Schwarzer Feminismus
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Description
Book Information
Author Description
Angela Y. Davis ist politische Aktivistin, Autorin, Rednerin und emeritierte Professorin der University of California. Seit den 1970er Jahren gilt sie als Symbolfigur der Bewegung für die Rechte von politischen Gefangenen in den USA und setzt sich bis heute für die Befreiung der Schwarzen ein, kämpft gegen rassistische, Geschlechter- und Klassendiskriminierung sowie gegen den gefängnisindustriellen Komplex in den USA.
Posts
Nachdem ich in der Uni ein Seminar zu dem Thema Schwarzer Feminismus besucht habe und nun eine Hausarbeit zu diesem schreibe, habe ich das Buch “Schwarzer Feminismus - Grundlagentexte” gelesen. Ich bin sehr begeistert und kann das Buch nur weiter empfehlen! Es ist unglaublich wie viel Mühe sich gegeben wurde, denn das Buch es unfassbar sensibilisierend geschrieben. Es wird von Anfang bis Ende gegendert und immer auf die richtige Rechtschreibung geachtet. Inhaltlich kann man viel von verschiedenen Autor*innen lesen, um verschiedene Einblicke in das Thema Schwarzen Feminismus zu erlangen. Wer sich mit dem Thema auseinandersetzen möchte und lernen will wieso Feminismus nicht gleich alle Frauen mit einbezieht, ist hier richtig. Persönlich empfinde ich das Buch als eine wichtige Lektüre, die für jeden empfehlenswert ist!
Vielleicht werden sich nun manche Fragen: 'wozu braucht es denn Schwarzen Feminismus? Kann man nicht einfach nur von Feminismus reden?'. Falls ihr euch das gefragt habt, solltet ihr dieses Buch lesen (und falls nicht, auch; alle sollten dieses Buch lesen). Schon seit Jahrzehnten, inzwischen seit Jahrhunderten, prangern Schwarze Frauen an, dass sie beim Feminismus nicht mitgemeint, nicht inkludiert werden. Dass ihre Erfahrungen sich nicht mit denen von weißen Feminist:innen decken, bzw. nicht ausreichend abgedeckt werden. Frauen wie Sojourner Truth, Angela Davis, bell hooks und Audre Lorde haben dies bereits thematisiert und für die Rechte der Schwarzen Frauen gekämpft - und traurigerweise lesen sich ihre Texte heute teilweise noch sehr aktuell. Natasha A. Kelly hat, gemeinsam mit anderen Übersetzer:innen, einige der wichtigsten Texte des Schwarzen Feminismus neu ins Deutsche übersetzt und chronologisch angeordnet. Neben den oben genannten, tauchen noch Texte vom Combahee River Collective, Barbara Smith, Kimberlé Crenshaw und Patricia Hill Collins auf. Sehr spannend ist auch das Vorwort von Natasha A. Kelly selbst, in dem u.a. Herausforderungen der rassismus- und sexismuskritischen Übersetzung sehr verständlich thematisiert werden. Vermutlich würden in einer aktuellen Ausgabe (meine ist vom März 2019) wieder andere Formulierungen gewählt werden, da sich die Debatten um Diskriminierungsfreie Sprache so schnell weiterentwickeln. Ich hab mir für dieses Buch sehr viel Zeit gelassen, da es keine leichte Kost ist. Jeden einzelnen Beitrag fand ich sehr überzeugend und interessant, keiner war zu viel. Auch, wenn es insgesamt ein paar Redundanzen gab - was schlicht daran liegt, dass die Autorinnen sich teilweise auch aufeinander beziehen.
Essay-Sammlung Schwarzer Feminist*innen, teilweise erstmals übersetzt.
Ein Team von Women* of Color hat ausgewählte Texte aus der Geschichte des Schwarzen Feminismus übersetzt. Sehr interessant ist auch das Vorwort, welches sich eben genau mit den Hürden auseinandersetzt, solche Texte zu übersetzten. Meiner Meinung nach wurden die Texte sehr gut übersetzt, von manchen habe ich auch schon die original Texte gelesen gehabt. Die vorliegenden Essays sind chronologisch geordnet und wurden sorgfältig ausgewählt, da diese sich teilweise gegenseitig zitieren/Bezug aufeinander nehmen. Es wird aufgearbeitet was einen intersektionalen Feminismus ausmacht und wie dieser von Schwarzen Feminist*innen definiert wird. Ebenso werden die Lebensrealitäten Schwarzen Frauen* und jenen die feministisch kämpfen. Hat man noch keine Werke zum Thema intersektionalen Feminismus gelesen, so bietet dieses Buch einen Einstieg. Alle die sich schon mit intersektionalem Feminismus beschäftigt haben, finden hier zugang zu Texten die erstmals auf deutsch übersetzt wurden und uns Einblick in eine feministische Geschichte geben. Meiner Meinung nach eine Grundlage für alle weißen Feminist*innen.
„Bin ich etwa keine Frau*?“
Die Textsammlung zum Schwarzen Feminismus ist eine literarisch kraftvolle Grundlage für alle Feminist*innen. Es lässt einen aus Perspektiven blicken die so viel Erfahrungswissen haben und so kluge Erkenntnisse teilen, die einem Lücken in der eigenen Reflexion oder Praxis aufweisen. Die Einleitung sowie die 8 Texte von Schwarzen Frauen* haben mir jeweils wieder etwas mitgeben können und mich darauf hingewiesen wie wichtig die feministisch aktivistische Geschichte aller ist, aber besonders auch mehrfachdiskriminierter Menschen.
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Angela Y. Davis ist politische Aktivistin, Autorin, Rednerin und emeritierte Professorin der University of California. Seit den 1970er Jahren gilt sie als Symbolfigur der Bewegung für die Rechte von politischen Gefangenen in den USA und setzt sich bis heute für die Befreiung der Schwarzen ein, kämpft gegen rassistische, Geschlechter- und Klassendiskriminierung sowie gegen den gefängnisindustriellen Komplex in den USA.
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Nachdem ich in der Uni ein Seminar zu dem Thema Schwarzer Feminismus besucht habe und nun eine Hausarbeit zu diesem schreibe, habe ich das Buch “Schwarzer Feminismus - Grundlagentexte” gelesen. Ich bin sehr begeistert und kann das Buch nur weiter empfehlen! Es ist unglaublich wie viel Mühe sich gegeben wurde, denn das Buch es unfassbar sensibilisierend geschrieben. Es wird von Anfang bis Ende gegendert und immer auf die richtige Rechtschreibung geachtet. Inhaltlich kann man viel von verschiedenen Autor*innen lesen, um verschiedene Einblicke in das Thema Schwarzen Feminismus zu erlangen. Wer sich mit dem Thema auseinandersetzen möchte und lernen will wieso Feminismus nicht gleich alle Frauen mit einbezieht, ist hier richtig. Persönlich empfinde ich das Buch als eine wichtige Lektüre, die für jeden empfehlenswert ist!
Vielleicht werden sich nun manche Fragen: 'wozu braucht es denn Schwarzen Feminismus? Kann man nicht einfach nur von Feminismus reden?'. Falls ihr euch das gefragt habt, solltet ihr dieses Buch lesen (und falls nicht, auch; alle sollten dieses Buch lesen). Schon seit Jahrzehnten, inzwischen seit Jahrhunderten, prangern Schwarze Frauen an, dass sie beim Feminismus nicht mitgemeint, nicht inkludiert werden. Dass ihre Erfahrungen sich nicht mit denen von weißen Feminist:innen decken, bzw. nicht ausreichend abgedeckt werden. Frauen wie Sojourner Truth, Angela Davis, bell hooks und Audre Lorde haben dies bereits thematisiert und für die Rechte der Schwarzen Frauen gekämpft - und traurigerweise lesen sich ihre Texte heute teilweise noch sehr aktuell. Natasha A. Kelly hat, gemeinsam mit anderen Übersetzer:innen, einige der wichtigsten Texte des Schwarzen Feminismus neu ins Deutsche übersetzt und chronologisch angeordnet. Neben den oben genannten, tauchen noch Texte vom Combahee River Collective, Barbara Smith, Kimberlé Crenshaw und Patricia Hill Collins auf. Sehr spannend ist auch das Vorwort von Natasha A. Kelly selbst, in dem u.a. Herausforderungen der rassismus- und sexismuskritischen Übersetzung sehr verständlich thematisiert werden. Vermutlich würden in einer aktuellen Ausgabe (meine ist vom März 2019) wieder andere Formulierungen gewählt werden, da sich die Debatten um Diskriminierungsfreie Sprache so schnell weiterentwickeln. Ich hab mir für dieses Buch sehr viel Zeit gelassen, da es keine leichte Kost ist. Jeden einzelnen Beitrag fand ich sehr überzeugend und interessant, keiner war zu viel. Auch, wenn es insgesamt ein paar Redundanzen gab - was schlicht daran liegt, dass die Autorinnen sich teilweise auch aufeinander beziehen.
Essay-Sammlung Schwarzer Feminist*innen, teilweise erstmals übersetzt.
Ein Team von Women* of Color hat ausgewählte Texte aus der Geschichte des Schwarzen Feminismus übersetzt. Sehr interessant ist auch das Vorwort, welches sich eben genau mit den Hürden auseinandersetzt, solche Texte zu übersetzten. Meiner Meinung nach wurden die Texte sehr gut übersetzt, von manchen habe ich auch schon die original Texte gelesen gehabt. Die vorliegenden Essays sind chronologisch geordnet und wurden sorgfältig ausgewählt, da diese sich teilweise gegenseitig zitieren/Bezug aufeinander nehmen. Es wird aufgearbeitet was einen intersektionalen Feminismus ausmacht und wie dieser von Schwarzen Feminist*innen definiert wird. Ebenso werden die Lebensrealitäten Schwarzen Frauen* und jenen die feministisch kämpfen. Hat man noch keine Werke zum Thema intersektionalen Feminismus gelesen, so bietet dieses Buch einen Einstieg. Alle die sich schon mit intersektionalem Feminismus beschäftigt haben, finden hier zugang zu Texten die erstmals auf deutsch übersetzt wurden und uns Einblick in eine feministische Geschichte geben. Meiner Meinung nach eine Grundlage für alle weißen Feminist*innen.
„Bin ich etwa keine Frau*?“
Die Textsammlung zum Schwarzen Feminismus ist eine literarisch kraftvolle Grundlage für alle Feminist*innen. Es lässt einen aus Perspektiven blicken die so viel Erfahrungswissen haben und so kluge Erkenntnisse teilen, die einem Lücken in der eigenen Reflexion oder Praxis aufweisen. Die Einleitung sowie die 8 Texte von Schwarzen Frauen* haben mir jeweils wieder etwas mitgeben können und mich darauf hingewiesen wie wichtig die feministisch aktivistische Geschichte aller ist, aber besonders auch mehrfachdiskriminierter Menschen.







