St. Sycamore: Eine schicksalhafte Ehe (Cœur Trouvé à Venice, Band 2)
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Woahhhhh… Ich hatte wirklich Probleme mir für den eingebildeten, oberflächlichen und gemeinen Dante, ein Fünkchen Sympathie abzuringen. Was ein Arsch, dachte ich.. und dann, ganz langsam aber stetig, hat er sich in mein Herz geschlichen und erobert. Und jetzt will ich nur noch das er glücklich wird..
Wow. Einfach wow. Ich lese ja viele gute Liebesgeschichten, aber ich war schon lange nicht mehr so tief drin, habe so mitgefiebert und -gelitten. St. Sycamore hebelt so gut wie jede Kritik aus, die ich am Vorgänger hatte. Das Buch wirft neues Licht auf alte Charaktere, beantwortet Fragen, die ich im ersten Teil noch hatte... und die Autorin scheut auch nicht davor zurück, die Fehler der ehemaligen Protagonisten aufzuzeigen und ihnen damit das perfekte Image zu nehmen (dafür Hut ab!). Dante ist ein junger, aufstrebender Komponist und Dirigent. Er ist schön, arrogant, kann haben, was und wen er will, er hat Erfolg. Doch dann wird er mit dem ehemaligen Häftling Albertien verheiratet, denn sein Vater möchte ihm die Flausen austreiben und der König hält ebenfalls viel von diesem Zusammenschluss. Albertien dagegen, gezeichnet von Narben und seiner Zeit im Gefängnis, soll durch die Ehe wieder rehabilitiert werden. Er ist anfangs noch geschwächt und möchte seinem Vater alles recht machen. Dante bringt ihm nichts als Verachtung und Abscheu entgegen. Auf einem Ausritt begegnet ihm aber der junge Dandy Harry, der in ihm sofort mehr sieht, als das Monster, das er für Dante zu sein scheint. Doch was will Harry wirklich? Und gibt es eine Chance für das Ehepaar? Die Geschichte hat oberflächlich betrachtet wirklich alle Tropes, die ich in Romanzen mein Guilty Pleasure nenne: arrangierte Ehe, Enemies-to-Lovers, eine Prise Eifersucht... nur, um dann doch mit den Erwartungen zu brechen und alles in eine ganz andere Richtung zu schieben. Und obwohl ich mir was anderes gewünscht habe, war ich mit dem Ende dann doch zufrieden und nun giere ich nach dem nächsten Band! Bertie hat sofort mein Herz erobert. Seine Seele ist gebrochen, doch je mehr er sich erholt, desto häufiger kommen sein Witz und sein Charme zum Vorschein. Er kann sogar ziemlich frech werden und am Ende ganz schön stolz auf sich sein, weil er so vieles überwunden und trotzdem ein erhobenes Haupt hat. Dante ist etwas komplizierter, aber das liebe ich so an ihm. Seine anfängliche Arroganz schwindet schnell, wir entdecken seine Unsicherheit und sein Gewissen. In Lucien hat er einen falschen Freund, der das Schlechteste in ihm zum Vorschein bringt, allerdings merkt er das im Laufe der Geschichte auch. Und dann sind da immerhin noch sein guter Freund Vincent und die wunderbare Josephine, die ihn beide immer wieder auf den Boden holen. Am Anfang vermutet Dante, dass Bertie heimlich in ihn verliebt ist und in der Hochzeit seine Chance gesehen hat. Umso größer ist sein Schock (und das angeknackste Ego), als er merkt, dass der eigentlich gar nichts von ihm will. Handlung und Charaktere drehen sich im Verlauf einmal komplett, aber es wirkt so richtig und natürlich, dass ich einfach nur begeistert zurückbleibe. Und ich möchte wirklich nichts spoilern, aber zumindest so viel: den einen Twist habe ich echt absolut nicht kommen sehen und ich war sehr überrascht und dann irgendwie auch ziemlich froh darüber. Nach dieser Gefühlsachterbahn habe ich nun erst mal einen dicken Buch-Hangover, würde am liebsten gleich wissen, wie es weitergeht und muss nun vermutlich etwas lesen, das genremäßig weit weg davon ist, weil alles andere sonst im Vergleich wahrscheinlich abstinkt – und um mich zu erholen. :D
Das war eine fesselnde Geschichte. Durch Teil eins hatte ich schon die Möglichkeit, das Ambiente und die Stimmung der Reihe kennenzulernen und auch hier war ich wieder mitten drin. Einerseits hing ich wieder an den Zeilen. Aber ich wusste auch, dass die Weiterführung der Reihe für mich nicht so leicht werden wird, da St. Garner für mich ein absolutes Highlight war. Das Bertie Galan als A…loch bezeichnet, macht es nun nicht viel besser. (Wie kann er nur) Ja, ich weiß, jede Medaille hat zwei Seiten. Und diese wurde hier auch durchaus plausibel dargelegt. Aber wie das so ist, wenn man einen Charakter nicht leiden kann, ist es schwer da die Meinung zu ändern. In diesem Teil hat es noch nicht geklappt, da ein paar Tränen für mich nicht ausreichen. Es wird natürlich trotzdem weiter gelesen, um meine Neugier zu befriedigen. Was ich zu diesem Teil noch sagen kann ist, dass Dante, trotz seiner Ecken und Kanten hier herausragt, weil er eine beachtliche Entwicklung durchläuft. Es war erstaunlich wie hart und verletzend man werden kann, wenn der eigene Stolz und die Eitelkeit Vorgang hat, anstatt wirklich in sich hineinzufühlen und sich respektvoll auseinandersetzt. Worte können unfassbar verletzend sein. Bei Dante spürte ich seine Entwicklung extrem. Bertie ist ein liebenswerter Mann, der seit seiner Kindheit ein Gefangener seiner selbst ist, die drei furchtbaren Jahre im Gefängnis haben ihm den Rest gegeben. Auch in ihn konnte ich mich gut hineinversetzen, da die Autorin wirklich weiß, wie man bildlich, anschaulich und fesselnd schreibt. Ich hoffe sehr, dass seine kleinen Versuche, seinen Willen zu äußern und auszubrechen noch etwas gefestigt wird. Und ich hoffe, dass Dante hierbei nicht auf der Strecke bleibt. Ich lass mich überraschen.
Das war eine fesselnde Geschichte. Durch Teil eins hatte ich schon die Möglichkeit, das Ambiente und die Stimmung der Reihe kennenzulernen und auch hier war ich wieder mitten drin. Einerseits hing ich wieder an den Zeilen. Aber ich wusste auch, dass die Weiterführung der Reihe für mich nicht so leicht werden wird, da St. Garner für mich ein absolutes Highlight war. Das Bertie Galan als A…loch bezeichnet, macht es nun nicht viel besser. (Wie kann er nur) Ja, ich weiß, jede Medaille hat zwei Seiten. Und diese wurde hier auch durchaus plausibel dargelegt. Aber wie das so ist, wenn man einen Charakter nicht leiden kann, ist es schwer da die Meinung zu ändern. In diesem Teil hat es noch nicht geklappt, da ein paar Tränen für mich nicht ausreichen. Es wird natürlich trotzdem weiter gelesen, um meine Neugier zu befriedigen. Was ich zu diesem Teil noch sagen kann ist, dass Dante, trotz seiner Ecken und Kanten hier herausragt, weil er eine beachtliche Entwicklung durchläuft. Es war erstaunlich wie hart und verletzend man werden kann, wenn der eigene Stolz und die Eitelkeit Vorgang hat, anstatt wirklich in sich hineinzufühlen und sich respektvoll auseinandersetzt. Worte können unfassbar verletzend sein. Bei Dante spürte ich seine Entwicklung extrem. Bertie ist ein liebenswerter Mann, der seit seiner Kindheit ein Gefangener seiner selbst ist, die drei furchtbaren Jahre im Gefängnis haben ihm den Rest gegeben. Auch in ihn konnte ich mich gut hineinversetzen, da die Autorin wirklich weiß, wie man bildlich, anschaulich und fesselnd schreibt. Ich hoffe sehr, dass seine kleinen Versuche, seinen Willen zu äußern und auszubrechen noch etwas gefestigt wird. Und ich hoffe, dass Dante hierbei nicht auf der Strecke bleibt. Ich lass mich überraschen.
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Woahhhhh… Ich hatte wirklich Probleme mir für den eingebildeten, oberflächlichen und gemeinen Dante, ein Fünkchen Sympathie abzuringen. Was ein Arsch, dachte ich.. und dann, ganz langsam aber stetig, hat er sich in mein Herz geschlichen und erobert. Und jetzt will ich nur noch das er glücklich wird..
Wow. Einfach wow. Ich lese ja viele gute Liebesgeschichten, aber ich war schon lange nicht mehr so tief drin, habe so mitgefiebert und -gelitten. St. Sycamore hebelt so gut wie jede Kritik aus, die ich am Vorgänger hatte. Das Buch wirft neues Licht auf alte Charaktere, beantwortet Fragen, die ich im ersten Teil noch hatte... und die Autorin scheut auch nicht davor zurück, die Fehler der ehemaligen Protagonisten aufzuzeigen und ihnen damit das perfekte Image zu nehmen (dafür Hut ab!). Dante ist ein junger, aufstrebender Komponist und Dirigent. Er ist schön, arrogant, kann haben, was und wen er will, er hat Erfolg. Doch dann wird er mit dem ehemaligen Häftling Albertien verheiratet, denn sein Vater möchte ihm die Flausen austreiben und der König hält ebenfalls viel von diesem Zusammenschluss. Albertien dagegen, gezeichnet von Narben und seiner Zeit im Gefängnis, soll durch die Ehe wieder rehabilitiert werden. Er ist anfangs noch geschwächt und möchte seinem Vater alles recht machen. Dante bringt ihm nichts als Verachtung und Abscheu entgegen. Auf einem Ausritt begegnet ihm aber der junge Dandy Harry, der in ihm sofort mehr sieht, als das Monster, das er für Dante zu sein scheint. Doch was will Harry wirklich? Und gibt es eine Chance für das Ehepaar? Die Geschichte hat oberflächlich betrachtet wirklich alle Tropes, die ich in Romanzen mein Guilty Pleasure nenne: arrangierte Ehe, Enemies-to-Lovers, eine Prise Eifersucht... nur, um dann doch mit den Erwartungen zu brechen und alles in eine ganz andere Richtung zu schieben. Und obwohl ich mir was anderes gewünscht habe, war ich mit dem Ende dann doch zufrieden und nun giere ich nach dem nächsten Band! Bertie hat sofort mein Herz erobert. Seine Seele ist gebrochen, doch je mehr er sich erholt, desto häufiger kommen sein Witz und sein Charme zum Vorschein. Er kann sogar ziemlich frech werden und am Ende ganz schön stolz auf sich sein, weil er so vieles überwunden und trotzdem ein erhobenes Haupt hat. Dante ist etwas komplizierter, aber das liebe ich so an ihm. Seine anfängliche Arroganz schwindet schnell, wir entdecken seine Unsicherheit und sein Gewissen. In Lucien hat er einen falschen Freund, der das Schlechteste in ihm zum Vorschein bringt, allerdings merkt er das im Laufe der Geschichte auch. Und dann sind da immerhin noch sein guter Freund Vincent und die wunderbare Josephine, die ihn beide immer wieder auf den Boden holen. Am Anfang vermutet Dante, dass Bertie heimlich in ihn verliebt ist und in der Hochzeit seine Chance gesehen hat. Umso größer ist sein Schock (und das angeknackste Ego), als er merkt, dass der eigentlich gar nichts von ihm will. Handlung und Charaktere drehen sich im Verlauf einmal komplett, aber es wirkt so richtig und natürlich, dass ich einfach nur begeistert zurückbleibe. Und ich möchte wirklich nichts spoilern, aber zumindest so viel: den einen Twist habe ich echt absolut nicht kommen sehen und ich war sehr überrascht und dann irgendwie auch ziemlich froh darüber. Nach dieser Gefühlsachterbahn habe ich nun erst mal einen dicken Buch-Hangover, würde am liebsten gleich wissen, wie es weitergeht und muss nun vermutlich etwas lesen, das genremäßig weit weg davon ist, weil alles andere sonst im Vergleich wahrscheinlich abstinkt – und um mich zu erholen. :D
Das war eine fesselnde Geschichte. Durch Teil eins hatte ich schon die Möglichkeit, das Ambiente und die Stimmung der Reihe kennenzulernen und auch hier war ich wieder mitten drin. Einerseits hing ich wieder an den Zeilen. Aber ich wusste auch, dass die Weiterführung der Reihe für mich nicht so leicht werden wird, da St. Garner für mich ein absolutes Highlight war. Das Bertie Galan als A…loch bezeichnet, macht es nun nicht viel besser. (Wie kann er nur) Ja, ich weiß, jede Medaille hat zwei Seiten. Und diese wurde hier auch durchaus plausibel dargelegt. Aber wie das so ist, wenn man einen Charakter nicht leiden kann, ist es schwer da die Meinung zu ändern. In diesem Teil hat es noch nicht geklappt, da ein paar Tränen für mich nicht ausreichen. Es wird natürlich trotzdem weiter gelesen, um meine Neugier zu befriedigen. Was ich zu diesem Teil noch sagen kann ist, dass Dante, trotz seiner Ecken und Kanten hier herausragt, weil er eine beachtliche Entwicklung durchläuft. Es war erstaunlich wie hart und verletzend man werden kann, wenn der eigene Stolz und die Eitelkeit Vorgang hat, anstatt wirklich in sich hineinzufühlen und sich respektvoll auseinandersetzt. Worte können unfassbar verletzend sein. Bei Dante spürte ich seine Entwicklung extrem. Bertie ist ein liebenswerter Mann, der seit seiner Kindheit ein Gefangener seiner selbst ist, die drei furchtbaren Jahre im Gefängnis haben ihm den Rest gegeben. Auch in ihn konnte ich mich gut hineinversetzen, da die Autorin wirklich weiß, wie man bildlich, anschaulich und fesselnd schreibt. Ich hoffe sehr, dass seine kleinen Versuche, seinen Willen zu äußern und auszubrechen noch etwas gefestigt wird. Und ich hoffe, dass Dante hierbei nicht auf der Strecke bleibt. Ich lass mich überraschen.
Das war eine fesselnde Geschichte. Durch Teil eins hatte ich schon die Möglichkeit, das Ambiente und die Stimmung der Reihe kennenzulernen und auch hier war ich wieder mitten drin. Einerseits hing ich wieder an den Zeilen. Aber ich wusste auch, dass die Weiterführung der Reihe für mich nicht so leicht werden wird, da St. Garner für mich ein absolutes Highlight war. Das Bertie Galan als A…loch bezeichnet, macht es nun nicht viel besser. (Wie kann er nur) Ja, ich weiß, jede Medaille hat zwei Seiten. Und diese wurde hier auch durchaus plausibel dargelegt. Aber wie das so ist, wenn man einen Charakter nicht leiden kann, ist es schwer da die Meinung zu ändern. In diesem Teil hat es noch nicht geklappt, da ein paar Tränen für mich nicht ausreichen. Es wird natürlich trotzdem weiter gelesen, um meine Neugier zu befriedigen. Was ich zu diesem Teil noch sagen kann ist, dass Dante, trotz seiner Ecken und Kanten hier herausragt, weil er eine beachtliche Entwicklung durchläuft. Es war erstaunlich wie hart und verletzend man werden kann, wenn der eigene Stolz und die Eitelkeit Vorgang hat, anstatt wirklich in sich hineinzufühlen und sich respektvoll auseinandersetzt. Worte können unfassbar verletzend sein. Bei Dante spürte ich seine Entwicklung extrem. Bertie ist ein liebenswerter Mann, der seit seiner Kindheit ein Gefangener seiner selbst ist, die drei furchtbaren Jahre im Gefängnis haben ihm den Rest gegeben. Auch in ihn konnte ich mich gut hineinversetzen, da die Autorin wirklich weiß, wie man bildlich, anschaulich und fesselnd schreibt. Ich hoffe sehr, dass seine kleinen Versuche, seinen Willen zu äußern und auszubrechen noch etwas gefestigt wird. Und ich hoffe, dass Dante hierbei nicht auf der Strecke bleibt. Ich lass mich überraschen.








