Tagebuch einer furchtbar langweiligen Ehefrau

Tagebuch einer furchtbar langweiligen Ehefrau

Hardback
3.219
QuebecMontrealFremdgehenRosenkriege

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Description

Die 48-jährige Diane wird von ihrem Mann verlassen. Sie sei ihm zu langweilig geworden. Und er habe übrigens eine neue, natürlich ein paar Jahre jüngere, Freundin ...

Diane macht sich auf die Suche nach ihrem Selbstvertrauen und erlebt Zusammenbrüche in Umkleidekabinen, kleine Rachen an der Geliebten sowie der ewig vorwurfsvollen (Ex-)Schwiegermutter, Weißweinpartys am frühen Nachmittag und Zerstörungsorgien im ehemals trauten Heim.

Ein schreiend komischer und aufs Beste unterhaltender Roman.

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Miscellaneous
Format
Hardback
Pages
256
Price
18.50 €

Author Description

Marie-Renée Lavoie, 1974 in Limoilou/ Quebéc geboren, unterrichtet Literatur am Collège de Maisonneuve in Montréal. "Tagebuch einer langweiligen Ehefrau" war sowohl in Québec als auch im englischsprachigen Kanada ein großer Erfolg. Die Fortsetzung ist Anfang 2020 erschienen.

Posts

6
All
3.5

Ganz nett für zwischendurch ohne riesen Drama

Das Buch hat einen guten Schreibstil und man liest es wirklich sehr schnell. Im Grunde ist die Geschichte vom Prinzip her traurig, jedoch wurde viel Sarkasmus eingebaut, sodass es auch nicht zu depremierend rüberkam. Die Geschichte war nett und sehr gut für zwischendurch und wenn man mal seinen Kopf ausschalten möchte. Spannung gab es teilweise ein wenig schon, jedoch wurde es nie aufgelöst. Das Ende hätt ich mir daher etwas anders gewünscht. Man kann nicht viel negatives sagen, es war ein gutes Buch für Zwischendurch.

2

Diane ist eine verlassene, furchtbar langweilige Ehefrau, die nach der Trennung von ihrem Ehemann versucht, ihre neue Lebenssituation zu akzeptieren. Damit ist eigentlich schon fast alles gesagt, denn es bleibt bei dem Versuch… So frisch und frech das Cover erscheinen mag, der Roman ist leider wenig unterhaltsam und das vorherrschende Gefühl nach Abschluss meiner Lektüre ist: Gleichgültigkeit. Für Literatur gibt es kein schlimmeres Urteil, denn Roman sollten begeistern, mitreißen oder auch abstoßen, verstören, polarisieren, nachdenklich machen – all dies ist für mich hier nicht eingetreten. Im Nachhinein gestehe ich dem Roman zu, dass ich vom Cover, dem Klappentext und der Leseprobe irregeführt wurde. Ich hatte einfach eine unkonventionelle, selbstbewusste, befreiende, lustige, humorvolle und überlegte Auseinandersetzung mit der Trennung und dem neuen Leben erwartet – nichts davon ist eingetreten. Ein ganz großes Manko des Romans ist, dass er sich unausgereift anfühlt. Er weiß einfach nicht, was er will und was er sein soll: bitterböse Gesellschaftskritik, Chick Lit für Frauen ab 40 oder einfach nur Unterhaltung aus der Sparte der sogenannten Frauenliteratur. So changiert er zwischen allem und ist nichts von alledem und von allem viel zu wenig. Eine tatsächliche Handlung mit Spannungsaufbau und Höhepunkten vermisst man, man begleitet vielmehr die Protagonisten durch verschiedene Episoden, die fragmentarisch anmuten und die auch oft zusammenhangslos daherkommen. Sicher, moderne Literatur darf das und kann das, aber dann sollte es auch auf der interpretatorischen Ebene Sinn machen – und das funktioniert hier allenfalls, wenn ich in dem fragmentarischen Erzählstil eine Widerspiegelung von Dianes Unfertigkeit in ihrer Situation sehe. Das passt und das geht, ist aber nicht sonderlich innovativ und auch nicht gut gemacht. Denn hierfür fehlt wiederum eine konsequente Introspektion Dianes, die über weite Strecken aber komplett vergessen wird und vermutlich auch nicht besonders bereichernd wäre, da Diane hauptsächlich eine sehr oberflächliche, passive und uninteressante und zweitweise pubertär anmutende Figur ist. Der Roman lässt sich insgesamt gut lesen, ist aber weder sprachlich noch stilistisch ein Juwel, sondern durchschnittlich. Auch auf dieser Ebene stellt sich also wieder das Gefühl ein – es ist zu wenig. Insgesamt ist das Tagebuch ein recht öder Roman ohne Pointen oder mitreißende Momente, der mich gleichgültig zurücklässt und den ich vermutlich schnell vergessen werde.

2

>>Hat hier jemand langweilig gesagt?<< „Tagebuch einer furchtbar langweiligen Ehefrau“ von Marie-Renee Lavoie hatte mich von der Thematik doch neugierig gemacht und ich wollte unbedingt wissen was hinter der Geschichte Diane steckt. Der Schreibstil ist locker leicht und zu Beginn hat mir die humorige Art der Erzählweise sehr gut gefallen! Leider schlug das doch für mich persönlich sehr um. Denn letztlich blieb für mich persönlich die Ernsthaftigkeit doch sehr auf der Strecke und ich hatte beim lesen das Gefühl, mich mehr und mehr von Diane zu distanzieren. Das hat dazu geführt, dass das Buch mein Leserherz leider nicht recht treffen konnte... Zum Inhalt: Die 48-jährige Diane wird von ihrem Mann verlassen. Sie sei ihm zu langweilig geworden. Und er habe übrigens eine neue, natürlich ein paar Jahre jüngere, Freundin ...Diane macht sich auf die Suche nach ihrem Selbstvertrauen und erlebt Zusammenbrüche in Umkleidekabinen, kleine Rachen an der Geliebten sowie der ewig vorwurfsvollen (Ex-)Schwiegermutter, Weißweinpartys am frühen Nachmittag und Zerstörungsorgien im ehemals trauten Heim.

3

Trennungstagebuch einer “Jederfrau” Überspitzt formuliert: Es ist eine unbestreitbare Tatsache, dass Frauen, die zwischen ihrem vierzigsten und fünfzigsten Lebensjahr von ihrem Mann verlassen werden - bevorzugt für eine Jüngere - sowohl im Leben als auch in der Literatur tragische Figuren sind. Jugendliches Aussehen und Fruchtbarkeit haben sich weitestgehend verabschiedet und sie haben die vermeintlich “besten Jahre” dem Mann geschenkt, der sie nun sitzen lässt. Niemand möchte so ein “banales” Schicksal erleiden und darüber zu lesen, ist auch irgendwie unangenehm. Die Ich-Erzählerin Diane Delaunais aus “Tagebuch einer furchtbar langweiligen Ehefrau” hat genau so ein Schicksal ereilt, denn ihr Mann Jacques hat sie nach 28 gemeinsamen Jahren, kurz vor der Silberhochzeit, für ein 30-jähriges Model verlassen. Sie sei “langweilig” geworden und er habe sich eben neu verliebt. Die 48-jährige berufstätige Mutter von drei erwachsenen Kindern ist wie vor den Kopf gestoßen. Sie erlebt alle Phasen der “Trennungstrauer” von Nicht-Wahrhaben-Wollen über unkontrollierte Emotion, Vergangenheitsverklärung bis hin zur Suche und Findung eines neuen Ichs und dem Abwerfen des alten Ballasts. Die Geschichte spielt in einem suburbanen Setting, aber nicht etwa, wie man auf den ersten Blick aufgrund der frankophonen Namen meinen könnte, in Frankreich, sondern im französischsprachigen Teil von Kanada. Die Autorin Marie-Renée Lavoie stammt aus Quebec. Es gibt aber für mich kaum spezifisches Lokalkolorit und landestypische Eigenheiten, also könnte die Handlung in jeder französischsprachigen Vorstadt der westlichen Welt spielen, in der es lautstarke Laubbläser und gärtnernde Nachbarn gibt. Diane Valois ist eine "Jedefrau", denn überall auf der Welt werden Frauen in ihrem Alter von ihren Männern verlassen und müssen den Neuanfang als Single im fortgeschrittenen Alter wagen. Es wird sehr episodisch erzählt, die Kapitel sind dabei relativ kurz und haben schon durch die Kapitelüberschriften einen anekdotischen Charakter. Es ist kein akkurates Tag-für-Tag-Tagebuch, sondern enthält szenisch erzählt Begebenheiten aus dem Leben der Hauptfigur, die sich im Rahmen der Trennung von ihrem Mann ereignet haben. Das Buch spielt mit dem Attribut “langweilig” auf augenzwinkernde Weise. Das Cover konterkariert schon mal den Titel, denn es ist mit dem offen schreienden Mund alles andere als “langweilig”. Leider hört es da aber auch schon auf, denn die Hauptfigur Diane bezeichnet sich auch selbst als langweilig und meint, sie habe ein durchschnittliches Leben gelebt. Ab und zu musste ich schmunzeln, aber laut und extrovertiert wie das Cover ist die Handlung auf keinen Fall. Diane gerät in ein paar “tragikomische” Situation, die eigentlich mehr traurig als komisch sind. Manchmal war ich sogar eher berührt von dem, was ich gelesen habe, als dass ich. Das Kapitel mit den Nachbarn zum Beispiel hat mich ergriffen. Die Szene mit dem “Hutzelmännchen” auf dem Land war dann eher eine weniger gelungene Wiederholung dieser Begegnung. Das Gelesene war keinesfalls schlecht, allerdings weckt dieser Roman durch Marketing und Cover falsche Erwartungen. Es ist für mich am ehesten eine tragikomische Bestandsaufnahme einer verlassenen Ehefrau und nicht etwa das Tagebuch einer Bridget Jones 2.0 in der Menopause. Wer keine Schenkelklopfer und Lachanfälle erwartet, wird nicht enttäuscht werden.

4

Eine Geschichte über eine Frau die von ihrem Man für eine jüngere verlassen wird. Eine Geschichte so wie das Leben spielen kann und ihr eigener Weg zurück ins Leben.

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