Snow Falling On Cedars

Snow Falling On Cedars

Softcover
3.865
SchuleSchülerFortgeschritteneKlassiker

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Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
N/A
Format
Softcover
Pages
404
Price
9.20 €

Posts

10
All

Abbruch wegen Langeweile

Ein Autor darf alles, nur nicht langweilen.

4

"Ich bin wie ein Reisender vom Mars, der mit Erstaunen sieht, was hier vorgeht. Und was ich sehe, das ist die immer gleiche menschliche Schwäche, die von einer Generation an die nächste weitergegeben wird. Immer und immer die gleiche traurige menschliche Schwäche. Wir hassen einander; wir sind das Opfer unvernünftiger Ängste. Und nichts im Strom der Menschheit lässt hoffen, dass wir daran etwas ändern werden." Kabuo Miyamoto wird des Mordes an dem Fischer Carl Heine angeklagt. Während man als Leser dem Geschehen und dem Prozess folgt, wird klar, dass es eigentlich nur viel damit zu tun hat, dass Kabuo Japaner ist. Obwohl er in den USA aufgewachsen ist und sogar im Krieg für das Land gekämpft hat, sprechen die Indizien und die Meinungen der Anwohner des Ortes gegen ihn. Ishmael Chambers berichtet in der Lokalzeitung über den Prozess. Dass er eine Vergangenheit mit Kabuo's Ehefrau Hatsue teilt, weiß niemand. Und am Ende hält Ishmael Kabuo's Schicksal in seiner Hand. Ich liebe ja Bücher, in denen zwischen Gegenwart und Vergangenheit gewechselt wird. Die Rückblenden erzählen so viel über die Charaktere und bilden einen Weg in die Gegenwart. Die Geschichte wird sehr ruhig erzählt, unaufgeregt. Man erfährt auch sehr viel geschichtliches. Ishmael tat mir letztendlich sehr leid. Über die Trennung von Hatsue und seine Zeit im Krieg kam er nie wirklich hinweg. Nun wird es Zeit, den Film noch einmal zu sehen.

4

Bedrückendes Buch mit vielen Informationen zum Konflikt zwischen Japan und den USA während des 2. Weltkrieges

Kabuo Miyamoto ist des Mordes an seinem Fischerkollegen Carl Heine angeklagt. Ismaehl Chambers, Journalist und Jugendfreund der Frau des Angeklagten, versucht Licht in den Todesfall zu bringen. Dabei muss er sich mit seinem eigenen Leben und unerfüllten Träumen auseinandersetzen. Bis zum Ende des Buches weiß man nicht, was tatsächlich passiert ist und ob Miyamoto zum Tode verurteilt wird. In diesem Roman spielen Rassismus und Vorurteile gegenüber der japanischstämmigen amerikanischen Bevölkerung in den 1940er und 1950er Jahren eine Rolle, die durch den Angriff auf Pearl Habour noch verstärkt wurden und in Internierungslagern mündeten. Mit diesem Aspekt der amerikanischen Geschichte hatte ich mich noch nie beschäftigt, sodass ich viel neues erfahren habe. Der Autor schafft es, durch zeitliche Rückblenden das Leben der Protagonist*innen nachzuzeichnen und dabei Fragen der Herkunft und Identität sowie Diskriminierung zu thematisieren. Kein leichter Lesestoff, der durch verschiedene japanische Begriffe noch erschwert wird. Wenn man sich aber darauf einlässt, ist es tiefgreifende und nachdenklich machende Lektüre.

3

🌨🌲Schön geschrieben, aber spannungsbefreit.

So langsam, wie Schnee auf Zedern fällt, so fällt auch die Handlung des Romanes von David Guterson sehr sachte dahin. Er verwendet dabei immer wieder sehr schöne Bilder und auch manche Emotion wird hervorragend beschrieben. Beeindruckt hat mich ebenfalls, wie exakt er den in allen Beteiligten irgendwie vorhandenen Rassismus und die gegenseitigen Vorurteile klingen lässt, auch dann, wenn es nicht explizit erwähnt wird. Für mich hingegen eher unnötig waren die etwas zu genau beschriebenen Kriegsszenen (gab mir "Im Westen nichts Neues"-Vibes, und das hat mich als Schul-Pflichtlektüre einst ziemlich verstört). Und der größte Kritikpunkt ist und bleibt: Manches an "Schnee, der auf Zedern fällt" zieht sich wie Kaugummi und vieles wiederholt sich. So sind die letzten Seiten eigentlich komplett unnötig, weil einfach noch einmal das wiederholt wird, das sich eh schon vorher dreimal aus dem Kontext ergab. Das was im Buch passiert, wäre also auch in der Hälfte der Seiten locker beschrieben gewesen. Wer damit gut klar kommt und kleine, leise Zwischentöne mag, der ist mit dem Roman aber ganz gut bedient.

🌨🌲Schön geschrieben, aber spannungsbefreit.
3

Das Buch wurde im Vorfeld sehr gehiped. Mein Buch war es nicht. Alles sehr langwierig.

4

GERICHTS/GESCHICHTS-DRAMA MIT TIEFGANG

Nach einer Empfehlung aus dem #eatreadsleeppodcast habe ich mich an diese Geschichte von Guterson gemacht - aus dem Amerikansichen von Christa Krüger, btb 1998, 502 Seiten; der Debüt-Roman des Autors, für den er den PEN/Faulkner-Preis erhielt. Worum geht es? 1954 eine Insel an der Nordwestküste der USA: Der Lachsfischer Kabuo Miyamoto, japanischer Abstammung, wird des Mordes an Carl Heine (ebenfalls Fischer) angeklagt. Die beiden Männer waren in ihrer Kindheit Freunde; doch der Krieg änderte alles. Ishmael Chambers, Redakteur der einzigen Zeitung der Insel, sucht nach den Hintergründen des Verbrechens. Die Aufklärung des Mordes wirft ihn in seine eigene Vergangenheit, denn seine Jugendliebe Hatsue ist die Frau des Angeklagten. Über die Spurensuche Chambers stößt der Autor den Leser auf die verborgenen Ressentiments zwischen Amerikanern und Japanern, die während des Krieges in offenen Haß umschlagen und in der Nachkriegszeit tiefe Narben hinterlassen haben. Trotz meiner geschichtlichen Kenntnis über die Zusammenhänge des Eintretens der Amerikaner in den zweiten Weltkrieg, nach Angriff der Japaner auf Pearl Harbour, offenbarten sich mir hier neue Erkenntnisse ob der rücksichtslosen Internierung der japanischstämmigen Amerikaner durch die US-Regierung. Dabei stehen die Umstände der internierung denen von „Regimegegnern“ unter Stalin oder Reichsfeinden unter Hitler in nichts nach; zwar kam es hier nicht noch zum Völkermord, doch waren die Lebensumstände in den Lagern ebenso unmenschlich. Dies wird vom Autoren sehr eindrücklich geschildert und mit einem Gerichtsverfahren verknüpft, welches letztlich von Indizien und Vorurteilen lebt. Ein sehr eindrucksvoller Roman, der von Liebe und Haß, von Missverständnissen und erkennen erzählt. Zumeist sehr dicht geschrieben zeigt er manchmal auch Längen, die sich aber verzeihen lassen, da die Geschichte immer wieder einen Twist bietet, der einen wieder in die Story hineinzieht. Geschichte, Romanze, Krimi und Gerichts-Story (wie Grisham in seinen besten Zeiten) verbinden sich zu einem teils poetischem Roman, der absolut empfehlenswert ist!

4

Es geht um einen Gerichtsprozess auf einer Insel in den USA im Jahr 1954. Der Fischer Kabuo Miyamoto, Sohn japanischer Einwanderer, wird angeklagt einen anderen Fischer namens Carl Heine getötet zu haben. Die Personen, die eine Aussage machen nehmen uns mit zum Tag an dem Carl gestorben ist und dann auch weiter in die Vergangenheit. Es geht, um Misstrauen und Vorurteile gegenüber japanischen Einwanderern und ihren Kindern. Vor allem wird die Vergangenheit sehr detailliert beleuchtet, was an mancher Stelle ein bisschen Durchhaltevermögen erfordert. Der Gerichtsprozess kommt wegen der langen Rückblenden nur sehr langsam vorwärts. Es werden wichtige Themen angesprochen und das Dranbleiben hat sich für mich gelohnt.

3

3,5 Sterne. Das Buch ist mal etwas anderes. Der Kriminalfall steht eher im Hintergrund. Wichtig sind die Charaktere und ihre Geschichten, die alle irgendwie miteinander verflochten sind. Gerade deswegen hat mir die Geschichte gut gefallen, alles hatte eine gewisse Tiefe, wirkte aber nicht aufgesetzt. Man konnte sich das Ende irgendwann schon denken, es gab keinen großen Plottwist oder ein mega Happyend, alles war recht realistisch und unaufgeblasen.

3.5

Grundsätzlich eine wundervolle, ruhige Geschichte mit sehr viel Liebe zum Detail. Jeder ProtagonistIn werden liebevolle und ausgiebige Seiten gewidmet, nach und nach folgt man dem Prozess und erfährt mehr und mehr über die InselbewohnerInnen, deren Leben und Beziehungen. Für mich stellenweise sehr detailliert, dennoch eine flüssig zu lesende und spannende Geschichte

3

This is such a hard book to rate. I think there is a great story in it, but there were many many sections, that should have been critically edited. Especially the court dialogues were so frustrating and bloated. Also, there is a good abundance of all kinds of stereotypes and prejudice, but sometimes the story is so gut wrenching and pure that you almost forget about the other sections... Almost.

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