Tage im August
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Description
Book Information
Author Description
Dacia Maraini, eine der wichtigsten Stimmen Italiens sowie feministische Pionierin. Geboren 1936 in Fiesole, aufgewachsen in Japan und Sizilien. Aufgrund der antifaschistischen Haltung des Vaters in einem japanischen Gefangenenlager interniert, frühe Erfahrung von Hunger. Sie war eine der Ersten, die über Gewalt an Frauen schrieb, begründete experimentelle Theater und reiste mit P. P. Pasolini für Filmprojekte nach Afrika, schrieb Drehbücher u. a. für Margarethe von Trotta. Bei Folio erschienen zuletzt: „Die stumme Herzogin“ (2020), „Trio“ (2021).
Posts
Ich muss gestehen, ich habe mir das Buch aufgrund des wirklich schönen Covers geholt und auch der Klappentext hat mich etwas neugierig gemacht. Meine Gedanken zu der Geschichte sind jedoch zerstreut und auch das Buch kann ich nicht wirklich einordnen. Der Schreibstil war mir oft zu fad. Ich empfand vieles einfach wie eine distanzierte Beschreibung einer Situation ohne viel Tiefgang oder Emotionen. Gerade aufgrund des Themas finde ich hätte man die Gefühle der vierzehnjährigen Anna (im Originalen übrigens elf Jahre alt) viel ausführlicher ausschreiben können. Trotz der eher distanzierten Erzählung der Protagonistin war ich an manchen Stellen schockiert und auch angeekelt, was Anna über sich ergehen lassen hat. So langsam wie das Buch begann, endete es für mich auch.
Italien. Sommerferienzeit für 2 Kinder/ Jugendliche in der Nähe von Rom, während die Alliierten über ihr Dorf hinweg nach Rom fliegen, um es zu bombardieren.
Charakter nicht nahbar genug um mit Ihnen mitzufühlen. 2 Geschwister die alle 10Monate über die Sommerferienzeit mit ihrem Vater nach Hause gehen können. Sie sind ansonsten in einem Internat in Rom. Verschiedene Ansichten von Nachbarn, Bürgermeister und Vater zum Krieg werden dargestellt. Kurz und knapp. Die in der deutschen Buchausgabe 14Jahre alt Anna (in der italienischen Version 11 Jahre alt) macht die ersten Erfahrungen, wie ihr Körper auf Jungs und Männer wirkt. Laut Klappentext „sinnliche“ Erfahrungen. Meiner Meinung nach geht es durchweg um Betrachtung eines kindlich- jugendlichen Körpers und „Fleischbeschau“. Anna wird durch zb Bezahlung eines Essens oder Eintritts in eine Bar „gefügig“ gemacht und darf sich wiederkehrend ausziehen. Sexuelle Handlungen bleiben zum Glück aus. Vieles kann zwischen den Zeilen vermutet werden. Vieles ist und bleibt offen. Auch die emotionale Verfassung der beiden Geschwister bleibt im unklaren. Niemand geht positiv miteinander um. Es geht um Grundbedürfnisse, die gerade so befriedigt werden (Essen, schlafen). Zwischenmenschliche Interaktionen finden unfreundlich, herabwürdigend und halbherzig statt. Habe es kaum zu Ende lesen wollen.
Verstörende Handlung und langweiliger Schreibstil
Ich muss sagen, dass ich nur selten geschockt, geschweige denn verstört bin. Dieses Buch hat mich aber sowas von verstört. Es ist total übergriffig und sowas ohne Triggerwarnung auf die Menschheit loszulassen ist grob fahrlässig. Dabei fand ich den Klappentext interessant, aber der hat für mich auch etwas anderes ausgestrahlt als die Geschichte dann an sich. Das Verhalten der Figuren war oft nicht ihrem (vermuteten) Alter entsprechend. Ich weiss, dass die Geschichte in einer anderen Zeit spielt, aber es passt wirklich nicht zusammen. Ich finde sogar, dass einzelne Figuren widersprüchlich handeln, wenn man vorherige und nachfolgende Szenen mit einbezieht. Dann noch dieser Schreibstil. Es wirkt total gelangweilt, emotionslos, distanziert und ohne Besonderheit. Manchmal habe ich mich dabei ertappt, wie ich mit den Gedanken abgeschweift bin, weil es so langweilig zu lesen war. Alles in allem kann ich leider nichts sagen, was ich als positiv empfand. 232 Seiten Text, ohne wirkliche Handlung. Und die wenige Handlung, die dann vorkam, war verstörend. Ganz toll… Ausserdem: Das Buch heisst „Tage im August“, aber nach knapp der Hälfte des Textes ist September. 2 Sterne gibt es auch nur, weil ich es immerhin zu Ende gelesen habe, was durchaus nicht immer bei schlechten Büchern der Fall ist.
2,5 ⭐️ Nicht so sommerlich, wie erhofft.
Der Klappentext klingt vielversprechend: 1943; eine 14-jährige, die ihre Sinnlichkeit entdecken möchte; Italien; Strand; Ferien Das Adjektiv „verstörend“ habe ich dabei weitestgehend ignoriert. Ich bekam die scheinbar leere Hülle eines jungen Mädchens, die nicht auf der Suche nach Sinnlichkeit, sondern auch der Suche ihres ganz persönlichen Sinn des Lebens war. Trostlos traf sie sich mit älteren Männern, ließ sich für Geld als Lustobjekt betrachten und kaufte sich davon Eis. Gespräche mit ihr zu führen, war kaum möglich bei all ihren wortkargen Allüren. Der Umstand des Krieges verdankte wohl allen ein wenig depressive Stimmung. Nicht sehr weit weg wurde Rom von den Alliierten bombardiert. Der Vater muss um seinen Job fürchten. Man bekommt seitenlange Beschreibungen, dass die Familie und die Gastgebenden Abend für Abend Karten spielen, dabei rauchen und Wermut trinken. Nicht ganz das, was ich mir erhoffte. Dennoch muss ich erwähnen, dass die Autorin - 1936 geboren, im japanischen KZ inhaftiert und einen Antifa-Vater - aus ihrer eigenen Biografie schöpft. Dieser Fakt hat das Buch ein wenig interessanter gemacht.

La Vacanza - die Ferien/der Urlaub ist ein Roman der in Italien 1943 spielt. Der Krieg und die Alliierten sind nah und die zwei Geschwister Anna und Giovanni werden für den Spätsommer von ihrem Vater aus dem Internat in Rom abgeholt, um die Ferien am Meer zu verbringen. Zehn Monate lang sehen sich die Familienmitglieder nicht und aufgrund dieser ganzen Situationen (Krieg und Familienverhältnisse) sind die Handlungen und Unterhaltungen der Protagonisten untereinander distanziert und emotionslos. Anna wird von alten Männern begrapscht und begehrt und dafür bezahlt. Ihr Bruder treibt sich mit einer fragwürdigen Gruppe Jungs rum. Vom Stil her schwierig zu lesen und kein Highlight in meinem Lesejahr 2025.
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Dacia Maraini, eine der wichtigsten Stimmen Italiens sowie feministische Pionierin. Geboren 1936 in Fiesole, aufgewachsen in Japan und Sizilien. Aufgrund der antifaschistischen Haltung des Vaters in einem japanischen Gefangenenlager interniert, frühe Erfahrung von Hunger. Sie war eine der Ersten, die über Gewalt an Frauen schrieb, begründete experimentelle Theater und reiste mit P. P. Pasolini für Filmprojekte nach Afrika, schrieb Drehbücher u. a. für Margarethe von Trotta. Bei Folio erschienen zuletzt: „Die stumme Herzogin“ (2020), „Trio“ (2021).
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Ich muss gestehen, ich habe mir das Buch aufgrund des wirklich schönen Covers geholt und auch der Klappentext hat mich etwas neugierig gemacht. Meine Gedanken zu der Geschichte sind jedoch zerstreut und auch das Buch kann ich nicht wirklich einordnen. Der Schreibstil war mir oft zu fad. Ich empfand vieles einfach wie eine distanzierte Beschreibung einer Situation ohne viel Tiefgang oder Emotionen. Gerade aufgrund des Themas finde ich hätte man die Gefühle der vierzehnjährigen Anna (im Originalen übrigens elf Jahre alt) viel ausführlicher ausschreiben können. Trotz der eher distanzierten Erzählung der Protagonistin war ich an manchen Stellen schockiert und auch angeekelt, was Anna über sich ergehen lassen hat. So langsam wie das Buch begann, endete es für mich auch.
Italien. Sommerferienzeit für 2 Kinder/ Jugendliche in der Nähe von Rom, während die Alliierten über ihr Dorf hinweg nach Rom fliegen, um es zu bombardieren.
Charakter nicht nahbar genug um mit Ihnen mitzufühlen. 2 Geschwister die alle 10Monate über die Sommerferienzeit mit ihrem Vater nach Hause gehen können. Sie sind ansonsten in einem Internat in Rom. Verschiedene Ansichten von Nachbarn, Bürgermeister und Vater zum Krieg werden dargestellt. Kurz und knapp. Die in der deutschen Buchausgabe 14Jahre alt Anna (in der italienischen Version 11 Jahre alt) macht die ersten Erfahrungen, wie ihr Körper auf Jungs und Männer wirkt. Laut Klappentext „sinnliche“ Erfahrungen. Meiner Meinung nach geht es durchweg um Betrachtung eines kindlich- jugendlichen Körpers und „Fleischbeschau“. Anna wird durch zb Bezahlung eines Essens oder Eintritts in eine Bar „gefügig“ gemacht und darf sich wiederkehrend ausziehen. Sexuelle Handlungen bleiben zum Glück aus. Vieles kann zwischen den Zeilen vermutet werden. Vieles ist und bleibt offen. Auch die emotionale Verfassung der beiden Geschwister bleibt im unklaren. Niemand geht positiv miteinander um. Es geht um Grundbedürfnisse, die gerade so befriedigt werden (Essen, schlafen). Zwischenmenschliche Interaktionen finden unfreundlich, herabwürdigend und halbherzig statt. Habe es kaum zu Ende lesen wollen.
Verstörende Handlung und langweiliger Schreibstil
Ich muss sagen, dass ich nur selten geschockt, geschweige denn verstört bin. Dieses Buch hat mich aber sowas von verstört. Es ist total übergriffig und sowas ohne Triggerwarnung auf die Menschheit loszulassen ist grob fahrlässig. Dabei fand ich den Klappentext interessant, aber der hat für mich auch etwas anderes ausgestrahlt als die Geschichte dann an sich. Das Verhalten der Figuren war oft nicht ihrem (vermuteten) Alter entsprechend. Ich weiss, dass die Geschichte in einer anderen Zeit spielt, aber es passt wirklich nicht zusammen. Ich finde sogar, dass einzelne Figuren widersprüchlich handeln, wenn man vorherige und nachfolgende Szenen mit einbezieht. Dann noch dieser Schreibstil. Es wirkt total gelangweilt, emotionslos, distanziert und ohne Besonderheit. Manchmal habe ich mich dabei ertappt, wie ich mit den Gedanken abgeschweift bin, weil es so langweilig zu lesen war. Alles in allem kann ich leider nichts sagen, was ich als positiv empfand. 232 Seiten Text, ohne wirkliche Handlung. Und die wenige Handlung, die dann vorkam, war verstörend. Ganz toll… Ausserdem: Das Buch heisst „Tage im August“, aber nach knapp der Hälfte des Textes ist September. 2 Sterne gibt es auch nur, weil ich es immerhin zu Ende gelesen habe, was durchaus nicht immer bei schlechten Büchern der Fall ist.
2,5 ⭐️ Nicht so sommerlich, wie erhofft.
Der Klappentext klingt vielversprechend: 1943; eine 14-jährige, die ihre Sinnlichkeit entdecken möchte; Italien; Strand; Ferien Das Adjektiv „verstörend“ habe ich dabei weitestgehend ignoriert. Ich bekam die scheinbar leere Hülle eines jungen Mädchens, die nicht auf der Suche nach Sinnlichkeit, sondern auch der Suche ihres ganz persönlichen Sinn des Lebens war. Trostlos traf sie sich mit älteren Männern, ließ sich für Geld als Lustobjekt betrachten und kaufte sich davon Eis. Gespräche mit ihr zu führen, war kaum möglich bei all ihren wortkargen Allüren. Der Umstand des Krieges verdankte wohl allen ein wenig depressive Stimmung. Nicht sehr weit weg wurde Rom von den Alliierten bombardiert. Der Vater muss um seinen Job fürchten. Man bekommt seitenlange Beschreibungen, dass die Familie und die Gastgebenden Abend für Abend Karten spielen, dabei rauchen und Wermut trinken. Nicht ganz das, was ich mir erhoffte. Dennoch muss ich erwähnen, dass die Autorin - 1936 geboren, im japanischen KZ inhaftiert und einen Antifa-Vater - aus ihrer eigenen Biografie schöpft. Dieser Fakt hat das Buch ein wenig interessanter gemacht.













