The Book Of The New Sun: Volume 1

The Book Of The New Sun: Volume 1

Softcover
5.01

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Description

An extraordinary epic, set a million years in the future, in the time of a dying sun, when our present culture is no longer even a memory.

Severian, a torturer's apprentice, is exiled from his guild after falling in love with one of his prisoners. Ordered to the distant city of Thrax, armed with his ancient executioner's sword, Terminus Est, Severian must make his way across the perilous, ruined landscape of this far-future Urth. But is his finding of the mystical gem, the Claw of the Conciliator, merely an accident, or does Fate have a grander plans for Severian the torturer . . . ?

This edition contains the first two volumes of this four volume novel, The Shadow of the Torturer and The Claw of the Conciliator.

Book Information

Main Genre
Fantasy
Sub Genre
N/A
Format
Softcover
Pages
608
Price
19.00 €

Posts

1
All
5

Meisterwerk im Nischendasein

Ich habe nicht das Gefühl diesem Buch mit einer kurzen Rezension gerecht werden zu können. Kurzgefasst, es ist für mich eines der besten Bücher die ich jemals gelesen habe innerhalb des Fantasy Genres. Jedes einzelne Buch der Reihe hat mehrere internationale Preise gewonnen, u.a den Nebula Award und gleichzeitig führt es meine Stadtbibliothek nicht mal im Sortiment. Ich hatte das ganze Buch durchweg extreme Schwierigkeiten eine gewisse Koheränz beizubehalten, da ich entweder, irgendwie schon fast auf magisch angezogene weise, unterbrochen wurde, oder ich einfach ob der Dichte und der außergewöhnlichen Sprache bzw. Wortgebrauchs das Buch wieder zuklappen musste um das gelesene zu verdauen. Gleichzeitig hat es dem Buch absolut keinen Abbruch getan, ganz im Gegenteil, da die Erzählstruktur auf der Episodenhaftigkeit der Ereignisse beruht, sodass viele der Kapitel auch gut abgeschlossen erstmal wieder weg gelegt werden können. Es ist die unbedingte Stärke von Wolfe mit sehr geringen, fragmentarischen Beschreibungen eine so dichte Welt zu eröffnen, dessen Sog Mensch sich kaum entziehen kann. Dabei klingt eine Geschichte, die 1 Millionen Jahre nach unserer Zeit, rein aus der Ich Perspektive erzählt, spielt, nach etwas, das nichtmal ich unbedingt lesen wollen würde. Aber und das ist ein großes Aber, dieser Ritt auf der Klinge nicht einfach nur in eine Scifi Schmonzette zu verfallen ist so so gelungen. Wie gelingt das? Zuallererst die Welt ist fulminant erdacht und strotzt einfach nur vor eigenem Charme, denn nach so ewiger Zeit im Reich dieser sterbenden Sonne ist die Gesellschaft zurück ins Mittelalter geworfen und die Technologie der Zukunft ist lang vergessene Vergangenheit und somit geraten die technischen Wunder unserer Zeit kurzum zu unerklärlicher Magie. Also Beispiel gibt es Metallkästen bei deren Bedienung die Funken fliegen, die wohl irgendwas mit den totem Gedärm der Zitadelle zutun haben, die nur noch ein Gerippe ist, auf dessen Dach die Platten liegen , die die Sonne trinken, wie Meister Aurus mir einst verriet. Natürlich wissen wir Leser sofort worum es geht, aber allein schon diese schwache Anekdote zeigt, wie konsequent Wölfe das Ganze erdacht hat in all den richtigen Konsequenzen. Zweitens; auch wenn es sich um eine ständige Ich Perspektive handelt, wird diese immer wieder dazu genutzt, Strukturen der Erzählung aufzubrechen. Zwar wird anfangs beteuert der Autor der Erzählung habe ein eidetisches Gedächtnis, jedoch wird schnell klar, das dies nicht der Fall ist. Weiter noch im Laufe der ersten beiden Büchern, die dieser Band versammelt, verschwommen die Grenzen der Persönlichkeiten - im Lauf des Buches entwickelt dieser mehrere Personen, bzw. Hat Zugriff auf deren Erinnerungen.- innerhalb des Autors immer öfter und zeitweise ist es sehr unklar wessen Perspektive hier gerade die richtige ist. Hinzu kommen Traumpassagen, Erinnerungslücken, ünertreibungen und jede Menge Auslassungen sodass es phasenweise schon Postmoderne Züge annimmt. Ich habe versucht das.Buch auf Englisch zu lesen und trotz AnglistikStudiums gestehe ich gern, dass ich kolossal gescheitert bin, da Wolfe geschickt weiss wie er immer wieder neue lexikalische Register heranzieht und das Buch gespickt ist mit wörtern, die schon sehr lange nicht mehr benutzt wurden oder aber extrem spezifisch sind, das sie kaum im allgemeinen Wort und Schriftgebrauch eine Verwendung finden. Dies unterstreicht auf sehr eindrucksvolle weise das Ziel eine Welt zu erschaffen, die extrem zusammengesetzt, oder geklaubt wirkt. Gerade so als ob im Laufe der Geschichte dieser Welt immer wieder bücher aufgeklappt wurden um Geradewohl irgendwelche Wörter neu mit Bedeutungen zu füllen, sich dabei immer weiter vom Ursprung entfernend. Das Buch zwingt dazu, um Ecken zu denken, belohnt aber auch dementsprechend mit dem Schmunzeln dem Aha Effekt. Es sind nicht nur einzelne Wörter die hierzu verwendet werden, denn so finden auch diverse mythologische Anleihen und Heldensagen von Robin Hood bis Odysseus Verwendung, jedoch eben nur noch in Form dessen was als Sediment nach ewiger Zeit noch Bestand hat. Der letzte Kniff ist,wie oben bereits erwähnt, die Auslassungen und die Episodenhaftigkeit. Die Geschichte muss sich nicht aufhalten mit großen Reisebeschreibungen oder der Einführung eines neuen Ortes. Hierzu reichen oft gerade mal drei Sätze. Aber genau darin liegt die Magie, denn wenn etwas nur so angerissen wird, begann an dem Punkt der Hunger nach mehr. Die eigene Fantasie fängt an weiterzuspinnen, und so werden aus den ungezählten Mausoleen am Fuß der Zitadelle im Kopf eine ganze Nekropole, en Detail, die dem lesenden Menschen ganz bewusst überlassen wird. Ich bin mir bewusst, das diese Rezension schon jetzt den Rahmen sprengt und ich habe nicht das Gefühl auch nur im Ansatz es geschafft zu haben zu verdeutlichen wie großartig dieses Buch ist. Dieser Band behandelt nur die ersten beiden Nände des "Book of the New Sun" also bleibt wohl nur, sich still auf die nächsten beiden zu freuen und diese zu lesen.

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