Skinzz
Buy Now
By using these links, you support READO. We receive an affiliate commission without any additional costs to you.
Book Information
Posts
Die Geschichte spielt in den 80ern in Philadelphia, wo Rassismus und Brutalität allgegenwärtig ist. Punks und Skinheads kämpfen um die Vorherrschaft in den Straßen. Menschen werden aus absurden Gründen angegriffen und getötet/gefoltert. Man lernt Charaktere aus beiden Lagern kennen ... alle haben einen an der Klatsche. Ich konnte für niemanden Sympathie entwickeln und mochte keinen von denen. Die schonungslose Schreibweise von WJW gefiel mir sehr gut, es war für mich ein Pageturner. Ich wollte immer wissen wie die Geschichte ausgeht. Das Ende mit Davey und seinem Sohn fand ich sehr gut und erschreckend, es wird nur angedeutet, aber man kann sich denken wie es weiter gehen würde ... mir tut in dem Fall der Sohn sehr leid, da er eigentlich jetzt schon keine Chance hat ein "normales" Leben zu führen.

Die neuste Sammlerausgabe vom Festa Verlag war für mich eine kleine Zeitreise. Wer in meinem Alter(43) ist und vom Dorf kommt, kennt es wahrscheinlich. Mitte-Ende der 90er auf dem Dorffest. Der Autoscooter ist belagert von Skinheads, das Riesenrad von Punks. Irgendwann schließen die Fahrgeschäfte, 30 Minuten später dann die Bierwagen und schon beginnt die Schlägerei. Einen Augenblick später ist alles vorbei. Montag sitzen dann die besagten Punks und Skins mit dicken Augen gemeinsam in der Schule. Wrath James White eskaliert das in seinem Buch „Skinzz“ zwar noch aufs äußerste, aber dieses Nostalgiegefühl schwebt immer etwas mit. Heutzutage sieht man hier und da mal noch ein paar Punks aber die Skinheads sind weg. Diese tragen keine Bomberjacken und Springerstiefel mehr. Sie tragen jetzt zivil. Sie hocken vielleicht nicht mehr beim Autoscooter und warten auf ein günstige Gelegenheit zum draufhauen, sind aber immer noch brandgefährlich. In „Skinnzz“ treffen zwei Gruppen von Jugendlichen oder jungen Erwachsenen aufeinander, die regelrecht jagt, aufeinander machen. Dabei merkt man schnell, dass wirklich fast jeder von den Pro- oder auch Antagonisten aus ärmlichen, schwierigen oder gewalttätigen Verhältnissen kommt. Sie wurden zum Teil in diese Welt geboren oder gedrängt. Das alles ist teilweise nur kopfschüttelnd zu lesen. Die Lage spitzt sich immer mehr zu bist sie krachend eskaliert. Wrath James White ist wohl eher bekannt für Hardcore Ekel-Horror. Diesen sucht man hier vergeblich. Bis auf ein mini kurzes Kapitel gibt, es keine übertriebenen Gewaltdarstellungen. Wer die Filme „Kids“ oder „Sonne und Beton“ kennt hat hier einen Anhaltspunkt wie das Buch so ist. Nur mit mehr kloppe. Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Es lässt einen nicht unberührt zurück zumal das Ende nochmal ein ordentlicher Schlag in die Fresse ist.

Book Information
Posts
Die Geschichte spielt in den 80ern in Philadelphia, wo Rassismus und Brutalität allgegenwärtig ist. Punks und Skinheads kämpfen um die Vorherrschaft in den Straßen. Menschen werden aus absurden Gründen angegriffen und getötet/gefoltert. Man lernt Charaktere aus beiden Lagern kennen ... alle haben einen an der Klatsche. Ich konnte für niemanden Sympathie entwickeln und mochte keinen von denen. Die schonungslose Schreibweise von WJW gefiel mir sehr gut, es war für mich ein Pageturner. Ich wollte immer wissen wie die Geschichte ausgeht. Das Ende mit Davey und seinem Sohn fand ich sehr gut und erschreckend, es wird nur angedeutet, aber man kann sich denken wie es weiter gehen würde ... mir tut in dem Fall der Sohn sehr leid, da er eigentlich jetzt schon keine Chance hat ein "normales" Leben zu führen.

Die neuste Sammlerausgabe vom Festa Verlag war für mich eine kleine Zeitreise. Wer in meinem Alter(43) ist und vom Dorf kommt, kennt es wahrscheinlich. Mitte-Ende der 90er auf dem Dorffest. Der Autoscooter ist belagert von Skinheads, das Riesenrad von Punks. Irgendwann schließen die Fahrgeschäfte, 30 Minuten später dann die Bierwagen und schon beginnt die Schlägerei. Einen Augenblick später ist alles vorbei. Montag sitzen dann die besagten Punks und Skins mit dicken Augen gemeinsam in der Schule. Wrath James White eskaliert das in seinem Buch „Skinzz“ zwar noch aufs äußerste, aber dieses Nostalgiegefühl schwebt immer etwas mit. Heutzutage sieht man hier und da mal noch ein paar Punks aber die Skinheads sind weg. Diese tragen keine Bomberjacken und Springerstiefel mehr. Sie tragen jetzt zivil. Sie hocken vielleicht nicht mehr beim Autoscooter und warten auf ein günstige Gelegenheit zum draufhauen, sind aber immer noch brandgefährlich. In „Skinnzz“ treffen zwei Gruppen von Jugendlichen oder jungen Erwachsenen aufeinander, die regelrecht jagt, aufeinander machen. Dabei merkt man schnell, dass wirklich fast jeder von den Pro- oder auch Antagonisten aus ärmlichen, schwierigen oder gewalttätigen Verhältnissen kommt. Sie wurden zum Teil in diese Welt geboren oder gedrängt. Das alles ist teilweise nur kopfschüttelnd zu lesen. Die Lage spitzt sich immer mehr zu bist sie krachend eskaliert. Wrath James White ist wohl eher bekannt für Hardcore Ekel-Horror. Diesen sucht man hier vergeblich. Bis auf ein mini kurzes Kapitel gibt, es keine übertriebenen Gewaltdarstellungen. Wer die Filme „Kids“ oder „Sonne und Beton“ kennt hat hier einen Anhaltspunkt wie das Buch so ist. Nur mit mehr kloppe. Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Es lässt einen nicht unberührt zurück zumal das Ende nochmal ein ordentlicher Schlag in die Fresse ist.








