Starship Troopers
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Description
Book Information
Posts
Viele von Heinleins Romanen wirken aus heutiger Sicht altbacken und aus der Zeit gefallen - nicht zuletzt auch sprachlich. Zumindest stilistisch-sprachlich ist das bei diesem "Klassiker" der SF nicht unbedingt der Fall, trotzdem liest er sich ... na ja ... zumindest etwas seltsam. Und das gar nicht mal so sehr wegen der oftmals kritisierten im Buch beschriebenen politischen Weltordnung. Die ist zwar in der Tat äußerst fragwürdig und wird innerhalb des Romans permanent gerechtfertigt und wortreich verteidigt, kann aber als genau so gewollter Weltenbau durchaus akzeptiert werden. Das Buch hat noch ganz andere Probleme. Doch der Reihe nach. Die erste Hälfte beschreibt die gnadenlos harte Armeeausbildung des Ich -Erzählers. Ein nicht gerade selten bearbeitetes Thema, aber der Roman entstand bereits 1959 und dürfte es somit als einer der ersten in dieser Ausführlichkeit dargestellt haben. Auf jeden Fall passiert hier so einiges und man lebt und leidet durchaus mit dem Protagonisten mit. Die zweite Hälfte besteht dann aber fast ausschließlich aus politischen Diskussionen, ausführlichen Vorträgen, endlosen Beschreibungen von organisatorischen und taktischen Details der Armee und vor allem einer derart albernen Glorifizierung des Militärs, dass man nur den Kopf schütteln kann. Überall nur harte Kerle, treue Kameraden und tapfere Burschen mit derbem Humor, die durch brutale Behandlung nur umso mehr gestählt werden und sich zudem jederzeit heldenhaft zu opfern bereit sind. Das liest sich nicht nur peinlich, sondern vor allem ... stinklangweilig! Wer die letzten 150 Seiten weglässt, verpasst praktisch keinerlei Handlung. Und wer - möglicherweise "inspiriert" durch die Verhoeven-Verfilmung - ein Actionspektakel erwartet oder gar interessante Hintergründe zu fremden Welten und Aliens, wird sich verwundert die Augen reiben (oder regelmäßig den Schlafsand aus denselben). Für Menschen, deren Bücherregale von militär-strategischen Sachbüchern überquellen, könnte dieser Roman eine Empfehlung sein. Alle anderen sollten lieber "Soldaten im Licht" von Kameron Hurley lesen.
Highly enjoyable and doing a lot of things right: the language, the portrayal of military routine, the way the world building is integrated, Johnnie as a character. I found it fascinating that he didnt have a clear motive or drive to serve in the military, or for anything else in life, really, and is just swept away at times. It never comes across as a writing flaw but exactly what the author wants to portray. However, his lack of a drive and strong emotions also made it difficult for me to form a connection, which will probably mean the book wont stick with me as much as I would like it to. Johnnie is also the only character we really get to know and it is all about his military life, him being kind of oblivious about the bigger picture. There is a lot of commentary in here but I must admid that I'm not 100% sure what opinion the author wanted to express at certain points. There is probably more to everything to the book than I could discover on a surface read and I really liked the parts that discussed human psychology, however the novel just doesnt feel memorable.
Wenn Verhoevens Verfilmung meines Erachtens zu einem der meist missverstandenen Werke der jüngeren Kinogeschichte gehört, so kann man selbiges von der literarischen Vorlage keineswegs behaupten. Dieses Buch beschreibt nicht nur eine faschistische, das Militär verherrlichende Zukunft, hier findet sich keinerlei kritische Perspektive, kein ironischer Bruch. Natürlich kann man hier immer noch Werk und Autor versuchen zu trennen, bzw. den Versuch einer möglichst authentischen, abgekapselten Beschreibung unterstellen. Doch wenn man sich ein wenig einliest in die Person Robert A. Heinlein, beschleicht einen der Verdacht, dass nicht wenig der Weltanschauung, die in “Starship Troopers” vermittelt wird, auch Teil der Geisteshaltung des Autors ist. Blieb zu überprüfen wie es sich hiermit in anderen Büchern von Heinlein verhält. Doch der Genuss dieses Buches macht wenig Lust auf mehr. http://vivaperipheria.de/frisch-gelesene-buecher-starship-troopers/
Wenn es um die Hirarchie Ordnung und die ganze militarischen Ränge ging, war ich raus. Ich habe bis zum Ende des Buches nicht verstanden, welche Rang über welchem steht und wie die Rang Ordnung funktioniert. Einer der Gründe warum ich Science Fiction eher nicht lese. Das Buch regt sehr zum Nachdenken an bezüglich Ethik und Moral und ich habe mir einige Passagen markiert über die ich noch länger nachdenken werde.
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Viele von Heinleins Romanen wirken aus heutiger Sicht altbacken und aus der Zeit gefallen - nicht zuletzt auch sprachlich. Zumindest stilistisch-sprachlich ist das bei diesem "Klassiker" der SF nicht unbedingt der Fall, trotzdem liest er sich ... na ja ... zumindest etwas seltsam. Und das gar nicht mal so sehr wegen der oftmals kritisierten im Buch beschriebenen politischen Weltordnung. Die ist zwar in der Tat äußerst fragwürdig und wird innerhalb des Romans permanent gerechtfertigt und wortreich verteidigt, kann aber als genau so gewollter Weltenbau durchaus akzeptiert werden. Das Buch hat noch ganz andere Probleme. Doch der Reihe nach. Die erste Hälfte beschreibt die gnadenlos harte Armeeausbildung des Ich -Erzählers. Ein nicht gerade selten bearbeitetes Thema, aber der Roman entstand bereits 1959 und dürfte es somit als einer der ersten in dieser Ausführlichkeit dargestellt haben. Auf jeden Fall passiert hier so einiges und man lebt und leidet durchaus mit dem Protagonisten mit. Die zweite Hälfte besteht dann aber fast ausschließlich aus politischen Diskussionen, ausführlichen Vorträgen, endlosen Beschreibungen von organisatorischen und taktischen Details der Armee und vor allem einer derart albernen Glorifizierung des Militärs, dass man nur den Kopf schütteln kann. Überall nur harte Kerle, treue Kameraden und tapfere Burschen mit derbem Humor, die durch brutale Behandlung nur umso mehr gestählt werden und sich zudem jederzeit heldenhaft zu opfern bereit sind. Das liest sich nicht nur peinlich, sondern vor allem ... stinklangweilig! Wer die letzten 150 Seiten weglässt, verpasst praktisch keinerlei Handlung. Und wer - möglicherweise "inspiriert" durch die Verhoeven-Verfilmung - ein Actionspektakel erwartet oder gar interessante Hintergründe zu fremden Welten und Aliens, wird sich verwundert die Augen reiben (oder regelmäßig den Schlafsand aus denselben). Für Menschen, deren Bücherregale von militär-strategischen Sachbüchern überquellen, könnte dieser Roman eine Empfehlung sein. Alle anderen sollten lieber "Soldaten im Licht" von Kameron Hurley lesen.
Highly enjoyable and doing a lot of things right: the language, the portrayal of military routine, the way the world building is integrated, Johnnie as a character. I found it fascinating that he didnt have a clear motive or drive to serve in the military, or for anything else in life, really, and is just swept away at times. It never comes across as a writing flaw but exactly what the author wants to portray. However, his lack of a drive and strong emotions also made it difficult for me to form a connection, which will probably mean the book wont stick with me as much as I would like it to. Johnnie is also the only character we really get to know and it is all about his military life, him being kind of oblivious about the bigger picture. There is a lot of commentary in here but I must admid that I'm not 100% sure what opinion the author wanted to express at certain points. There is probably more to everything to the book than I could discover on a surface read and I really liked the parts that discussed human psychology, however the novel just doesnt feel memorable.
Wenn Verhoevens Verfilmung meines Erachtens zu einem der meist missverstandenen Werke der jüngeren Kinogeschichte gehört, so kann man selbiges von der literarischen Vorlage keineswegs behaupten. Dieses Buch beschreibt nicht nur eine faschistische, das Militär verherrlichende Zukunft, hier findet sich keinerlei kritische Perspektive, kein ironischer Bruch. Natürlich kann man hier immer noch Werk und Autor versuchen zu trennen, bzw. den Versuch einer möglichst authentischen, abgekapselten Beschreibung unterstellen. Doch wenn man sich ein wenig einliest in die Person Robert A. Heinlein, beschleicht einen der Verdacht, dass nicht wenig der Weltanschauung, die in “Starship Troopers” vermittelt wird, auch Teil der Geisteshaltung des Autors ist. Blieb zu überprüfen wie es sich hiermit in anderen Büchern von Heinlein verhält. Doch der Genuss dieses Buches macht wenig Lust auf mehr. http://vivaperipheria.de/frisch-gelesene-buecher-starship-troopers/
Wenn es um die Hirarchie Ordnung und die ganze militarischen Ränge ging, war ich raus. Ich habe bis zum Ende des Buches nicht verstanden, welche Rang über welchem steht und wie die Rang Ordnung funktioniert. Einer der Gründe warum ich Science Fiction eher nicht lese. Das Buch regt sehr zum Nachdenken an bezüglich Ethik und Moral und ich habe mir einige Passagen markiert über die ich noch länger nachdenken werde.










