie lesen sich für mich zum Teil wie Doktorarbeiten und verlangen wohl ein bisschen Vorwissen, will man sich nicht hier mühsam durcharbeiten. Aber doch ein sehr gehaltvolles Buch, sicher nichts für Zwischendurch. Es verlangt Commitment.

5

Diese Geschichte hat mich stark beeindruckt. Hauptsächlich, weil sie sich mit der Funktion unseres Gehirns auseinandersetzt und unsere Wahrnehmung der Umwelt, unserer Mitmenschen und unserer eigenen Person relativiert. Es veranschaulicht, wie verletzlich das mentale System ist aber auch zu welchen komplexen Leistungen es in der Lage ist.

5

Geht tief, sehr tief…und ein sprachliches Meisterwerk

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