Söhne großziehen als Feministin

Söhne großziehen als Feministin

Hardback
3.746

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Description

Lässt sich Feminismus mit der Erziehung von Söhnen vereinen? „Ein wichtiges Buch, das wir jetzt brauchen. Weil es ein Türöffner ist.“ Mithu Sanyal Ihren Feminismus hat Shila Behjat durch unzählige Erfahrungen erlernt und sie kämpft für eine Welt, in der Männer nicht länger das Maß aller Dinge sind. Nun ist sie Mutter zweier Söhne – die im Alltag so manches Rollenmuster ins Wanken bringen. Persönlich und ungemein berührend erzählt Behjat anhand ganz alltäglicher Situationen, wie das Leben mit zwei heranwachsenden Jungs ihre feministische Haltung verändert hat – und verortet ihre Erfahrungen und Gedanken in den Debatten unserer Zeit. Auf diese Weise stellt sie sich lange vernachlässigten Fragen der Gleichberechtigung, die nicht nur Eltern, sondern die Gesellschaft als Ganze angehen. Ein konstruktives, selbstkritisches und sehr bewegendes Debüt, das zeigt: Es ist Zeit für ein Streitgespräch – mit uns selbst!

Book Information

Main Genre
Specialized Books
Sub Genre
Society & Social Sciences
Format
Hardback
Pages
200
Price
23.70 €

Author Description

Shila Behjat, 1982 geboren, ist Journalistin, Publizistin und Moderatorin mit deutschiranischen Wurzeln. Sie studierte Jura in Hamburg und Paris, war Korrespondentin in London, lebte als freie Journalistin in Indien und berichtete für das Frauenportal Aufeminin.com über Gleichstellung in der EU. Als Kulturredakteurin bei ARTE verantwortet sie Dokumentationen und neue Formate. Bei Hanser erschienen ihr viel diskutiertes Debüt »Söhne großziehen als Feministin« (2024) sowie »Frauen und Revolution« (2025).

Posts

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All
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Hinterlässt mich irgendwie ambivalent, aber kann man auf jeden Fall machen … also lesen. Söhne großziehen natürlich sowieso 😉

Hinterlässt mich irgendwie ambivalent, aber kann man auf jeden Fall machen … also lesen. Söhne großziehen natürlich sowieso 😉
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Vom Titel her, habe ich einen Mix aus Erziehungsratgeber und ein kämpferisches Manifest erwartet und wurde mit einer sehr persönlichen Geschichte überrascht. Ich habe durch dieses Buch viele neue Blickwinkel und Perspektiven darauf gewonnen, wie es ist, Jungs zu erziehen, wie auch sie bewertet werden und bestimmten Vorgaben entsprechen sollen. „In dem Versuch, die größte Ungerechtigkeit gegen mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung zu bekämpfen, fällen wir großflächig Pauschalurteile gegen einen anderen Teil.“ (S.38) Mit diesen Pauschalurteilen, sowohl gegenüber Frauen als auch Männern, beschäftigt sich Shila Behjat in ihrem Buch auf eine einfühlsame, konstruktive und reflektierte Art und plädiert für Menschlichkeit und Miteinander. Sie weist darauf hin, wo die Fehler im System sind, wiegt aber nicht Männer gegen Frauen auf, sondern bleibt bei Fakten und einer gründlichen Analyse. Das Buch stellt vieles in Frage und regt auf jeden Fall zum Nachdenken an.

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4

Ich mochte es eigentlich gerne. Spannende Gedanken, mal neue Ansichten zum Thema Feminismus und Dinge, die weiter zum Nachdenken einladen. Den Schreibstil fand ich allerdings ziemlich anstrengend zu lesen, da die Sätze stark verschachtelt waren und ich oft mehrmals den gleichen Satz lesen musste, um ihn inkl. der tausend Satzzeichen, sinnhaft zu verstehen. Vieles hätte vllt klarer formuliert werden können, manchmal war mir nicht klar, was sie meint. Dennoch spannende Gedanken.

4

Kurz und knapp

Leicht und schnell zu lesen - schöner Schreibstil und auch fachlich. Oft dachte ich mir: das ist doch bekannt, das ist doch gängig oder? Oder!? Aber ich vergesse oft, dass nicht jede Person in der gleichen Bubble lebt, wie ich. Trotzdem wurde mein Blickwinkel auch um vieles wichtiges ergänzt Kann nur empfehlen dieses Buch mal zu lesen!

3

Das war irgendwie wirr (deswegen wohl der Untertitel 'Ein Streitgespräch mit mir selbst') und immer wieder bin ich über Sätze gestolpert, die das Lektorat besser umformuliert hätte. Beispielsweise bedient sich Behjat immer wieder wahnsinnig langen Sätzen, die es mir nicht leicht machen, sie zu verstehen. Wirklich was neues mitnehmen konnte ich leider auch nicht.

2

Entsprach nicht meinen Erwartungen

Wer sich hier konkrete Ratschläge für die Kindererziehung erhofft, wird eher enttäuscht. Das Buch ist – wie der Untertitel schon sagt – ein Streitgespräch der Autorin mit sich selbst, darüber wie sie es mit ihrer feministischen Einstellung vereinbaren kann zwei Söhne – und damit den „Feind“ – großzuziehen. Es ist somit eine Ansammlung von persönlichen Gedanken Behjats gespickt mit zahlreichen Referenzen, mit denen ich mich mehr oder weniger identifizieren konnte. Schade fand ich jedoch, dass vieles nur angerissen und nicht zu Ende gedacht wird bzw. auch widersprüchlich ist. Einerseits spiegelt das gut den Zwiespalt der Autorin wider, andererseits ist es mir dadurch schwer gefallen, eine Message aus dem Text herauszulesen. Auch inhaltlich hatte ich persönlich mit einigen Punkten Schwierigkeiten: Obwohl die Autorin selbst Migrationshintergrund hat und diesen auch immer wieder anspricht, sind ihre Argumentationen großteils die eines Feminismus, der vor allem weiße Frauen der oberen Mittelschicht im Blick hat. Während sie zu Beginn ein für meinen Geschmack etwas überspitzes Bild von Männern als „Feinden“ zeichnet, verleiht sie gegen Ende ihrer Sorge darüber Ausdruck, dass sich ihre beiden weißen Söhne später einmal in einer Gesellschaft behaupten werden müssen, in der mehr Platz für Frauen und Diversität ist.

4

Viel bereits bekanntes, aber um wertvolle Perspektivwechsel ergänzt und komprimiert auf den Punkt gebracht.

4.5

Lädt ein, sich selbst eine Meinung zu bilden

Die Autorin nimmt uns in ihre Gedankenwelt mit. Man kann mit ihr übereinstimmen oder nicht, aber das Buch eröffnet neue Perspektiven, gibt viel Stoff zum Nachdenken. Das gesamte Thema ist voller Widersprüche und die Autorin zeigt diese wunderbar auf. Das Buch lädt dazu ein sich selbst eine Meinung zu bilden.

3

Gut zu lesen, aber ich habe das Gefühl die Autorin lebt in einer anderen Welt als ich

Das Buch liest sich, auch wenn man schwanger und sehr sehr müde ist, leicht weg und bietet einige interessante Denkansätze. Zum Beispiel, dass ihren Söhnen weniger Ruhe und Emotionen zugetraut werden als Mädchen. Andererseits liest sich das Buch als wäre Geschlechtergerechtigkeit nicht nur erreicht sondern als wäre in allen Lebenslage das weibliche Geschlecht ein Vorteil und die armen Jungs würden diskriminiert, in anderen werden Männer fast schon als Feinde gesehen (warum ist es für sie schwer ihren Feminismus mit Care Arbeit für ihre Söhne zu vereinbaren? Sind sie nicht vor allem einfach Kinder und damit auf Fürsorge angewiesen?) Ich hätte mir ein paar Überlegungen gewünscht, wie man seinen Sohn vor toxischer Männlichkeit schützen kann und vielleicht auch ein paar Gedanken zu einer gleichberechtigten Partnerschaft (das Thema kam so gar nicht vor, ich weiß nicht mal ob es in dem konkreten Fall eine:n Partner:in gibt). Dennoch, ich bereue die paar Stunden, die ich dem Buch gewidmet habe nicht.

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