Stay True
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Description
Trotz allem werden Hua und Ken Freunde. Eine Freundschaft, die auf langen Fahrten entlang der kalifornischen Küste und bei nächtlichen Gesprächen auf Raucherbalkonen stetig wächst. »Eine neue Schachtel Zigaretten, noch einmal zwanzig Gespräche.«
Und dann ist Ken plötzlich nicht mehr da, wird unerwartet und sinnlos Opfer eines Verbrechens, nicht einmal drei Jahre nach dem Tag, an dem sie sich zum ersten Mal trafen.
Entschlossen, die Erinnerungen an einen seiner engsten Freunde zu bewahren, beginnt Hua zu schreiben, denn er weiß nun: »Zu sich selbst zu finden, gelingt nicht in einem Vakuum.«
Stay True ist ein bestärkendes Memoir über das Erwachsenwerden, eine Nachruf auf die Jugend, diese Suche nach Sinn und Zugehörigkeit, und ein Zeugnis großzügigster Freundschaft.
Book Information
Author Description
HUA HSU, geboren 1977, ist Professor für Anglistik am Bard College in Annandale-on-Hudson, New York, und schreibt als fester Autor für den New Yorker. In seiner Arbeit befasst er sich u. a. mit Immigration sowie der öffentlichen Wahrnehmung von Diversity und Multikulturalismus. 2016 erschien A Floating Chinaman. Stay True ist sein zweites Buch und er gewann dafür den Pulitzer-Preis. Hua Hsu lebt mit seiner Familie in Brooklyn, New York.
Posts
Ein Memoir über Freundschaft, Identität und wie Zufall und Schicksal ineinanderfließen ❤️🩹
„Stay True“ gleicht einem wunderschönen Liebesbrief an die Freundschaft, die der Autor Hua Hsu in den 90igern bestritten hat. Wir befinden uns auf dem Campus von Berkeley. Hua Hsu ist amerikanisch-taiwanesischer Herkunft, verhandelt natürlich seine Identität - ein Leben in den USA, gleichzeitig ist noch das Taiwanesische Echo Teil seiner existenziellen Matrix. Auf diesem Campus lernt er diesen beliebten, sportlichen, charismatischen Ken kennen. Und natürlich mögen sich beide am Anfang nicht, bzw. er mag ihn nicht. Ken ist hochsympathisch, hat kein Problem mit Hua - Hua denkt aber die ganze Zeit, Ken sei ganz schön mainstreamig. Er hat (laut Hua) den schlechtesten Musikgeschmack den man sich vorstellen kann. Er ist assimiliert und sehr amerikanisch. Ken ist amerikanisch-japanischer Herkunft und das ist ein Moment der Erkenntnis für den Autoren festzustellen, das ist es, was sie verbindet. Das ist, was es bewirkt hat sich so zu Amerikanisieren mit einer Selbstverständlichkeit, die ihm aus amerikanisch-taiwanesischer Herkunft verwehrt blieb aus seiner Perspektive heraus. Der schönste Moment ist dann, wo beide eine unendlich liebevolle, zärtliche Freundschaft entwickeln. Es wird so fantastisch beschrieben, ich bin sehr verliebt in diese Freundschaft dieser beiden jungen Männer. Sie philosophieren über Bücher und Filme, sie arbeiten sich an Ihren unterschiedlichen Musikgeschmäckern ab. Bzw. Hua, der sich als jemand definiert, der nicht mit dem Mainstream mitgeht, auch das ist Teil seiner Identität auf der Suche nach seinem Selbst. Und dann, das ist kein Spoiler, sondern ein Teil der Bewerbung des Buches ist: wird der gute Freund ermordet bei einem Autodiebstahl. Und es hat so etwas fast Triviales dieser Tod von dem jungen Mann am Campus. Die Situation entsteht in einer Partynacht mit drei Menschen, die dieses Auto stehlen, die Geld haben wollen und dann eben zufällig diesen Freund von Hua töten. Das versetzt Hua in eine existenzielle Krise, er ist in tiefer Trauer, er fängt an zu Schreiben. Ein großer Teil dieser Memoiren ist im Grunde seine Trauerarbeit, aber eben auch sein Erinnern, sein Vermissen dieses Freundes und das Verhandeln dessen, was beide zusammen gehalten hat, dessen was beide unterscheidet und dessen was die Identität eines jeden der beiden eben auszeichnet und ausmacht. Und das ist ein wesentlicher Aspekt, nämlich die Frage: Wo hört das Ich auf, wo fängt der Andere an? Und wie findet man zueinander in einer Symbiose? Mir hat „Stay True“ geholfen zu verstehen, wie Freundschaft hilft, sich in der Welt zu orientieren und wie Abgrenzung und Gemeinsamkeit miteinander Hand in Hand gehen. Ich habe mich selbst darin wiedergefunden, als ich eine junge Studentin war - rückblickend mit zwangsneurotischen Zügen, in Bezug aufs Älterwerden und meinem Distinktionsstreben - eine Obsession immer nur das gut zu finden, was alle anderen schlecht finden, damit klar ist, das man eine unverwechselbare Individualität besitzt. Sich zum Kollektivismus zu bekennen bedurfte für mich mehr Lebenserfahrung und damit einhergehender Reife. Es geht in „Stay True“ auch um die Frage, wie man jemanden darstellt im Nachhinein - also wenn diese Person nicht mehr da ist, sich nicht mehr äußern kann - wieviel taugt eigentlich die Erinnerung? Wie sehr kann man sich selbst vertrauen? Hua Hsu versucht nach dem Tod seinem Freund Ken näher zu kommen, ist sich aber nicht sicher, ob er ihm damit wirklich nahekommt oder sich immer weiter entfernt. Hua Hsu zieht in diesem Buch den Philosophen Jaques Derrida in Bezug auf Freundschaft zu Rate und die zentrale Botschaft war für mich, dass es in Freundschaften darum geht, kennen zu wollen und nicht gekannt zu werden. Ein besonderes Buch, das mich motiviert, mich mehr mit dem Thema Freundschaft literarisch auseinandersetzen zu wollen.
War okay, aber ich konnte nie so wirklich rein finden. Eigentlich ist alles interessant, es fiel mir nur sehr schwer, wirklich eine emotionale Bindung zu irgendetwas aufzubauen. Also kann man machen, wenn man ihn vielleicht kennt oder das Thema sehr spannend ist, ich kannte ihn aber vorher nicht und ich konnte nicht so wirklich was damit anfangen.
Das Buch hat mir gut gefallen, es ließ sich gut lesen und man lernt den Autor sehr gut kennen. Die beschriebene, tragisch verlaufende Freundschaft ist mir persönlich ein bisschen zu kurz gekommen im Verhältnis zu Erzählungen über Musik, Filme, etc. Die philosophischen Anteile fand ich gut. Insgesamt kreist der Autor mehr um sich selbst und die eigene Identität (was nicht uninteressant ist), als um die Aspekte der Freundschaft (nicht nur der beschrieben im speziellen).
Sehr bewegende, traurige Geschichte über eine Freundschaft, über das Kennen und gekannt Werden, über Verlust. 🪰 Sprachlich spannend, voller kultureller Referenzen (von denen ich gern mehr gekannt hätte); die Gestaltung mit Bildmaterial unterstützt die persönliche Erzählung. Stay true to the game
»[…] man wünscht sich so verzweifelt Action, dass man die Dinge vergisst, noch während sie ge-schehen. Ein Tag kommt einem vor wie eine Ewigkeit, ein Jahr ist eine geologische Epoche. […] Damals war man entweder himmelhoch jauchzend oder zu Tode betrübt, außer man langweilte sich, und niemand in der Geschichte der Menschheit hatte sich je so gelangweilt. Wir lachten so heftig, dass wir glaubten, wir würden sterben. […] Wir blieben so lange auf, besessen in unserem Delirium, dass uns eine Theorie zu allem einfiel, nur vergaßen wir, sie aufzuschreiben.« S.12
I won't rate this book but I'm very disappointed. This was very different from what I expected and not in a good way. The writing style was dry af and I had to switch to the audiobook to finish it, otherwise I couldn't have done it. I'm so sad, because I felt like there were some really meaningful thoughts and a lot of potential.. but it just wasn't written the way I wish it had been.
Ich wollte es so gern mehr mögen! Eine Geschichte über das Erwachsenwerden in den 90ern, Kurt Cobain, Zines, Außenseiter-Attitüde, dazu eine ungewöhnliche Freundschaft, die durch den tragischen Tod des einen endet. Leider hab ich aber keine wirkliche Verbindung zum Autor aufbauen können. Es war dann doch zu sehr Stil-/Kulturgeschichte für mich und diese extreme Ästhetik die ganze Zeit hat mich genervt. Ich war mir nicht sicher, was dieses vergleichsweise dünne Büchlein eigentlich sein wollte. Kulturgeschichte der 90er? Reflexion über das Aufwachsen als second generation immigrant? Nostalgischer Rückblick aufs College-Leben oder eine Auseinandersetzung mit Freundschaft, Tod und Trauer. Es war alles davon ein bisschen, aber irgendwie nichts ganz. Gerade die Beziehung zum Vater hätte für mich so viel mehr Potential gehabt. Autobiographien mit weniger als 4 Sternen zu bewerten fühlt sich immer unfair an irgendwie, aber "Stay True" war für mich leider nicht viel mehr als ein okayer Read.
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Trotz allem werden Hua und Ken Freunde. Eine Freundschaft, die auf langen Fahrten entlang der kalifornischen Küste und bei nächtlichen Gesprächen auf Raucherbalkonen stetig wächst. »Eine neue Schachtel Zigaretten, noch einmal zwanzig Gespräche.«
Und dann ist Ken plötzlich nicht mehr da, wird unerwartet und sinnlos Opfer eines Verbrechens, nicht einmal drei Jahre nach dem Tag, an dem sie sich zum ersten Mal trafen.
Entschlossen, die Erinnerungen an einen seiner engsten Freunde zu bewahren, beginnt Hua zu schreiben, denn er weiß nun: »Zu sich selbst zu finden, gelingt nicht in einem Vakuum.«
Stay True ist ein bestärkendes Memoir über das Erwachsenwerden, eine Nachruf auf die Jugend, diese Suche nach Sinn und Zugehörigkeit, und ein Zeugnis großzügigster Freundschaft.
Book Information
Author Description
HUA HSU, geboren 1977, ist Professor für Anglistik am Bard College in Annandale-on-Hudson, New York, und schreibt als fester Autor für den New Yorker. In seiner Arbeit befasst er sich u. a. mit Immigration sowie der öffentlichen Wahrnehmung von Diversity und Multikulturalismus. 2016 erschien A Floating Chinaman. Stay True ist sein zweites Buch und er gewann dafür den Pulitzer-Preis. Hua Hsu lebt mit seiner Familie in Brooklyn, New York.
Posts
Ein Memoir über Freundschaft, Identität und wie Zufall und Schicksal ineinanderfließen ❤️🩹
„Stay True“ gleicht einem wunderschönen Liebesbrief an die Freundschaft, die der Autor Hua Hsu in den 90igern bestritten hat. Wir befinden uns auf dem Campus von Berkeley. Hua Hsu ist amerikanisch-taiwanesischer Herkunft, verhandelt natürlich seine Identität - ein Leben in den USA, gleichzeitig ist noch das Taiwanesische Echo Teil seiner existenziellen Matrix. Auf diesem Campus lernt er diesen beliebten, sportlichen, charismatischen Ken kennen. Und natürlich mögen sich beide am Anfang nicht, bzw. er mag ihn nicht. Ken ist hochsympathisch, hat kein Problem mit Hua - Hua denkt aber die ganze Zeit, Ken sei ganz schön mainstreamig. Er hat (laut Hua) den schlechtesten Musikgeschmack den man sich vorstellen kann. Er ist assimiliert und sehr amerikanisch. Ken ist amerikanisch-japanischer Herkunft und das ist ein Moment der Erkenntnis für den Autoren festzustellen, das ist es, was sie verbindet. Das ist, was es bewirkt hat sich so zu Amerikanisieren mit einer Selbstverständlichkeit, die ihm aus amerikanisch-taiwanesischer Herkunft verwehrt blieb aus seiner Perspektive heraus. Der schönste Moment ist dann, wo beide eine unendlich liebevolle, zärtliche Freundschaft entwickeln. Es wird so fantastisch beschrieben, ich bin sehr verliebt in diese Freundschaft dieser beiden jungen Männer. Sie philosophieren über Bücher und Filme, sie arbeiten sich an Ihren unterschiedlichen Musikgeschmäckern ab. Bzw. Hua, der sich als jemand definiert, der nicht mit dem Mainstream mitgeht, auch das ist Teil seiner Identität auf der Suche nach seinem Selbst. Und dann, das ist kein Spoiler, sondern ein Teil der Bewerbung des Buches ist: wird der gute Freund ermordet bei einem Autodiebstahl. Und es hat so etwas fast Triviales dieser Tod von dem jungen Mann am Campus. Die Situation entsteht in einer Partynacht mit drei Menschen, die dieses Auto stehlen, die Geld haben wollen und dann eben zufällig diesen Freund von Hua töten. Das versetzt Hua in eine existenzielle Krise, er ist in tiefer Trauer, er fängt an zu Schreiben. Ein großer Teil dieser Memoiren ist im Grunde seine Trauerarbeit, aber eben auch sein Erinnern, sein Vermissen dieses Freundes und das Verhandeln dessen, was beide zusammen gehalten hat, dessen was beide unterscheidet und dessen was die Identität eines jeden der beiden eben auszeichnet und ausmacht. Und das ist ein wesentlicher Aspekt, nämlich die Frage: Wo hört das Ich auf, wo fängt der Andere an? Und wie findet man zueinander in einer Symbiose? Mir hat „Stay True“ geholfen zu verstehen, wie Freundschaft hilft, sich in der Welt zu orientieren und wie Abgrenzung und Gemeinsamkeit miteinander Hand in Hand gehen. Ich habe mich selbst darin wiedergefunden, als ich eine junge Studentin war - rückblickend mit zwangsneurotischen Zügen, in Bezug aufs Älterwerden und meinem Distinktionsstreben - eine Obsession immer nur das gut zu finden, was alle anderen schlecht finden, damit klar ist, das man eine unverwechselbare Individualität besitzt. Sich zum Kollektivismus zu bekennen bedurfte für mich mehr Lebenserfahrung und damit einhergehender Reife. Es geht in „Stay True“ auch um die Frage, wie man jemanden darstellt im Nachhinein - also wenn diese Person nicht mehr da ist, sich nicht mehr äußern kann - wieviel taugt eigentlich die Erinnerung? Wie sehr kann man sich selbst vertrauen? Hua Hsu versucht nach dem Tod seinem Freund Ken näher zu kommen, ist sich aber nicht sicher, ob er ihm damit wirklich nahekommt oder sich immer weiter entfernt. Hua Hsu zieht in diesem Buch den Philosophen Jaques Derrida in Bezug auf Freundschaft zu Rate und die zentrale Botschaft war für mich, dass es in Freundschaften darum geht, kennen zu wollen und nicht gekannt zu werden. Ein besonderes Buch, das mich motiviert, mich mehr mit dem Thema Freundschaft literarisch auseinandersetzen zu wollen.
War okay, aber ich konnte nie so wirklich rein finden. Eigentlich ist alles interessant, es fiel mir nur sehr schwer, wirklich eine emotionale Bindung zu irgendetwas aufzubauen. Also kann man machen, wenn man ihn vielleicht kennt oder das Thema sehr spannend ist, ich kannte ihn aber vorher nicht und ich konnte nicht so wirklich was damit anfangen.
Das Buch hat mir gut gefallen, es ließ sich gut lesen und man lernt den Autor sehr gut kennen. Die beschriebene, tragisch verlaufende Freundschaft ist mir persönlich ein bisschen zu kurz gekommen im Verhältnis zu Erzählungen über Musik, Filme, etc. Die philosophischen Anteile fand ich gut. Insgesamt kreist der Autor mehr um sich selbst und die eigene Identität (was nicht uninteressant ist), als um die Aspekte der Freundschaft (nicht nur der beschrieben im speziellen).
Sehr bewegende, traurige Geschichte über eine Freundschaft, über das Kennen und gekannt Werden, über Verlust. 🪰 Sprachlich spannend, voller kultureller Referenzen (von denen ich gern mehr gekannt hätte); die Gestaltung mit Bildmaterial unterstützt die persönliche Erzählung. Stay true to the game
»[…] man wünscht sich so verzweifelt Action, dass man die Dinge vergisst, noch während sie ge-schehen. Ein Tag kommt einem vor wie eine Ewigkeit, ein Jahr ist eine geologische Epoche. […] Damals war man entweder himmelhoch jauchzend oder zu Tode betrübt, außer man langweilte sich, und niemand in der Geschichte der Menschheit hatte sich je so gelangweilt. Wir lachten so heftig, dass wir glaubten, wir würden sterben. […] Wir blieben so lange auf, besessen in unserem Delirium, dass uns eine Theorie zu allem einfiel, nur vergaßen wir, sie aufzuschreiben.« S.12
I won't rate this book but I'm very disappointed. This was very different from what I expected and not in a good way. The writing style was dry af and I had to switch to the audiobook to finish it, otherwise I couldn't have done it. I'm so sad, because I felt like there were some really meaningful thoughts and a lot of potential.. but it just wasn't written the way I wish it had been.
Ich wollte es so gern mehr mögen! Eine Geschichte über das Erwachsenwerden in den 90ern, Kurt Cobain, Zines, Außenseiter-Attitüde, dazu eine ungewöhnliche Freundschaft, die durch den tragischen Tod des einen endet. Leider hab ich aber keine wirkliche Verbindung zum Autor aufbauen können. Es war dann doch zu sehr Stil-/Kulturgeschichte für mich und diese extreme Ästhetik die ganze Zeit hat mich genervt. Ich war mir nicht sicher, was dieses vergleichsweise dünne Büchlein eigentlich sein wollte. Kulturgeschichte der 90er? Reflexion über das Aufwachsen als second generation immigrant? Nostalgischer Rückblick aufs College-Leben oder eine Auseinandersetzung mit Freundschaft, Tod und Trauer. Es war alles davon ein bisschen, aber irgendwie nichts ganz. Gerade die Beziehung zum Vater hätte für mich so viel mehr Potential gehabt. Autobiographien mit weniger als 4 Sternen zu bewerten fühlt sich immer unfair an irgendwie, aber "Stay True" war für mich leider nicht viel mehr als ein okayer Read.











