Secret Identity

Secret Identity

Hardback
3.51

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Description

From Anthony Award-winning writer Alex Segura comes Secret Identity, a rollicking literary mystery set in the world of comic books.

It’s 1975 and the comic book industry is struggling, but Carmen Valdez doesn’t care. She’s an assistant at Triumph Comics, which doesn’t have the creative zeal of Marvel nor the buttoned-up efficiency of DC, but it doesn’t matter. Carmen is tantalizingly close to fulfilling her dream of writing a superhero book.

That dream is nearly a reality when one of the Triumph writers enlists her help to create a new character, which they call “The Lethal Lynx,” Triumph's first female hero. But her colleague is acting strangely and asking to keep her involvement a secret. And then he’s found dead, with all of their scripts turned into the publisher without her name. Carmen is desperate to piece together what happened to him, to hang on to her piece of the Lynx, which turns out to be a runaway hit. But that’s complicated by a surprise visitor from her home in Miami, a tenacious cop who is piecing everything together too quickly for Carmen, and the tangled web of secrets and resentments among the passionate eccentrics who write comics for a living.

Alex Segura uses his expertise as a comics creator as well as his unabashed love of noir fiction to create a truly one-of-a-kind novel--hard-edged and bright-eyed, gritty and dangerous, and utterly absorbing.

Book Information

Main Genre
N/A
Sub Genre
N/A
Format
Hardback
Pages
336
Price
28.15 €

Posts

1
All
3.5

Ein Mord, die Welt der Comics in den 70ern, eine lesbische Hauptfigur. Und ja genau diese Mischung hat mich angezogen. Kernpunkt des Romans ist dabei aber eigentlich die Tatsache, dass auch die Comicszene Frauen systematisch benachteiligt hat und ihre Arbeit zum Teil als die von Männern ausgegeben wurde, die schlichtweg ihre Ideen gestohlen haben. Ich konnte dabei tief eintauchen, die Welt in der sich Carmen Valdez bewegt, fand ich sehr lebendigt erzählt. Auch wenn ich immer ein bisschen Mad Men vor Augen hatte (das ja einige Jahre früher spielt). Dabei mochte ich auch, das man den Comic, um den sich der Mordfall dreht, ein wenig kennen lernt, da es Auszüge daraus zwischen die Kapitel geschafft haben. Dadurch entwickelt man für Carmens Arbeit ein gewisses Gefühl Es wird deutlich, was ihr gestohlen wurde. Von ihrem Chef wird sie vor allem dafür benutzt sich Kaffee holen zu lassen und manchmal erlaubt er ihr gnädig eine Idee zu pitchen - die er dann ablehnt, weil er sie angeblich nicht unterstützen darf - sonst würden die Leute ja sonst was glauben... Eigentlich war ich die Hälfte der Zeit wütend wegen der ganzen Ungerechtigkeiten, die Carmen sich gefallen lassen muss und von denen erwartet wird, dass sie sie mit einem Lächeln ignoriert. Gleichzeitig sorgen Vorurteile dafür, das Carmen von Anfang an verdächtigt wird. Auch wenn ich finde, das sie aufgrund ihrer Geschichte verständliche Lügen erzählt, fand ich es im Grunde ziemlich dumm von ihr. Allerdings ist sie es gewohnt, der Polizei keine Sekunde zu vertrauen. Diese Erfahrungen hat sie bereits als Kind gemacht und wurden ihr auch durch ihre Erziehung eingeimpft. Der Autorin gelingt es hier eine glaubwürdige Figur zu erzählen, die Fehler macht, weil sie gelernt hat, Lügen zu erzählen um sich selbst zu schützen. Auch weil sie in einer Gesellschaft lebt, die ihr als lesbische Latina noch weniger Chancen geben würde, als sie einer Frau eh schon nicht gewährt. Gleichzeitig spielt Carmens Vergangenheit für sie eine große Rolle. Sie hat mit der komplizierten on off Beziehung mit einer verheirateten Frau zu kämpfen. Die Geheimnisse und der Schmerz scheinen sie fast auf zu fressen. Kein Wunder also, das ihr Leben ein Drahtseilakt bleibt. Im Jahr 1975 hat sie wenig Chancen, ganz sie selbst zu sein - ohne Lügen. Mir hat der Roman einerseits total gut gefallen, vor allem der Comicverlag und die Arbeit die damit verbunden ist haben es mir angetan. Das war ja auch der Aufhänger, weshalb ich mir "Secret Identity" genauer angesehen habe. Andererseits fand ich das die Autorin die Zeit nicht so richtig eingefangen hat. Also wenn es um die Comicszene geht, wirklich top. Aber sobald es um historischen Hintergrund geht, hm den Vibe der 70er, fehlte mir etwas. Da hätte das Ganze ehrlich gesagt zum Teil auch einfach irgendwann in den 90ern spielen können. Auch der Mordfall war irgendwie etwas lahm aufgeklärt. Kein richtiger Flop. Aber eben auch bei weitem kein Highlight. Ich denke, es wäre interessanter geworden, wenn das Ganze nicht um einen Mord herum erzählt worden wäre, der einige Probleme, mit denen Carmen zu tun hat, tatsächlich relativ gefällig löst. Sie muss sich dadurch nämlich nie mit dem Opfer in einem Gespräch auseinander setzten oder für ihre Rechte an dem Comic einstehen.

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