Seoulicious – Fake Me, Real You

Seoulicious – Fake Me, Real You

Softcover
4.0112

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Description

Was passiert, wenn Zwillingsschwestern die Plätze tauschen und sich eine davon plötzlich in der schillernden Welt der K-Pop Idole wiederfindet? Suki und Yoona sind Zwillingsschwestern, die verschiedener nicht sein können. Während Yoona sich ihre Karriere als Influencerin aufbaut, kämpft Suki täglich mit Identitätsproblemen in ihrer deutschen Heimat. Erst eine Reise zu ihren Großeltern nach Seoul bringt die ersehnte Lösung. Endlich fällt sie nicht mehr auf, endlich kann sie sein, wer sie ist und wie sie ist. Doch gerade, als Suki sich eingelebt hat, meldet sich ihre Schwester mit einer verzweifelten Bitte. Suki soll ihren Platz als Tiktok-Star einnehmen, um das Lügengebilde rund um ihr Talent als Sängerin nicht auffliegen zu lassen. Denn der gepostete Song, der gerade viral geht, stammt in Wahrheit von Suki. Doch will sie ihre neu gefundene Identität wirklich für ihre Schwester aufgeben? Und was ist mit Jin - diesem heißen Kerl aus der Koch-Show, in die Suki eingeladen wird? Verliebt er sich gerade in sie oder nur in die Rolle, die sie spielt? Thea Hongs Debütroman - modern, schillernd und gleichzeit angereichert mit pointierter Gesellschaftskritik.

Book Information

Main Genre
Romance
Sub Genre
Rich & Famous
Format
Softcover
Pages
396
Price
17.00 €

Author Description

Thea Hong studierte Musikpädagogik und Musikwissenschaften (Schwerpunkte Violine und Korea). Nach längeren Forschungsaufenthalten in Seoul lebt sie zusammen mit ihrem Hund in Hamburg und arbeitet als Projektmanagerin im Bereich Learning & Development. Sie schreibt in ihren Büchern über ihre große Leidenschaft: Korea.

Characteristics

1 reviews

Mood

Sad
Funny
Scary
Erotic
Exciting
Romantic
Disturbing
Thoughtful
Informative
Heartwarming
54%
85%
N/A
40%
80%
85%
60%
90%
81%
80%

Protagonist(s)

Likable
Credible
Developing
Multifaceted
100%
90%
89%
90%

Pace

Fast0%
Slow0%
Moderate100%
Variable0%

Writing Style

Simple0%
Complex0%
Moderate100%
Bildhaft (100%)

Posts

34
All

Für K-Drama-Fans

Seoulicious war für uns als K-Drama-Fans ein absolutes Must-Read-Book. Schon das wunderschön gestaltete und moderne Cover samt Klappentext haben uns sehr neugierig auf die Geschichte über Suki und Yoona gemacht. Zwei Zwillingsschwestern, die unterschiedlicher nicht sein könnten, aber für eine koreanische Fernsehshow die Rollen tauschen. Der Schreibstil des Buches ist unkompliziert und passend zur Geschichte gewählt. Während das Buch einerseits an eine Liebeskomödie erinnert, bietet es andererseits auch viel Stoff zum Nachdenken und Hinterfragen. Eine süße und zarte Romanze trifft hier auf das Wichtige, aber harte Thema Rassismus. Sukis Wut auf ihre Umgebung und ihre Situation wird hierbei greifbar dargestellt. Wir haben uns während des Lesens mehrfach gefragt, ob auch in unserer direkten Umgebung Rassismus ein so gegenwärtiges und alltägliches Thema darstellt. Bisher hatten wir in der Realität zum Glück kaum Berührungspunkte damit. Die Wut, die Suki mit sich trägt, überschatten die Leichtigkeit der wirklich süßen Liebesgeschichte etwas. Wir verstehen die Beweggründe der Autorin fanden es jedoch etwas Schade, dass der sonst eher verromantisierte Teil, der Geschichte etwas in den Hintergrund rückte. Von uns gibt es 3,8 Sterne und wir empfehlen das Buch allen, die nicht nach reinen Lovestories, sondern nach Charakteren mit ernsten Hintergrundgeschichten suchen.

3.5

Ein Buch, hinter dem mehr steckt, als Cover und Klappentext zunächst vermuten lassen. Ein wirklich solides Debüt.

5

Lesehighlight 💜💜💜

Zwillingsschwester Tausch im schönen Seoul verbunden mit Kpop Liebe - was will man mehr? 😁💜 Suki kämpft ihr Leben lang mit Identitätsproblemen in ihrer deutschen Heimat bis sie die Chance erhält nach Seoul zu ihren Großeltern zu reisen. Dabei muss sie Not gedrungen die Rolle ihrer Zwillingsschwester und TikTok Star einnehmen und bei einer Datingshow teilnehmen . Das sie dabei auf den geheimnisvollen Jin trifft, scheint Chaos vorprogrammiert zu sein. Das koreanische Setting sowie den Einblick in die Koch/Datingshow habe ich geliebt. Die herausfordernden Aufgaben der einzelnen Teilnehmer waren sehr interessant dargestellt und konnte ich mir gut vorstellen. Thea Hong schafft es schwere Themen wie Gesellschaftskritik sowie Alltagsrassismus in z.T. hurmorvoller Atmosphäre einzubinden, welches ihr richtig gut gelungen ist. Diese Verbindung wird u.a durch Sukis Schlagfertigkeit hervorgerufen. Dennoch kommt die eigentliche Thematik nicht zu kurz und die vielen Botschaften, die das Buch vermittelt, regt einem zum Nachdenken an. Der Liebesaspekt insbesondere der Kpop Welt wurde im Hintergrund schön eingebunden. Für mich war der Romance Anteil genau richtig und nicht zu lang sowie zu kurz. Suki habe ich durch ihre Schlagfertigkeit und ihre Sturheit bewundert. Für sie steht die Familie an erster Stelle. Jin war hingegen ein Charakter, den man von Anhieb an mochte. Sein Wesen und seine Art gegenüber den Menschen, die er liebt, habe ich sehr gemocht . Eine Greenflag durch und durch.😁 Für mich ist Seoulicious ein Buch, welches ich von der ersten Seite an geliebt habe. Insbesondere die Botschaften, die vermittelt wurden. Dies ist mein zweites Buch von Thea Hong und ich bin begeistert. Sie gehört inzwischen zu den Autoren, bei den ich die Bücher blind kaufen würde😁. Seoulicious ist für mich ein klares Highlight und das erste Lesehighlight in diesem Jahr.😁

Lesehighlight 💜💜💜
5

Wer bin ich?

Kurz und knapp: ich liebe dieses Buch. Der Schreibstil von Thea Hong ist leicht, lustig, tiefgründig und ein bisschen frech. Besonders das Thema Own Voice fand ich extrem stark umgesetzt. Bereits das erste Kapitel hatte mich schon. Als Leser habe ich die selbe Wut empfinden können wie Suki, als sie sich Menschen gegenüber sah, die ihr ihre Stimme abschneiden wollten. Angekommen in Korea merkt Suki schnell, dass es stellenweise anders ist, als gedacht. Und ich fand ihre Gedankengänge, Gefühle und Verhaltensweisen nachvollziehbar und gut dargestellt. Zu keinem Zeitpunkt hatte ich das Gefühl, dass ich als Leser irgendwie abgehängt wurde. Das Setting in Korea und die koreanische Dating-Show haben mir gut gefallen. Gesellschaftskritik mit einer lustigen Atmosphäre zu verbinden ist eine klasse Idee. Man wurde als Leser unterhalten und hat ein Buch mit Nachhall bekommen. Am Ende des Buches findet man auch noch ein Glosssar, falls man die koreanischen Begriffe beim Lesen nochmal erklärt bekommen möchte. Jin war für mich mal eine so schöne green flag Abwechslung zu all den morally grey Book Boyfriends! Ich konnte nicht fassen, dass ich jedes Mal nur darauf gewartet hab, dass er irgendwas Negatives macht oder tut. Und er dann einfach entgegen meiner Erwartung so klasse war. Eins meiner liebsten Zitate möchte ich euch noch auf den Weg mitgeben: „Aber wer bin ich, wenn ich mit mir selbst alleine bin?“

Wer bin ich?
4

"Alte weiße Männer sind mein Untergang" Suki ist die Tochter von koreanischen Einwanderern und lebt mit ihrer Zwillingsschwester und ihrer Mutter in Hamburg. Während Yoona eine erfolgreiche Influencerin ist und als "tollpatschige" Asiatin versucht berühmt zu werden, hat Suki hart mit Rassismus zu kämpfen. Sie wird nicht erst genommen, nicht mal bei einem Anti-Rassismus Treffen, bei dem sie die einzige POC ist. Hier wird ihr noch gesagt, dass sie ja zu den weißen gehört und gar nicht richtig BIPoC ist. Ein raum voller weißer Linker, die denken sie hätten verstanden wie Rassismus funktioniert, erklären jemandem wie Suki, dass sie sich anstellt. Es gab einige Stellen die mich wütend gemacht haben. Ich empfinde diese Buch auf viele Arten als höchst lesenswert und wichtig. Und man braucht sich nicht wundern wenn man als weißer Mensch gesagt bekommt, dass man sich mal zurückzuhalten hat, was bestimmte Aussagen betrifft. Und nein, die Menschen sind damit nicht unfreundlich. Du hast dich nur nicht mit Rassismus auseinander gesetzt. Suki ist hier in Deutschland nicht zu Hause. Sie hält es einfach nicht mehr aus und ihre Mutter beschließt sie zu ihren Großeltern nach Südkorea zu schicken. Hier kann sie durchatmen, denn hier fällt sie endlich nicht mehr auf. Yoona hingegen kommt mit ihren Wurzeln sehr gut in Deutschland zurecht, denn ihre Follower lieben sie. Auch wenn Yoona, zu Sukis Ärgernis, sogar koreanische Begriffe falsch ausspricht. Außerdem nutzt Yoona, die Stimmaufnahmen ihrer Schwester um so zu tun als ob sie koreanisch singt. Und das wird ihr zum Verhängnis! Denn ihr neues Video geht Viral und so soll Yoona, bei einer koreanische Dating und Cooking Show teilnehmen! Aber sie kann ja gar nicht singen! Und zufällig ist Suki ja gerade in Korea.. und naja sie sehen sich ähnlich und Suki kann singen!! Haha! Perfekt! Suki findet das nicht perfekt, sie will nicht im Internet erscheinen und schon gar nicht auf Social Media berühmt werden! Doch leider hat Yoona gesagt sie sei in Korea.. und nun nimmt das alles ganz andere Ausmaße an, als mit einem lustigen Video geplant war! Ich liebe Suki! Dass sie freischnauze spricht und kein Blatt vor den Mund nimmt. Ich empfand sie als ehrlich und super sympathisch! Auch wie sie sich im Buch entwickelt hat! Woher kommt sie und wer ist sie eigentlich? Wer will sie sein? Viele ihrer Fragen werden beantwortet und am Ende findet sie endlich zu sich selbst und ihr Zuhause. Dieses Buch ist viel mehr als ein K-Pop Roman (das war für mich eine Randhandlung) sondern liefert so viele Infos, Charme und Witz, Sarkasmus, dass ich es nicht aus der Hand legen konnte. Das Leben ihrer Großeltern, die Koreanisch Kultur, die Menschen, das Leben, das Essen, Seoul als gigantische Großstadt! Und natürlich darf eine kleine Romanze auch nicht fehlen! Oh weh.. wenn das alles auffliegt..

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4

Da ich mich persönlich nicht besonders für K-Pop interessiere, ist es für K-Pop Fans sehr gut geeignet.

Das Buch ist besonders interessant für Leserinnen und Leser, die sich für K-Pop begeistern. Ich fand die Geschichte insgesamt sehr unterhaltsam, vor allem weil sie Themen aufgreift, die auch heute noch Diskussionen auslösen – etwa den Einfluss des Internets, Identitätsprobleme und Diskriminierung. Spannend ist außerdem das Motiv der Zwillinge, die ihre Rollen tauschen: Dadurch entstehen ungewöhnliche Situationen, die zum Nachdenken anregen und die Handlung lebendig machen. Schön fand ich, dass die Figuren aus ihren Fehlern lernen und dass am Ende deutlich wird, wie wichtig Zusammenhalt ist – sowohl in der Familie als auch unter Freunden, um gemeinsam eine Lösung zu finden. Insgesamt ist das Buch wunderbar zu lesen und hat mir viel Spaß gemacht.

Da ich mich persönlich nicht besonders für K-Pop interessiere, ist es für K-Pop Fans sehr gut geeignet.
5

Rezension Highlight [ Genre: K- Pop Roman] F: Stehst du auf Idols ( koreanische Stars)? ,,Seoulicious- Fake Me,Real You , von Thea Hong ist wirklich sehr lecker! Ein Einzelband! Die Fusion aus Seoul und Delicious ,ob das gelungen ist ? JA ! Zu 1000% die ersten 80 Seiten spielen in Deutschland und dann gibt's Korean Power und ganz viel Soulfood! Ein Tipp: Du solltest beim Lesen nicht hungrig sein ,weil danach bist du es definitiv! Ich weis nicht, wo ich anfangen soll. Schon das erste Kapitel bringt einfach das Thema Rassismus auf den Punkt ! Ich habe mich als Betroffene in allen wiedergefunden. Es hat einiges wieder aus meinem Gedächtnis rausgekramt. Suki ist eine Figur, die sehr viel nachdenkt und sehr viel fühlt. Auch ist sie sehr explosiv.Beim lesen konnte ich ihre ganzen Eigenschaften in mir wieder Erkennen ,wie ich jetzt alsbald 32 jährige Frau bin.Dagegen fühle ich Yoona's Art sehr ,das ist die Zwillingsschwester von Suki .Sie ist fröhlich ,wirkt unbekümmert und drückt sich vor Aufgaben,sie ist in ihrer Influencer Bubble.( Ihre fröhliche Natur erinnert mich an mein Teenie Ich). Beide sind sehr unterschiedlich und doch sind sie unzertrennlich! Suki hält es mit der ganzen Situation in Deutschland nicht aus und ihre Mutter beschließt, sie zu ihren Großeltern nach Seoul zu schicken. Alles könnte nicht besser laufen, bis sie ein Angebot bekommt und darauf ein Konstrukt aus Lügen entsteht ,ob sie sich selbst findet? Ich liebe alles an dieser Geschichte: Sukis Wesen ,ihre bezaubernde Familie ,Hana Omg, I love this unni , Jin OmG ..Er hat mein Herz gestohlen. Wie kann man so süß mit roten Ohren sein? Und bitte, Consens ist sexy! Ich höre schon sein tiefes Timbre in meiner piep…ehm was ..ich mein hinter meinen Ohren! Ihr kleinen versauten piiiiep. Okay ,ja ich bin das und es gibt keine explizite Intim Szene! Nicht ins Detail. 😵 Das Buch ist absolut jugendfrei ! Der Schreibstil ist flüssig, leicht zu lesen.Es wird aus der Ich-Perspektive von Suki wiedergegeben! Trotz der härteren Themen gibt es auch wundervolle romantische Momente. Aber es geht auch um Selbstliebe ,sich zu finden und an sich zu arbeiten. Was ich auch schön finde, dass die koreanischen Begriffe im Buch hinten aufgelistet werden. Ich wünsche mir, dass ganz viele Menschen diesen wunderschönen Own Voice Roman lesen! Ich freue mich auf die nächsten Bücher von Thea! Vielen Dank für das Bereitstellen des Leseexemplars an den Verlag und vielen Dank für die tollen Gespräche mit dir Thea. Alles Gute, eure Jassy!

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5

Von der ersten bis zur letzten Seite hab ich's geliebt! Gesellschaftskritisch und trotzdem wunderschön. Genau passend zur Zeit!

Von der ersten bis zur letzten Seite hab ich's geliebt! Gesellschaftskritisch und trotzdem wunderschön. Genau passend zur Zeit!
5

In der Welt der K-Pop Idole ist nicht alles Gold was glänzt

"Seoulicious" ist das erste Buch von Thea Hong und hat mich komplett überrascht. Thea hat in ihrem Buch Humor, Liebe zum koreanischen Essen und Rassismus miteinander verwoben zu einer einzigartigen Geschichte. Ihre Protagonistin Suki ist eigensinnig, aber sehr nachvollziehbar und prangert den Rassismus, den sie und ihre Familie in Deutschland erlebt offen an. Auch hält sie sich nicht zurück Südkorea zu kritisieren. Als perfekter Gegenpart ist Jin, der K-Pop Star, eine willkommene Abwechslung und erdet Suki. Ich habe mich beim Lesen, wie in einem K-Drama gefühlt und dabei so viel gelernt und annotiert. Ich freue mich darauf, dieses Buch bald wieder zu lesen.

In der Welt der K-Pop Idole ist nicht alles Gold was glänzt
4

Dieses Buch hat mich teilweise sooooo wütend gemacht, weil die Autorin es so gut umgesetzt hat, dass man den Rassismus am eigenen Leib spürt gerade am Anfang und teils zum Showdown war's echt hart. Aber dieser Debütroman ist wirklich so, so, so gut zu lesen und ich wollte es am liebsten nicht aus den Händen legen. Und ich glaube, ich muss nicht extra erwähnen, aber ich hab so extrem Hunger auf koreanisches Essen bekommen, dass ich mir erstmal was machen muss. Ich konnte teilweise die Wut von Suki echt verstehen, teils empfand ich es auch zu extrem. Und Jins Reaktion zu schnell zu nett. Keine Ahnung, schwer zu beschreiben. 😅 Es war ein richtig spannendes Buch, welches wirklich die unterschiedlichsten Emotionen hervorbringt. Auch die Ortsbeschreibungen waren wirklich mega, ich hatte ab und an das Gefühl, als wäre ich vor Ort und könnte auch die Gerüche riechen und die Orte live sehen. Mega.

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4.5

»Es ist romantisch«, sagt er. »Weil consent sexy ist.« Worum geht es? Suki ist wütend. Ständig ist sie in ihrer Heimat Hamburg Rassismus und Ausgrenzung ausgesetzt. Als das Ganze eskaliert, bietet sich ihr die Chance einen Neuanfang in Seoul zu machen. Blöd nur, dass eine Verwechslung dafür sorgt, dass sie statt ihrer Influencerinnen-Zwillingsschwester Yoona an einer Koch-Datingshow teilnimmt. Und noch blöder, dass es zwischen ihr und K-Pop-Star Jin ziemlich am knistern ist, er aber gar nicht weiß, wer sie wirklich ist… Wie hat es mir gefallen? Ich bin beim Lesen von Seoulicious nur so durch die Seiten geflogen und habe es in weniger als 24 Stunden verschlungen. Ich habe Sukis berechtigte Wut wahrgenommen und ihre Charakterentwicklung verfolgt. Das Buch hat es geschafft, gleichzeitig leicht und unterhaltsam zu sein und trotzdem den Wunsch in mir geweckt, mich selber kritisch zu hinterfragen, ob ich mich anderen Kulturen sensibel genug nähere. Dazu hat insbesondere der Own Voice Aspekt beigetragen, der dem Buch Authentizität verliehen hat. Ebenfalls besticht das Buch durch gendersensible Sprache, was ich als sehr positiv empfunden habe. Lediglich einige moderne Ausdrücke haben mich etwas verloren, da habe ich mich plötzlich alt gefühlt… Für viele koreanische Begriffe, wie zum Beispiel Ansprachen oder Gerichte, gab es am Ende ein Glossar, was ich positiv hervorheben möchte, es hat mir den Lesefluss sehr erleichtert. Ich weiß nicht, wie man das Buch lesen soll, ohne danach die halbe koreanische Küche probieren zu wollen. Daher war ich sehr glücklich, dass Thea uns als ihrem Blogger*innen-Team mit Allerlei versorgt hat. Von den Charakteren hat mir besonders Jin gefallen. Er ist so ein Schatz von Golden Retriever Boyfriend, ich glaube alle werden sich in ihn verlieben. Aber auch Sukis Charakterentwicklung und ihre Schwester, Mutter und Großeltern waren toll. Rundum nur den größten Respekt von mir für dieses wunderbare Buch. Auch ohne großes Korea-Vorwissen eine Leseempfehlung!

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5

Identitätsfindung meets Doppeltes Lottchen

Seoulicious – Fake Me, Real You von Thea Hong ist im NovelArc Verlag erschienen und nicht nur eine schöne Geschichte über die Identitätsfindung von Suki, einer Koreanerin in Deutschland. Nein, es ist auch eine Neu-Interpretation des Buchklassikers das Doppelte Lottchen für mich, denn Suki hat einen Zwilling namens Yoona und muss notgedrungen mit dieser quasi ihr Leben tauschen, damit diese in Seoul innerhalb einer Fernsehshow Karriere machen kann. Die Thematik von Ausgrenzung, Nicht-Akzeptiertwerdens und Alltagsrassismus werden hier echt schonungslos mit eingebaut, was mich persönlich auch zum Nachdenken über mein eigenes Verhalten gebracht hat. Aber wer jetzt denkt, das hört sich nach schwerer Lektüre an, der irrt, denn die Autorin schafft es mit ihrem Schreibstil eine Lockerheit und bisweilen sarkastischen Witz in die Zeilen zu bringen, dass mir die aus der Ich-Perspektive von Suki erzählte Geschichte überhaupt nicht schwer vorkommt. Ja, ich verstehe nicht jedes Handeln und Denken von ihr und schon gar nicht, warum ausgerechnet ihr Zwilling bzw. auch andere Figuren ihr gegenüber so gemein und unverständlich sind, aber Sukis Reaktionen darauf sind zum Teil echt der Brüller. Mal ganz ab von der zuckersüßen Romanze, die da innerhalb der Seiten sich anbahnt. Mir hat das Lesen somit viel Spaß gemacht und ich bin gut unterhalten worden, während ich sogar noch einen Einblick in das Leben einer Person bekommen habe, die sich selbst und ihre Identität noch nicht wirklich gefunden hat. Also alles perfekt so wie es ist und ich gebe deshalb gerne eine Lese-Empfehlung.

4

„Denn es ist etwas Unerwartetes passiert – es kam echte Liebe ins Spiel.“ (Yoona in Seoulicious) Worum geht’s? Was passiert, wenn Zwillingsschwestern die Plätze tauschen und sich eine davon plötzlich in der schillernden Welt der K-Pop Idole wiederfindet? Suki und Yoona sind Zwillingsschwestern, die verschiedener nicht sein können. Während Yoona sich ihre Karriere als Influencerin aufbaut, kämpft Suki täglich mit Identitätsproblemen in ihrer deutschen Heimat. Erst eine Reise zu ihren Großeltern nach Seoul bringt die ersehnte Lösung. Endlich fällt sie nicht mehr auf, endlich kann sie sein, wer sie ist und wie sie ist. Doch gerade, als Suki sich eingelebt hat, meldet sich ihre Schwester mit einer verzweifelten Bitte. Suki soll ihren Platz als Tiktok-Star einnehmen, um das Lügengebilde rund um ihr Talent als Sängerin nicht auffliegen zu lassen. Denn der gepostete Song, der gerade viral geht, stammt in Wahrheit von Suki. Doch will sie ihre neu gefundene Identität wirklich für ihre Schwester aufgeben? Und was ist mit Jin - diesem heißen Kerl aus der Koch-Show, in die Suki eingeladen wird? Verliebt er sich gerade in sie oder nur in die Rolle, die sie spielt? Seoulicious ist ein Einzelband und in sich geschlossen. Schreibstil und inhaltliche Hinweise Das Buch ist in der Ich-Perspektive von Suki geschrieben. Meine Meinung Seoulicious war ein absoluter Zufallsfund, den ich Social Media zu verdanken habe. Vor einiger Zeit habe ich zufällig die Ankündigungsbeiträge der Autorin gesehen und war sofort Feuer und Flamme – ein Own Voice Buch, kombiniert mit einen Geschwistertausch und Einblicken in die K-Unterhaltungsindustrie? Damit kriegt man mich sofort! Als das Buch Ende Januar den Weg zu mir fand, habe ich es mir direkt geschnappt – aber es war ein anfangs holpriger und dadurch etwas längerer Weg bis zu dieser Rezension. Das Buch wird als Own Voice-Roman betitelt. Thea lebt genauso wie ihre Protagonistin Suki in Hamburg und gerade das erste Viertel des Buches thematisiert sehr stark Alltagsrassismus. Yuki besucht etwa ein Treffen für vermeintliche Unterstützer im Kampf gegen Rassismus, die mit ihrer teils unsensiblen Art aber genau jene Aspekte bedienen, gegen die sie doch eigentlich sind. Suki erlebt Anfeindungen, Vorurteile, Beleidigungen und am Ende sogar eine gefährliche Situation. Für jemanden, der aufgrund der eigenen Herkunft selbst diese Erfahrungen nie machen musste, ist das bedrückend zu lesen. Aber genau das ist für mich das Besondere an Own Voice – Verständnis schaffen, Einblicke gewähren und mal „über den Tellerrand hinweggucken“, meinen eigenen Horizont erweitern. Dabei möchte ich auf gar keinen Fall in die Sprech- und Denkweise der Personen fallen, den Suki in diesem Buch teilweise begegnet, die Suki als ein Erklärungsobjekt, als eine Art Forschungsobjekt nutzen wollen. Aber ich möchte aus erster Hand erfahren, wie es meinen Mitmenschen geht, was sie erleben müssen, was für mich sonst verborgen bleibt. Und dazu gehören eben auch einige unbequeme Wahrheiten. Hier liegt jetzt allerdings der erste Stolperstein für mich: Sukis Reaktionen sind emotionsgeladen und haben für mich häufig eine Herausforderung dargestellt, Verständnis für sie aufzubringen. Suki ist in ihrer Identität sehr zerrissen und das merkt man auch – in Deutschland fällt sie äußerlich auf, die koreanische Kultur ist ihr sehr wichtig und viele Erfahrungen sind ein Wechsel aus Reaktionen auf Voruteile, auf beiden Seiten. Die Wucht der Wut, die Suki in sich trägt, ist anfangs ein wenig überfordernd, gerade auch, weil sie ihr eigenes Verhalten nicht unbedingt reflektiert und selbst aktiv Vorurteile, wenn auch nicht rassistischer Natur, an ihrem Umfeld auslebt. Entsprechend fiel mir der Einstieg in das Buch ehrlich gesagt sehr schwer und ich habe zwei Anläufe gebraucht, wirklich mal mehr als 20 Seiten zu lesen und habe teilweise einige Wochen pausiert. Als ich dann aber erst einmal drin war, habe ich den Rest in zwei Sitzungen weggesuchtet. Sukis Leben in Hamburg macht sie nicht glücklich. Die Beziehung zu ihrer Schwester ist sehr innig und gleichzeitig von viel Unverständnis füreinander geprägt. Yoona ist als große Influencerin aktiv, spricht aber kaum koreanisch und wenn sie etwa koreanisch kocht, ist es eher ein Schlachtfeld als essbar. Suki fühlt hierdurch die koreanische Identität der Familie vorgeführt und auch das Influencerleben der Schwester, was durchaus solides Geld in die Familienkasse spült, wird von ihr verurteilt. Als Suki eines Tages in einer Situation, die von offenen Rassismus geprägt ist, vollkommen die Nerven verliert, zieht ihre Mutter die Reißleine und entscheidet sich, dass Suki für einige Wochen zu den Großeltern nach Seoul fliegen soll. Für Suki ist dies eine riesige Freude, einfach weil sie sich in Korea so viel heimischer fühlt, dort nicht auffällt wie ein bunter Hund. Sukis Zeit in Korea wird mit viel Liebe und voller interessanter Informationen dargestellt. Man erfährt viel zu Gepflogenheiten, es geht sehr viel um Essen und ich fand alles wahnsinnig lebhaft wiedergegeben. Man merkt hier, dass die Autorin erlebt hat, wovon sie schreibt. Doch auch in Seoul wird Suki einige Momente haben, die sie daran zweifeln lassen, dass es „hier so viel besser“ ist. Und dann kommt Yoona noch mit einer absolut verrückten Bitte - ab da hatte mich die Geschichte vollkommen. Denn Yoona wurde für eine TV-Show als Kandidatin eingeladen – Double’ing ist eine Cooking & Dating-Show, bei der bekannte Idols, angehende Stars und generell interessante Persönlichkeiten des öffentlichen Interesses in Teams Kochen, Challenges lösen müssen und viel zusammen erleben. Derartige Unterhaltungsshows haben in Korea eine riesige Popularität und für Yoona wäre dies eine gigantische Chance, ihre Karriere international noch weiter zu pushen. Widerwillig stimmt Suki zu, Kochen ist ihre absolute Stärke, aber als Showgirl taugt sie wenig. Es folgen ein Umstyling (weil ja jeder denkt, sie ist die stylische Yoona), jede Menge On Set-Drama (oh mein Gott, wie viele Geheimnisse hat Yoona!), jede Menge Spaß, witzige Aufgaben und eine sehr sympathische Gruppendynamik, die von einige Überraschungen geprägt ist. Die Geschichte ist ein regelrechter Wirbelwind voller Twists, Schocks und Witz, aber auch mit zarter Liebe, dem Gefühl vom Freundefinden und der steten Suche nach der eigenen Identität. Denn als Yoona merkt Suki, dass sie sich selbst immer mehr verliert, aber auch, dass sie ihrer Schwester gegenüber vielleicht manchmal zu vorurteilsbehaftet war. Zunehmend beginnt Suki, zu reflektieren und zu verstehen und auf einmal wirkt der ganze erste Teil, bei dem mich Sukis Wut selbst ein wenig wütend gemacht hat, so passend für die Geschichte - denn so hat man eine tolle Charakterentwicklung, bei der sich die Protagonistin selbst nicht verliert. Denn ihren Biss, ihren Mut und die Energie, für sich selbst einzustehen, verliert Suki zu keiner Zeit. Aber sie fängt eben auch an, etwas mehr Verständnis für andere aufzubringen. Die zweite Hälfte des Buches liest sich wie ein einwandfreies K-Drama, etwas überspitzt, wie immer sehr konstruiert und dabei wahnsinnig passend. Man sollte sich dies immer vor Augen halten, denn die Geschichte hat eine hohe Geschwindigkeit, es passiert sehr viel und viele Aspekte können unrealistisch wirken – dies ist aber absolut typische für das K-Genre und ich fand es hier sehr stimmig umgesetzt. Das ganze Setleben hat sich angefühlt, als wäre man live dabei. Ich konnte regelrecht den Stress der Challenges spüren, aber auch Sukis zunehmende Sorge, als sie merkt, dass ein Kandidat Probleme mit Yoona hat – fragen konnte sie diese nämlich nicht, weil Handyverbot vor Ort war. Die Liebesgeschichte des Buches konnte mich abholen, aber hat mich ehrlich gesagt nicht verzaubert. Sie bleibt sehr seicht und oberflächlich, ein paar süße Dates aber über allem steht das Damoklesschwert um Sukis Identität. Das große Finale haut dann eine Wendung um die andere raus und obwohl alles so wunderbar übertrieben war, hat es mich köstlich amüsiert. Ich habe mich für Sukis Entwicklung gefreut und vor allem auch darüber, wie sie und ihre Schwester ein komplett neues Verständnis füreinander gewinnen konnten. Ich muss aber auch sagen, dass die Autorin in diesem Buch sehr viel thematischen Inhalt untergebracht hat. Das führt an einigen Stellen dazu, dass es sich etwas gehetzt anfühlt und einige Themen sich nicht so in die Tiefe entwickeln können. Von mir aus hätten es auch gern zwei Bücher sein können, denn so hätte man mehr Raum für gewisse Entwicklungen gehabt. Der Schreibstil war super und ich würde jederzeit nochmal ein Buch der Autorin lesen. Und auch wenn ich anfängliche Startschwierigkeiten mit Sukis Art hatte, bin ich wahnsinnig froh, dass ich ihr ein Chance gegeben habe, denn das Buch zu lesen hat sich absolut gelohnt. Mein Fazit Seoulicious ist ein wunderbares Buch aus dem Bereich des K-Drama, bei dem es viel um Identitätsfindung geht. Die Protagonistin Suki ist nicht auf den Mund gefallen, eckte aber bei mir manchmal mit ihrer Art auch an. Die Idee mit der Kochshow ist super gelungen, es gibt viele Twists und zudem eine süße, wenn auch oberflächliche Lovestory. Ich habe mich gut unterhalten gefühlt. Bewertung: ★★★★☆ [Diese Rezension basiert auf einem vom Verlag oder vom Autor überlassenen Rezensionsexemplar. Meine Meinung wurde hiervon nicht beeinflusst.]

1

DNF 56% | Suki ist mir zu unsympathisch. Wichtige Themen im Buch, aber eine 24/7 zynische und aggressive Prota war mir too much.

4.5

Rohe Emotionen, tolles Setting gespickt mit Drama und Humor

>> Ich bin vollkommen in allen Fragmenten, aus denen ich zusammengesetzt bin. << Seoulicious begleitet uns auf eine Reise, bei der Suki durch Vorurteile und familiäre Erwartungen sich selbst finden muss. Während sie sich in Deutschland missverstanden und ausgegrenzt fühlt, ihre eigene Freundin sie nicht wirklich wahrnimmt, wächst ihre innerliche Wut immer mehr, bis sie explodiert. Daher soll sie nach Seoul um sich eine Auszeit zu nehmen. Aber selbst dort kann sie sich selbst und dem familiären Druck nicht entfliehen und findet sich in einer, durch Lügen entstandenen Situation wieder, die ihr ganzes Leben verändern wird. Am Anfang war ich so wütend auf die Menschen um Suki herum & enttäuscht darüber, dass wir immernoch so viele Vorurteile und Hass gegenüber anderen Personen haben, allein aufgrund ihrer Herkunft. Thea hat diese Emotionen so gut rübergebracht, dass ich mich im Geschehen der Geschichte verloren habe und total gespannt war, was als Nächstes passiert. Es war wie eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Vor allem die Charaktere um sie herum waren so vielfältig und gut aufgebaut. Das Setting sorgt dafür, dass man sich zwischen koreanischer Kultur und absolutem Soulfood verlieren kann. Es fallen viele koreanische Begriffe, was für Leser, die mit der Kultur noch nicht so vertraut sind, etwas verwirrend werden kann - dafür findet sich am Ende des Buches aber ein Glossar, was ich total cool fand. Seoulicious ist ein richtig tolles Buch, was ernste Themen mit Romantik verbindet und in dessen Mittelpunkt eine Hauptfigur steht, die absolut stark, aber eben auch genauso sehr verletzlich ist. Das Ende kommt relativ schnell, aber die Emotionalität sowie das Setting sorge dafür, dass man die Geschichte so schnell nicht vergisst 🤍

Hamburg oder Seoul. Seoul oder Hamburg. Mit beiden Städten ist Suki verbunden, aber wo ihr Platz im Leben ist, ist sie sich nicht ganz sicher. Außer dass sie sich in der Hansestadt wegen dem oftmals gräulichen Wetter und dem Gefühl sich anpassen zu müssen, nur bedingt wohlfühlt. Die Schilderungen dieser Situation und insbesondere Sukis Innenleben wirkten realistisch und haben mich anfangs auch etwas schockiert. Jedoch regte mich diese Tatsache zum Nachdenken darüber an, wie schwierig es sein kann, wenn man in zwei Ländern zuhause ist oder wie oberflächlich wir gegenüber anderen Personen manchmal sind. Des Weiteren konnte ich Sukis Hin- und Hergerrisenheit gegenüber ihrer Mutter und Zwillingsschwester Yoona gut nachvollziehen. Auch wenn Yoona sehr anstrengend und naiv gewirkt hat, konnte ich ihr diese Rolle abkaufen. Dementsprechend echt wirkte ihr Verhalten. Darüber hinaus sind mir die bildhaften Schilderungen von Seoul aufgefallen, die mir geholfen haben, eine gewisse Vorstellung von Südkoreas Hauptstadt zu bekommen. Ferner mochte ich es, dass die Autorin in ihrer Geschichte viele koreanische Ausdrücke, deren Bedeutung in einem Glossar vermerkt sind, benutzt hat. Zudem habe ich während des Lesens einige koreanische Gerichte kennengelernt. Dies führte beim Lesen zu einem Gefühl von Lebendigkeit. Jin, den Suki in der Kochshow kennenlernt, hat mir von den verschiedenen Charakteren am besten gefallen. Er erschien mir als eine Person, die ich gerne in meinem Freundeskreis hätte. Die Social Media-Welt, genauer TikTok, wurde detailliert mit in die Geschichte eingebunden. Abgesehen von den positiven Aspekten möchte ich noch anmerken, dass ich an einigen Stellen manchmal Probleme mit dem Inhalt hatte, weil ich mich manchmal zu alt für das Buch gefühlt habe. Dennoch wollte ich die Geschichte zu Ende lesen und die Spannung existierte dann doch ausreichend genug.

3.5

Vom kalten, trüben Hamburg ins aufregende Seoul – auf diese Reise begleiten wir Suki, die nach einem Gefühl der Zugehörigkeit sucht. Sie möchte sich nicht mehr von Alltagsrassismus in einem Land herumschlagen, in dem sie – auch übergeordnet fürs Leben – noch nicht ihren Platz gefunden hat. Angekommen bei ihren Großeltern tut sich durch ihre Zwillingsschwester Yoona die Chance auf, an einer berühmten TV-Kochshow teilzunehmen. Ein Abenteuer, in dem es für Suki drunter und drüber läuft, in dem sie aber auch an sich und ihren Fähigkeiten wächst. Das Gute: Sie liebt Kochen – die perfekte Ausgangslage. Wären da nicht all die Lügen, die sie mit sich herumtragen muss, da sie sich als ihre Zwillingsschwester Yoona ausgibt. Die Protagonistin Suki hat eine sehr einfühlsame und hilfsbereite Seite, würde für ihre Familie alles stehen und liegen lassen. Auch wenn sie das nicht immer zugeben würde. Aber neben dieser positiven und humorvollen Seite, trägt Suki vor allem auch viel Wut in sich. Sie ist impulsiv, sehr direkt und lässt sich keine spitzen Bemerkungen gefallen. Das hat sie zu einer sehr lebhaften und nahbaren Protagonistin gemacht. In der TV-Kochshow lernt sie unter anderem Jin kennen – ein bekannter Sänger und Rapper, der ihr Interesse weckt und ihre Welt ein wenig auf den Kopf stellt. Das Setting wurde meiner Meinung nach richtig schön mit eingebunden. Hier ist deutlich geworden, dass sich die Autorin sehr detailliert mit der Kultur, den Orten und kleinsten Kleinigkeiten beschäftigt hat (beziehungsweise ihr Wissen gut wiedergegeben hat). Einige Szenen waren so bildhaft und detailliert geschrieben, dass ich mich beim Lesen richtig gut in die Geschichte versetzen konnte! Mir haben auch die vielen Informationen, die die Autorin hat einfließen lassen, gut gefallen. Ich habe einiges mitgenommen und fand vor allem den Pansori-Auftritt und die koreanischen Traditionen sehr interessant! Der Schreibstil ist locker und mit Humor gespickt, teilweise auch recht umgangssprachlich. Ich habe mich schnell damit zurechtgefunden, auch wenn das Umgangssprachliche nicht unbedingt meinen Geschmack trifft. Ein kleiner Kritikpunkt sind für mich die Grammatikfehler, die sich leider nicht nur auf wenige Tipper, sondern auch ganze Satzbau- und Wortfehler beliefen. Insgesamt hat mich das Buch gut unterhalten, auch wenn mich insbesondere die Liebesgeschichte nicht ganz erreichen konnte. Dafür ging mir persönlich die Beziehung etwas zu schnell und Jin war für mich etwas zu ungreifbar. Alles in allem erzählt die Autorin in diesem Buch aber eine niedliche Geschichte, die zugleich wichtige Themen und Botschaften enthält. Ich finde es so wichtig und richtig, dass diese Geschichte als Own Voice-Roman in die Welt getragen wird. Der Frust und Schmerz und all die negativen Erfahrungen kommen deutlich zum Vorschein und werden von der Wut, die die Protagonistin in sich trägt, in eine unterhaltsame und süße Handlung eingeflochten. Wer eine unterhaltsame Geschichte mit K-Drama-Vibes und trotzdem realitätsnahen und kritisch eingeordneten Hintergründen sucht, wird das in „Seoulicious“ sicher finden. 💓 3,5 / 5 Sterne

5

Ich fand es mega stark! Ich habe gelacht, geschmunzelt, fremdgeschämt und geweint... und mich wiedergesehen. So viele Parallelen zu meinen Deutsch-Philippinischen Wurzeln 🥹🥹🥹

Ich fand es mega stark! Ich habe gelacht, geschmunzelt, fremdgeschämt und geweint... und mich wiedergesehen. So viele Parallelen zu meinen Deutsch-Philippinischen Wurzeln 🥹🥹🥹
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Wütende Rebellin trifft auf romantische Lovestory

Suki ist wütend - und das nicht ohne Grund. In Deutschland ist sie immer wieder Vorurteilen, dummen Kommentaren und hohen Ansprüchen ausgeliefert. Da kommt ihr eine Auszeit bei ihren Großeltern in Südkorea gerade Recht! Blöd nur, dass ihre Zwillingsschwester sie da in etwas treibt, das ihre Ruhe gewaltig durcheinander bringt... Die Autorin vereint Gesellschaftskritik mit einer zuckersüßen Liebesgeschichte und verarbeitet dabei einige Themen, mit den so viele Leute zu kämpfen haben.

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»Seoulicious« ist richtig was fürs Herz!

Liebenswürdige Charaktere mit toller Entwicklung, ein spannender Plot und ein ganz toller Schreibstil. Ich musste über viele Sätze richtig lachen und es gab viele Momente, in denen ich Sukis Aufregung, Unsicherheit und Ängste gut nachfühlen konnte. Das Buch war wie ein Kurzurlaub und das Lesen hat mir viel Spaß gemacht. Außerdem habe ich viel gelernt.

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Zwei Schwestern, zwei Welten – und eine Entscheidung, die alles verändert. Suki und Yoona sind Zwillingsschwestern, die auf den ersten Blick kaum etwas gemeinsam haben. Während Yoona sich erfolgreich eine Karriere als Influencerin auf TikTok aufbaut, kämpft Suki mit ihrem Platz in der Welt. In Deutschland fühlt sie sich oft fremd – anders, nicht zugehörig. Erst eine Reise zu ihren Großeltern nach Seoul verändert alles: Zum ersten Mal fühlt sich Suki gesehen, verstanden, einfach richtig. Doch ihr neugewonnenes Selbstwertgefühl wird auf eine harte Probe gestellt, als ihre Schwester plötzlich Hilfe braucht. Yoona hat einen Song gepostet, der viral geht – doch in Wahrheit stammt die Stimme nicht von ihr, sondern von Suki. Um nicht aufzufliegen, bittet Yoona ihre Schwester, sie bei öffentlichen Auftritten zu vertreten. Suki steht vor einer schwierigen Wahl: Soll sie für ihre Schwester in eine Rolle schlüpfen und damit erneut einen Teil ihrer Identität aufgeben? Zu allem Überfluss trifft sie auch noch auf Jin, einen charmanten Teilnehmer einer Kochshow, in die sie eingeladen wird. Zwischen Kameras, Fake-Auftritten und echten Gefühlen stellt sich Suki bald die Frage: Verliebt sich Jin in sie – oder nur in das Bild, das sie verkörpert? Der Klappentext hat mich anfangs in eine ganz andere Richtung geführt – und trotzdem hat mich das Buch auf seine eigene Weise positiv überrascht. Es hat mir eine neue Perspektive auf Deutschland und kulturelle Zugehörigkeit eröffnet, die mich ehrlich gesagt zum Nachdenken gebracht hat. Ich bin selbst mit Menschen ähnlicher Herkunft befreundet, doch die Erfahrungen, die Suki im Buch macht, unterscheiden sich teils stark von dem, was ich bisher gehört habe. Diese neue Sichtweise hat mich ein wenig schockiert – im besten Sinne. Die Geschichte ist gut strukturiert und nie zu langatmig. Nur bei Suki hätte ich mir manchmal gewünscht, dass sie früher den Mut findet, die Wahrheit zu sagen. Jins überaus verständnisvolle Art wirkte stellenweise fast zu perfekt, macht ihn aber umso sympathischer. Ein berührender Roman über Selbstfindung, kulturelle Identität, Schwesternliebe – und darüber, was es bedeutet, man selbst zu sein.

5

Mein lieblings Buch für immer ich liebe es so sehr

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Seoulicious „ »Aber die größten Mächte sind die Hoffnung und die Liebe.“ (Seite 295) Die Zwillinge Suki und Yoona sind koreanischer Abstammung und wachsen in Hamburg auf. Von klein auf sind sie immer wieder dem Alltagsrassismus ausgesetzt. Yoona und ihre Mutter ignorieren und erdulden das stoisch, aber Suki hat starke Identifikationsprobleme und hasst das Gefühl, nirgendwo richtig dazu zu gehören. Innerlich brodelt es in ihr und jederzeit kann ihre Wut ausbrechen. Yoona inszeniert sich in den Sozialen Medien und ist erfolgreich als Influenzerin, während Suki noch nicht weiß wohin mit sich. Dann kommt es zu einem Vorfall und ihre Mutter schickt sie nach Korea zu den Großeltern, in der Hoffnung, dass Suki dort zu sich findet. Wie auf so vielen Accounts in den Sozialen Medien nimmt es Yoona nicht ganz genau mit der Wahrheit und liefert ihren Followern das was sie sehen möchten. Als sie in eine Koch-Dating Show im koreanischen Fernsehen eingeladen wird, bittet sie Suki als sie dort teilzunehmen. Auch wenn ihr nicht wohl ist bei der Sache, stimmt sie zu, denn für ihre Familie würde sie alles machen. Am Set verliebt sich Suki sich in Jin und wird von Minho angefeindet, kann sich aber nicht erklären warum. Und plötzlich ist sie mitten drin in einem K-Pop Drama. Seoulicious ist ein Own Voice Roman von Thea Hong und schon das macht es besonders. Die Einblicke in die Gefühlswelt von Suki waren authentisch und aus ihrer Sicht erzählt. Es war schön zu lesen, wie sie ihren Weg findet und mehr über Seoul und die koreanische Kultur und das Essen zu erfahren. Das Buch hat einen schönen Schreibstil, auch wenn ich das ein oder andere Wort aus der Jugendsprache googlen musste. Das Ende kam mir etwas zu schnell, da hätte ich gerne noch ein paar Seiten gehabt. Dies war mein erstes Buch der Autorin und mein erster Ausflug in die K-Pop Welt, aber es wird sicher nicht beim ersten Mal bleiben.

4.5

🫶🏻🫶🏻🫶🏻

Theas Buch „Seoulicious" hat mir neben wohligen, sehr unterhaltsamen Stunden inklusive Herzklopfen auch den Anstoß gegeben, mich mit dem Thema Rassismus noch sensibler auseinandersetzen zu wollen. Mir hat die Geschichte der Zwillingsschwestern Suki und Yoona sehr gefallen. Identitätstausch verspricht immer Spaß und Drama . Wenn dann noch eine Koch-Dating-Show mit Hottie und zugleich Golden-Retriever Boyfriend Jin dazukommt (Zitat: „weil Consent sexy ist" 🥰), ist die Mischung perfekt. Mit Sukis andauernder Wut, besonders zu Beginn, tat ich mich stellenweise schwer - was an meiner eigenen (privilegierten) Nichtbetroffenheit liegen kann. Ihre Charakterentwicklung im Verlauf fand ich richtig stark. Von mir für alle K-Pop Fans und Neulinge (wie mich) ein rundum gelungenes Buch. Definitiv mehr als nur eine leichte Unterhaltung!

🫶🏻🫶🏻🫶🏻
4

Ein sehr sehr gutes Buch.

Es wurden Themen und Probleme angesprochen über die ich mir noch nicht viel Gedanken gemacht habe. Eine richtig schöne Geschichte. Gegen Ende fand ich einiges in der Geschichtshandlung überzogen.

Ein sehr sehr gutes Buch.
4

Gelungenes und berührendes Debüt

Mochte die Geschichte von Suki enorm gern, las sich schnell und ging dennoch in die Tiefe. Am Ende haben sich ein paar wenige Fehlerchen im Text eingeschlichen aber alles in allem ein ganz wunderbares Buch.

4

Super süße K-Drama Lovestory mit ganz viel Essen aber auch Tiefgang.

Das Buch ist wunderschön geschrieben und man fliegt durch die Seiten. Neben einer zuckersüßen Lovestory wird aber auch das wichtige Thema Rassismus angesprochen. Richtig gut umgesetzt. Ich wurde mit der Protagonistin wütend und habe mit ihr geweint. Kann dieses Buch jedem empfehlen der K-Drama und K-Pop liebt oder die koreanische Kultur besser verstehen möchte.

4

Wenn das nervige Spiegelbild eines frühen Ichs vorgehalten wird.

Es kann verdammt schwer sein Suki immer wieder Verständnis entgegen zu bringen, weil sie einfach ab der Mitte des Buches nervig wird, dass sie in allem und jedem etwas Sucht, was ihr aufstößt. Diese ständige Wut, Frustration und Ablehnung. Aber was ich so nervig daran finde, dass auch selbst ohne Migrationshintergrund genau so eine Frustration über das eigene Leben vorhanden war. Und als Suki sich endlich mal probiert hat aus ihrem Komfort auszubrechen und gute Dinge auf sie zukommen lassen hat, war sie auch nicht mehr derartig verbittert. Sie hat die kleinen Sachen zu akzeptieren und lieben gelernt. Sowas muss man auch erst lernen. Suki hat uns auf diesen Weg der Erkenntnis und Veränderung mitgenommen, als auch gezeigt, dass sie Liebe da seinen Teil mit beitragen kann. Aber welche nicht ausschlaggebend für so eine Veränderung sein muss.

4

Own-Voice Roman über eine junge Frau, die ihren Platz in einer Welt finden möchte, die nicht für sie gemacht ist

Das Buch ist stellenweise harte Kost, weil es unverblümt Mikroaggressionen und Alltagsrassismus aufzeigt - sowohl in Deutschland, als auch in Korea. Aber die Beschreibungen von Seoul als ostasiatische Metropole, von den Menschen, dem Essen, der Kultur, dem Filmset - das alles war so greifbar, es hat sich fast so angefühlt, wie eine Reise nach Südkorea. Jin ist ein absoluter Green Flag Guy. Die Romance war ziemlich fast paced, manchmal hätte ich mir gewünscht, dass alles langsamer geht (ich bin mehr der Slow Burn Typ). Wie der Plot verstrickt war und aufgelöst wurde, fand ich super. Must-Read für Korea-Fans und -Interessierte. Ein toller Einblick in das Leben zwischen den Kulturen als Teil der Diaspora.

3.5

I liked it ! It was cute and really nice to have such a strong female character as the Protagonist :) definetly recommend if you just want to have a good time and some laughs

3

Korea-Feeling mit Abstrichen

Wir lernen zu Anfang eine äußerst mürrische und chronisch unzufriedene Hauptprotagonistin Suki kennen. Durch ihre unsympathische Art gleich zu Beginn, hat es mir das Buch schwer gemacht, in die Story zu finden. Suki meckert an allem und jedem rum. Ob das ihre Freundin ist oder Schwester oder beim Einkaufen. Dazu sind die ersten Kapitel voll von angeblichem Rassismus. Ich will niemanden absprechen, sowas erlebt zu haben, aber die Autorin schwingt hier groß die Rassismus-Keule und hinter jedem Wurstverkäufer, Bahnfahrer oder deutschen Tourist in Korea steckt laut ihrer Meinung ein Rassist. Das war völlig überzogen. Dazu schmeißt sie dermaßen inflationär mit neumodischen Anglizismen um sich, die man als normal sterblicher Erwachsener noch nie gehört hat. Das hat den Lesefluss sehr gestört. Sie beleidigt ältere Generationen (Boomer), nur um dann wieder rum zu jammern, wie schlecht sie es denn in Deutschland hat und wie toll es in Korea ist. Das hat mich tierisch aufgeregt. Ich bin selber ein großer Korea-Fan und hatte mich sehr auf dieses Buch mit Korea-Flair gefreut. Aber das im gleichen Kontext über alle Deutsche und Deutschland im Allgemeinen so hergezogen wird - geht nicht! Ob es nun die eigenen Erfahrungen der Autorin sind (ist selbst Halb-Koreanerin) oder ob sie es für ihre Hauptfigur erfunden hat, macht die ganze Geschichte leider sehr negativ. Dazu die ständigen Wiederholungen, wie toll und frei Korea und wie schlecht Deutschland ist, hat mir schier den Spaß am Lesen verdorben. Und im Übrigen ist Korea garnicht so frei und sozial im echten Leben. Ich sage nur hohe Selbstm*rdrate, Arbeitsausbeutung, Rassismus allen anderen gegenüber (ja!), kaum Sozielhilfe, keine Elternzeit etc. Die Story an sich ist okay. Trotz der Widrigkeiten habe ich das Buch zügig durch gelesen, da es spannende, romantische und kulturelle Inhalte hatte.

3

Korrektorat ahoi?

Ich habe noch nie ein Buch gelesen, das so viele Rechtschreib- und Grammatikfehler hat!

4

Ein schönes Buch! Ich liebe, wie wütend und direkt die Hauptprotagonistin Suki ist; es hat gutgetan zu lesen, wie sie meinen Frust widerspiegelte und ihn auch rauslassen konnte! Beim Lesen hatte ich das Gefühl, als würde ich ein K-Drama schauen, mit den vielen Wendungen und den süßen Momenten mit Jin. Die Romance war für mich zweitrangig, da ich die Beziehungen zwischen Suki und ihrer Familie/ihrem Umfeld sehr geschätzt habe!

2

An sich nette Romanze, geprägt von einer unzufriedenen Protagonistin die einem den Spaß am Lesen verdirbt.

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