Sich nicht regieren lassen
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„Sich nicht regieren lassen. Rosa Luxemburg zu Demokratie und linker Organisierung. Ein Lesebuch“ enthält Auszüge aus Luxemburgs Verschriftlichungen und Reden Anfang des 20. Jahrhunderts, die ihr innerparteiliches Verhältnis zur damaligen SPD, zu deren Funktionäre, ihre Bezüge zur Arbeiterklasse sowie ihre Gedanken zur polnischen Sozialdemokratie und zur Russischen Revolution adressieren. Neben eigens verfasster Texte werden diese durch einen die Herausgeber*innen kontextualisiert, Hintergrundinformationen zu Persönlichkeiten angefügt und in welcher Beziehung sie zu Luxemburg standen. Das Buch bietet ein Interpretationsangebot zum Einstieg in Luxemburgs Vorstellungen Demokratie und linke Organisierung betreffend. Das meint unter anderem ihre fundamentale Kritik an verbürgerlichten Tendenzen von SPD-Funktionären, die Fragen von fortschreitender Massenorganisation im Sinne einer gesellschaftlich-sozialistischen Transformation kritisch gegenüber standen, das meint Kritik am parlamentarisches Handeln von SPD-Parlamentarier*innen gegen das Interesse der Arbeiter*innen - alles in der Zeit unmittelbar vor, während und zum Ende des Ersten Weltkriegs. Es meint aber auch, unbedingte Kritik an Prozessen, Handeln und Gedanken Lenins zur bolschewistischen Revolution sowie das ungeklärte Verhältnis einer deutschen Linken dazu. Rosa Luxemburgs Denken ist inspirierend, da es getragen ist von grundsätzlichen Fragen der Emanzipation, Demokratie, Frieden und sozialer Gerechtigkeit mit inhärentem Bezug zur arbeitenden Klasse. Stets scharf im Ton gegenüber einer vor den Interessen des Kapitals umfallenden SPD besitzen ihre Analysen auch heute noch Gültigkeit, will man sich mit Grundsätzen linker Organisation auseinandersetzen. Das Lesebuch ist nicht nur ein optischer Augenschmaus, es ist auch eine sehr gelungene Einführung in Aspekte von Rosa Luxemburgs revolutionärem Denken.

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„Sich nicht regieren lassen. Rosa Luxemburg zu Demokratie und linker Organisierung. Ein Lesebuch“ enthält Auszüge aus Luxemburgs Verschriftlichungen und Reden Anfang des 20. Jahrhunderts, die ihr innerparteiliches Verhältnis zur damaligen SPD, zu deren Funktionäre, ihre Bezüge zur Arbeiterklasse sowie ihre Gedanken zur polnischen Sozialdemokratie und zur Russischen Revolution adressieren. Neben eigens verfasster Texte werden diese durch einen die Herausgeber*innen kontextualisiert, Hintergrundinformationen zu Persönlichkeiten angefügt und in welcher Beziehung sie zu Luxemburg standen. Das Buch bietet ein Interpretationsangebot zum Einstieg in Luxemburgs Vorstellungen Demokratie und linke Organisierung betreffend. Das meint unter anderem ihre fundamentale Kritik an verbürgerlichten Tendenzen von SPD-Funktionären, die Fragen von fortschreitender Massenorganisation im Sinne einer gesellschaftlich-sozialistischen Transformation kritisch gegenüber standen, das meint Kritik am parlamentarisches Handeln von SPD-Parlamentarier*innen gegen das Interesse der Arbeiter*innen - alles in der Zeit unmittelbar vor, während und zum Ende des Ersten Weltkriegs. Es meint aber auch, unbedingte Kritik an Prozessen, Handeln und Gedanken Lenins zur bolschewistischen Revolution sowie das ungeklärte Verhältnis einer deutschen Linken dazu. Rosa Luxemburgs Denken ist inspirierend, da es getragen ist von grundsätzlichen Fragen der Emanzipation, Demokratie, Frieden und sozialer Gerechtigkeit mit inhärentem Bezug zur arbeitenden Klasse. Stets scharf im Ton gegenüber einer vor den Interessen des Kapitals umfallenden SPD besitzen ihre Analysen auch heute noch Gültigkeit, will man sich mit Grundsätzen linker Organisation auseinandersetzen. Das Lesebuch ist nicht nur ein optischer Augenschmaus, es ist auch eine sehr gelungene Einführung in Aspekte von Rosa Luxemburgs revolutionärem Denken.





